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Umwelt-, Natur- und Klimaschutz
Eine vielfältige Natur, Eingangstor zum "Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord", am Rande der Oberrheinischen Tiefebene gelegen und mit rund 52 % Flächenanteil an Schutzgebieten deutlich über dem Landesdurchschnitt gelegen ist die Stadt Ettlingen sich der besonderen Bedeutung ihrer Natur und Umwelt bewußt. Der Schutz der Umwelt, der Natur und unseres Klimas genießen höchste Priorität.
Klimaschutz
Die "Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen" (UNCED) im Jahr 1992 in Rio de Janeiro formulierte die Grundlagen für eine qualitativ neue Zusammenarbeit in der Umwelt-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik. Durch dieses neue Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung sollen die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Als Folge dieser internationalen "Agenda 21 / Konferenz von Rio" hat die Stadt Ettlingen mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 4. November 1998 die "Lokale Agenda 21" beschlossen. Zentrales Thema der Agenda 21 ist der Klimaschutz, dessen sich die Agenda-Arbeitsgruppe "Energieeinsparung und Klimaschutz" annimmt. Weitere Informationen zur Lokalen Agenda in Ettlingen erhalten Sie auf der Seite der Agenda Bürgerschaftliches Engagement.
In der Stadtverwaltung wurden im Jahr 2006 durch Neugründung zweier Dienstellen der Bereich „Umwelt“ und „Lokale Agenda 21“ neu strukturiert: Die „Umweltschutzkoordination“ wurde der Abteilung "Umwelt und Energie" in dem neu gegründeten „Amt für Wirtschaftsförderung und Gebäudewirtschaft“ übertragen. Kontaktstelle für die ehrenamtlichen Arbeitskreise der „Lokalen Agenda 21“ wurde das „Amt für Bildung und Weiterbildung“, mit dem Schwerpunkt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).
Bereits 1994 wurde Ettlingen Mitglied im "Klimabündnis europäischer Städte", dessen Mitglieder sich verpflichtet haben den CO²-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 50 % zu senken (bezogen auf das Basisjahr 1990).
Um eine Handlungsgrundlage für künftige Klimaschutz- und Energieeinsparmaßnahmen zu erhalten, läßt die Stadtverwaltung derzeit ein Klimaschutzkonzept erstellen. Vor dem Hintergrund nationaler Vorgaben sollen eigene, erreichbare Ziele zur Verringerung des städtischen Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen erarbeitet werden. Dabei soll auch das Erreichen des Klima-Bündnis-Ziels einer 50%-igen Reduzierung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 im Vordergrund stehen. Die Potentiale zu Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien sollen anhand eines "Wärmeatlasses" mit Untersuchungsschwerpunkten für bestehende und künftige Baugebiete überprüft werden.
Der Gemeinderat erteilte in seiner öffentlichen Sitzung vom 23.07.2008 der Verwaltung den Auftrag zur Erstellung dieses Klimaschutzkonzeptes. Am 07.08.2008 wurde beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über das Forschungszentrum Jülich GmbH der Förderantrag über ein Gesamtvolumen von 115.000,- € gestellt. Am 18.02.2009 wurde der Zuwendungsbescheid über eine Förderhöhe von 92.000,- € erteilt, entsprechend einem Fördersatz von 80 %. Das IFEU-Institut wurde am 16.03.2009 zur Durchführung beauftragt. Stadtverwaltung und Stadtwerke GmbH erarbeiteten hierzu zuvor eine Themenliste der zu untersuchenden Schwerpunkte. Das IFEU-Institut hatte bereits in den 90-er Jahren ein damals grundlegendes Energiekonzept für Ettlingen erstellt, auf das man heute aufbauen wollte. In Abstimmung mit dem Projektträger und dem BMU konnte so auf ein gesondertes Ausschreibungsverfahren verzichtet werden, da zudem das vorgelegte Angebot wirtschaftlich und preisgünstig erschien.
Das Konzept soll bis Ende März 2010 vorliegen. Über die Arbeit in unterschiedlichen, themenbezogenen Workshops soll als Ergebnis eine Maßnahmenliste für künftige Projekte in den Bereichen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien vorliegen. Eine detaillierte Beschreibung ist dem beiliegenden Dokument zu entnehmen.
Vorhabenbeschreibung zum Klimaschutzkonzept der Stadt Ettlingen (pdf-Dokument)
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Herr Peter Zapf von der Abteilung Umwelt und Energie.
Der Projektantrag wurde bearbeitet durch:
Projektträger Jülich (PtJ), Bereich UMWForschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Internet: www.fz-juelich.de
Förderkennzeichen: 03KS0029
Fertigstellung bis 30.04.2010
Gefördert durch die
Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums
Internet: www.bmu.de

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Der Projektantrag wurde bearbeitet durch: