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Solveig Bauer ist die neue Intendanten und erste Frau am Ruder der Schlossfestspiele. Heute, 14. März 2018 kurz vor 21 Uhr fiel die Entscheidung durch den Gemeinderat. Zwei Wahlgänge brauchte es, bis fest kurz vor 21 Uhr stand, Solveig Bauer ist die neue Chefin der Ettlinger Schlossfestspiele. Vier, darunter ein Duo hatten ihren Hut in den Ring geworden um die Nachfolge von Udo Schürmer, der das kulturelle Flaggschiff Ettlingens zwölf Jahre lang leitete.   32 Frauen und Männer hatten sich auf die Ausschreibung beworben, „man suche eine Persönlichkeit, die mit einem eigenen neuen Konzept ein Programm gestaltet und umsetzt, das sich durch Auswahl, durch qualitativ hochwertige und unverwechselbare Produktionen von anderen Festival in der Region erkennbar abhebt“, stand im Ausschreibungstext. Nach einem mehrstufigen Verfahren waren drei Kandidaten/-in ausgewählt worden zur Vorstellung in der Gemeinderatssitzung. Während die Präsentation vor den Räten öffentlich war, fiel die Entscheidung hinter verschlossenen Türen, OB Arnold erinnerte an schutzwürdige Interessen bei Personalentscheidungen. Die hohe Zahl der Bewerber und deren Niveau wertete er als ein tolles Zeichen für die Festspiele. Mit einer leidenschaftlichen Vorstellung trat die diplomierte Regisseurin Bauer an. Deutlich machte sie auf eine wirkungsvolle Erneuerung zu setzen und Bewährtes beizubehalten. Da das „Schauspiel nicht rockt“, wolle sie einen anderen Weg beschreiten, nämlich das Musiktheaterformat weiter ausbauen. Sprich die Volksoper wird künftig in Ettlingen zu sehen sein. Eingängige Musik und Texte wie beispielsweise die Zauberflöte. Damit habe Ettlingen ein unverwechselbares Profil. Überdies will sie einen Talentwettbewerb für Absolventen der Musikhochschule veranstalten, als Talentschmiede, so dass die jungen Nachwuchskünstler gemeinsam mit Profis auf der Bühne stehen. An ein Heimatspiel denkt die in Saarbrücken lebende Regisseurin, in dessen Mittelpunkt die Geschichte von Flowtex ebenso stehen könnte wie „Das Monster lebt doch“. Für die Werkstätten will sie mit anderen Theatern kooperieren und dadurch Gelder einsparen, überdies neue Sponsoren gewinnen und die Fördertöpfe von Interreg anzapfen. Ungewöhnliche Wege, um Werbung für ihr Theater zu machen, will sie mit Wohnzimmerkonzerten gehen. Krimiformate in Kneipen sind für sie ebenso denkbar. Jedoch ganz auf das Schauspiel will sie nicht verzichten, es wird kleiner sein und in der Schlossgartenhalle aufgeführt werden. Sie denkt an Endstation Sehnsucht. Und die Bürger respektive Vereine will sie mit Projektideen mit ins Boot holen und die Festspiele in der Stadt mehr vernetzen.   Christoph Biermeier legte bei seinem Konzept den Fokus auf die Beibehaltung des erfolgreichen Musicals, das er auf musikalisches Theater erweitern möchte, wie auch das Schauspielrepertoire. Das Kindertheater soll zu einem Familientheater werden, regionale Stoffe beispielsweise über die Markgräfin Augusta Sibylla will der gebürtige Passauer auf die Bühne holen Überdies möchte der ehemalige Intendant der Festspiele Schwäbisch Hall im gesamten Schlossbereich weitere Spielmöglichkeiten erschließen. Eine ganzjährige Präsenz präferiert Biermeier für theaterpädagogische Angebote. Das Duo Bernd Gnann und Ingmar Otto leiten erfolgreich als Geschäftsführer respektive Intendant das Kammertheater Karlsruhe. Sie wollen die Struktur des Spielplans im Wesentlichen beibehalten. 2019 könnte das Musical Pink Floyd – The Wall und für das Schauspiel Ein Sommernachtsmärchen auf dem Spielplan stehen. Das Schauspiel soll durch Mitwirkung prominenter Schauspieler, aber auch durch Statisten aus der Bevölkerung sowie durch spektakuläre Inszenierungen gestärkt werden. Ein Fokus wollten sie auf die stärkere Differenzierung der Stücke in Bühnenbild und Ausstattung gelegt. Sprachlos zeigte sich die erste Frau an der Spitze der Ettlinger Festspiele, der als erster OB Arnold gratulierte, ihm folgten die beiden Mitbewerber und anschließend die Gemeinderäte.

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