Sonntag, 3. Juli, Ettlinger Altstadt: 2. Ettlinger Musikfestival

Das Plakat für das Musikfestival zeigt stilisiert Musikinstrument in grün und lila

Viele werden sich noch erinnern an das Landesmusikfestival 2016 und das 1. Ettlinger Musikfestival 2019: in beiden Jahren waren die vielen Besucher begeistert von der Atmosphäre in der Stadt und von der Qualität der Darbietungen. Man wandelte von Bühne zu Bühne, lauschte hier, klatschte dort, sang am Ende gar lauthals mit. „Das war so schön, dass wir beschlossen haben, mit diesem Format weiterzumachen“, merkte Oberbürgermeister Johannes Arnold an. Gesagt, getan, auch wenn Corona ein weiteres Jahr bis zur Realisierung der Veranstaltung ins Land gehen ließ.
 
Doch nun klappt es: am Sonntag, 3. Juli, wird sich die Ettlinger Innenstadt wieder zum Anziehungspunkt für Musikbegeisterte mausern: nach der erfolgreichen ersten Ausgabe 2019 findet an diesem Sonntag von 11.30 bis etwa 18 Uhr das zweite Ettlinger Musikfestival für statt. Ob Chorgesang oder Jazzsynkopen, ob Kinderstimme oder ‚Rockröhre‘, sämtliche Straßen und Gässchen der Altstadt werden in unterschiedlichen Rhythmen vibrieren.
 
Das Musikfestival ist ein Treffpunkt für Amateurmusikformationen verschiedenster Art. Gesangvereine und Chöre, Blasmusik-, Akkordeon-, Mandolinen- und klassische Orchester sowie kleinere Ensembles erhalten einen professionellen Aufführungsrahmen auf sieben Open-Air-Bühnen in der malerischen Altstadt, unter anderem im Schlosshof vor der großartigen Kulisse der Schlossfestspiele.

„Nach zwei schwierigen Jahren freut es mich, dass die Chöre, Orchester und Ensembles jetzt durchstarten können bei diesem wunderbaren Ereignis in der sommerlichen Altstadt“, unterstrich der Oberbürgermeister, der zusammen mit Kultur- und Sportamtsleiter Christoph Bader und dessen Mitarbeiterin und Organisatorin Luzie Weber, die Ende letzten Jahres in die konkreten Planungen eingestiegen war, die Veranstaltung vorstellte. „Ton muss immer live abgemischt werden“, erklärte Bader, daher habe man sich rechtzeitig der Dienste guter Bühnen- und Veranstaltungstechniker versichert. Damit sind die besten Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Tag mit tollen klanglichen Eindrücken geschaffen: fast 50 Chöre und Orchester mit etwa 1.400 Aktiven, etwa ein Drittel aus dem Bereich Ettlingen, der Rest aus der Region vom Schwarzwald bis in die Pfalz, präsentieren sich am 3. Juli mit ihrem Musikprogramm. Von Kinderchören über Jugendorchester bis zu klassischen Männerchören sind Jung und Alt auf den Bühnen vertreten. Musikalisch reicht die Bandbreite von Pop-Songs über Seemannslieder bis zur Marching Band. Jeder Bühnenplatz lädt durch seine eigene Gestaltung, das breit gefächerte Bewirtungsangebot der Ettlinger Vereine und sein Flair zum Verweilen, Zuhören und Genießen ein.
 

Die einzelnen Bühnen
Die offizielle Eröffnung ist am Sonntag, 3. Juli, um 11.30 Uhr auf der Bühne am Marktplatz, die den größeren Orchestern genügend Raum bietet. Musikverein Lyra Schöllbronn, Kammerchor Ettlingen und Jazzchor Ettlingen umrahmen die Eröffnung, die im gemeinsam gesungenen „Freude schöner Götterfunke“, der Europahymne, gipfeln wird. Um 12 Uhr starten dann die Musikprogramme auf allen Bühnen, im Schlosshof, im Asamsaal im Schloss, auf dem Hugo-Rimmelspacher-Platz, im Rosen- und im Stadtgarten, auf dem Erwin-Vetter-Platz (Neuer Markt) und dem Marktplatz. Ende ist gegen 18 Uhr.   
Auf dem Erwin-Vetter-Platz sind vor allem die jazzigen Rhythmen zuhause an jenem Sonntag, aber auch die Jugend wird dort musizieren, die auf dem Hugo-Rimmelspacher-Platz gleichfalls für ganz besondere musikalische Leckerbissen sorgen wird. Ab 14.30 Uhr findet dort der „Regio-Tag der Kinderstimme“ mit acht Kinderchören statt, veranstaltet vom schwäbischen und badischen Chorverband. „Rings um den Platz wird es Informationsangebote geben für Pädagogen und Eltern in Sachen Singen und Musik“, erläuterte Luzie Weber.
„Feinen Klängen“ ist der Asamsaal vorbehalten, „vor allem Zupfinstrumenten, die etwas konzentrierteren Raum brauchen, um ihren Klang zu entfalten“, so Christoph Bader.
Die tolle Chorbühne der Schlossfestspiele im Schlosshof bietet viel Platz für poppig-rockige Klänge und Töne sowie klassischen Männerchorgesang.
Lauschig im wahrsten Wortsinn wird’s im Rosengarten: dort kann man nämlich kleineren Ensembles zuhören, eingebettet in das idyllische Flair des Gärtchens, gelegen zwischen Kutschengebäude, Stadtmauer und Stadtbibliothek.
Die größte Bühne steht am Stadtgarten, wo besondere Chöre ihre Stimmen entfalten werden.
Ein Anziehungspunkt nicht nur für Familien ist die Spiel- und Mitmachmeile in der Leopoldstraße. Hier gibt es ein wachsendes Riesenxylophon zum gemeinsamen Musizieren, außerdem ungewöhnliche Klang-Instrumente unter anderem mit Gummistiefelflöten, Besenrädern oder einem Elefantenklavier, die alle ausprobiert werden können. Die Musikinstrumente-Werkstatt der Kinderkunstschule bietet Bastelmöglichkeiten für große und kleine Musikliebhaber. Auch das Spielmobil des Spechts ist mit von der Partie.
Kulinarische Leckerbissen werden von folgenden Vereinen und Anbietern aufgetischt: Ettlinger Carneval Verein, Musikverein Schöllbronn, Harmonika-Spielring, Ambulanter Imbiss, Albgau-Musikzug, Metzgerei Weingärtner, SSV Ettlingen (Abteilungen Handball, Wasserball, Fußball), Kaffeehäusle und Wasener Carneval Club.
 
Die rund 50.000 Euro an Kosten für die Veranstaltung fließen vor allem in die Bühnentechnik und die Infrastruktur, ein großer Dank geht an die Volksbank Ettlingen und die Sparkasse Karlsruhe für die finanzielle Unterstützung. „Ich bin auch dem Gemeinderat dankbar, dass er die Mittel bereitgestellt hat“, fügte OB Arnold hinzu. Veranstaltungsbranche, musizierende und bewirtende Vereine, Gastronomie, sie alle werden profitieren, und die Werbung für das Singen und Muszieren in der Gemeinschaft ist sowieso unbezahlbar.
 
Ein Tipp für Ausflügler: mit dem 9-Euro-Ticket erreicht man auch das Musikfestival, dazu einfach die Bahnen der Linie S1/S11 und den Freizeitexpress Albtäler nutzen.