Sieben Tatbestände wurden Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker von Staatsanwalt Markus Utry beim Rathaussturm am 11.11. vorgehalten. In vier Punkten erhielt sie von den närrischen Geschworenen an ihrer Spitze Richter Bernd Eyberger einen Freispruch dank ihres eloquenten Pflichtverteidigers Werner Reich.
Bereits Hans von Singen (alias Peter Schumacher) hatte gemutmaßt, dass der „OB die Angst in den Knochen steckt, aber sie nimmt die Verhaftung hin ohne zu klagen“. Und tatsächlich, kein Klagen hörte man von der Rathauschefin beim Verlesen der Anklagepunkte, wusste sie doch einen starken Mann neben sich. Auf der närrischen Agenda stand neben dem Efeuabriss von der Stadtmauer und dem einsturzgefährdeten Wasensteg, die versuchte Umzäunung des Horbachparks und die damit verbundene Freiheitsberaubung der Wasservögel, die Abschiebung der Bürgermeisterin nach Bruchsal und das draculeske Blutbad bei den Festspielen im nächsten Jahr.
Neben der Verteidigungsrede überzeugte die Geschworenen die Aussicht, dass sich OB und Reich die Zeche für die Narren teilen wollen.
Für den schwungvollen musikalischen Rahmen sorgte beim Rathaussturm die Band „Magic Boys“.

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