Strategische Grundlage für Weiterentwicklung der Wehr
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Nur wenige machen sich Gedanken darüber, dass die Ettlinger Wehr eine freiwillige ist. Damit sie leistungsfähig aufgestellt ist, dafür bedarf es einer Feuerwehrkonzeption.
Sie rücken aus, bei Sturm, Überschwemmungen, bei Hausbrand oder Autounfällen, und manchmal retten sie auch Katzen von Bäumen. Damit sie gezielt und gut helfen können, die Frauen und Männer der Wehr, bedarf es der richtigen Ausrüstung und der entsprechenden Fortbildung. Eine wichtige Grundlage ist hier der Feuerwehrbedarfsplan, die strategische Grundlage für die Weiterentwicklung der freiwilligen Feuerwehr Ettlingens aber auch als Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat. Der Bedarfsplan ist darüber hinaus wesentlich, um Fördermittel des Landes und des Landkreises zu beantragen.
Erstellt wurde der Plan durch die Firma Lülf + Sicherheitsberatung GmbH aus Viersen im Wesentlichen im Jahr 2025. Durch den Wechsel des Kommandanten zum Jahresbeginn 2026 wurde das Projekt zeitlich angepasst, damit die neue Leitung ihre fachliche Bewertung und strategische Einschätzung einbringen kann. Kommandant Luca Arsic präsentierte auch den Plan, zuvor hatte OB Arnold angemerkt, dass der Bedarfsplan sehr komplex und umfangreich sei. Und es deshalb umfangreiche Vorberatungen in den Ortschaftsräten gegebenen habe. Das Votum des Gemeindefeuerwehrausschusses im Juli für den Plan 2026-2031 war einstimmig.
Nicht die einzelnen Abteilungen werden betrachtet, sondern die langjährig etablierten Löschzugstruktur: Löschzug Stadt der Abteilung Ettlingen-Stadt, Löschzug Berg der Abteilungen Spessart, Schöllbronn und Schluttenbach, Löschzug Tal Abteilungen Bruchhausen, Ettlingenweier und Oberweier.
Jeder der drei Löschzüge bildet eine eigenständige taktische Einheit innerhalb des Ausrückebereichs, wobei die Fahrzeuge als Ersteinheit für den jeweiligen Ortsteil betrachtet werden. Dies ermöglicht ob der Vereinheitlichung von Technik und Taktik Vorteile bei der Ausbildung, Einsatzorganisation sowie Beschaffung. Die jeweiligen Löschzüge haben noch Sonderaufgaben wie Vegetationsbrand oder technische Hilfe Drehleiter oder Wasserförderung.
Wegen der bestehenden Fahrzeug- und Materialvorhaltung bedarf es beim Gerätehaus in Ettlingen den Anbau von zwei Stellplätzen. Der Neubau für den Löschzug Berg ist die Voraussetzung für die künftige Leistungsfähigkeit, und für den Löschzug Tal werden verschiedene Varianten einer künftigen Standortstruktur dargestellt. Auf jeden Fall müssen die Mängel am Feuerwehrhaus Oberweier behoben werden.
Ein Blick auf die Einzelinvestitionen zeigt, durch die Anschaffung des Gerätewagens-Logistik 2 und Tanklöschfahrzeugs wäre der Löschzug Berg für die Sonderaufgabe Vegetationsbrandbekämpfung bedarfsgerecht ausgestattet. Die Drehleiter Baujahr 2011 wichtigstes Rettungsgerät und zugleich eine kritische Einsatzressource wegen der hohen technischen Komplexität sowie des zunehmenden Wartungs- und Instandhaltungsaufwands, der mit hohen Folgekosten verbunden ist. Eine technische Bewertung soll Klarheit für eine Entscheidung bringen für eine Wartung oder Ersatzbeschaffung.
Ab 2031 soll es eine gemeinsame Beschaffung von drei baugleichen Hilfeleistungslöschfahrzeugen für die Standorte Berg, Ettlingen-Stadt und Bruchhausen geben, Preisrabatte wären möglich im Rahmen einer Landesbeschaffung.
Bei der organisatorischen Weiterentwicklung stünde die Nutzung vorhandener Büroräume als Homeoffice-Arbeitsplätze, um die Verfügbarkeit zu verbessern, die nachhaltige Sicherung der Jugendwehr sowie die Gewinnung neuer Einsatzkräfte (Quereinsteiger oder Gastausrücker) oder die Verkürzung der Rüstzeit in den Feuerwehrhäusern.
Der Verwaltungsausschuss dankte den Ehrenamtlichen für ihren teils schweren Einsatz
Im Jahr hat die Wehr rund 414 Einsätze, von den 400 Mitgliedern sind rund 250 im Einsatz. Die Wehr hat insgesamt 41 Fahrzeuge.
