Impressionen

Hier finden Sie eine Übersicht über vergangene Veranstaltungen und Projekte des Integrationsbüros.

Tag der offenen Tür im K26

Tag der offenen Tür im Begegnungsladen
 
Eine gemeinsame Plattform für das Ehrenamt und ein multikultureller Ort der Begegnung – das ist der Begegnungsladen K26. Am vergangenen Samstag feierte das K26 bei einem „Tag der offenen Tür“ sein 2-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums boten die Kooperationspartner des Ladens den Gästen die verschiedensten Angebote und Mitmachaktionen an.
Eröffnet wurde der Testtag durch Oberbürgermeister Johannes Arnold, der sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote im K26 zeigte. Denn insgesamt acht ehrenamtliche Gruppen und Vereine tragen regelmäßig zum bunten Treiben im Begegnungsladen bei. Sie alle gestalteten gemeinsam den „Tag der offenen Tür“, um sich und ihre Angebote zu repräsentieren.
Die Frauen des Türkisch-Islamischen Kulturvereins brachten aufwendige Henna-Kunst ins K26. Sie bemalten den interessierten Gästen orientalische Ornamente auf Arme und Hände.
Bei einem Quiz der Bewerbungscoaches, einer kleiner Gruppe von Auszubildenden der Stadt Ettlingen, die Flüchtlingen dabei helfen Bewerbungen zu verfassen, konnte man sein Wissen über Lebensläufe und Anschreiben testen.
Das effeff (der Ettlingen Frauen- und Familientreff) lud ein zu einer kreativer Bastelaktion „Upcycling“ von Büchern. Die dabei entstandenen dekorativen und praktischen Notizständer durften anschließend mit nach Hause genommen werden.

Das Netzwerk Ettlingen stellte Spieleklassiker vor, die auch gemeinsam mit sehbehinderten Menschen gespielt werden können. So versuchten sich Jung und Alt im Knobeln und rieten sich gegenseitig: „Mensch, ärgere dich nicht“.
Die Schrauber vom Fahrrad-Team des Arbeitskreises Asyl zeigten wie sie mit wenigen Handgriffen geschickt Fahrräder reparieren können.
Für die kleinen Besucher gab es ebenfalls viel zu entdecken. Sie konnten eigene Buttons basteln, sich als Prinzessin oder Tiger schminken lassen und beim Lese- und Erzähltheater lauschen.

Für das leibliche Wohl sorgte unter anderem das Netzwerk „Ettlingen für Menschen mit Behinderung“, das mit dem Kaffeemobil vom Kaffeehäusle vor Ort war und leckeren Kaffee mit duftendem Kuchen servierte.
Das städtische Integrationsbüro war froh über das große Engagement und die gute Stimmung der zahlreichen Gästen. Besonderer Dank gilt daher allen Helfern, die den „Tag der offenen Tür“ mitgestaltet haben.


Aufbrechen, ankommen, erzählen - Interkultureller Erzählkreis

Interkultureller Austausch

Ein bunt gemischter Erzählkreis fand sich am 29.09.2017 ab 18:30 Uhr im K26 zusammen. Bei Musik, Videos und Gedichten kamen die Besucherinnen und Besucher miteinander ins Gespräch. Thematisch ging es vor allem um Heimat, Aufbrechen, Leben in verschiedenen Gesellschaften bzw. Kulturen und Ankommen. Einige der Teilnehmenden meldeten sich bereits zuvor, um etwas zum Erzählkreis beizutragen - andere stiegen spontan mit ins Gespräch ein. Insgesamt war der Abend geprägt von verschiedenen Emotionen, Stimmungen und einem tollen Austausch!
Das Integrationsbüro der Stadt und der Arbeitskreis Asyl Ettlingen bedanken sich nochmals herzlich bei allen für die interessanten Beiträge.


Präventionsveranstaltung islamistischer Extremismus

Vortrag zum Thema religiöser Extremismus

Präventionsarbeit ist ein wichtiger Pfeiler der Arbeit des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Deswegen bot die Polizei am 26.09.2017 einen Fachvortrag zum Thema „religiös begründeter Extremismus“ im Begegnungsladen K26 an.
Die Referentin des Referats Prävention berichtete u.a. darüber, was den Salafismus so attraktiv macht, was die Ursachen dafür sind, dass junge Menschen sich radikalisieren und was man dagegen tun an. Unterstützt wurde die Polizei von einer Expertin des Demokratiezentrums Baden-Württemberg. Ganz nach dem Motto „Prävention durch Information“ nutzten verschiedene hauptamtliche Fachkräfte aus dem gesamten Landkreis diese Diskussion und informierten sich über die Präventions- und Interventionsmöglichkeiten.
Wünschen Sie sich ebenfalls einen Vortrag zum Thema, können Sie sich gerne an das Polizeipräsidium Karlsruhe unter E-Mail: Karlsruhe.pp.praevention@polizei.bwl.de oder telefonisch an 0721 6661201 wenden.


Gemeinderatbewirtung durch Flüchtlinge

Syrische Köstlichkeiten beim Gemeinderat am 26.07.2017
 
Zur Abschlusssitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause gab es am Mittwoch eine spezielle Verköstigung. Eine Flüchtlingsfamilie aus der Ettlinger Anschlussunterbringung bereitete insgesamt 5 Platten mit unterschiedlichsten Häppchen vor. Schon während der Pause zwischen öffentlicher und nicht öffentlicher Sitzung erhielten die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte einen kleinen Vorgeschmack. Nach dem nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurden dann auch der Rest noch gegessen. Oberbürgermeister Arnold dankte Herrn Mameh für den kulinarischen Einblick in die syrische Kultur. Im Gegenzug bedankte sich auch Herr Mameh, dass er so gut in Ettlingen aufgenommen wurde und es hier so viele Möglichkeiten für seine Familie und ihn gibt.


Ressourcentag 2017

Ressourcentag für Anschlussuntergebrachte in Ettlingen
 
„Wie viel muss ich im Durchschnitt für eine Dusche bezahlen?, Wie viel Strom verbraucht eine Glühbirne oder ein Fön?, Was kostet eine kWh? Warum ist Mülltrennung so wichtig und wie funktioniert sie?, Was bedeutet richtiges Heizen und Lüften?“ Mit diesen und noch vielen weiten Fragen beschäftigten sich am 09. Juni ca. 25 junge Geflüchtete aus den Anschlussunterbringungen in Ettlingen. Durch viele Praxisbeispiele wurde ihnen verdeutlicht, wie man unter anderem Strom, Wasser sowie Heizung und damit bares Geld sparen kann. Dieser Ressourcentag wurde im K26 abwechslungsreich gestaltet. In einer Abschlussrunde sprachen die Teilnehmer darüber, was sie an diesem Tag gelernt haben.


Vorlese- und Spielevormittag 2017

Text Lesebox-Aktion Bilderbücher durchstöbern, neue Geschichten kennenlernen und die neusten Spiele spielen… dies alles erwartet euch am 8. Juni, wenn die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Integrationsbüro zu einem Lese- und Spielevormittag einlädt. Von 10 bis 11 Uhr sind für alle Ettlinger Kinder im Alter von 5-10 Jahren die Türen der Stadtbibliothek geöffnet, um gemeinsam die Lese- und Erzählbox der Bibliothek kennenzulernen und einen bunten und vielseitigen Vormittag zu verbringen.


Bewerbungscoaches: Gewinner beim Kreisintegrationspreis 2017

Wie schreibe ich einen Lebenslauf? Was gehört in eine Bewerbung? – Diese Fragen beschäftigten junge Leute, die nach ihrem Schulabschluss auf Jobsuche gehen. Besonders herausfordernd ist dies für Menschen deren Muttersprache nicht deutsch ist. Deswegen hat das Integrationsbüro der Stadt das Bewerbungscoaches-Projekt ins Leben gerufen. Bewerbungscoaches sind Auszubildende der Stadt Ettlingen, die einmal wöchentlich eine Sprechstunde anbieten, in der sie ihr Wissen über Bewerbungsverfahren an Hilfesuchende mit Migrationshintergrund weitergeben.

Seit Oktober 2016 sind die Auszubildenden in guter Mission unterwegs. Und nun wurde ihr Engagement beim Kreis-Integrationspreis des Landkreises Karlsruhe prämiert. Am Donnerstag, dem 20. Juli 2017, verlieh Landrat Dr. Schnaudigel den Coaches ihre Urkunden für ihre vorbildliche Integrationsarbeit und übergab ihnen ihren Geldpreis. „Es macht wirklich Spaß als Bewerbungscoach andere junge Leute in meinem Alter unterstützen zu können“, sagt Carina Maier (Teamleiterin der Coaches). Auch in Zukunft soll das Projekt Bestand haben.


