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Gaanz selten nur noch bärbeißig - gute Laune ist besser

bibliotheksmitarbeiterin jessica Wegner verteilt rote Punkte an Kinder

Seit 21 Jahre ein Dauerbrenner der Vorlesesommer in der Stadtbibliothek. Die Bärbeiß Geschichte sorgte für gute Laune bei den Zuhörern, deshalb gab es viele rote Punkte für das Smiley-Gesicht.

Man muss nicht gleich einen Clown verschlucken, um gute Laune zu haben, es reicht eigentlich schon, wenn liebe Menschen sich um einen ganz zartfühlend sorgen, so dass Schritt für Schritt die Mundwinkel nach oben gehen.

Tingeli, dieses Geschöpf aus Eichhörnchen und Blume, schafft es doch tatsächlich, den Bärbeiß, der seinem Namen alle Ehre macht und alles einfach nur furchtbar findet, am  schlimmsten Besuche, zusammen mit der ganzen Viecherschar zu einem Wesen werden zu lassen, das nicht mehr grimmig ist. Gut, vielleicht ab und an noch ein bißchen, aber das ist ja ganz okay, das finden die Kinder des Vorlesesommers auch. 

Sie lauschten gebannt Bibliotheksmitarbeiterin Jessica Wegner, sie wußte mit wechselnden Stimmen, der Bärbeiß sprach sogar Dialekt, und geflüsterten Stellen ihre kleinen Zuhörer bei der Geschichte zu halten und das eine ganze Stunde. Die abgeschlossenen Geschichtchen über den Bärbeiß waren aber auch witzig, unterhaltsam und ließen einen oft schmunzeln. Bärbeiß hat ein großes Haus für seine viele schlechte Laune natürlich mit dunkelbraunen Wänden. Doch auch Tingeli kennt andere emotionale Zustände, nämlich Angst. Doch als Bärbeiß mit einer kaum nennenswerten, aber für ihn schlimmen Verletzung zum Tingeli kommt, hilft es ihm und schwups ist dabei auch seine Angst weg, und Bärbeiß weiß, wie wichtig gute Freunde sind. Durch Marie, ein Menschenkind, lernt die ganze tierische Nachbarschaft, dass man einfach mal herzhaft lachen sollte, um Dampf aus einem Streit zu nehmen. Denn Marie bezeichnet Bärbeiß als Regenwurm mit Kleidern und Bärbeiß ist der zottelige, schlechte gelaunte Bettvorleger.

Dass fast alle Kinder gute Laune nach dem letzten Vorlesedonnerstag hatten, spiegelte sich in den vielen roten Punkten beim Smiley-Gesicht wider.

Freudige Gesichter hatten auch Leah, Nina, Alisa und David, die 3mal zuhörten und Bücheranstecker erhielten. Doch die ungeschlagene Königin ist Rosali mit 4 Besuchen. Die Siebenjährige liest gerne und freute sich über den Büchergutschein. Heute aber wird sie ihn nicht einlösen. Die andere Vorlesesommerkinder strömten zu den Regalen und suchten nach Harry Potter oder nach Büchern, in denen Drachengeschichten im Mittelpunkt stehen.

Wer noch nicht genug hat, der kann noch beim Lesebingo der Stadtbibliothek mitmachen, das „läuft wie geschnitten Brot“, so Stadtbibliotheksleiterin Christine Kratschmann.
 

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