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Herstellung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes an der Alb: Planfeststellungsbeschluss liegt vor/Spatenstich Herbst

Hochwasserführende Alb

Der Planfeststellungsbeschluss, der das interkommunale Großprojekt zur Herstellung des 100-jährlichen Hochwasserschutzes an der Alb rechtlich absichert, ist da. Am Donnerstag vergangener Woche überreichte eine kleine Delegation des Landratsamts, bestehend aus Christiane Lang, Lukas Hauser und Dalanpour Heshtrak vom Landratsamt, Amt für Umwelt und Arbeitsschutz bzw. Dezernat Umwelt und Technik, den Beschluss an Dr. Moritz Heidecker und Beate Sommer, Stadt Ettlingen, sowie an Heike Weißer, Dirk Milbich und Julia Fink, Tiefbauamt Karlsruhe. Ab 11. August beginnt die einmonatige Auslegefrist, danach ist der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig.

„Nun, da der Beschluss vorliegt, können die Ausschreibungen folgen“, betonte Beate Sommer; bei ihr laufen für Ettlingen die Fäden für das Großprojekt zusammen: sie ist beim Stadtbauamt Abteilungsleiterin für Gewässerbau/Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung. Aktuell sei bereits die Ausschreibung für die Hetzelbachbrücke veröffentlicht. Sie ist Teil der Umlegung des Hetzelbachs und schafft zudem eine Zufahrt zum künftigen Baufeld. Baustart wird mittels symbolischen Spatenstichs im Herbst sein. Weitere Teilmaßnahme, die im kommenden Winter realisiert wird, ist der Erlengraben.
 

Ein Planfeststellungsbeschluss ist eine Art ‚Superbaugenehmigung‘ für komplexe Großvorhaben. Er bündelt alle Einzelgenehmigungen und schafft einen Ausgleich zwischen öffentlichen Zielen und privaten Rechten. Ettlingen und Karlsruhe arbeiten für den Hochwasserschutz an der Alb zusammen, „das ist schon eine ungewohnte interkommunale Zusammenarbeit“, merkte Karlsruhes Tiefbauamtsleiterin Heike Weißer an. Besonders ist das Projekt auch dadurch, dass es in einem Naturschutzgebiet realisiert wird.

Am Donnerstag vergangener Woche überreichten Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamts den Planfeststellungsbeschluss an die Städte Karlsruhe und Ettlingen.

Auch die Investitionen können sich sehen lassen. Die Investitionssumme beträgt 64,31 Mio. Euro, die förderfähigen Kosten in Höhe von rund 55 Mio. Euro fördert das Land mit bis zu 70 Prozent. Die restlichen Baukosten teilen sich Ettlingen und Karlsruhe anteilig im Verhältnis 70:30, so dass letztlich der Eigenanteil von Ettlingen bei rund 16 Mio. Euro liegt. Kein Vergleich zur prognostizierten Schadenssumme von bis zu dreistelliger Millionenhöhe bei einem 100 jährlichen Hochwasser in Ettlingen.
Start des Verfahrens war 2008, „seither gab es kritische Hochwassersituationen“; merkte BM Dr. Heidecker an und erinnerte an das Starkregenereignis kürzlich in Karlsruhe, „wir hatten einfach Glück.“ Nach wie vor sei die Zugrichtung von Gewitterzellen nicht vorhersehbar, ergänzte Heike Weißer.
 

Das Verfahren sei nicht einfach gewesen, zumal viele Disziplinen zusammengewirkt hätten“, betonte der Bürgermeister mit Blick auf die Karlsruher von Stadt und Landratsamt. Er dankte für die Kooperation, Heike Weißer schloss sich dem Dank an. „Wir freuen uns auf eine zügige Umsetzung“, betonte sie unisono mit Lukas Hauser.
 
 

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