Sanierung der L613: Gelungenes Zusammenspiel von Stadt und Land

Mit dem offiziellen Spatenstich fiel in der vergangenen Woche der Startschuss für die Sanierung Neue Steige zwischen Ettlingen und Spessart (L613). Oberbürgermeister Johannes Arnold verdeutlichte dabei mit einem Vergleich, wie notwendig die Sanierung sei: Der Zustand der Straße sei wie eine „Arterienverkalkung“, mit deutlichen Rissen im Straßenbelag und abfallenden Bordsteinen. Beschwerden habe es deshalb schon vor einigen Jahren gegeben.
Dennoch befand sich die Landesstraße auf der Prioritätenliste des Landes zunächst nur auf Rang 495. „Da fragt man sich: Wie sehen die anderen 494 Straßen aus?“, so der OB. Das Land signalisierte 2020, man müsse die neue Rangprioritätenliste abwarten. 2023 kam schließlich die Rückmeldung, dass eine Sanierung zwar denkbar wäre, das Land diese aber nicht stemmen könne. Deshalb bot die Stadt schließlich an, die Sanierung selbst zu übernehmen. Nach mehreren Gesprächen konnten schließlich am Faschingsfreitag die Verträge geschlossen werden. Zwar trage die Stadt nun die Personalkosten und noch etwas mehr, doch der Vorteil überwiege: Die Bürgerinnen und Bürger erhalten deutlich früher eine instandgesetzte Straße.
Staatssekretär Raimund Haser war ebenfalls beim Termin vor Ort dabei. Es sei zwar nicht die größte Baumaßnahme des Landes, aber ein hervorragendes Beispiel für ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Kommune und Land sowie der Kapazitäten, die gebraucht werden und die da seien. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 500.000 Euro. „Doch wenn Kommunen wie hier mithelfen, dann bekommen wir das hin.“, unterstrich Haser. Hier funktioniere das Modell „Das Land zahlt, die Kommune hilft“.
Stadtbauamtsleiter Daniel Schwab fasste die anstehende Baumaßnahme schließlich nochmals kurz zusammen: Auf einer Länge von 2,3 Kilometern wird die Fahrbahn vier Zentimeter tief abgefräst, neu profiliert und anschließend mit einer sechs Zentimeter starken neuen Deckschicht versehen. Um die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, wurde bewusst die Sommerferienzeit für die Arbeiten gewählt.
Oberbürgermeister Arnold bedankte sich bei allen Beteiligten – darunter Staatssekretär Haser, das Regierungspräsidium, der Abgeordnete Lorenzo Saladino, Bürgermeister Heidecker, Gemeinderat sowie Ortschaftsräte – und wünschte der ausführenden Firma Grötz einen unfallfreien und zügigen Bauverlauf.
