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Aus Schmuddelecke wurde einladende Flaniermeile

Ein Detail - ein Champagnerglas mit Flasche und Korken - des 28 Meter langen Kunstwerks in der Albpassage

Aus einer Dreck- und Schmuddelecke wurde eine helle einladende Passage, die zum Verweilen einlädt. Seit Mittwoch ist die Albpassage geöffnet. Bis Spätherbst soll voraussichtlich auch der dritte Bauabschnitt fertig sein.

Blick auf die Albpassage von der Brücke aus und damit auch auf das komplette Kaufhaus Schneider Gebäude

Wer hätte gedacht, dass aus dem finsteren dunklen und verdreckten Durchgang entlang der Alb eine helle lichte und einladende Passage wird. Sie verbindet nicht nur den Marktplatz mit der Schillerbrücke, sie ist in den zurückliegenden Monaten der Sanierung und des Umbaus zu einem Ort geworden, der zum Verweilen einlädt. Davon können sich seit Mittwoch dieser Woche auch die Ettlinger überzeugen.

verdreckter und vermüllter Durchgang - Zustand vor der Sanierung

Ein ganzes Paket hat dazu beigetragen, aus dem hässlichen Entlein einen wahrlich schönen Schwan entstehen zu lassen. Das Kunstwerk über Ettlingens Lebensader von den beiden Künstlern René Sulzer und Yannik Czolk, die neue Decke nebst den Lichtern und den abgebrochenen Sockeln tragen ebenso zu dem neuen Erscheinungsbild bei wie der Steg. Er erlaubt nun einen geradlinigen Gang durch die Passage, keine verwinkelten und dunklen Ecken mehr.

Blick in die Passage

Anschließend flaniert man vorbei an dem rund 28 Meter langen Gemälde, das großzügig im doppelten Wortsinn Ettlingens Geschichte illustriert, eng mit der Alb verbunden, die direkt neben einem rauscht. Oberbürgermeister Johannes Arnold merkte mit Blick auf das Kunstwerke an, „dank seiner konnten wir eine Videoüberwachung installieren. Damit hoffen wir, dass es keine Beschädigungen gibt“.

Der Steg sorgt nicht nur für Geradlinigkeit, durch ihn gibt es auch die Möglichkeit, hinter den Arkaden eine WC-Anlage unterzubringen. Damit kann der Container, der ein Interim ist, weg und auch die Hütte, die während Veranstaltungen als Lagerraum diente, muss nicht mehr aufgestellt werden, weil es hinter dem Arkadengang genügend Raum.

Die Kosten für die ersten beiden Bauabschnitte liegen bei rund 725.000 Euro. 60 Prozent davon wurden gefördert von Bund und Land. Für den dritten Bauabschnitt wird die Stadt rund 360 000 Euro in die Hand nehmen, erspart werden kann so die Neuanschaffung eines WC-Containers mit wieder begrenzter Haltbarkeit 120 000 Euro. Der dritte Bauabschnitt wird voraussichtlich bis Spätherbst fertiggestellt sein

Die größte Herausforderung bislang waren die Abbrucharbeiten und die Baustelle über dem Wasser. Bei den Planungen war die oberste Prämisse neben dem Denkmalschutz, auch der Arten- und Naturschutz

Der OB dankte dem Gemeinderat, der sich nach einer nichtöffentlichen Sitzung von dem gelungenen Projekt überzeugen konnte und sich entsprechend begeistert zeigte, wie auch den Mitarbeitern der Verwaltung und den Handwerkern.

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