Interkulturelle Kochabende des Integrationsbüros 2017

Integration geht durch den Magen

Französisch, Arabisch, Türkisch: so unterschiedlich diese Länder sind, so verschieden waren auch die drei Interkulturellen Kochabende, die das Integrationsbüro im Juli veranstaltete. In der Küche der Albgauhalle versammelten sich an drei Donnerstagen interessierte Ettlinger Bürger, die gerne neue Kulturen und Rezepte kennenlernen wollten.

Los ging es mit dem französischen Kochabend: gemeinsam wurden Hachis Parmentier, ein Auflauf aus Hackfleisch, Kartoffelbrei und Käse, Crème brûlée und französische Mandelhörnchen gekocht und zubereitet. Alle Teilnehmer waren begeistert von den Rezepten und nahmen gerne die Reste noch mit nach Hause.

Beim zweiten Kochabend lag der Fokus auf der arabischen Küche. Eine syrische Familie aus einer Ettlinger Anschlussunterbringung hatte sich bereiterklärt den Kurs zu leiten und brachte für diesen Abend zwei typisch arabische Rezepte mit. „Kabsa“ ist ein traditionelles Gericht aus Reis und Hähnchenschenkel. Beides wird mit orientalischen Gewürzen gekocht und mit gerösteten Nüssen und Rosinen serviert. Das zweite Gericht hieß „Schawarma“. Hier handelt es sich um Fladenbrote, die mit Hähnchenbrust, selbstgemachter Mayonnaise sowie Essiggurken und Granatapfelsirup gefüllt werden. Allen hat es sehr gut geschmeckt und waren erfreut über die neuen Anregungen aus der arabischen Kultur.

Der dritte Donnerstag wurde geleitet vom Frauenvorstand des Türkisch Islamischen Kulturvereins, der vier verschiedene Rezepte mitgebracht hatte. Zur Vorspeise wurde eine rote Linsensuppe gekocht, die mit unterschiedlichen Gewürzen und getrockneter Minze abgeschmeckt wurde. Der Hauptgang bestand aus türkischem Reis, mit Hackfleisch gefüllten gebackenen Auberginen und gefüllten Weinblättern. Da alle Hobbyköche fleißig Weinblätter wickelten und mit viel Freude die Gerichte zubereiteten, entstanden eine angenehme Atmosphäre und ein sehr leckeres türkisches Menü. Zu guter Letzt überraschten die türkischen Damen alle Teilnehmer mit einem traditionellen Tee und einem tollen Nachtisch.


Das Integrationsbüro auf dem Kulturfest 2017

Was ist typisch deutsch? - Integrationsbüro sammelt Meinungsbild beim Kulturfest des Türkisch Islamischen Kulturvereins im Horbachpark

“Was ist typisch deutsch?“ lautete die Frage auf der Stellwand beim Kulturfest „Kermes“ des Türkisch-Islamischen Kulturvereins im Horbachpark. Die Besucher waren eingeladen ihre Antworten auf Kärtchen zu notieren. Hierbei wurde in zwei Kategorien unterschieden. Die Eigensicht zeigte alle Antworten von Menschen, die in Deutschland geboren wurden. Die Fremdsicht stellte die Vorstellungen dar, die zugewanderte oder zugezogene Menschen von Deutschland haben. Einige der Teilnehmer ordneten sich allerdings auch mittig der Stellwand ein, da sie sich mehreren Kulturen zugehörig fühlten.

Darüber, dass Pünktlichkeit und Ordnung als typisch deutsch gelten, waren sich alle einig. Die Meinung, dass man in Deutschland wenig Fisch isst, wurde allerdings nicht von allen geteilt. Es wurden aber auch deutsche Klischees wie Kaffee und Kuchen um 15 Uhr oder die Handtuchreservierung im Urlaub bedient.

Durch diese Mitmach-Aktion wollte das städtische Integrationsbüro Gedankenanstöße zur kulturellen Identität geben. Die vielen interessierten Besucher wurden hierdurch zum Nachdenken angeregt.


Schwimmkurse für Flüchtlingskinder 2017

Schwimmkurs für Flüchtlingskinder (Februar bis Juni 2017)
 
Mit dem neuen Lehrschwimmbecken entstanden Anfang des Jahres 2017 auch neue Möglichkeiten für die DLRG Ettlingen. So konnten seit dem 6. Februar ca. 10 kleine Wasserratten aus Ettlingen das Schwimmen professionell lernen. Die Ausbilder der DLRG vermittelten den Kindern aus Gemeinschafts- und Anschlussunterkünften spielerisch die Grundlagen des Schwimmens, sodass sie dem Sommer nun sicher im Schwimmbad verbringen können.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Organisatoren und Ausbilder der DLRG und die Ehrenamtlichen, die die Kinder zum Schwimmkurs begleiteten!


Vielfaltsfakten beim Walthaldenfest 2017

Watthaldenfest am 18. Juni 2017: Vielfaltsquiz – Was wissen Sie über Ettlingen?!

Beim diesjährigen Watthaldenfest hatten die Besucher die Möglichkeit, Ihr Wissen über die Vielfalt in Ettlingen zu testen. Über den gesamten Park verteilt gab es 5 Tafeln mit jeweils einer Frage und drei Antwortmöglichkeiten. Auf den beiliegenden Flyern konnten die Antworten getippt und am Informationsstand des Kultur- und Sportamtes abgeben werden.


Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen vergangenen Sonntag am Vielfaltsquiz teil. Untenstehend finden Sie die Lösungen.

Wie viele unterschiedliche Nationalitäten gibt es in Ettlingen?
Antwort C: Über 100 verschiedene Nationalitäten

Wie hoch ist der Anteil der Zugewanderten an der Ettlinger Bevölkerung?
Antwort C: 12 % der Ettlinger Bevölkerung sind Zugewanderte

Seit welchem Jahr gibt es den Arbeitskreis Asyl in Ettlingen?
Antwort A: Den Arbeitskreis Asyl gibt es seit 2012

Wie heißt der Begegnungsladen im Zentrum Ettlingens?
Antwort C: Der Begegnungsladen heißt K26

Welche ist die größte Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund in Ettlingen?
Antwort A: Die größte Gruppe ist die türkische Bevölkerung


Schulklassen begegnen sich 2017

Begegnung der Erich-Kästner-Schule und der Vorbereitungsklasse der Pestalozzischule
„Spaß haben, sich gegenseitig kennenlernen und Gemeinsamkeiten entdecken“ – Unter diesem Motto stand der Donnerstagvormittag (01.06.) für die 4. Klasse der Erich-Kästner-Schule und die Vorbereitungsklasse der Pestalozzischule. Pünktlich zur dritten Schulstunde begrüßten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse ihre Gäste. Durch gemeinsame Spiele lernten sich die Schüler in den beiden darauffolgenden Stunden kennen. Auch für die Fragen der Schüler war genügend Zeit: „Wie viele Stunden Unterricht habt ihr am Tag? Welche Fächer habt ihr?“ usw.

In der gemeinsamen großen Pause entstanden dann auch direkte Kontakte zwischen den Kindern. Diese konnten durch den Sportunterricht in der fünften Stunde verfestigt werden. An 10 Stationen tobten sich die Kinder aus, bis sie sich um 12:10 Uhr wieder voneinander verabschiedeten. 


Osterferienprogramm 2017

Das Integrationsbüro der Stadt Ettlingen plante für Kinder aus den Gemeinschaftsunterkünften ein kleines Programm in den Osterferien. Dieses begann mit einem gemeinsamen Ausflug in den Karlsruher Zoo. 15 Kinder bestaunten die verschiedensten Tiere und konnten sich zum Ende hin noch auf dem großen Spielplatz austoben.

Nach diesem erfolgreichen Auftakt stand als nächstes ein Bastelnachmittag bevor. Sieben Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Bunsenstraße erstellten bunte Schmetterlinge, Eierbecher und Marienkäfer. Mit viel guter Laune wurde ein schöner und kurzweiliger Nachmittag verbracht.

