„Der Begriff Mehrgenerationenpark ist ein Signal, denn der Park soll künftig eben nicht nur den Jugendlichen oder nicht nur den älteren Menschen, sondern allen Freude machen“, sagte Bürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. Zuvor hatte Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker die Bürgerinnen und Bürger in einem der neuen Räume im Schulzentrum am Horbachpark begrüßt. Auftakt für die Veranstaltung war eine Führung durch den Park. Als Sachverständige waren Uwe Metzen und Michael Rindfuß vom Stadtbauamt bzw. der Gartenabteilung mit dabei, Michael Wernthaler und Hans-Peter Ochs von der Polizei Ettlingen, Bernd Lehnhardt vom Ordnungsamt sowie Professor Hartmut Ayrle von der Hochschule Bremen. Er hatte das erste Konzept für den neuen Horbachpark entworfen und sowohl im Ausschuss nichtöffentlich als auch im Gemeinderat vorgestellt.
Zum Zeitplan merkte die OB an, dass sich der Gemeinderat voraussichtlich im Frühjahr nochmals mit dem Thema auseinander setzen werde, so dass in den nächsten Haushalten entsprechend Geld eingestellt werden könne.
Die Finanzierung bzw. die Kosten waren an diesem Abend jedoch noch kein Thema. Es ging lediglich um das Konzept. Einführend berichtete Revierleiter Wernthaler über die Lage im Park seit 2005, denn zeitweise hatte es zurückliegend große Probleme durch so genannte Stresser gegeben, die für Randale unter den Jugendlichen im Park sorgten. Inzwischen wurde die Allgemeinverfügung gegen Randalierer auch in die Polizeiordnung der Stadt aufgenommen, gilt also permanent. Als Handlungsoptionen, damit der Park nicht wieder zum Angstraum werde, nannte er Beleuchtung, regelmäßige Bestreifung durch Sicherheitskräfte oder Polizei, und die Verbesserung von Spiel- und Verweilangeboten.
„Wir wollen die Jugendlichen nicht vertreiben, sondern sie sollen verweilen“, unterstrich die Bürgermeisterin. Elemente, die zum Aufenthalt im Park verlocken sollen, sind unter anderem Beachvolleyball- und Boulefelder, Pichnickareale, ein Wissenspark, Spielgeräte für Senioren, eine Minigolfanlage, „unterteilt in kurzfristige, mittel- und langfristige Maßnahmen“, führte Professor Ayrle aus. Im ehemaligen SWR-Pavillon könnten WCs, Kinderspielhaus, Minigolfschlägerverleih und ein saisonales Café untergebracht werden. In all diese Vorschläge waren Ideen aus dem Leitbild, dem Lokalen Bündnis für Familie Ettlingen, der Sportvereine bzw. der ARGE Sport, des Netzwerks für Behinderte und vieler anderer Beteiligten mit eingeflossen.
Was Befürchtungen zu erhöhtem Lärm angehe, so habe man beim Planen darauf geachtet, lärmintensivere Bereiche dort anzusiedeln, wo sie abgeschirmt sind, machte die BM deutlich. Ökologisch wertvolle Räume würden dagegen nach Möglichkeit nicht zerschnitten. „Einen ‚Eintrittspark’ wollen wir nicht“, sagte sie, ein Zaun drumherum komme nicht in Frage. Das Konzept bezeichnete sie als „Etappenkonzept“, das variabel sei. „Wir wollen für alle Generationen etwas tun, müssen den Park aus vielen Blickwinkeln betrachten“, sagte sie zu den zahlreichen Anregungen und Ideen, der Kritik und den ablehnenden Äußerungen. Zur Frage der Lärmbelästigung merkte sie an, dass es wohl weniger Großveranstaltungen geben werde, dafür werde sich jedoch die Grundfrequenz an Besuchern erhöhen, was insgesamt zu einem verträglichen Lärmpegel führe. Noch in diesem Jahr wird indes einer der Hauptanziehungspunkte des Horbachparks attraktiver gemacht: Der Wasserspielplatz am Horbach wird erweitert, der Gemeinderat hatte dazu sein „Plazet“ gegeben.
Am Infoabend konnten sich nach den allgemeinen Informationen die Bürgerinnen und Bürger an den Stellwänden der unterschiedlichen Beteiligten und im Gespräch mit deren Repräsentanten von den Jugendlichen bis zu den Senioren selbst ein Bild vom Konzept machen. Ihre Ideen, Anregungen und Kritikpunkte, auf Karten notiert und an den Stellwänden befestigt, wurden anschließend gesammelt und werden ausgewertet in die weiteren Beratungen des Gemeinderats zum Thema Horbachparkumgestaltung mit einfließen.

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