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Ettlingen: Blaupause für Förderung von Gartendenkmalen

Horbachsee mit dem Wassertor von Hans-Peter Reuter bei Abendstimmung

Sie sind Hingucker die Kunstwerke des Künstlers Hans-Peter Reuter im Horbachpark, Besonders im Sommer mit den Wasserkaskaden. Doch zurückliegend nagte der Zahn der Zeit mehr als kräftig, so dass immer mehr Fliesen abplatzten und Fehlstellen entstanden. Kein schöner Anblick. Wer glaubt, nur die alten fliesen abschlagen und die neuen ankleben, fertig ist die Laube, hängt einem Irrglauben an. Die thermische Spannung an den Fliesenkunstwerken ist so groß, dass es hier guter vorbereitender Planung, besonderer Baumaterialien und spezialisierter Firmen bedarf, die solche Fliesen produzieren können und andererseits versierte Handwerker, die wissen, wie die Fliesen zu befestigen sind.

Vertreter der Denkmalstiftung und der Stadt mit BM Heidecker beim Wassertor

Der Horbachpark mit seinen Wasserspielen und weitere Grünanlagen aus der Zeit der Landesgartenschau aus dem Jahr 1988 ist vom Landesdenkmalamt als Kulturdenkmal eingetragen worden als Beispiel für Gartenkunst der 1980er Jahre. Dies verpflichtet zur Sanierung, ermöglicht aber auch Förderung zu beantragen, was die Stadt tat. 50 000 Euro flossen in die Sanierung des zentralen Elementes dem Wassertor mit seinen abgestuften Blautönen.

Wasservorhang beim Wassertor.

In der vergangenen Woche überzeugten sich der Geschäftsführer der Denkmalstiftung Baden-Württemberg Dr. Stefan Köhler bei einer Besichtigungstour von der Sanierung dieses „Youngtimers“ mit seinen 19 Farbabstufungen zusammen mit Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker, der Abteilungsleiterin Garten und Friedhof Ingrid Lotterer, ihren Mitarbeitern Jörg Kappler und Daniel Baierl sowie Willi Hildebrandt und Theodor Schneider von dem Planungsbüro Bauer.Landschaftsarchitekten. BM Heidecker dankte Dr. Köhler von der Denkmalstiftung, dass die Fliesenkunst im Horbachpark als erstes Gartendenkmal aus der Zeit der Postmoderne gefördert wird. Grünes Licht für die Förderung kam aber auch deshalb, weil Ettlingen dem Erhalt und der Pflege seiner städtischen Grünanlagen einen hohen Stellwert zumisst.

Dr. Köhler hob besonders hervor, dass dieses Objekt für die Öffentlichkeit zugänglich ist und unterstrich, wie wichtig Park- und Grünanlagen gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Hitzeperioden sei. Ettlingens Horbachpark ist eine Blaupause, künftig auch weitere Gartendenkmale zu fördern, denn sonst sind es meist Gebäude oder technische Bauwerke, welche die Förderung erhalten. Heidecker nutzte die Gunst der Stunde, um den Vorsitzenden der Denkmalstiftung dafür zu gewinnen, in den kommenden Jahren über eine weitere Unterstützung für Projekte in Ettlingen zu beraten. Neben dem Gartendenkmal Watthaldenpark wäre es die Scheune beim Gasthaus Rose.

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