Aufgrund des schlechten Wetters mussten die geplanten Spielplatzbesuche in der zweiten Ferienwoche leider ausfallen. Deshalb wurden Spiel- und Malnachmittage veranstaltet bei denen jeweils ca. 8 Kinder teilnahmen. Bei UNO, Jenga und Mensch ärgere dich nicht hatten alle viel Spaß und der Nachmittag verging auch hier wieder wie im Flug.


Multikulturelles Frühlingsbasteln im K26 2017

Ein weit gefächertes Bastelangebot gab es am 28. März ab 15 Uhr im Begegnungsladen K26. Angeboten wurde es vom ArtEttlingen e.V. Verein für Bildende Kunst Ettlingen in Zusammenarbeit mit dem Integrationsbüro der Stadt. Neben dem Bekleben und Bemalen von Eiern, dem Basteln von Eierbechern sowie jonglierenden Hasen und der Gestaltung von Blumenkunstwerken aus Ästen, schmückten die Kinder auch die Fenster des Begegnungsladens. Bunte Frühlingswiesen mit Blumen, Sonnen und Schmetterlingen zieren ab sofort das K26.
Ein herzliches Dankeschön gilt den vielen Ehrenamtlichen des ArtEttlingen e.V. Verein für bildende Kunst für die tolle Unterstützung an diesem Nachmittag.


Vernissage zur Ausstellung „Kunst der Kulturen“ 2017

Am 18. Januar wurde die Ausstellung „Kunst der Kulturen“ der Künstlerinnen und Künstler des „offenen ateliers“ feierlich durch Herrn Oberbürgermeister Johannes Arnold eröffnet. Die Gruppe präsentiere eine Auswahl ihrer Werke der halbjährigen Schaffensphase seit dem Projektstart im Mai 2016.
Oberbürgermeister Arnold lobte das integrative Projekt und dankte gleichzeitig der Initiatorin des Projekts Frau Gukelberger-Seele für ihr Engagement. Die Kunstlehrerin der Schillerschule öffnet das Atelier jeden Mittwoch um 18 Uhr (außer in den Schulferien).

Das „offene atelier“ ist ein Kooperationsprojekt des Städtischen Integrationsbüros und der Schillerschule mit dem Ziel, dem künstlerischen Austausch kulturübergreifend Raum zu geben.
Die Ausstellung der Künstlerinnen und Künstler kann noch bis zum 1. Februar während der Öffnungszeiten des Museums (Mi – So, 11–18 Uhr) besichtigt werden. Interessierte sind außerdem eingeladen im „offenen atelier“ jeden Mittwoch am 18 Uhr in der Schillerschule mitzuwirken.
 


Ferienprogramm in den Weihnachtsferien 2016/2017

Ein abwechslungsreiches Angebot boten das Integrationsbüro der Stadt und das Fahrradteam des Arbeitskreises Asyl in den Weihnachtsferien an. Vom 27. bis 30.12.2016 sowie vom 02. bis 05.01.2017 versammelten sich täglich von 11 bis 13 Uhr ca. 15 Kinder im Bürgertreff im Fürstenberg.

Hier hatten sie die Gelegenheit zu malen, zu basteln, zu spielen und zu werken. Es entstanden tolle Vogelhäuser, kleine Schiffchen, die in einem selbstgebauten Pool fahren konnten, Armbänder, Fenstertiere, Kalender und vieles mehr. Nach einigen Tagen brachten die Kinder dann auch ihre eigenen Lieblingsspiele mit, um sie mit den anderen zu teilen.

„Ich bin froh, dass so viele unterschiedliche Kinder zum Ferienprogramm kommen und untereinander keine Berührungsängste bestehen“, sagt Katharina Mai (Flüchtlingsbeauftragte der Stadt). Ein riesiges Dankeschön gilt den ehrenamtlichen „Schraubern“ des Arbeitskreises Asyl, die den Kindern täglich mit großen Engagement die Grundlagen einer Werkstatt praktisch nahe brachten.


Besuch des Landesbischofs und des Generalsekretärs des Ökumenischen Rats der Kirchen im K26 2016

Der Begegnungsladen K26 der Stadt Ettlingen konnte am Freitag, den 16.12.16 Pastor Dr. Olav Fykse Tveigt, Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen, und den evangelischen Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh mit einigen ihrer Mitarbeitern begrüßen.
Beide folgten der Einladung der evangelischen Johannesgemeinde und zeigten im Rahmen ihres Besuches großes Interesse daran, die von der Stadt Ettlingen zum Begegnungsladen ausgestatteten Räumlichkeiten zu besichtigen sowie das flexible Konzept der Kooperation mit integrativ arbeitenden ehrenamtlichen Partnern kennen zu lernen.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Ettlingen, Kinga Golomb, sowie Projektmitarbeiterin Henrike Ochs führten vor Ort durch die Räumlichkeiten, erläuterten die Entstehung der innovativen Einrichtung und das stetig wachsende, flexible Konzept von sowohl einmalig als auch regelmäßig stattfindenden Angeboten in den Räumlichkeiten des K26.

„Die Angebote der ehrenamtlichen Kooperationspartner werden angenommen und sind sehr gut besucht, die Räumlichkeiten werden oft gebucht“, berichtete Frau Ochs aus der letzten Sitzung der Kooperationspartner. Nur durch die engagierte bürgerschaftliche Unterstützung könne dieses Konzept komplett aufgehen. Allem voran wird das K26 durch das wöchentlich stattfindende Begegnungscafé des Arbeitskreises Asyl belebt.

Im Rahmen des Besuchs wurden außerdem die neusten Projekte des K26 vorgestellt, wie z.B. das multikulturelle Winter-Basteln für Kinder oder das wöchentlich stattfindende Bewerbungscoaching, bei welchem einige Auszubildende der Stadt Ettlingen Hilfestellung bei der Erstellung von ansprechenden Bewerbungsunterlagen leisten.
Das Konzept fand bei den Gästen großen Zuspruch, wie deren interessierte Fragen und Kommentare zeigten.


Multikulturelles Weihnachtsbasteln im K26 2016

Einen Handabdruck im K26 hinterlassen, eine Kachel bemalen, Sterne basteln und an den Weihnachtsbaum hängen. Mit all diesen und vielen weiteren Tätigkeiten verbrachten ca. 20 Kinder den Dienstagnachmittag. Bereits um 14 Uhr begannen die fleißigen Helfer/innen des ArtEttlingen e.V. und des Integrationsbüros mit dem Aufbau. Eine Stunde später kamen auch schon die ersten Kinder, um ihre Kreativität frei zu entfalten. Im Laufe des Nachmittags füllte sich das K26 mehr und mehr. So konnten viele kleine Hände dazu beitragen, einen großen Baum zu schmücken und den Begegnungsladen noch bunter zu machen.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Ehrenamtlichen des ArtEttlingen e.V. Verein für Bildende Kunst für die gute Zusammenarbeit in der Organisation und Durchführung dieses Nachmittags.


Erste Hilfe Crashkurs für Geflüchtete 2016

Am Samstag versammelten sich 12 Geflüchtete aus verschiedenen Unterkünften beim Deutschen Roten Kreuz in Ettlingen. Freundlich begrüßt wurden unsere neuen Nachbarn von Herrn Tessen, dem Kursleiter und 1. Vorsitzender des Ortsvereins sowie einem Übersetzer.
In einem insgesamt vier stündigen Kurs lernten die Teilnehmer/innen wie man sich im Notfall zu verhalten hat: „Wie muss ich vorgehen, wenn ich einen Unfall beobachte? Welche Nummer muss ich anrufen und welche Informationen weitergeben? Wie lege ich einen Verband richtig an?“. Auch auf die Gefahren der unterschiedlichen Jahreszeiten ging Herr Tessen ein. Neben den theoretischen Inputs, wurden Verband anlegen, Wiederbelebung und stabile Seitenlage aber auch praktisch geübt.
Zusammenfassend sagt eine Teilnehmerin „Der Kurs ist sehr gut – vor allem wenn man Kinder hat. Sie spielen den ganzen Tag und können sich dabei leicht verletzen“

Nach dem erfolgreichen ersten Erste-Hilfe-Kurs für Geflüchtete Ende letzten Jahres, beschlossen der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes Ettlingen und das städtische Integrationsbüro erneut einzuladen. Gemeinsam mit einem Übersetzer zeigte der 1. Vorsitzende - Herr Tessen – den Geflüchteten am 22. April 2017 die Grundzüge der Ersten Hilfe. Insgesamt folgten knapp 15 Bewohner/innen der Anschlussunterkünfte der Einladung und lernten sowohl theoretisch als auch praktisch erste Hilfe zu leisten.


