Der Georgsbrunnen

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Georgsbrunnen

Der Brunnen ist ein Werk der Spätgotik und stammt aus dem Jahr 1494, stand jedoch ursprünglich an der Kreuzung Entengasse/Marktstraße. Seit 1954 befindet er sich auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Der heilige Georg wird seit den Kreuzzügen verehrt und taucht im süddeutschen häufig als Schützer der Markt- und Stadtrechte auf. Vier Wappen zieren den Brunnen: rechts das der Grafschaft Sponheim, auf das der Markgraf Anspruch erhob, das österreichische Wappen (vorne) ist abgebildet, weil die Mutter des Markgrafen Christof I aus dem österreichischen Haus stammte. Das hintere Wappen des Erzbistums Trier bezieht sich auf einen Onkel desselben Markgrafen, der den Erzbischofstuhl von 1456 - 1503 innehatte und das Ettlinger Stadtwappen (links). Die Darstellung des Turmes nimmt dabei Bezug auf die besonderen Rechte einer Ansiedlung, nämlich die Stadtrechte, die das Recht auf Ummauerung einschlossen, was durchaus nicht jedem Ort automatisch zukam. Das Original der Brunnenfigur steht im Ettlinger Schloss.


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