„Wir sind bereits beim Warming up“

Die Erklärung ist unterzeichnet und damit kann der Glasfaserausbau in den Stadtteilen beginnen, nachdem am Abend der Gemeinderat einstimmig grünes Licht für den Ausbau gegeben hat. Doch bis dahin, war einiges an Arbeit zu leisten. Der Schulterschluss zwischen Oberbürgermeister Johannes Arnold und dem Breitbandbeauftragten Frank Alex mit dem Verantwortlichen der Telekom war eng, nachdem sich immer mehr angedeutet hat, dass die Deutsche Glasfaser von einem Glasfaserausbau in den Ortsteilen Abstand nimmt.
Im Herbst 2025 ist die Stadtverwaltung tätig geworden und hat sich seitdem intensiv um eine Alternativlösung bemüht. Vor allem wurde der Kontakt zur Deutschen Telekom im Rahmen ihres eigenwirtschaftlichen Ausbaus des Glasfasernetzes in der Kernstadt intensiviert. Da die bisherigen Erfahrungen mit dieser Zusammenarbeit sowohl von Seiten der Stadt als auch der Telekom sehr gut sind, konnte die Stadtverwaltung die Deutsche Telekom nach mehreren Gesprächen davon überzeugen, neben der Kernstadt nun auch in den Ortsteilen einen Glasfaserausbau eigenwirtschaftlich durchzuführen. Geplant ist – wie zuvor bei der Deutschen Glasfaser – der flächendeckende Glasfaserausbau aller Ortsteile.
Insgesamt können dann ca. 8.000 Haushalte mit Glasfaser versorgt werden. Der Beginn der Vermarktung soll Ende Juli 2026 starten. Eine Mindestvertragsquote muss nicht erreicht werden. Auf Drängen des Oberbürgermeisters wird der eigenwirtschaftliche Ausbau nach Einlenken der Telekom noch in diesem Jahr starten können, entsprechende Vorbereitungen laufen bereits: Nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur hat die Telekom bereits mit einer Verfügbarkeitsanfrage gestartet. In welchem Ortsteil mit dem Ausbau begonnen wird, entscheidet die Telekom anhand der technischen Voraussetzungen in den Ortsteilen. Die Stadtverwaltung hat keine Ausbaureihenfolge vorgegeben. Gespräche mit den Stadtwerken zur kostenpflichtigen Nutzung der Leerrohr- Infrastruktur werden bereits geführt. Die Inbetriebnahme des Netzes soll, wie schon in der Kernstadt, nach Baufortschritt erfolgen.
Christopher Beusser unterstrich, „unsere Schiene funktioniert, die Timeline steht. Die Besucherzahlen auf unserer Seite zum Netzausbau zeigen, dass sich die Bewohner in den Stadtteilen bereits damit auseinandersetzen". Wo letztendlich der Ausbau beginnt, hängt von objektiven Kriterien ab, wo macht er technisch am meisten Sinn und wo läßt er sich am schnellsten umsetzen, so Beusser. Mit den Stadtwerken werden bereits Gespräche zur kostenpflichtigen Nutzung der Leerrohr-Infrastruktur geführt. Die grobe Planung stehe. Sie wird die in den kommenden Wochen in das Feintuning gehen.
Ettlingen wird zukunftssicher“, hob Beusser heraus. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, „die Mannschaftsaufstellung haben wir, jetzt sind wir beim Warming up auf dem Platz, um im derzeitigen WM-Fußballbild zu bleiben“.
Weitere Infos gibt es unter glasfaserausbau-suedwest@telekom.de.
