Lokale Agenda 21 in Ettlingen
1. Lokale Agenda 21 in Ettlingen:
Im Rahmen der internationalen Konferenz von Rio 1992 wurden die Kommunen aufgefordert eine „Lokale Agenda 21“, d.h. örtliche Pläne für eine nachhaltige Entwicklung (sustainable development im 21. Jahrhundert) zu erarbeiten.
Mit Gemeinderatsbeschluss vom 04. November 1998 wurde die „Lokale Agenda 21“ für Ettlingen im Rahmen ehrenamtlicher Freiwilligkeitsleistungen mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung beschlossen und der erste „Agenda-Bericht“ im Jahr 2000 veröffentlicht. Als Koordinationsstelle („Agenda-Büro“) diente die Stabstelle für Umweltschutz bis 2004. Nach der internen Verwaltungsumstrukturierung und Übergang der Umwelt- und Agenda-Zuständigkeit in das Planungsamt erfolgte im Jahr 2005 ein weiterer „Agenda-Bericht“.
Im Jahr 2006 wurde durch Neugründung zweier Dienstellen innerhalb der Stadtverwaltung der Bereich „Umwelt“ und „Lokale Agenda 21“ neu strukturiert: Die „Umweltschutzkoordination“ wurde dem ebenfalls neu gegründeten „Amt für Wirtschaftsförderung und Gebäudewirtschaft“ übertragen. Kontaktstelle bzw. Tagungsmöglichkeit für die ehrenamtlichen Arbeitskreise der „Lokalen Agenda 21“ wurde das „Amt für Bildung und Weiterbildung“, mit dem Schwerpunkt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).
Im Rahmen der städtischen „Leitbilderstellung“ ab Herbst 2006, der Gemeinderats-Beschluss erfolgte am 27. Mai 2007, gingen die meisten Zielsetzungen des Agenda-Prozesses im Rahmen einer umfassenden und professionell von einer Firma begleiteten Bürgerbeteiligung unter dem Motto „Perspektive Ettlingen – Zukunft mitgestalten“ in den neu gebildeten 28 „Leitbild-Gruppen“ mit insgesamt acht großen Themenkomplexen auf. Das „Leitbild Stadt Ettlingen“ dient nun als eine Art „Richtschnur“ für das Planen und Handeln in der Stadt bis zum Jahr 2020. Die Koordination des „Leitbildes“ erfolgt über das Hauptamt und ist prozessorientierter Teil des gesamten „Bürgerschaftliches Engagements“ (BE) der Stadt Ettlingen.
2. Agenda-Gruppen:
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AG „Artenschutz und ökologische Stadtentwicklung“
Nach Erstellung eines ökologischen Lehrpfads, des ökologischen Mähkonzepts, Mitwirkung bei der FFH-Konzeption und diversen Anpflanzungsaktion einschließlich baulicher Schutzmaßnahmen für Amphibien, Fledermäuse und Vögel im Rahmen der Ettlinger Biotopvernetzung wird die Aufgabe inzwischen über den Verein „Naturerhaltung und Heimatpflege“ Schöllbronn und dem BUND, Ortsgruppe Ettlingen, wahrgenommen bzw. bringt sich in den Leitbildprozess ein.
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AG „Energie-Einsparung und Klimaschutz“
Nach Konzeption einer lokalen „Energieberatungsagentur“ (inzwischen für den Kreis Karlsruhe verwirklicht), Mitwirkung beim Ausbau von Solarenergie und Oberflächen-Geothermie liegt der Schwerpunkt im Entwickeln von Energie-Einsparempfehlungen im Rahmen von Baugebietsausweisungen und Gebäudesanierungen sowie Mitwirkung im Leitbild.
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AG „Barrierefreies Ettlingen“
Nach Konzeption und Installation von „Behinderten-Klingeln“ sowie mehreren Berichten mit Anregungen und Verbesserungsvorschlägen zur Barrierefreiheit ist die Stellungnahme der Gruppe zu geplanten öffentlichen Bauvorhaben fester Bestandteil ihrer Tätigkeit im Rahmen des Leitbildes Ettlingen geworden. Der nachhaltige Abbau von Hindernissen für Behinderte im öffentlichen Raum und Gebäuden ist weiterhin ihre Zielsetzung und entspricht ebenfalls den Leitbildvorgaben.
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AG „Albfreunde Ettlingen“
Saisonal abhängige Mitwirkung im Leitbild-Bereich „Kultur, Freizeit und Sport“.
3. Weiterführende Links
Niedrig Energie Institut
Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda 21
Lokale Agenda - Nachhaltigkeitsindikatoren für Kommunen
Indikatorenportal für Nachhaltige Kommunalentwicklung
Lokale Agenda 21 - Sachstandsbericht 2005
Elektro-Wärmepumpen-Heizanlagen-Förderprogramm
Luftqualität im Oberrheingebiet
Kontaktadresse: Amt für Bildung und Weiterbildung, Telefon: 07243 101-860 Fax: 07243 101-263, E-Mail: bildung@ettlingen.de, Schillerstraße 7 -9, 76275 Ettlingen

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