Ettlingens bäuerliche Vergangenheit

Der bäuerliche Alltag um 1900 wird im Lauerturm-Museum lebendig. Das ‚Kleinod‘ in der Scheune am Ettlinger Wahrzeichen ist nur über die Sommermonate zugänglich, der Aufstieg über den historischen Wehrgang lohnt: zur Saisonöffnung am 31. Mai gibt es kostenlose Führungen.

Ein verstecktes Kleinod wartet im Hof der Lauergasse 23 - 25 darauf, entdeckt zu werden. Der am 31. Mai stattfindende Naturparkmarkt bildet den passenden Rahmen für diese Entdeckung.
In der malerisch gelegenen Scheune lädt das Museum am Lauerturm zum Erkunden bäuerlicher Gerätschaften, Haushaltsgegenstände und Handwerksgeräte um 1900 ein. Im Hintergrund verbirgt sich die spätmittelalterliche Stadtmauer und nur hier kann man noch über eine steile Treppe den Wehrgang begehen.
Er führt zum Lauerturm, dem Wahrzeichen der Stadt, und für Mutige steht dort ein Türchen offen, durchgehen und mal nachsehen, ob es noch Spuren des Riesen vom Robberg gibt, der der Sage nach im Turm gefangen gehalten wurde.
Spannendes gibt es auf den beiden Stockwerken der Scheune zu entdecken. Kuriose Geräte, die die Arbeit in der Küche erleichtern sollten, Spinnräder mit haarigen Büscheln, Haspeln mit langen Fäden, eiserne Bügeleisen, Waschbrett und Stampfer. Im oberen Stockwerk „geht’s auf den Acker“ - Eggen und Pflüge, Zugtiergeschirr und Getreidebearbeitung, Flachsbearbeitung in ihren Arbeitsschritten – riffeln, rösten, darren, brechen, schwingen, hecheln - und ein Exkurs zum Weinbau - dazu hätte der Riese wohl etwas zu sagen.
Zur Saisoneröffnung gibt es zwei kurze kostenlose Sonderführungen, die um 15 und 16 Uhr an der Rathausbrücke starten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wehrgang, Lauerturm und Museum sind über den Hof der Lauergasse 23 – 25 erreichbar. Geöffnet: sonntags 14 – 17 Uhr, Eintritt frei.
Infos: Tel. 07243/101273, am Wochenende 101259 www.museum-ettlingen.de