Teilnehmer des Arabisch-Schnupperkurses im K26 feiern Kursabschluss 2016

„as-sālamu-`alaikum“ Acht Wochen lang trafen sich an zwei Abenden die Woche zwei bunt gemischte Kursgruppen im Begegnungsladen K26, um nicht nur die arabische Sprache kennenzulernen, sondern vor allem die arabische Kultur zu verstehen. Woche um Woche schrieben die motivierten TeilnehmerInnen Vokabeln in ihre Hefte, verknoteten ihre Zungen beim Versuch der richtigen Aussprache und lachten dabei manchmal so sehr, dass ihnen die Luft wegblieb. Auch Kursleiter Ahmed Sadieh hatte stets ein Strahlen in den Augen, denn der gebürtige Syrer hat in seiner Heimat bereits unterrichtet und war sogar Schulleiter einer örtlichen Schule.

Beim Kursabschluss vergangenen Mittwoch stand das Pauken aber nicht mehr im Vordergrund. Bei einer kurzen Abfrage durch den Lehrer nach den arabischen Grundkenntnissen, brillierten die Teilnehmer mit ihrem erlernten Wissen. Als Auszeichnung gab es für die erfolgreiche Kursteilnahme Urkunden. Anschließend saßen die Kursgruppen gemeinsam an einem Tisch voller interkultureller Köstlichkeiten. Viele Teilnehmer probierten hierfür original arabische Kochrezepte aus. Besonders freuten sich alle aber über die leckeren syrischen Süßspeisen, die Herrn Sadiehs Frau Samar zubereitet hatte. Alle probierten neugierig die unbekannten Leckereien. Nur Ahmed Sadieh wollte zunächst nichts essen. „Ich bin traurig, dass es vorbei ist“, sagte er mit getrübter Miene. Doch damit stand er nicht allein da. Auch seine Schülerinnen und Schüler fanden den achtwöchigen Kurs zu kurz. „Das ist gelebte Integration“, sagt Teilnehmerin Irmgard Fuest begeistert. Die lebhafte Gestaltung des Kurses sei besonders wertvoll für sie gewesen. „Es bringt viel mehr die Sprache zu sprechen als die Schriftzeichen auswendig zu lernen“, erklärt sie. Deswegen habe Herr Sadieh die Schülerinnen und Schüler auf besondere Weise gefordert. Als Dank für ihr ehrenamtliches Engagement erhielt die Familie Sadieh von den TeilnehmerInnen einen bunt gefüllten Geschenkkorb.

Aktuell sind das Integrationsbüro und die Volkshochschule in Gesprächen ob, und in welcher Form der Arabischkurs weitergeführt wird. Die Kursgruppen und der Lehrer sind nach wie vor voller Motivation.


Der zweisprachige Pocket-Guide für junge Leute 2016

Schulprojekt von AMG und WRS macht es möglichEr sieht frisch aus und bringt auf 20 Seiten genau das rüber, was junge Leute in und an Ettlingen interessieren könnte. Anspruch auf Vollständigkeit erheben die Macher des Pocket-Guide für junge Leute nicht, das wollen sie auch gar nicht, denn hinter dieser Broschüre steht eine andere Idee, nämlich der interkulturelle Austausch während der Projekttage des Albertus-Magnus-Gymnasiums. Rund 40 Schülerinnen des AMG und einer Flüchtlingsklasse der Wilhelm- Röpke-Schule haben Antworten auf die Fragen gefunden, wo halten sich junge Leute auf, welche Plätze interessieren Jugendliche.

Ausgestattet mit Digitalkameras ging es auf Erkundungstour und sie sammelten das, was für junge Leute wichtig ist. Dass es allen Beteiligten Spaß gemacht hat, das sah man den Gesichtern der Jugendlichen bei der Präsentation „ihres“ Guides mehr als deutlich an. „Wir haben viele Leute kennengelernt und Kontakte geknüpft“, so der junge Syrer Balal. Bei der Gestaltung hat ihnen die Grafikdesignerin Antje Bienefeld unter die Arme gegriffen, die voll des Lobes war. Gleichermaßen begeistert zeigte sich auch Oberbürgermeister Johannes Arnold, der das Engagement der jungen Leute würdigte. Zugleich sei die Broschüre auch ein Zeichen für den Integrationswillen. Hilfe erhielten die Schüler auch von ihren jeweiligen Lehrern einerseits von Anne Mehrer vom AMG und andererseits von Christoph Krasel von der Röpke-Schule. Den Impuls zu solch einem Pocket-Guide hat uns die Integrationsbeauftragte Kinga Golomb gegeben, sie war für einen Vortrag bei uns und da entstand diese Idee, so Mehrer. „Diese Broschüre werden wir auch unseren Austausch-Schülern aus Epernay und Gatschina geben“, ließ AMG-Rektor Helmut Obermann wissen, ist sie doch zweisprachig.
Stolz trug jeder der Jugendlichen „seinen“ Pocket-Guide nach Hause. Nicht nur bei der Stadtinfo, beim K 26, der Stadtbibliothek und der VHS liegt er aus, auch in den Schulen ist er erhältlich.

Die digitale Version des Pocket Guides (7,76 MB)finden Sie hier.


Begrüßungsfest in Bruchhausen 2016

Seit Juli diesen Jahres gibt es auch in Bruchhausen eine Anschlussunterbringung mit ca. 20 Geflüchteten. Aktuell leben hier Menschen aus Syrien und dem Kosovo. Für die Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Bruchhausen war sofort klar: „Wir wollen unsere neuen Nachbarn willkommen heißen“. Die Luthergemeinde Bruchhausen, der Arbeitskreis Asyl, die Stadt Ettlingen und viele weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer organisierten daher ein Begrüßungsfest, das am Donnerstag, 19. Oktober stattfand.

Bereits ab 16 Uhr begannen die fleißigen Helferinnen und Helfer damit, die Räume der Luthergemeinde zu dekorieren. Eine Stunde später begann der Raum sich zu füllen. Beate Rashedi (Arbeitskreis Asyl), Friederike Maaßen (Luthergemeinde) und Katharina Mai (Stadt Ettlingen) begrüßten zunächst die drei Flüchtlingsfamilien sowie ca. 30 weitere Gäste aus Bruchhausen. „Alle Generationen sind vertreten. Die Jüngsten sind 5 Jahre und die Ältesten 90 Jahre“, so Friederike Maaßen. Nach der Begrüßung wurde das Wort an Christa Stauch und Hans-Jochen Schröder weitergegeben. Während der Vorbereitungen des Begegnungsfestes wurde bekannt, dass einem der Kinder aus der Anschlussunterkunft das Fahrrad gestohlen wurde. Da ergriffen die Beiden die Initiative: Durch eine Spende des Pfennigbasars erhielt der Junge ein neues Fahrrad und freute sich sehr darüber: „Jetzt muss ich nicht mehr mit dem Bus zur Schule fahren“.

Nach dieser tollen Aktion konnte der gemütliche Teil des Abends mit Butterbrezeln, selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Tee beginnen. „Ziel dieses Festes ist es, Begegnung zu schaffen und sich kennenzulernen“, so Beate Rashedi des Arbeitskreis Asyl Ettlingen. Dieses Ziel wurde definitiv erreicht: Die Kinder spielten zusammen, die Erwachsenen unterhielten sich über unterschiedlichste Dinge und es ergaben sich neue Initiativen, die in Zukunft für und mit Geflüchteten in Bruchhausen stattfinden können.


Tag der offenen Tür im K26 2016

Der Begegnungsladen K26 feiert einjähriges Bestehen mit einem bunten „Tag der offenen Tür“
„Hier findet Begegnung statt – hier wird Toleranz gelebt“, betont Oberbürgermeister Johannes Arnold in seiner Eröffnungsrede zum „Tag der offenen Tür“ im Begegnungsladen K26 vorletzten Samstag. Mit einem bunten Rahmenprogramm feierte das K26 sein einjähriges Bestehen. Die vielen Gäste blickten zurück auf ein buntes und multikulturelles Jahr, das durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher gestaltet wurde.
„Die vielen helfenden Hände im K26 sind Gold wert“, unterstreicht Integrationsbeauftragte, Kinga Golomb, bei der Begrüßung. Schon früh morgens packten alle Kooperationspartner mit an.

