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Immer donnerstags auf spannende Entdeckungsreise

Bibliotheksmitarbeiterin Regina Jäkel erzählt Kinder beim Vorlesesommer eine Geschichte der Langohrhasenbande.

Er hat wieder begonnen: der Vorlesesommer in der Stadtbibliothek, der die Kinder mitnimmt auf wilde Abenteuer- und Entdeckerreisen. Immer donnerstags, immer um 10 Uhr.

Das geht nur in der Welt des Buches: ohne Geld einfach verreisen und auf Entdeckungen gehen, einfach durch den Dschungel wandern ohne Ausrüstung, einfach in See stechen ohne Boot oder einfach mit Grafit und Tesafilm einen Dieb dingfestmachen. Dass das richtig gute Laune macht, konnten am Donnerstag die Kinder beim ersten Vorlesesommer-Donnerstag in der Bibliothek erleben. Klar, Regina Jäkel, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek und versierte Vorleserin, hatte aber auch eine richtig abenteuerliche Geschichte mit der Langohrbande ausgesucht, die wusste sie sehr gut und mit viel Augenzwinkern an die kleinen Zuhörer zu bringen.

Ferien auf dem Bauernhof sind ja an sich schon spannend wegen der vielen Tieren, doch Ella erlebt auf dem Gnadenhof bei Pauline eine ganz andere Spannung. Denn plötzlich fehlen 2 624 Euro aus dem Geldkrug. Wer hat es gemopst. Mit detektivischem Spürsinn geht sie mit ihren Freundinnen auf die Suche. Doch erstmal musste man das arme verletzte Hühnchen Hermine wieder gesund pflegen, das aus Hühner Hugos Hof stammt. Aber wie kam es auf den Gnadenhof, wo es Esel und auch Wollschweine gibt. Doch viel wichtiger, wer hat das Geld geklaut, war es die Tierärztin Schut oder doch Hühner Hugo. Lesen bildet halt, denn Ella weiß von den 3 Fragezeichen, dass man mit Grafitpulver und Tesa Fingerabdrücke abnehmen kann, was sie von der Tonkatze und dem Krug machen, auf denen sie Fingerspuren entdeckt haben. Und siehe Hugo war es nicht, der Handwerker auch nicht, dann kann es nur Frau Dr. Schut gewesen sein.

Warum und wieso sie das viele Geld aus dem Krug genommen hat, das sei hier nicht verraten, aber es war, um eine Katze zu retten, auch wenn es trotzdem nicht richtig war. Doch dank eines Tags der offenen Tür füllte sich der Krug ganz schnell wieder mit Geld.

Und am Ende des ersten Vorlesedonnerstags erfuhren die Kinder mit dem bekannten Spiel 1, 2 oder 3 ganz nebenbei viel über Hühner, dass sie über 250 Eier im Jahr legen, dass es dreimal so viele Hühner auf der Erde gibt wie Menschen und dass Esel bis zu 30 Kilometer laufen, um zu einem Bach zu kommen.

Mia hats gefallen, sie war das erste Mal beim Vorlesesommer. Die Siebenjährige liest selbst schon, auch ihren Geschwistern vor, doch sie liebt es, wenn sie einfach mal zuhören darf.

Bibliotheksleiterin Christine Kratschmann hatte bei ihrer Begrüßung mit gespieltem Ernst deutlich gemacht, „alle Urlaube werden abgesagt, damit ihr am 27. August vier Stempel in Eurem Reisepass habt und dann vielleicht Vorlesekönig oder -königin werdet“.
Anschließend sausten die kleinen Leseratten los, um sich noch mit Futter zu versorgen. Weiter geht es mit dem Vorlesesommer am 13., 20 und 27. August immer um 10 Uhr.   

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