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Mirko, Mehlwurm, Markgräfin und Co

Puppenspieler Carsten Dittrich mit dem verfluchten Bäckermeister Mehlwurm

Puppenspieler Carsten Dittrich mit dem verfluchten Bäckermeister Ignaz Mehlwurm, dem ersten Geist von der ersten Sagentour. Am 30. Oktober wird Jubiläum gefeiert: das 20. Das hätte ich mir nicht träumen lassen, so Dittrich. 

Eigentlich war die Tour ja nur für ein paar Termine geplant und wurde schnell zum Selbstläufer, weil die Nachfrage so groß war. 20 Jahre und vier Puppen später hat Carsten Dittrich immer noch die Leidenschaft als Mirko Sommer, der innovative Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Abteilung Parapsychologie durch Ettlingen zu laufen und dank Ignaz Mehlwurm, Hugo Hagedorn der Markgräfin Sibylla und dem ruhelosen Geist der weißen Frau und Ludwig Schimmelbier die Ettlinger Sagen zu erzählen.

Den Anstoß dazu gab vor 20 Jahren der frühere Kulturamtsleiter Dr. Robert Determann, ließ Dittrich gegenüber Oberbürgermeister Johannes Arnold, Melanie Mundle, Leiterin der Touristinfo sowie Carmen Fahlbusch vom Kulturamt und Museumsleiterin Daniela Maier wissen. Zusammen mit Thomas Hänsel Chef der Marotte in Karlsruhe, dem Regisseur Harald Richter und dem damals noch jungen Puppenspieler Dittrich, das „war meine Chance“, trafen sie den Nerv. „Wir haben uns gesagt, mal schauen, was daraus wird“. Dittrich wusste das Publikum zu begeistern. Denn das Puppenspiel erlaubt viel mehr gestalterische Möglichkeiten.

Viele sind durch die Sagentour zum ersten Mal mit dem Puppenspiel für Erwachsene in Berührung gekommen. Mit rund 70 Zuschauern bewegte er sich durch die Altstadt, irgendwann wurde es eng, besonders im Sommer. Das war die Geburtsstunde von Sagen jenseits der Alb, denen dann alsbald jene im Underground folgen sollten. Hat doch Ettlingen beeindruckende Gewölbekeller, wie beispielsweise jenen unter dem Restaurant Wanfu damals Hofgarten, der Besitzer war sofort bereit, ihn zu öffnen. In der Corona-Zeit ging Mirko Sommer baden im Horbachsee, um das Monster zu finden. „Das ist schon etwas Besonderes und Ettlingen Spezifisches diese Sagentour mit Puppen“, betonte denn auch OB Johannes Arnold, das gibt es so in keiner Stadt.

Für den Nachwuchs hatte Dittrich auch eine Tour, und zwar als Krimi verpackt. Für sie wird es 2027 eine neue Produktion geben. Jedoch nicht mit einer Klappmaulpuppe, davor haben die Kinder oft Angst. Als Maik Winter geht es mit den kleinen Sagenjägern von der Römerzeit über das Mittelalter ins Barock, natürlich mit einer anderen Puppe. Gedacht ist die Tour für Kinder im Grundschulalter. „Ich spiele zwar gerne draußen, aber ich kann die ganzen Requisiten schnell auch im Klassenzimmer aufbauen. Anfragen aus den Schulen gibt es bereits. Doch zuvor muss er mit Regisseur Richter das „Drehbuch“ schreiben. Sein Boden, auf dem er dann improvisieren kann.

Seine Improvisationskunst werden auch die Besucher der Jubiläumstour erleben am 30. Oktober im Epernaysaal im Schloss. Dort werden sie ihr Unwesen treiben, die Ettlinger Geister. Die Karten fürs greet & meet ab 18.30 Uhr mit Dittrich sind fast schon ausverkauft, so Mundle. aber für die anschließende Vorstellung um 20 Uhr gibt es noch Karten. Doch man sollte schnell sein. Gemeinsam mit dem Moderator Adrian Hofmann wird Dittrich Puppenbegeisterte verzaubern mit seinem virtuosen Spiel. 

Zum Abschied meinte Dittrich, im übrigen Leiter des Theaters Fiesemadände, ganz launig, „hätte nie gedacht, dass diese Sagen zum Dauerläufer werden und ich in Ignaz Mehlwurm meine Lieblingspuppe gefunden habe“.

Karten gibt es bei der Touristinfo 07243 101-333 oder über www.reservix.de. Weitere Infos www.ettlingen.de/ettlinger-sagen.

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