Professor Niemetz übergibt die Leitung an Professor Gintner

Das Bild zeigt OB-Stellvertreter SChrieber mit Professor Niemetz und Iamse Wipfler vom Bildungsamt.

Die nächsten Jahre könnte Professor Dieter Fehler mit den von den Kindern eingesandten Themen seine Vorlesungen bestreiten. Seit Jahren macht er nicht nur den Auftakt bei der Ettlinger Kinder-Sommerakademie (kurz EKSA) er setzt er mit seiner „Was Ihr wollt““-Vorlesung am Montag dieser Woche den Schlusspunkt. Zehn Vorlesungen bot die EKSA in diesem Jahr und zog mit ihrer Themenvielfalt vom tanzenden Roboter über die Tierwelt im Ozean bis hin zur Magie der Zahlen über 290 Kinder in den Bürgersaal des Rathauses.

Das Bild zeigt Professor Fehler wie er einen Versuch durchführt.

Fehler verstand es wieder einmal mehr, mit seiner Begeisterung die Ministudenten mitzunehmen. „Der ist echt gut“, war denn auch der Tenor von Maximilian und Tim. Vor allen Dingen ist er witzig und man versteht am Ende die Zusammenhänge, hob Jan Maximilian heraus. Am Ende wusste dann jedes Kind wie Flut und Ebbe entsteht, warum es ungeschickt wäre, auf einem Planeten Tennis zu spielen, da der Ball erst nach 13 Stunden wieder zum Spieler zurückkommt, was es braucht, damit es Leben auf den Planeten gibt, neben Wasser und Sauerstoff auch Pizza, und warum die Knödel oben im Wasser schwimmen, wenn sie gar sind. Am Ende überreichte dann Iamse Wipfer vom Amt für Bildung, Jugend, Familie und Senioren Gutscheine für die eifrigsten EKSA-Studenten und für die Wunschvorschläge.

Einen großen Blumenstrauß gab es für Professor Gerold Niemetz. Er verabschiedet sich nach 19 Jahren. 2004 hat er zusammen mit dem damaligen Bildungsamtsleiter Patrik Hauns die EKSA aus der Taufe gehoben. Niemand ahnte, dass sie zu einem Dauerbrenner werden könnte. Doch die Dozenten und Dozentinnen verstanden es, komplizierte Themen kindgerecht und abwechslungsreich für die Ministudenten zu „übersetzen“. Auch OB-Stellvertreter Reinhard Schrieber betonte, dass es keineswegs einfach sei, komplexe Themen so dazustellen, dass sie Kinder nicht nur verstehen, sondern sie auch begeistert. Deshalb ist das Mitmachen der Kinder bei der EKSA großgeschrieben.

Die Neugierde zu wecken für Naturphänomene, das kann kein Film ersetzen, das muss man fühlen, ertasten und erleben, hob Schrieber heraus. Die Besucherzahlen sind mehr als beredt, dass die Professoren mit ihren Themen und Darstellungen richtigliegen. Von Anfang an hat Niemetz die Kontakte zu den Dozenten und Dozentinnen gepflegte und unermüdlich Werbung für die Sommerakademie gemachte. Bei jeder Vorlesung war er selbst zugegen und das 19 Jahre lang. Summa summarum waren es 278 Vorlesungen.

Schrieber dankte dem Scheidenden im Namen der Stadt, des Gemeinderates, aber auch im Namen der Kinder. Niemetz gab den Dank an Iamse Wipfler weiter, für die optimale Organisation. War am Anfang die Dozentensuche sehr aufwändig, melden sich heute die Professoren von selbst, ließ Niemetz wissen. Doch mehr als zehn Vorlesungen sollten es nicht sein, da ist sich Niemetz auch mit seinem Nachfolger, Professor Klemens Gintner einig.
 

Gintner sei um einiges jünger, lebe in Ettlingen und engagiere sich schon seit Jahren in der EKSA, so Niemetz. „Mir fehlt mittlerweile die Kraft“, verhehlte der Scheidende nicht. Doch er werde sicher die eine oder andere Vorlesung als Zuhörer besuchen.