MUS-E bedeutete ursprünglich „multikulturelles, soziales Schulprojekt für Europa“, wurde von der Yehudi-Menuhin-Stiftung ins Leben gerufen und möchte Kindern dabei helfen, ihre Persönlichkeit zu entfalten, möchte ihre Kreativität und künstlerische Ausdrucksfähigkeit fördern.
„Das hat viel Spaß gemacht“, meinten die Schüler der 7a beim Rundgang durch ihre Ausstellung rückblickend. „Wir haben in Gruppen gearbeitet und uns gegenseitig geholfen!“ Die 7a gehört der Projektgruppe bildenden Kunst an, die von der MUS-E-Künstlerin Christina Zingraff geleitet wird; betreuende Lehrerin ist Elke Widmer. Die Werke der Kinder, die seit Ende 2007 entstanden, angefangen von den Beton-Krokodilen über lebensgroße Scherenschnitte bis hin zu Selbstportraits sind noch bis Jahresende im Grünhaus der Stadtwerke zu sehen.
Zur Ausstellungseröffnung und Verleihung der Plakette waren auch die Sponsoren eingeladen. Drei Jahre läuft das MUS-E-Programm, die Klassen werden von der fünften bis in die siebte Klassenstufe begleitet, und diese Kontinuität ist eine der Besonderheiten. Einmal pro Woche ist für zwei Unterrichtsstunden MUS-E angesagt. „Wir sind jetzt im dritten Jahr, und die Schüler haben sehr an Selbstvertrauen gewonnen“, resümierte Christina Zingraff. Unter dem Motto „Der Mensch als Maß der Dinge“ haben die Kinder im Laufe der Zeit haben die Kinder die unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksmittel kennen gelernt. Alle Arbeiten wurden tagebuchartig in Heften festgehalten und datiert, so dass man nach drei Jahren einen schönen Überblick hat.
Ermöglicht haben MUS-E eine Reihe von Förderern, allen voran die Stadtwerke, außerdem die Stadt sowie der Lionsclub Ettlingen, vertreten durch Heinrich Becker, und der Lionsclub Karlsruhe Zirkel. Eine weitere Klasse beschäftigte sich bei Natalia Formina und Klassenlehrerin Yvonne Gukelberger-Seele mit Theater, bei Bernhard Gallus dagegen mit Tanz und Theater, Klassenlehrerin ist Sabine Silwedel.
Stadtwerkegeschäftsführer Eberhard Oehler hob die große Bandbreite künstlerischer Kreativität hervor, es lohne sich, MUS-E weiter zu unterstützen, „das Geld bringt wertvolle Zinsen“. Auch der integrative Aspekt sei beachtlich. Die Plakette sei eine schöne Anerkennung für die Schule, die auch viel zurückgebe. Denn immer wieder hatten Klassen der Schillerschule Geld gesammelt für Hilfsaktionen zugunsten von Schülern in Afghanistan.
Nach den lobenden Worten, die die MUS-E Koordinatorin der Stiftung für das Land Baden-Württemberg, Sabine Peters, für die Schülerinnen und Schüler fand, sprach OB Gabriela Büssemaker den Schülern ihre Anerkennung aus. Sie nannte MUS-E eine „gute Schule für die Persönlichkeitsbildung der Kinder“, dankte allen Förderern für die Unterstützung. Sie hoffe, dass MUS-E weitergehen könne, und zitierte den bekannten Ausspruch Menuhins: „Wenn wir die Welt verändern wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen“.
Schulleiter Johann Schwarz-Hemmerling dankte Oehler ebenso wie allen anderen Förderern. MUS-E habe die Schillerschule zeitweise zum Beben gebracht, erinnerte er an die Auftritte der Trommelgruppe. Dankende Worte kamen auch von Eveline Ströbel vom Staatlichen Schulamt, dann nahmen die Schüler der 7b stellvertretend die Plakette entgegen, nachdem zuvor die 7a den Herbst mit überaus sprechenden Wort-Bildern, teilweise rappend, teils mit Haiku-artigen Versen, bunt illustriert hatte.
Beeindruckt zeigten sich die Besucher beim Rundgang durch die Ausstellung. Johann Schwarz-Hemmerling jedenfalls hofft auf weitere Förderer, denn es gibt wieder zwei fünfte Klassen, die viel von MUS-E profitieren könnten. 4.800 Euro kostet die Förderung pro Jahr und Klasse. Informationen gibt es bei Sabine Peters, Tel. 0721/2041612, Homepage www.ymsd.de oder E-Mail sabine.peters@ymsd.de.

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