Für das leibliche Wohl sorgten das Kaffeehäusle, der Arbeitskreis Asyl und der Türkisch-Islamische Kulturverein. Neben duftendem Kaffee und türkischem Tee, gab es eine lange Theke bestehend aus vielen Kuchenspenden. Das effeff, der Ettlinger Frauen- und Familientreff, lud ein zu einem gemeinsamen Strickprojekt. Ziel der Arbeit war, eine gestrickte Version des Logos des K26 herzustellen, an dem viele verschiedene Leute mitarbeiten.
Die Psychose-Box, organisiert vom Netzwerk „Ettlingen für Menschen mit Behinderungen“, ermöglichte allen in die Welt des Realitätsverlustes einzutauchen und somit neue Erfahrungen und Blickwinkel zu gewinnen. Auch das extra organisierte „Specht“-Spielmobil kam sehr gut an, denn viele Kinder hatten großen Spaß an den verschiedenen Spielsachen, dem Trampolin, Geschicklichkeitsspielen und Stelzen. Die Künstlerinnen und Künstler des „offenen ateliers“ zeigten ihre „ersten Werke“ in einer Dia-Show.

Die Infotische der Kooperationspartner luden dazu ein, sich über laufende Projekte und Veranstaltungen zu informieren und mit Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen.
Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der Salsa-Schnupperkurs, der von Sezgin (einem Flüchtling aus einer Ettlinger Anschlussunterbringung) geleitet wurde. Durch die südamerikanischen Klänge und die sympathische, motivierende Art des Lehrers, fand sich schnell eine Gruppe von Tanzbegeisterten, die mit viel Spaß die Hüften schwang.
 


Sanierung des Ho-Chi-Minh-Pfades mit Flüchtlingsunterstützung 2016

Der sehr beliebte Spazierpfad Ho-Chi-Minh in Ettlingen-West entlang der Kleingärten war schon seit einiger Zeit an manchen Stellen kaum noch begehbar. So startete der Kleingartenverein Ettlingen die Initiative, diesen Weg für die Bürger aus Ettlingen-West wieder herzurichten.
Pünktlich um 9.00 Uhr trafen sich der 1. Vorsitzende des Vereins, Thomas Strebovsky, Herr Barzen aus dem Vorstand und zwei weitere Vereinsmitglieder am Freitag, dem 23.09.2016 an den Kleingärten. Auch mit dabei: Adnan Khani und Alaa Albaag. Der Syrer und der Iraker, beide Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft im Lindenweg, stießen als ehrenamtliche Helfer mit dazu.

Die Idee, dass Flüchtlinge an dem Projekt teilhaben, stammt von Herrn Barzen, denn er ist sich sicher, dass „man Kontakte zwischen Flüchtlingen und den Bürgern herstellen muss, damit Integration und das Miteinander funktionieren kann.“ Mit Rechen, Spaten und Schubkarren ausgestattet, begannen die Männer den vom Stadtbauamt gelieferten Mineralbeton auf dem Weg zu verteilen und zu ebnen.
„Hier arbeiten sechs Leute und jeder packt mit an“, lobte Strebovsky die fleißigen Arbeiter. Mit guter Laune, viel Humor und Spaß an der Sache war die Arbeit effektiv und schnell gemacht. Ein Dank sprach Barzen an den Bürgermeister Fedrow aus, da dieser den Sanierungswunsch aufgriff und Unterstützung zusagte. Auch die beiden Flüchtlinge, die kräftig anpackten, hatten Freude an der Arbeit und halfen gerne. Der Kleingartenverein stellte abschließend noch Würstchen, Brötchen, Brezeln sowie Erfrischungsgetränke zur Stärkung der Arbeiter bereit. Auch ihr nächstes Projekt ist schon in Aussicht: in circa zwei Wochen werden zwei neue Ruhebänke im Kleingartengelände aufgestellt und eingeweiht.
 


Arabisch lernen ganz einfach 2016

„As-Salāmu 'alaykum“ – Der Arabischkurs für Anfänger im K26 ist letzte Woche erfolgreich gestartet
  „Ich habe syrische Freunde und möchte ihre Kultur besser verstehen“, sagt eine Teilnehmerin. „Ich bin schon oft in arabische Länder gereist, aber ich konnte mich kaum verständigen“, sagt ein anderer Kursteilnehmer. Die Gründe für die Teilnahme am Arabisch-Schnupperkurs im Begegnungsladen K26 sind so unterschiedlich, wie die Teilnehmer selbst. Doch eines haben sie gemeinsam: Die Lust nach kulturellem Austausch und Begegnung.
„As-Salāmu 'alaykum“, sagt der ehrenamtliche Arabischlehrer Ahmed Sadieh in die Runde.  „Wa-ʿalaykumu s-salām“ („Der Friede sei mit dir/euch“), antworten ihm die Teilnehmer wie aus einem Mund. Neugierig kleben sie an den Lippen des gebürtigen Syrers, der in seiner Heimat arabisch studiert hat und als Schuldirektor tätig war. „Wie heißt du? Wie geht es dir? Sprichst du arabisch?“, lernten die Teilnehmer auf arabisch zu sprechen.
Neben dem sprachlichen Input gibt es für die rund 40-köpfige Gruppe auch inhaltliche Informationen über die Kultur, typisch arabische Bräuche, Traditionen und Feiertage. Kleine Impulsvorträge zu den einzelnen Themen präsentiert die Praktikantin des Integrationsbüros, Sabeth Schwarz.

„Ich bin glücklich darüber in Deutschland zu sein und viele Teilnehmer in meinem Arabischkurs zu haben“ bekundete Ahmed Sadieh zu Beginn. Auch seine Ehefrau Samar unterstützt den Schnupperkurs tatkräftig. 
Der Arabisch-Kurs im K26 ist insgesamt achtwöchig; hat aber nicht das Ziel am Schluss die arabische Sprache perfekt sprechen zu können. Das Teilprojekt des K26 geht eher auf eine Initiative der Familie Sadieh zurück, die den Wunsch hatte ihre eigene Kultur näher zu bringen. „Das passt gut in das Konzept des K26“, erklärt die Integrationsbeauftragte Kinga Golomb. Denn die Initiative des ehrenamtlichen Arabischlehrers füge sich gut in die Richtlinien des Förderprogramms „Gemeinsam in Vielfalt“ des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg ein, das u.a. das Ziel verfolgt Flüchtlingen Raum zur Entfaltung zu geben.
Sowohl die Familie Sadieh, als auch die Teilnehmer blicken nun gespannt und motiviert auf die kommenden Wochen und freuen sich darüber, in Interaktion mit einem anderen Kulturraum zu treten. Es wäre schön, wenn die Teilnehmer gegen Ende des Kurses zu arabischstämmigen Flüchtlingen nicht mehr nur „Willkommen“, sondern auch „‘Ahlan wa sahlan“ sagen können. Die Motivation ist groß.


Das Integrationsbüro beim Marktfest 2016

Was ist typisch deutsch?  Bei bestem Wetter begann bereits am Freitag der Aufbau des Ettlinger Marktfestes mit einer guten interkulturellen Zusammenarbeit. Neun Flüchtlinge aus der Anschlussunterkunft Rheinstraße 155 hatten sich dazu bereit erklärt, einigen Vereinen bei dem Aufbau ihrer Stände zu helfen und gemeinsam mit anzupacken. Die anfängliche Unsicherheit war schnell verflogen und beide Gruppen verhalfen in munterem Austausch dem Marktfest in die Startlöcher. Viele Vereinsmitglieder konnten ihre eifrigen Mithelfer gut einbinden und waren auch im Nachhinein sehr zufrieden über die schöne Zusammenarbeit.

Unter solch guten Voraussetzungen beteiligte sich das Integrationsbüro Ettlingen am Sonntag mit einer Mitmach-Aktion beim Marktfest. „Was ist eigentlich typisch deutsch?“ fragte Flüchtlingsbeauftragte Katharina Mai die Marktbesucher. Die Antworten waren so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Daher unterschieden sich die Aussagen in eine Eigen- und eine Fremdsicht. „Deutsche sind fleißig und pünktlich“, sagten die Deutschen über sich selbst. „Deutsche lassen alles stehen und liegen, um zu helfen“, lautet hingegen die Aussage aus der Fremdsicht eines Flüchtlings. Das Projekt fand bei den BesucherInnen des Marktfestes großen Zulauf, sodass die Stellwand schnell gefüllt war und durch die schwarzen, roten und goldenen Kärtchen in unseren Landesfarben erstrahlte.


