Sanierung Schloss Ettlingen

Das Ettlinger Schloss wurde erstmals im 13. Jhdt. als Burg erwähnt und im Laufe der Jahre mehrfach zerstört,wieder aufgebaut und erweitert.

1727 beschloss die Markgräfin Sibylla Augusta, Witwe des "Türkenlouis", das Schloss als Alterssitz zu nutzen. So entstand das barocke Gesamtkunstwerk, das heute das kulturelle Zentrum der Stadt Ettlingen darstellt.

Johann Michael Rohrer schuf das repräsentative Barockschloss aus den vorgefundenen Ruinen. Die Tessiner Künstler Riccardo Retti und Lucca Colomba statteten die Räume mit prächtigen Malereien und Stuckaturen aus. Der große Meister des Spätbarock, Cosmas Damian Asam, verewigte sich mit der großartigen Gestaltung des Deckengemäldes der Schlosskapelle, des heutigen Asamsaals.

Die Witwe des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, Sibylla Augusta (1675 - 1733) ließ das Barockschloss als Alterssitz wieder aufbauen.

In der Zeit vom 01.04.2011 - Anfang 2012, wird das Schloss saniert. Es wird behindertengerecht umgebaut, in den Nordflügel kommt ein Aufzug. Das Dach wird komplett erneuert und die Traglast des Asamsaals wird verstärkt.

Im Verlauf dieser Seite werden Sie über die neusten Aktivitäten rund um die Sanierungsarbeiten informiert.

28.06.2011

Schutzdach Schloss

Um das Schloss vor Regeneinflüssen zu schützen wird ein Dach aufgebaut

Umdrehen LKW Kutschenplatz

Rangierversuche auf dem Kutschenplatz - da hilft nur noch der Kranwagen

Spritzbeton UG

Das Fundament für den Musensaal und den Asamsaal wird mit Spritzbeton erstellt.

09.06.2011

Während im Untergeschoss Beton den Musensaal und den Asamsaal sichern, wird in der "Guten Stub" das wertvolle Deckengemälde von Cosmas Damian Asam durch ein freihängendes Gerüst geschützt, das über der Empore des Asamsaales zu schweben scheint. Die Treppe vor dem Epernaysaal ist bereits Vergangenheit. Es wurde Platz geschaffen, damit es dort künftig einen barrierefreien Zugang gibt.


04.05.2011

Befüllen der Eimer

Beim Start der Schloss-Sanierung: Chef der Wirtschaftsförderung und Gebäudemanagement Erhard, Architekt Professor Merz, Stadträtin Hofmeister, OB Büssemaker und Stadtrat Professor Ditzinger.

Es hat Erweiterungen, Schäden und unterschiedlichste Epochen erlebt, unser kulturelles Zentrum, mit dessen Sanierung ein wichtiger Schritt zur Erhaltung getan werde, betonte Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker beim Start der Schloss-Sanierung am vergangenen Mittwoch, an dem neben den Architekten und Ingenieuren der beteiligten Büros auch Vertreter des Gemeinderates und der Verwaltung teilnahmen. Der Bauzaun hat in den zurückliegenden Wochen bereits den Beginn der umfangreichen Instandsetzungsarbeiten des ehemaligen Witwensitzes der Markgräfin Sibylla angekündigt. Fast fünf Jahre zogen ins Land bis 2010 der Gemeinderat seine Zustimmung zu den Planungen des Architekten Professor Hans Günter Merz vom gleichnamigen Büro gab.

EG Schloss

Die Kosten für die Renovierung des Daches des Ost- und Südflügels, der statischen Ertüchtigung des Asamsaals und der barrierefreien Erschließung des Schlosses durch einen Aufzug im Nordfoyers belaufen sich auf über 6,4 Millionen Euro. Von Seiten des Landes kommen über drei Millionen Euro, der „höchstmögliche Zuschuss für ein Einzelgebäude“, unterstrich die OB. Die neunmonatige Bauzeit bezeichnete sie denn als sportive Leistung und dankte allen an der Planung und Umsetzung Beteiligten.

 

Es freue ihn besonders als Schwabe im Badischen bauen zu dürfen, merkte Professor Merz an. Dabei wird von dem, was wir machen, nicht so viel sichtbar sein, da es sich auch um eine energetische Sanierung handelt. Wichtig ist Merz, das zu bewahren, was das Haus ausmache und es für alle Nutzer leichter bespielbar zu machen.

