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Albgaumuseum
Das Albgaumuseum, das seit 1927 besteht, dokumentiert die nahezu 2000jährige Geschichte der Stadt Ettlingen und ihrer Umgebung von der frühen Steinzeit bis zu diesem Jahrhundert. Im reizvollen Kellergewölbe des Schlosses sind neben wenigem merowingischem und fränkischem Material vor allem römische Funde des 1. bis 3. nachchristlichen Jahrhunderts ausgestellt, die bei ausgedehnten archäologischen Ausgrabungen gesichert werden konnten (Keramik, Weihereliefs, Münzen, u.a.). Beim Bau des Wattkopftunnels in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kamen zudem viele geologische Zeugnisse zu Tage, die ergänzend die Entstehungsgeschichte des Oberrheingrabens und des Albtals anschaulich dokumentieren.

Die Archäologische Abteilung wurde umgestaltet und bietet neben der neu präsentierten Ausstellung nun auch zwei Spieltische für Kinder mit "römischen" Spielen. Viel Spaß!
Das Konzept der stadgeschichtlichen Abteilung sieht neben der Dauereinrichtung der Archäologie in den Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Schlosses wechselnde Themenausstellungen vor. Im dreijährigen Turnus wird die Entwicklung der Stadt und der Region in unterschiedlichen Epochendarstellungen präsentiert oder anhand historischer Einzelaspekte (z.B. Zeit des Mittelalters oder Barock, zuletzt Ettlinger Alltag im 20. Jh.) im Detail beleuchtet. Seit Dezember 2006 im Albgaumuseum:
Küchengeschichte(n) aus 5 Jahrtausenden
Von der Mikrowelle zum Induktionsherd
Ein Haus aus Lehm, eine Feuerstelle auf dem Boden, Menschen, die mit Mahlsteinen Getreide mahlen – die Küche der Bronzezeit als erlebbarer Raum lässt den Besucher in die Alltagskultur vor 5000 Jahren eintauchen. Nicht nur mit Text und Bild wird der allen vertraute Bereich der Küche dargestellt. Sei es in der römischen cucina, der Burgküche des Mittelalters, der Bürgerküche oder der dunklen Wohn- und Arbeitsküche des 19. Jahrhunderts – überall ist ein Raum eingerichtet. Von der Feuerstelle zur Kochmaschine, vom Wandbrett zur Einbauküche, vom Kessel zum Edelstahltopf können Bögen durch die Kultur des Alltags geschlagen werden. Es gibt vieles zu entdecken in den Einrichtungen, auf den großformatigen Bildern, den Quizwänden, den Fühl- und Riechtischen. Auch die jüngsten Besucher kommen nicht zu kurz. Im Kinderaktionsraum gibt es Küchenspielzeug zum Anschauen, eine gemütliche Spielecke und eine ganz besonders „süße“ Vitrine, in der man zum Beispiel erfahren kann, wer das Gummibärchen erfunden hat.
Diese Ausstellung des stadtgeschichtlichen Albgaumuseums wird bis Ende 2009 zu sehen sein.
Museum am Lauerturm
Die Außenstelle "Museum am Lauerturm" liegt an der renaissancezeitlichen Stadtmauer. Die ehemalige Scheune aus dem 18. Jahrhundert beherbergt eine umfangreiche Sammlung mit Gegenständen aus dem Arbeits- und Lebensbereich des bäuerlichen Milieus um 1900.
Geöffnet nur sonntags von Mitte Mai bis Mitte September von 14 bis 17 Uhr.

Sammlung mechanischer Musikinstrumente und Uhren

In den neuen Räumlichkeiten auch Mittwoch bis Sonntag geöffnet
Neben dem ältesten Instrument, einer um 1730 gebauten Serinette, sind unter anderem Walzenspieldosen, eine Schweizer Orchesterspieltruhe, eine kleine Mignon-Orgel, Drehorgeln, Grammophone und eine Flötenuhr zu sehen. Bei den Reproduktionsklavieren sind besonders ein 73er Hupfeld-Phonola- sowie ein interessantes Schiedmeyer-Welte-Klavier zu erwähnen. Das große Glanzstück der Sammlung jedoch ist das Welte-Cottage-Orchestrion Nr. 4 von 1895 mit Notenrollen, das eines der größten seiner Art ist.
Eine Auswahl der Instrumente ist an einzelnen Hörstationen auch mit Klangbeispielen zu hören. Führungen können von Gruppen gebucht werden.















