Vernissage am Sonntag, 28. September, Karl Hofer: Das Frauenbild


Restauratorin begutachtet Frauenhalbakt Einen unverstellten Blick auf das Frauenbild Karl Hofers gew?hrt die Ausstellung im Ettlinger Museum, die am Sonntag, 28. September, mit der Vernissage um 11 Uhr im Rittersaal ihre Pforten ?ffnet. Die Begr??ung spricht Oberb?rgermeisterin Gabriela B?ssemaker, die Laudatio h?lt Museumsleiterin Daniela Maier. Holger Ebeling sorgt f?r die musikalische Umrahmung der Ausstellungser?ffnung.
Mehr als 60 Werke aus privaten wie öffentlichen Sammlungen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Malerei von den künstlerischen Anfängen bis 1955 sind zu sehen, der Großteil stammt aber aus ‚eigenen’ Beständen. Dass das Museum aus einer umfangreichen Dauerleihgabe des so genannten „Berliner Nachlasses“ schöpfen kann, ist in erster Linie der Freundschaft Hofers mit dem Ettlinger Bildhauer Karl Albiker zu verdanken.
„Seit 1984 verfügt das Museum über die größte ständige Schausammlung an Hoferwerken in Deutschland“, verdeutlichte Museumsleitern Daniela Maier. Eine Sicht auf das Frauenbild des Malers gab es in dieser Form noch nie. Ein Besuch lohnt sich also, zumal „Hofer ein hochkarätiger Vertreter der klassischen Moderne ist“, führte Maier weiter aus. Er ging einen eigenen Weg mit seiner Kunst, leicht abseits von der neuen Sachlichkeit oder dem deutschen Expressionismus, vergleichbar etwa mit Max Beckmann, der sich auch nirgends einsortieren lässt. „Von irgendwelchen ‚-ismen’ hat er sich stets distanziert“, so Maier.
 
Karl Hofers Bedeutung, er lebte von 1878 bis 1955, ist unter anderem auf die charak-teristischen Interpretationen seines Menschenbild zurückzuführen. Eine besondere Stellung in Hofers Werk nehmen Mädchen- und Frauenfiguren in Form von Portraits, Gruppenbildern oder Akten ein; „gerade in diesen Genres zeigt sich die außerordentliche Qualität seines künstlerischen Schaffens“, unterstrich die Museumsleiterin.
Nicht nur davon kann man sich beim Gang durch die Ausstellung überzeugen, der Besucher wird auch Einblicke in die Entwicklung Hofers von den Anfängen bis zu seinem Spätwerk nachvollziehen können. Die Ausstellung ist auf zwei Stockwerke verteilt, ein großer Bereich ist der Grafik gewidmet. Dort ist auch das früheste Werk zu sehen, eine Radierung von 1902. Ergänzt werden die Bilder durch Dokumente in Form von Briefen oder Postkarten; in einer „Leselounge“ kann der Besucher in Schriften über Hofer schmökern. Zur Ausstellung erscheint eine kleine Katalogbroschüre. Inzwischen ist auch das lang erwartete komplette Werksverzeichnis Hofers erschienen, es kann im Rahmen der Ausstellung eingesehen und erworben werden. Auch Führungen werden angeboten, Informationen erteilt das Museum unter 07243/101-273. Zu sehen ist die Ausstellung bis 30. November, mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.
 
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