Flüchtlinge nehmen beim KJG Spendenlauf teil 2016

Abdulkader erläuft 81 € für Delhi  Der seit 5 Monaten in Ettlingen lebende Flüchtling Abdulkader möchte sich in der Stadt integrieren. Er will einerseits am Leben von Ettlingen teilnehmen und andererseits bedürftige Menschen aus anderen Ländern unterstützen. Daher sagte er einer Teilnahme am KJG Spendenlauf am 23. April direkt zu. Auf den Aufruf im Amtsblatt vom 14. April hin, ließen sich u. a. Ute Janke, Beatrix Fabiszisky, Simone Konpatzki und Ulrike Ochs als Spenderinnen eintragen.

Trotz regnerischem Wetter machte sich Abdulkader, zusammen mit der Projektmitarbeiterin der Stadt Ettlingen, Katharina Mai, am Samstagmorgen auf den Weg zum Horbachpark. Dort wurden Sie vom Team der KJG freundlich begrüßt und bekamen die Startnummern 181 und 182. Zwischen 10:00 und 11:00 Uhr liefen die Beiden je 14 Runden, also knapp 8 km. Während des Laufes entstanden einige Gespräche mit interessierten Bürger/innen. Durch die von Abdulkader gelaufenen Runden kam insgesamt ein Spendenbetrag von 81 € zusammen. Alle an diesem Tag erlaufenen Beträge kommen den Butteflies in Delhi zu Gute.


Internationale Spiele beim Watthalden Festival 2016

Wie bunt ist Ettlingen?  Das Watthaldenfest ist seit Jahren ein Treffpunkt verschiedener Nationen und Kulturen. In diesem Jahr nahm das Integrationsbüro den 19.06. zum Anlass um zu zeigen, wie bunt Ettlingen ist. Von 14 bis 18 Uhr waren alle Besucher/innen eingeladen, auf einer Weltkarte zu veranschaulichen, woher sie kommen und welche Kultur sie mit nach Ettlingen bringen. Neben den direkten Nachbarländern Deutschlands wurden Pinnnadeln in Süd- und Nordamerika, Afrika und Asien befestigt.

Aber auch die Kleinen wurden vom Integrationsbüro gefordert. Sie konnten entweder ihre eigene kleine Weltkarte für zu Hause basteln oder sich mit Spielen aus verschiedenen Ländern der Welt beschäftigen. So spielten sie beispielsweise Nerenchi aus Sri Lanka, Murmeln aus Chile oder bildeten einen Fischspeer mit Hilfe einer Kordel, wie die Kinder in Neu Guinea. Insgesamt war dieser Tag geprägt von vielen interessante Gesprächen über Kultur, Migration und die Vielfalt in Ettlingen. Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.


Mobilitätstraining für Kinder 2016

Ampeln, Zebrastreifen und Straßenschilder - Mobilitätstraining für Flüchtlingskinder
 
Wie verhält man sich an einem Zebrastreifen? Wo können Kinder sicher an der Straße entlang gehen? Was bedeuten die Farben einer Ampel? Welche Gefahren gibt es im Straßenverkehr?
Wer in Deutschland aufgewachsen ist, lernt diese grundlegenden Verhaltensregel von Beginn an. Kinder aus anderen Ländern kennen die landestypischen Verkehrsregeln nicht zwingend. Dabei gehen die meisten Kinder aus den Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge jeden Morgen zum Kindergarten oder zur Schule und machen sich jeden Mittag auf den Weg nach Hause. Sie benutzen Gehwege, überqueren Straßen und fahren mit dem Bus. Wenn sie bestimmte Grundregeln und Gefahren nicht kennen, kann es sowohl für sie als auch für die anderen Verkehrsteilnehmer/innen sehr gefährlich werden.

Aus diesem Grund veranstaltete das Integrationsbüro der Stadt Ettlingen in Zusammenarbeit mit der Jugendverkehrsschule in Karlsruhe ein Mobilitätstraining für Flüchtlingskinder. Unterstützt von vier ehrenamtlichen Helferinnen sowie der Mutter eines Flüchtlingskindes starteten sie vergangenen Dienstag um 13:00 Uhr mit acht Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren nach Karlsruhe. Nach ihrer Anreise mit S-Bahn und zu Fuß wurden sie von den beiden Polizisten, Herrn Roll und Herrn Schmitt, in der Jugendverkehrsschule am Engländerplatz empfangen.

Nach einer kleinen kindgerechten theoretischen Einführung, ging es für die neugierigen Kids auf dem Übungsplatz der Jugendverkehrsschule in die Praxis. In realer Umgebung mit verschiedenen Straßen, Ampeln und Zebrastreifen lernten sie, wie man Zebrastreifen richtig überquert und wie man sich an Bushaltestellen verhält. Das Gelernte wendeten sie auf ihrem Rückweg nach Ettlingen direkt an. Die ehrenamtlichen Begleiterinnen Frau Burghardt, Frau Berisha, Frau Bronk, Frau Harder und Frau Wittler waren sehr stolz auf die Kleinen. Die Projektmitarbeiterin der Stadt Ettlingen, Frau Mai, dankt ihnen und den Vertretern der Polizei ganz herzlich für ihre Unterstützung.


Projekt: Tisch mit bunten Stühlen 2016

Tisch mit bunten Stühlen  Der „Tisch mit bunten Stühlen“ ist ein Projekt der Kulturhistorikerin Gundula Axelsson, die versucht die lokale Migrationsgeschichte der Stadt Ettlingen in verschiedenen Zeitepochen abzubilden. Der Tisch mit bunten Stühlen macht Station in der gesamten Stadt.

Menschen verschiedene Herkunft sind eingeladen an dem Tisch Platz zunehmen und ihre persönliche Migrationsgeschichte inklusiver aller Erfahrungen zu skizzieren.


Runder Tisch Asylbewerberunterbringung 2016

Neue Nachbarn in der Stadt - Ettlingen-West geht mit gutem Beispiel voran  „Ich habe Angst um meine Kinder auf ihrem Schulweg“, lautete es von einer Seite. „Meine Sorge ist, dass unsere Straße nicht mehr sauber bleibt und es nachts laut ist“, hörte man von der anderen Seite. So klangen die Ängste und Befürchtungen der Bewohnerinnen und Bewohner aus Ettlingen-West, die als sie hörten, dass in Kürze aus dem ehemaligen Hotel Holder eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge entstehen sollte. Bereits im April 2015 lud Oberbürgermeister Johannes Arnold daher direkte Anwohner und lokale Vereine ein, am Runden Tisch „Asylbewerberunterbringung in Ettlingen West“ platz zunehmen.
In regelmäßigen Abständen trafen sich die Ettlinger Bürgerinnen und Bürger zum gemeinsamen Austausch mit hauptamtlichen Vertretern des Landratsamts Karlsruhe, der Polizei und der Stadt Ettlingen. Der Runde Tisch war Plattform für Sorgen, Fragen und Anregungen. Gemeinsam wurden Themen erarbeitet, die mit jeweiligen Experten diskutiert worden sind. Besonders wichtig waren die Themen Sicherheit, Gesundheit, Integration. Die meisten Treffen fanden statt, noch bevor die Gemeinschaftsunterkunft bewohnt war.
„Anfangs hatte ich einige Bedenken“, gesteht Tanja Nack, Bewohnerin aus Ettlingen-West. Der Runde Tisch sei super gewesen, um zu sagen was man auf dem Herzen hat. „Das hat uns gezeigt, dass wir mit dem Thema nicht alleingelassen werden“, erklärt sie. Vor allem, weil auf die Sorgen angemessen reagiert wurde. „Einmal habe ich beim Runden Tisch erzählt, dass ich fast einen Verkehrsunfall mit einem Flüchtling hatte, der sich im Kreisverkehr falsch verhielt“, so Tanja Nack. Inzwischen organisiert die Stadtverwaltung Mobilitätstrainings, um den Menschen das deutsche Verkehrssystem näher zu bringen.
Dass der Runde Tisch zu einem friedvollen Miteinander beigetragen hat, betont auch Norbert Märkle. Der Vorsitzende der SPD Ettlingen nahm an den Treffen teil und lobt, dass es vor allem während der Startphase wichtig gewesen sei, am Runden Tisch mit Zahlen, Daten und Fakten zu informieren.
Nachdem die Gemeinschaftsunterkunft zwei Monate bewohnt war, trafen sich die Teilnehmer des Runden Tisches zu einem Erfahrungsaustausch. Schnell wurde klar, dass viele Sorgen und Ängste nicht eingetroffen sind. „Die Stimmung in und um das Haus ist sehr gut“, meldet Sozialbetreuerin Annette Hagenunger zurück. Kleinere Probleme mit den neuen Nachbarn konnten schnell geklärt werden. Dies hat nicht zuletzt dadurch so gut funktioniert, da das Personal der Gemeinschaftsunterkunft immer ein offenes Ohr für die Bewohner hatte. „Es ist gut, dass wir Ansprechpartner vor Ort haben“, betont Frau Nack. Ihre anfänglichen Befürchtungen beschäftigen sie heute nicht mehr.
Auch für die Stadtverwaltung hat der Runde Tisch nützliche Erkenntnisse hervorgebracht. „Es ist wichtig den Anliegen der Bevölkerung nachzugehen“, sagt Integrationsbeauftragte Kinga Golomb. Nur so könne ein gutes Miteinander stattfinden. Besonders glücklich sei man daher über die Initiative der Teilnehmer ein Begrüßungsfest für die neuen Menschen in der Stadt zu veranstalten - was im Herbst letzten Jahres mit vielen ehrenamtlichen Helfern umgesetzt wurde.
Das Beispiel in Ettlingen West zeigt, dass das Zusammenleben zwischen Ettlingern und Asylsuchenden gut funktionieren kann.


