Mit einem wahren Ideenfeuerwerk starteten die Partnerinnen und Partner des Lokalen Bündnisses für Familie am 25. November 2006 im Beisein von Dr. Monika Stolz, Ministerin für Arbeit und Soziales des Landes, in die Bündnisarbeit. Seitdem engagieren sich die Ettlinger Bündnisakteure, darunter die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, die Wohlfahrtsverbände AWO, Caritas, Diakonie, DRK, die Stadtwerke Ettlingen, die Sparkasse und die Volksbank Ettlingen sowie zahlreiche lokale Unternehmen, gemeinsam für mehr Familienfreundlichkeit vor Ort.
Zurück in den Beruf – Bündnis unterstützt Frauen beim Wiedereinstieg
Mit einer Seminarreihe für Wiedereinsteigerinnen unterstützt das Ettlinger Bündnis seit 2007 Frauen bei der Herausforderung, nach der Familienphase ihren Wiedereinstieg in den Beruf zu meistern. Im Mittelpunkt des Infotages Wiedereinstieg am 03. November stand die Vorstellung der neuen Seminarreihe 2008, die wie im letzten Jahr ein umfassendes Gesamtpaket bietet: von der Gestaltung von Arbeitsverhältnissen bis hin zur mentalen und praktischen Vorbereitung auf den Wiedereinstieg. Besonders intensiv widmet sich das Angebot der Vermittlung von Computerkenntnissen und einem Bewerbungstraining. Die Seminare werden kostenfrei bzw. mit einer Kostenbeteiligung angeboten. Entwickelt wurde das Ettlinger Angebot im Rahmen des Aktionsprogramms Perspektive Wiedereinstieg, das vom Bundesfamilienministerium in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt wird.
Der Familienfreundlichkeitspreis: Zukunftsweisende Lösungen für Familien
Bereits zum zweiten Mal hat das Ettlinger Bündnis den Wettbewerb „Familienfreundliches Ettlingen“ ausgerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, gute Beispiele auszuzeichnen, bekannt zu machen und somit ein familienfreundliches Klima zu schaffen. 2008 gingen 34 Bewerbungen ein. Alle Ettlinger Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Einrichtungen, Initiativen und Unternehmen, die sich ehrenamtlich, generationenübergreifend, kreativ und nachhaltig für Familien engagieren, konnten sich bewerben und Vorschläge einreichen. Ausgezeichnet wurde die von Elterninitiativen initiierte integrative Schülermensa der Wirtschafts-AG des Eichendorff-Gymnasiums und der Mensaverein Ettlingen e. V., die Aktion Babyhilfe im Caritasverband, wo Mütter in Notsituationen, kinderreiche Familien und Alleinerziehende Unterstützung und ein Paket mit Erstlings- und Kleinkindsachen erhalten sowie die Kirchliche Sozialstation Ettlingen e. V. und die Gartenschule, die körperlich und geistig behinderte Kinder in einem Ferienprogramm betreuen.
Eine Kinderstadt – das ganze Jahr
Über 1.000 Kinder im Alter von acht bis dreizehn Jahren haben dieses Jahr an der fünften Ettlinger Kindersommerakademie teilgenommen: Engagierte Professorinnen und Professoren verschiedener Hochschulen und Fachbereiche bieten kindgerecht aufbereitete Seminare und Exkursionen an. Das Ettlinger Bündnis plant für nächstes Jahr die Herausgabe eines Buches mit den Beiträgen der Akademie, das auch an Schulen verwendet werden kann.
Zur Weihnachtszeit wird im Rathausfoyer eine Wunschtanne aufgestellt: Geschmückt von den Kindern des städtischen Kindergartens Schluttenbach wartet der Wunschbaum auf heimliche Weihnachtsmänner, die die gelben Wunschzettel vom Baum nehmen und die darauf notierten Wünsche erfüllen. Bereits zum fünften Mal wird die Aktion in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit für Kinder aus finanziell
schwachen Familienverhältnissen im Alter von einem bis vierzehn Jahren durchgeführt. Beim Amt für Jugend, Familien und Senioren können Ettlinger Bürgerinnen und Bürger die Geschenke abgeben, die anschließend von den Seniorinnen und Senioren des Begegnungszentrums sowie Schulkindern der Pestalozzischule verpackt werden.
Nähere Informationen über das Lokale Bündnis für Familie Ettlingen erhalten Sie von den Bündniskoordinatoren Andrea Metzger-Adolf und Patrik Hauns. Sie sind zu erreichen unter Tel. 07243/10129-0 oder -2 oder per E-Mail unter ajfs@ettlingen.de.
Informationen über die bundesweite Initiative und konkrete Beispiele aus den Bündnissen sind im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de abrufbar.
Hintergrund
Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und vor allem Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter 4.500 Unternehmen, engagieren sich in rund 5.200 Projekten. 522 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv, rund 200 weitere Bündnisgründungen sind in Vorbereitung (Stand: 13. November 2008).
In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben mehr als 48 Millionen Menschen. Die Initiative wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

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