Städtische Galerie

Neukonzipierte Sammlungsausstellung mit Werken von Karl Hofer (1878-1955) und Karl Albiker (1878-1961)

Die Stiftung aus dem Nachlass des Bildhauers Karl Albiker, der lange Jahre in Ettlingen gelebt und gearbeitet hat, und die großzügige Dauerleihgabe von zahlreichen Werken Karl Hofers der Stiftung Menschenbild in Winterthur bildet seit vielen Jahren den Grundstock der städtischen Kunstsammlung.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Figur und Raum“ und die feinfühlige Interpretation des Menschenbildes nimmt im Werk beider Künstler eine zentrale Stellung ein. Schon in jungen Jahren begegneten sich die beiden Künstler während ihres Studiums an der Großherzoglichen Kunstakademie in Karlsruhe. Beide lebten einige Jahre zur gleichen Zeit in Rom, gründeten dort nahezu zeitgleich ihre Familien und als Albiker sich durch den Villa Romana-Preis ein Jahr in Florenz aufhielt besuchte Karl Hofer ihn dort. Auch in dem als Atelierhaus konzipierten Wohnhaus der Familie Albiker in der Nähe des Ettlinger Schlosses war Karl Hofer neben vielen anderen Künstlerfreunden immer wieder zu Gast. Der enge künstlerische Austausch jener Zeit, der in Briefen und Tagebucheintragungen belegt ist, führte zu einer lebenslangen Freundschaft. die sie trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse während des Dritten Reiches aufrechterhielten.
Die neue Sammlungsausstellung verfolgt kein chronologisches Konzept, sondern konzentriert sich auf fünf Themen:
 
Porträt
Tanz und Musik
Figur und Raum
Stillleben/Sitzende/Akte
Landschaft/Figur in Landschaft

Beide Künstler beschäftigten sich mit diesen Themen aus materialspezifisch unterschiedlichen Perspektiven. Hier in der Städtischen Galerie im Ettlinger Schloss stehen sich die Werke der beiden Künstlerfreunde Karl Hofer und Karl Albiker in einer nachvollziehbaren Präsentation in einem spannenden Dialog gegenüber.
Karl Hofer gehört zu den großen Vertretern der klassischen Moderne in Deutschland. Als Zeitgenosse der ersten Expressionisten-Generation wird er mit dieser wie auch mit Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“ stilistisch zwar in Verbindung gebracht, nimmt jedoch in den Kunstströmungen seiner Zeit eine singuläre Position ein. Die Bedeutung, die Karl Hofer bis heute genießt, ist neben seiner Bearbeitung der beiden klassischen Themen Landschaft und Stillleben, vor allem auf die charakteristischen Interpretationen seines Menschenbildes zurückzuführen.
Karl Albikers Oeuvre fokussiert neben vielen plastischen Porträts, den nackten, menschlichen Körper als Ausdrucksträger innerer und äußerer Bewegung. Beeindruckend vielseitig sind dabei die darstellerischen Motive von ruhenden, sitzenden, liegenden und bewegten Körpern, die immer auf den sie umgebenden Raum bezogen sind. Besonders eindrücklich zeigt sich dies bei seinen bauplastischen Arbeiten und Denkmälern.
 

 Die aktuelle Sammlungsausstellung im 2. Obergeschoss zeigt zu den großen Themen „Landschaft und Abstraktion“ unterschiedliche künstlerische Positionen aus 100 Jahren Maltradition an der Kunstakademie Karlsruhe.
Die neue Präsentation bietet dem Besucher keine chronologische Reihe, sondern Themeninseln, die einzelne Aspekte der Sujets „Landschaft und Abstraktion“ herauslösen und in den Blickpunkt rücken.
 
Die 5 Themeninseln:
 
„Von der Abstraktion zur Konstruktion“ „Wasserlandschaften“ „Die gebändigte Natur“ „Stadtlandschaften“ „Farblandschaften“
 
Vier der Themeninseln zeigen einen Weg der Landschaftsdarstellung vom idealisierenden Blick auf ein imaginäres Landschaftsbild, der „paysage intime“, über spätimpressionistische Stiltendenzen bis hin zu expressiven, sehr eigenständigen, gestischen, atmosphärischen oder visionären Formulierungen, die schließlich die Landschaft in offen gedachten Farbräumen auflösen. Eine neue Themeninsel beschäftigt sich in einer kleinen Auswahl von zwölf Werken mit den gegenstandslosen Tendenzen in Karlsruhe der
1950er bis Anfang der 1970er Jahre. Die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, mit denen sich die hier gezeigten sieben Künstler in jener Zeit beschäftigten, reichen von einem figurativ-abstrakten Formvokabular (Hofer, Becker), konkret-geometrischen Konstruktionen (Müller-Hufschmid, Kögler), über ausdrucksstarke, gestische Abstraktionen (Shapiro), bis zu aus dem Informel erwachsenen Farbräumen, die Raum und Licht in den Mittelpunkt der Malerei stellen (Quinte).

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