offenes atelier

"offenes atelier" in der Schillerschule  „Kunst gibt es überall auf der Welt“, erklärt Yvonne Gukelberger-Seele, „deswegen ist Kunst aber noch lange nicht überall gleich“. Das fiel der Kunstlehrerin der Schillerschule während ihrer zahlreichen Auslandsaufenthalte unter anderem in Kenia auf. Bei verschiedenen Kunstprojekten mit Kindern und Jugendlichen erkannte sie, dass afrikanische Kinder einen Engel ganz anders malten als die Kinder ihrer Schulklassen. Diese spannende Erkenntnis brachte sie auf die kreative Idee gemeinsam mit dem Integrationsbüro der Stadt Ettlingen ein „offenes atelier“ für alle Kunstinteressierten jeglicher Kulturen in Ettlingen zugänglich zu machen.

Ziel ist es, einander im Raum wahrzunehmen und die Arbeit und Perspektive des anderen zu schätzen.
Von Grafik über Zeichnung bis hin zur Malerei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Das „offene atelier“ öffnet jeden Mittwoch (in den Schulferien nur nach vorheriger Absprache). Kunstinteressierte und Hobby-Künstler jeglicher Kultur und Herkunft sind eingeladen sich im Atelier zu beteiligen und sich gegenseitig zu inspirieren.


Interkulturelles Frauenfrühstück 2016

Frauenfrühstück im K26  Belegte Brötchen und sucuklu yumurta (deutsch: Omelett mit Knoblauchwurst) – das ist ein interkultureller Austausch auf kulinarischer Ebene. Das Integrationsbüro der Stadt Ettlingen lud gemeinsam mit den Frauen des Türkisch Islamischen Kulturvereins zum Interkulturellen Frauenfrühstück in den Begegnungsladen „K26“ ein. Bei einem leckeren Internationalen Buffet bestehend aus türkischen und deutschen Frühstücksleckereien konnten Frauen verschiedener Kulturen sich kennenlernen und austauschen.

Darüber hinaus hat Henrik Bubel (Leiter des Amts für Bildung, Jugend, Familie und Senioren der Stadt Ettlingen) einen Impuls-Vortrag zum Bildungssystem in Baden-Württemberg gehalten. Der Vortrag mündete in eine spannende Diskussions- und Fragerunde.


Fastenbrechen beim Türkisch-Islamischen Kulturverein 2016

Türkisch-Islamischer Kulturverein lädt zum Fastenbrechen  „Ihre Gemeinde ist ein Teil der Stadt Ettlingen. Hier findet gelebte Integration statt“, sagt Oberbürgermeister Johannes Arnold am Mittwochabend nach Sonnenuntergang mit Blick in die Runde des Moscheevereins. Mit großer Gastfreundlichkeit empfingen Schriftführer Ahmet Tugrul Kibar und die Mitglieder des Kulturvereins die Gäste zum Dialog der Religionen.

Unter den Gästen waren neben OB Arnold auch die Integrationsbeauftragte Kinga Golomb, der stellvertretende Revierleiter des Polizei Ettlingen Lutz Kirchner, Pfarrer Martin Heringklee von der katholischen Gemeinde, der Religionsattache des Türkischen Generalkonsulats Karlsruhe Dr. Mehmet Tekin, der Bildungsattache des Türkischen Generalkonsulats Karlsruhe Gürkan Avci und von der Freien evangelischen Gemeinde Pastor Riedel, Dr. Hauber, Herr Lauffer und Herr Günter.
Kurz bevor die Sonne am Mittwochabend unterging, kamen alle in dem Gebetsraum der Moschee zusammen. Für die Gäste gab es einführend Erklärungen zur Symbolik der Inneneinrichtung.

Um 21.42 Uhr war es dann soweit. Mit einem Signal und dem dazugehörigen Gebetsruf leiteten die Muslime das Fastenbrechen für diesen Tag ein. „Das Essen beginnt traditionell mit einer Dattel“, erklärt Fatma Sahan, stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins. Diese sei reich an Vitaminen und sättige gut. Beim Fastenbrechen gehe es nämlich nicht darum sich den Bauch vollzuschlagen. „Wir fasten, weil wir nachzuempfinden wollen, wie es Menschen in anderen Teilen der Welt geht, die unfreiwillig hungern“, sagt die Vorsitzendes des Frauenvorstands Elmas Ünal. Mit dem Fasten würde hierfür das Bewusstsein neu geschaffen.
Beim anschließenden gemeinsamen Tee tauschten sich die Anwesenden weiter über ihre Religionen aus. Dass sich der Fastenmonat Ramadan jährlich um zehn Tage vorverschiebt, wussten einige Gäste nicht. „Deswegen werden wir in circa 15 Jahren in der Winterzeit fasten“, so Elmas Ünal. Die langen und warmen Tage im Hochsommer machen es den Muslimen natürlich nicht leicht. „Aber trotzdem ist der Fastenmonat für uns der schönste Monat im Jahr“, sagt Ahmet Tugrul Kibar. Das Zusammenkommen und gemeinsame Essen sei Abend für Abend etwas Besonderes. Davon überzeugten sich die Gäste schließlich auch.


Gerlinde Kretschmann besucht K26 2016

Gerlinde Kretschmann besucht K26  Ministerpräsidentengattin Gerlinde Kretschmann weilte am Dienstag auf Einladung der Grünen in Ettlingen und besuchte nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt den Begegnungsladen K26. Zur Einstimmung ließ sich die „Landesmutter“ durch Helmut Arnswald, Sprachlehrer für Flüchtlinge, sein Konzept kurz schildern und freute sich über die großen Fortschritte, die die fünf Schüler nach zwölf Sprachunterrichtsstunden bereits demonstrieren konnten. OB Johannes Arnold stellte anschließend das Konzept des Begegnungszentrums vor und übergab dann an die im K26 ehrenamtlich Engagierten, die ihre Angebote in geraffter Form präsentierten, vom Arbeitskreis Asyl über das Netzwerk für Menschen mit und ohne Behinderungen, das eff-eff und den Arbeitskreis Demenzfreundliches Ettlingen, bis zum Begegnungscafé und den Verein Freunde für Fremde. Zudem umriss die Integrationsbeauftragte der Stadt, Kinga Golomb, ihren Aufgabenbereich.

Arnold ging auch auf die Situation der Stadt hinsichtlich der Flüchtlingszuweisungen ein; dank eines Plans und dem unglaublichen Engagement Ehrenamtlicher gehe
Ettlingen derzeit vorbildlich mit den Gegebenheiten um, doch werde die Stadt in mehrfacher Hinsicht in absehbarer Zeit an ihre Grenzen stoßen.
Gerlinde Kretschmann gefiel das K26, sie hob die angenehme Atmosphäre sowie die Lage mitten in der Stadt hervor und lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen: „Es geht
nicht ohne hauptamtliche Kräfte, doch das Zwischenmenschliche ist die Aufgabe der Ehrenamtlichen“, sagte sie. Der große Zulauf an freiwilligen Helfern sei ein tolles Zeichen für eine funktionierende Gesellschaft.