Unter das Schlagwort ungewöhnlich stellte Dr. Ing. Ralph Egermann vom Büro für Baukonstruktionen sein Grußwort und betonte, dass das Schloss nicht nur ein wichtiger Teil der Ettlinger Geschichte sei, sondern ein hochkarätiges Kulturgut. Wir bauen hier nicht nur im Bestand, sondern auch bei laufendem Betrieb, was die Planungen nicht einfacher mache. Und dennoch sei das Verständnis auf beiden Seiten füreinander sehr groß, was nicht selbstverständlich sei. Ungewöhnlich sei auch, wie der Gemeinderat hinter der Sanierung stehe. Ein wichtiger Partner sei das Landesdenkmal. Mit Sorgfalt und großer Weitsicht sei hier ein Team gebildet worden, betonte Egermann abschließend, bevor die Geladenen zu Schippe und Eimer greifen durften, um Sand beiseite zu schaffen.

29.04.2011

Abriss der Eingangstreppe im Nordfoyer des Schlosses

Der Treppenaufgang zum Nordfoyer des Schlosses ist weg. Während hier die Bagger ganze Arbeit geleistet haben, um die Treppe abzureißen, gehen die Bauarbeiten sowohl im Schlosshof als auch auf dem Kutschenplatz ihrem Ende entgegen.

Dort waren Kanalarbeiten notwendig geworden. Damit künftige Generationen nicht den ganzen Platz aufbuddeln müssen, wurden nicht nur Rohre für das Abwasser verlegt, sondern auch weitere Rohre für Kabel.

Das sind vorbereitende Maßnahmen für die Sanierung des Schlosses. Nicht nur teile des Dachs müssen in Angriff genommen werden , auch die Statik des Asamsaal bedarf einer Ertüchitung und im Nordfoyer wird es dank eines Aufzug einen barrierefreien Zugang zu allen Etagen geben.

Die Baustelle am Schlossplatz wird bereits wieder geschlossen

19.04.2011

Bei der Übergabe des Roten Punktes.

Groß war die Freude über die Baufreigabe für die Sanierung des Schlosses, wo die Arbeiten im Hof kräftig voranschreiten. Bis zu den Schlossfestspielen wird diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Bei der Übergabe des Roten Punktes Thomas Karch vom Büro für Baukonstruktionen, Jürgen Alshut von archis, Wolfgang Erhard von der Wirtschaftsförderung, Jürgen Rother vom Hochbau sowie Bürgermeister Thomas Fedrow und Ordnungsamtsleiter Bernd Lehnhardt.

Dann geht es im Innern weiter, wo der Asamsaal, das Juwel des Schlosses mehr als eine Ertüchtigung benötigt. Auch das Dach auf dem Nord- und Ostflügel muss in Angriff genommen werden, darüber hinaus wird das Schloss im Nordfoyer einen barrierefreien Zugang erhalten, da ein Aufzug künftig alle Etagen vom Untergeschoss bis zur Balustrade des Asamsaals erschließen wird.

08.04.2011

Der Sommereingang zum Museum

Meterlang werben die Festspiele, das Museum und das Kulturamt, so dass aus dem Bauzaun vor dem Schloss die längste Plakatwand Ettlingens wird.

Die Schloss-Sanierung wirft ihre ersten Schatten voraus und sorgt für die längste Plakatwand vor dem Schloss. Denn der Bauzaun vor dem Schloss, in der vergangenen Woche aufgestellt, wurde in eine Ausstellungswand verwandelt, die Stück-Plakate der Festspiele ebenso ziert wie für Veranstaltungen des Kulturamtes und des Stadtmarketings. Aufgrund dieser Absperrung ist das Museum wie auch der Trausaal künftig nur über den Hugo-Rimmelspacher-Platz zu erreichen und dann wie gewohnt über den Eingang im Südfügel. Der Zugang zur Stadtinformation sowie zum Stadtarchiv und zur Schlossverwaltung ist ungehindert möglich.

Der Bauzaun wird bis Ende der Schloss-Sanierung vor der Nordfassade stehen bleiben. Nicht nur das Holzdach des Süd- und Ostflügels muss ertüchtigt, auch die Statik des Asamsaals muss angegangen werden. Darüber hinaus wird es im Foyer des Nordflügels einen barrierefreien Zugang geben, so dass ein Aufzug alle Ebenen, vom Untergeschoss bis hin zum Asamsaal, erschließt. In den zurückliegenden Wochen war das Dach ebenso erkundet worden wie der Asamsaal und die Fundamente des Schlosses, um Erkenntnisse über den tatsächlichen Zustand zu gewinnen und damit auch Planungssicherheit für die Ausschreibungen.

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