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Ehemaliges Hotel Sonne - was geht

Hinter dem Vorhang des Hotels wird weiter gebaut

Nicht nur am Kirchenplatz Ausgabe 36, auch in der ehemaligen „Sonne“ an der Pforzheimer Straße tut sich was.

Blick nach oben auf den neuen Aufzugsturm

Von weitem siehts aus, als wäre die „Sonne“ schon fertig, wer näher kommt sieht: die Fassade ist vorerst nur Folie. „Das war eine gute Idee“, merkte Stadtbau-Geschäftsführer Steffen Neumeister an. Man überlege, aus den Bahnen nach Abschluss des Bauvorhabens Taschen oder Ähnliches anfertigen zu lassen, die „Sonne“ zum Shoppen auf dem Wochenmarkt quasi. Doch bis dahin wird’s noch dauern, auch wenn sich hinter dem ‚Vorhang‘ einiges tut.

Kürzlich gabs einen Baustellenrundgang mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtbau Ettlingen GmbH, Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker, Steffen Neumeister und dessen Stellvertreter und Leiter der Technischen Abteilung der 100-prozentigen Stadttochter, Benjamin Pitz, sowie Philipp Au, ebenfalls Technische Abteilung. Start der umfassenden Sanierung des Gebäudes an der Pforzheimer Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Alten Feuerwache war im März 2026, Beginn der Planungen 2022. Die Fertigstellung ist für Sommer 2027 eingeplant.

Das Gebäude wird auch künftig ein Hotel sein, es wird 21 Zimmer auf vier Stockwerken geben, auch Familienzimmer, jeweils mit Bad. Die Gebäudetechnik wird umfassend erneuert, Wärmeversorgung erfolgt künftig über Nahwärme. Der alte Eingang zur Pforzheimer Straße bleibt nur ‚optisch‘ vorhanden. Ein Zwischenbau zwischen Alter Feuerwache und Sonne birgt den neuen Zugang, hinzu kam noch ein Treppenturm zur Erschließung der Stockwerke. Über das Treppenhaus nebst Aufzug gelangt man auch in die geräumige Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. „Es gab eine ganze Reihe von Anbauten“, erinnerte Benjamin Pitz, alle wurden entfernt. Eine besondere Herausforderung war auch bei diesem Gebäude die Sanierung im Bestand, die eine genaue Abstimmung der einzelnen Gewerke erforderlich machte und macht. Besonders aufwändig: die abschnittsweise Erneuerung der Zwischendecken. Im Keller wird es einen Gemeinschaftsraum geben mit kleiner Küchenzeile, Balkone können rückwärtig später noch angefügt werden. Ebenfalls im Keller untergebracht ist die Eismanufaktur des Cafés Pierod. Das Eiscafé ist seit dem Beginn der Sanierungsarbeiten am Kirchenplatz in das Erdgeschoss der Alten Feuerwache ausgelagert, ‚bespielt‘ den Vorplatz sowie den Bereich zwischen Feuerwache und Sonne und wird die neue Örtlichkeit aber aller Voraussicht nach als Dependance weiterbetreiben.

In den kommenden Wochen und Monaten wird der Innenausbau weitergehen, Fenster und Fassadenputz werden erneuert. Fast schon in trockenen Tüchern ist der Vertrag mit dem künftigen Pächter.
Wenn alles fertig ist, wird die Stadtbau rund drei Mio. Euro investiert haben, abzüglich einer Förderung, weil sich das Gebäude im Sanierungsgebiet „Pforzheimer Straße/Schillerstraße“ befindet. „Ebenso wie das Sanierungsvorhaben am Kirchenplatz geht es hier darum, Ettlinger Kultur und Tradition zu erhalten“, merkte Bürgermeister Dr. Heidecker an. „Ich danke dem Aufsichtsrat und dem Vorsitzenden der Stadtbau GmbH“, sagte Geschäftsführer Steffen Neumeister; das Gremium trage dankenswerterweise die Entscheidungen in Sachen Sanierungen nahezu einstimmig mit.

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