Integrationsministerin Öney besucht K26 2016

Integrationsministerin Öney besuchte Ettlingen – OB verdeutlichte Lage der Stadt  Es sind die ehrenamtlichen Helfer, die auf emotionaler Ebene die Brücken schlagen, dies machte Oberbürgermeister Johannes Arnold beim Besuch der Landesministerin für Integration in der vergangenen Woche deutlich. Zusammen mit Landrat Dr.Christoph Schnaudigel hatte er die Ministerin empfangen; Bilkay Öney
besuchte auf Einladung von Anneke Graner MdL das Ettlinger Frauen-und Familienzentrum. Dort sah
sie sich den Sprach- und Orientierungskurs an und nahm an einem Erfahrungsaustausch in Sachen Asyl unter dem Motto „Wie wir das schaffen“ teil. Zum Schluss trug sich die Ministerin im Begegnungsladen K26 ins Goldene Buch der Stadt ein.

„Die Ehrenamtlichen erreichen die Herzen“, merkte der OB an. Doch Integration sei mehr als ein Dach über dem Kopf, die Hilfe bei der Ankunft, Sprachunterricht und Wertevermittlung. Denn es gehe auch um die langfristigen beruflichen Perspektiven für die Flüchtlinge und somit um Kindergarten, Schule, Ausbildung. Die Stadt plane daher einen neuen fünfgruppigen Kindergarten auf dem Festplatzgelände, berichtete er Ministerin Öney. Zudem müssten die Kapazitäten der Schulen erweitert werden. All dies sei ohne staatliche Unterstützung nicht zu realisieren. Johannes Arnold appellierte in diesem Sinne an die Landesregierung. „Denn die Politik darf die Städte nicht alleine lassen, vor allem im Hinblick auf baldige Finanzzusagen von Bund und Land für die Kommunen im Rahmen der Anschlussunterbringung“, machte er mit Nachdruck deutlich.


Lesung im Apothekergarten 2016

Susanne Rocholl liest aus „Die Früchte am Ende des Zweiges“   „Ich glaube, dass das Miteinander der Kulturen für uns alle eine Bereicherung ist“, sagt ein Mann während der anschließenden Diskussion nach der Lesung der Autorin Susanne Rocholl aus dem Buch „Die Früchte am Ende des Zweiges“ vergangenen Donnerstag im Apothekergarten der Stadt Ettlingen.
Die Buchautorin Susanne Rocholl begegnet dem Thema „Multikulturalität“ auf eine augenöffnende Weise und fügt dieses ist eine spannende Geschichte ein. Diese handelt von der jungen Iranerin Nasrin, die kurz nach der islamischen Revolution ihre Heimat verlässt, um in Deutschland Karriere zu machen.

Nasrins Wunsch, sich in einer freien Gesellschaft zu beweisen, scheint zunächst zu gelingen. Sie überredet ihre Schwester Latife, ihr nach Deutschland zu folgen. Latife jedoch hängt sehr an den Traditionen des ländlichen Lebens ihres Landes und findet sich in Deutschland nicht zurecht. „An dieser Stelle beginnt Nasrins Leben aus den Fugen zu geraten“, erzählt Susanne Rocholl den über 50 Gästen mit verheißungsvoller Stimme. Wie die Geschichte weitergehe, könne jeder selbst nachlesen, forderte die sympathische Wahlrheinländerin auf. Stattdessen lud sie zu einem anschließenden gemeinsamen Gedankenaustausch ein.

„Dieses Buch macht sichtbar, wie sich Menschen fühlen, die zwischen mehreren Kulturen stehen“, sagt die Integrationsbeauftragte der Stadt Ettlingen, Kinga Golomb, die in Kooperation mit Siglinde Taller (Leiterin der Stadtbibliothek Ettlingen) und Monika Hirsch (Inhaberin des Buchhandlung Abraxas) zu diesem sommerlichen Abend in der idyllischen Atmosphäre des Apothekergartens eingeladen hatte. Die fiktive Figur im Roman von Susanne Rocholl sei nur ein Beispiel für viele Menschen in Deutschland.
In der Diskussion mit dem Publikum wurden schnell die Unterschiede der deutschen und der iranischen Kultur sichtbar. Aber auch Gemeinsamkeiten wurden deutlich. „Frauen haben heute im Iran fast genauso gute Chancen eine erfolgreiche, berufliche Karriere zu machen“, erklärt Susanne Rocholl. Das sei vor einigen Jahren noch anders gewesen. Sie selbst bereiste den Iran schon einige Male gemeinsam mit ihrem Mann, der aus dem Iran stammt. Trotz kultureller Unterschiede wurde sie dort sehr offen aufgenommen und habe eine tolerante Familie dort. „Und diese Toleranz spielt auch in unserer Stadt eine große Rolle“, sagt die Integrationsbeauftragte Kinga Golomb, die das Thema mit dieser Veranstaltung erneut ins Bewusstsein der Menschen in Ettlingen gerufen hat.


Begrüßungsfest in der Entenseehalle 2016

Aufeinander zugehen – Begegnungsfest in Ettlingen-West        „Wir freuen uns über alle Gäste und die großartige Beteiligung“, sagt Gemeinderätin Christa Stauch zur Begrüßung der über 200 Besucher am Sonntag beim Begegnungsfest in der Entenseehalle. In Stellvertretung von Herrn Oberbürgermeister Johannes Arnold sprach sie allen Helferinnen und Helfern, die zu diesem Fest beigetragen haben, großen Dank aus.

Entstanden ist die Idee unter Johannes Arnold beim Runden Tisch „Asylbewerberunterbringung in Ettlingen-West“. „Berührungsängste abbauen und Vorurteile beseitigen“, formulierten die Teilnehmer als Ziele der Integration. Am Wochenende war es dann endlich soweit. Menschen jeglicher Kulturen begegneten sich bei Kaffee und Kuchen.
Der Arbeitskreis Asyl schuf Verbindungen durch gemeinsame Kennenlern-Spiele. Kinderschminkerinnen zauberten den Kids durch kreative Bemalungen Lächeln in ihre Gesichter. Als absoluter Trend unter den Kleinen zeichneten sich Landesflaggen ab. Als Beispiel: Rechts die Albanische, links die Deutsche.
Der Kleingartenverein Ettlingen gestaltete einen liebevoll geschmückten Stand mit heimischen und internationalen Obstsorten aus den eigenen Gärten und durch Spenden der Firma SanLucar. Für Spiel und Spaß im Außenbereich sorgte der Jugendgemeinderat durch das Spielmobil des Jugendzentrums Specht. Die Interessengemeinschaft West spendete die Kaltgetränke zum Fest. Kaffee- und Kuchenspenden gab es von der Siedlergemeinschaft. Der Wasener Carneval Club spendete viele helfende Hände.
Fleißig gebacken haben auch die Kinder der VKL-Klassen der Pestalozzischule. Sie eröffneten das Fest mit einem Lied. Integrationsbeauftragte Kinga Golomb wünschte den Gästen anschließend guten Austausch und Raum zur Begegnung.

Unter dem Motto „Von Ettlingen-West für Ettlingen-West“ veranstalteten zahlreiche lokale Gruppen und Einzelpersonen ein Fest zur interkulturellen Begegnung zwischen Anwohnern des Stadtteils und Bewohnern der Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge.
Wie bereichernd das Miteinander sein kann, zeigte sich nach der Tanzeinlage der Jugendgarde der TSG Ettlingen. Spontan kamen mehrere Gäste nach vorne und wollten auch mit ihren Talenten unterhalten. Den imposanten Auftakt machte der 17jährige Syrer Ahmed Albashir. Mit seiner Beatbox-Einlage brachte er binnen Sekunden den ganzen Saal zum rhythmischen Klatschen. Genauso viel Applaus bekam Nesim Kshit (28). Mit seiner Gitarre spielte er Lieder auf seiner Heimat Syrien.

Spätestens bei der spontanen Tanzeinlage einer albanischen Männergruppe war die Stimmung auf dem Hochpunkt. Alle Gäste wippten zusammen zur Musik. Manche ließen sich sogar dazu verleiten das Tanzbein richtig zu schwingen.
Die Asylbewerber aus Ettlingen-West freuten sich sehr über das ausgerichtete Fest und packten beim Abbau fleißig mit an. Auch die einheimischen Ettlinger sprachen von einem wichtigen Schritt der Integration.


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