7. Kurt-Müller-Graf-Preis verliehen: Dalma Viczina als Aldonza gefiel dem Publikum am besten

Dalma Viczina (Mitte) erhielt für die Rolle der Aldonza im Musical Der Mann von La Mancha im Beisein von Heidrun Müller-Graf und Intendantin Solvejg Bauer (2.v.re.) den Kurt-Müller-Graf-Preis von Oberbürgermeister Johannes Arnold. Links im Bild Max Meister, der vom Publikum die drittmeisten Stimmen erhielt. Frank Winkels, der die zweitgrößte Anzahl an Stimmen auf sich vereinigen konnte, war durch Proben leider verhindert.

Zu Tränen gerührt war Dalma Viczina, die am vergangenen Freitag den 7. Kurt-Müller-Graf-Preis aus der Hand von OB Johannes Arnold entgegennehmen durfte. „Der erste Preis meines Lebens!“ rief sie aus und dankte im gleichen Atemzug dem gesamten Ensemble von „Der Mann von La Mancha“. Die Schauspielerin verkörpert in dem Musical die Aldonza und eroberte in dieser nicht einfachen Rolle die Herzen des Publikums.
2013 war der Preis anlässlich des 100. Geburtstags des Mitbegründers der Schlossfestspiele und Ehrenbürgers Kurt Müller-Graf ins Leben gerufen worden, dieses Jahr wurde er somit bereits zum siebten Mal vergeben. Intendantin Solvejg Bauer freute sich über die Zahlenmagie, stehen doch die Festspiele ihres ersten Jahres unter dem Motto ‚Sieben Wochen, sieben Premieren, sieben Zugaben‘. „Vieles wurde verändert, anderes weitergeführt, weil es einfach gut passt, so auch die Preisverleihung“, sagte die Intendantin in ihrer Begrüßung.
Oberbürgermeister Johannes Arnold zeigte sich glücklich über diese „erfolgreichste Premierenspielzeit einer neuen Intendanz“ in der Geschichte der Schlossfestspiele. Entscheidend sei, was beim Publikum ankomme und wie es transportiert werde, dafür gebühre Solvejg Bauer Dank und das Lob, sie habe die Erwartungen übertroffen. Arnold gab damit einen kleinen Ausblick auf die Festspielbilanz, die am Freitag kommender Woche gezogen wird. 
Ein Publikumspreis wie der Kurt-Müller-Graf-Preis stehe in der Gunst der damit Bedachten sicherlich hoch, vermutete der OB, denn als Schauspieler engagiere man sich ja in erster Linie, um in den Herzen der Zuschauer anzukommen, weniger für die Kritik. Arnold erinnerte kurz an die beiden Väter der Schlossfestspiele und Ehrenbürger der Stadt, Dr. Erwin Vetter und Kurt Müller-Graf, die gemeinsam die Festspiele aus der Taufe gehoben hatten. Um diese Meriten der Gründungsväter zu würdigen, sei vor sieben Jahren der Publikumspreis ersonnen worden.
Das Publikum kürt mit der Auszeichnung in Form eines silbernen Reliefs alljährlich seinen Favoriten oder seine Favoritin. Auf Dalma Viczina entfielen 29,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auch die beiden Plätze gingen an Darsteller der Musical-Produktion: mit 21,2 Prozent der Stimmen kam Frank Winkels als „Don Quixote“ auf den zweiten Platz, der dritte Platz ging an Max Meister für seine Rollen als "Padre" in „der Mann von La Mancha " und als der „Junge Mann“ in „Endstation Sehnsucht“ mit 13,3 Prozent der Stimmen.
Dalma Viczina absolvierte ihr Studium zur Musicaldarstellerin an der Universität der Künste Berlin. Nach ihrem Diplom 2015 folgten Engagements, z.B. in West Side Story auf der Wilhelmsburg in Ulm und am Staatstheater Kassel. 2017 gründete sie mit Krisztian Kiliti ihre eigene Theater-Gesellschaft. Das Engagement in Ettlingen sei „wie Urlaub mit ein bisschen Job“ sagte sie scherzhaft, sie sei wahnsinnig glücklich, Teil dieses harmonischen Ensembles zu sein.