7 Wochen/7Premieren/7 Zugaben in 7 Monaten

In sieben Monaten wird die Premiere der Zauberflöte über die Bühne des Schlosshofes gehen. Die Sieben scheint eine magische Zahl für die neue Intendantin Solveig Bauer zu sein. Denn die neue Saison wird nicht nur sieben Wochen gehen, sondern auch sieben Premieren und sieben Zugaben auf dem Spielplan haben, der 2019 neben einem Musical auch eine Volksoper, ein Familienstück und eine Kinderoper sowie ein interaktives Schauspiel enthalten wird, um einige herauszugreifen. Das ganze Schloss wird bespielt werden, ließ die Intendantin bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit OB Johannes Arnold und Kulturamtsleiter Dr. Robert Determann im blauen Salon im Schloss wissen.
 
Als einen Parforceritt bezeichnete denn auch OB Arnold die zurückliegenden drei Monate, in denen Frau Bauer gemeinsam mit ihrem Team vieles hinterfragt, neu sortiert und geändert hat, frei nach dem Motto „Gutes noch besser machen, um das Beste zu erhalten“, so der Rathauschef. Erfrischend seien die Fragen, die von der Intendantin gestellt würden.
In kurzen Strichen stellte sie zum einen den Spielplan dar und zum anderen auch die neue Tribüne respektive Überdachung des Schlosshofes. Die Zauberflöte verstehe sie als eine Bereicherung. Über 200 junge Talente haben ihr Können in Ettlingen, Mannheim und Berlin bei Auditions gezeigt. Im Januar geht es dann an den Chor. Hier haben Ettlinger Gesangvereine die Chance, ihre Visitenkarte abzugeben. Gleichfalls werden Nachwuchstalente für das Familienstück „Der geheime Garten“ gesucht, das für Kinder ab fünf Jahren geeignet ist und im Schlosshof gezeigt werden wird.
Ein Musical gibt es selbstredend auch wieder: „Der Mann von La Mancha“ Die illusionistische Fassade des Schlosses biete sich sprichwörtlich für dieses Stück an. In die Schlossgartenhalle geht Frau Bauer mit dem Schauspiel „Endstation Sehnsucht“.
Aber auch die Säle des Schlosses werden bespielt. Spannend dürfte das interaktive Schauspiel „Weißes Kaninchen, Rotes Kaninchen“ von Nassim Soleimanpour im Musensaal werden. Ganz ließ Frau Bauer das Kaninchen nicht aus dem Zylinder blicken, ein paar Geheimnisse müssen bleiben.
Geheimnisvoll wird es bei der Alptraumpromenade mit „Das Geisterschloss“. Studenten der Hochschule für Musik Karlsruhe werden für acht schaurige Stationen sorgen im Rittersaal und in den Salons sorgen. Live erleben kann man die „Marmeladenoma“, ein YouTube Star. Die Ettlingerin wird aus ihren Kindheitsgeschichten erzählen. Und noch ein anderer Ettlinger wird für einen besonderen Sommernachtszauber sorgen Simon Pierro. Um den Zauber wahrer Freundschaft geht es bei der Kinderoper „Magier Colas“ von Mozart. Die Musiker werden im Übrigen eine eigene „Bühne“ haben, das war Frau Bauer wichtig. Und gibt den Aufführungen eine andere Atmosphäre so der OIB.
 
Noch ein Wort zur Tribüne. Sie wird 788 Plätze und 17 Logenplätze haben, und drei Preiskategorien bieten. Die Preistaffelung wurde gänzlich überarbeitet. Gänzlich neu ist die Dachlösung, gleich einer Kuppel überspannt das Dach den ganzen Schlosshof, so dass die Schauspieler nicht im Regen stehen wie zurückliegend. Die Kuppel lässt sich lichttechnisch bespielen.
Neu ist auch das Programmheft respektive das „Logo“. Frau Bauer hat das Gesicht der Markgräfin gewählt, über dem sich die Schlosstürme gleich einer barocken Frisur türmen. Sie ist unsere Schutzpatronin. Als Hintergrund dienen die jeweiligen Tapeten aus den barocken Sälen.
Neu ist auch die Eingangssituation. Nicht mehr wie bislang geht man über den Nordflügel in den Schlosshof, sondern über den Osteingang, so dass man die Schönheit der Fassade, der Bühne als erstes wahrnimmt und nicht die Rückseite der Tribüne.
Verändert sind auch die Anfangszeiten. Das Schauspiel beginnt bereits um 19.30 Uhr, die Oper um 20 Uhr und das Musical wie gehabt um 20.30 Uhr, deshalb immer genau auf die Eintrittskarten blicken, die man bis zum 27. Dezember mit einem zehnprozentigen Rabatt auf die großen Stücke erhält. Für den ticketkauf kann man direkt in die Stadtinformation im Schloss gehen oder auf reservix oder auf die Homepage der Festspiele, dort gelangt man auch, wenn man sich das Stück ausgewählt hat und seinen Sitzplatz, direkt zu reservix. 50 Prozent erhalten Schüler und Studenten.
 
Beibehalten wird der Kurt Müller-Graf Preis. Kulturamtsleiter Determann ist überzeugt, dass gerade im Schauspielbereich durch die anderen Formate und Spielstätten die Rechnung aufgehen kann.