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Sanierungsvorhaben der Stadtbau Ettlingen GmbH: Kirchenplatz 5, 7 und 9 - was geht?

Albseite: die bestehenden Fenster des Gebäudes No. 9 wurden verlängert.

Noch voraussichtlich bis in das Frühjahr 2027 hinein werden die Absperrungen an der Baustelle der Gebäude Kirchenplatz 5, 7 und 9 stehen bleiben. Seit Januar 2026 saniert die Stadtbau Ettlingen GmbH, 100-prozentige Stadttochter, dort die drei Häuser. „Trotz Sommerpause läuft hier einiges“, so Geschäftsführer Steffen Neumeister bei einem Rundgang über die Baustelle. Begleitet wurde er von seinem Stellvertreter und Leiter der technischen Abteilung der Stadtbau, Benjamin Pitz sowie Philipp Au, gleichfalls technische Abteilung, bei dem die Fäden der Sanierung zusammenlaufen. Ebenfalls mit von der Partie: der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stadtbau Ettlingen GmbH, Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker. 

Die Investitionen in die Gebäude seien nicht nur monetär, „wir investieren viel Liebe in die Sanierung“, betonte Neumeister. Insgesamt entstehen 950 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf zehn Wohnungen im Herzen der Stadt. Vergeben werden Wohnungen nach Fertigstellung durch das übliche Vergabeverfahren.
 

Blick von Innen: die verlängerten Fenster und die innenliegende Loggia.

Haus Nr. 9: zuletzt war dort die städtische Kämmerei mit der Liegenschaftsabteilung ansässig, doch das Haus hat schon viele Nutzungen gesehen, Schule, Volksbank etc. Es stammt im Kern von 1689 und ist auch das einzige Haus, bei dem zumindest Teile unter Denkmalschutz stehen. „Die Holztreppe ins Dachgeschoss bleibt deshalb erhalten“, so die Fachleute. Nicht mehr vorhanden ist der ursprüngliche Putz, merkte Bauleiter Au an. Deshalb konnte ein Dämmputz aufgebracht werden, der die Fassaden isoliert. Weitere Schichten werden folgen in unterschiedlicher Stärke, um Unebenheiten auszugleichen.
 

Die teilweise beschädigten Fenstergewände werden ausgebessert. Schon jetzt steht fest, dass ins Erdgeschoss und in Teile des ersten Obergeschosses eine Physiotherapiepraxis einziehen wird, außerdem entstehen zwei Wohnungen. „Auch die Praxis wird so konzipiert, dass sie zu Wohnraum umgenutzt werden kann bei Bedarf“, merkte Neumeister an und wies auf den neuen barrierefreien Zugang hin, der sich seitlich des Gebäudes befindet. 
 

Mit neuem Gesicht wird sich das Gebäude zur Alb hin präsentieren (Fotos): dort konnten die alten Fenster durch neue, tiefe Fenster ersetzt werden, dazu wurden die alten Fensterbänke nach unten versetzt. „Balkone waren aus denkmalschützerischen Gründen nicht möglich, so werden die Räume trotzdem hell und licht.“ Ersetzt wird die gesamte alte Infrastruktur, Elektro, Sanitär, etc. Ebenfalls unter Denkmalschutz stehen das alte Eichen-Dachgebälk und die Geschossdecke aus Lehmwickeln.

Häuser 5 und 7: hier wurde ein neues Treppenhaus für die künftige Bewohnerschaft gebaut, „getrennt vom Café-Betrieb“, wie der Stadtbau-Geschäftsführer erläuterte. Unter strengen Brandschutzauflagen wurde das Eis-Ausgabefenster erweitert. Insgesamt sieben Wohnungen werden in den Obergeschossen der beiden Gebäude entstehen, während ins Erdgeschoss das Café Pierod zurückkehren wird. Besonderer Kunstgriff: da auch an diesen Gebäuden keine Balkone installiert werden konnten, wurden innenliegende Glas-Loggien eingebaut, um Freiluft-Feeling zu vermitteln.
 

Die Stadtbau investiert in die Gebäude, die sich im Sanierungsgebiet „Pforzheimer Straße/Schillerstraße“ befinden, insgesamt etwa 6,9 Mio. Euro, es gibt eine mögliche Förderung in Höhe von maximal bis zu rund 2,8 Mio. Euro. Da die Gewerke frühzeitig ausgeschrieben wurden, habe man sich gute Preise sichern können, so Neumeister. Das Projekt liege daher gut im Kostenrahmen.    
 
 

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