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55 Jahre Städtepartnerschaft Ettlingen – Middelkerke: Als der Zweierbund ein Kleeblatt wurde…

Blick auf die Bühne des Asamsaals, Tisch mit dem Goldenen Buch, dahinter sitzen Dirk de Poortere, OB Arnold und Remi Grand, umgeben von einer Gruppe von Menschen

Viele Fächer waren im Einsatz, als im Asamsaal am heißen Samstagvormittag der offizielle Festakt zum 55-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Ettlingen und Middelkerke in Belgien stattfand. „Einige dürften außerdem etwas müde sein“, merkte OB Arnold eingangs seiner Rede launig an, denn in der Nacht zuvor hatte Belgiens Fußballnationalmannschaft den Einzug ins Sechzehntelfinale der WM geschafft.

Der OB begrüßte neben Dirk De Poortere als Stellvertreter von Middelkerkes Bürgermeister Jean-Marie Dedecker und Rémi Grand als Repräsentant Épernays in Vertretung von Bürgermeisterin Christine Mazy Frank Ureel, den Vorsitzenden des Jumelage-Komitees von Middelkerke, die Landtagsabgeordneten Lorenzo Saladino und Kai Keune, Ex-OB Josef Offele, Damen und Herren des Gemeinderats sowie des Jugendgemeinderats, Amtsleiterinnen und Amtsleiter, Vereinsvertreter und Mitglieder der Arge Städtepartnerschaften.

Sein Dank galt der Leiterin des Amts für Marketing und Kommunikation (MaKo) Sabine Süß und ihrer für Städtepartnerschaften zuständigen Stellvertreterin Ilka Schmitt für die Organisation der Feier. Freitags war die Delegation angereist, am Abend hatte bei der Kolpingfamilie ein geselliges Beisammensein stattgefunden. Nach dem Festakt am Samstagvormittag folgte abends ein Besuch der Schlossfestspiele. Sonntags dann gab es wahlweise die Stadt- oder Schlossführung, eine Stippvisite beim Feuerwehrfest und einen Ausflug zum Baumwipfelpfad Bad Wildbad. Montagmorgens schlug die Stunde des Abschieds.   

Der OB nannte Städtepartnerschaften die „konkrete Praxis des europäischen Gedankens“: denn sie erfüllen die Idee des geeinten Europas mit Leben, durch lebendige Begegnungen und grenzüberschreitende Freundschaften, „und dies seit Jahrzehnten“. Sie seien das Schmiermittel, das den mitunter stotternden Motor Europa am Laufen hielten.

Er erinnerte an den besonderen Anfang der Freundschaft; denn Épernay ist quasi Patin für die Beziehung zu Middelkerke. Bei der Beisetzung von Bürgermeister Roger Menu 1971 erfuhr Oberbürgermeister Hugo Rimmelspacher von der bestehenden Partnerschaft Épernay - Middelkerke und äußerte den Wunsch, „der Dritte im Bunde“ zu sein: so entstand das Kleeblatt. Vierblättrig wurde das Kleeblatt 1981, als die englische Stadt Clevedon dazu kam; „es symbolisiert Stabilität und Glück einer funktionierenden, multilateralen Freundschaft innerhalb Europas“.

Der OB erinnerte unter anderem an das Engagement von Hans und Doris Haupt in Sachen Schüleraustausch und die beeindruckende Verbindung zwischen der Ettlinger Kolpingfamilie und Mikaj Middelkerke, nicht zuletzt dank des Engagements von George Cools auf belgischer und Hildegard Ruml auf deutscher Seite.

Auch Lauftreff, Radler und die Feuerwehren beider Städte haben Fäden angeknüpft. Ein fester Termin: Die Middelkerker sind beim Marktfest mit ihrem beliebten Bier präsent.
Städtepartnerschaften seien ein Auftrag für die Zukunft, sie lebten dann weiter, wenn sich junge Menschen interessieren und engagieren, unterstrich Arnold mit Blick auf den Jugendgemeinderat. Zum Schluss dankte er allen, die sich ehrenamtlich für die Partnerschaft einsetzten und einsetzen.

Dirk De Poortere und Rémi Grand stellten ihrerseits den Dank an alle Beteiligten in den Fokus ihrer Grußworte und betonten die Bedeutung persönlicher Freundschaften für die städtepartnerschaftlichen Verbindungen.  Auch Frank Ureel blickte voll Dankbarkeit auf die lange Freundschaft zurück, unterstützt von seine Komitee-Kollegen Freddy Deschacht und Kristine Baeckeland. Das Barockensemble der Musikschule umrahmte die Feierstunde musikalisch.    
  
 
 

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