Pressemitteilungen

Der Kostümfundus tanzt (11. Mai 2021)

  Am 15. Mai um 18 Uhr senden die Schlossfestspiele im Internet live aus dem Ettlinger Schloss. Intendantin Solvejg Bauer führt mit ihrem Team durch ein unterhaltsames Programm aus Festspielgeschichten, Tanzeinlagen und einer Livekostümauktion, für die sich potentielle Bieter im Vorfeld anmelden können.   Als Kooperationspartner für diese Aktion konnte die Firma Bardusch gewonnen werden, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Firmenjubiläum feiert. Unter dem Motto „150 gute Taten“ unterstützt Bardusch wohltätige Projekte an ihren Standorten.   Alle zu versteigernden Teile werden vor dem Termin bei Bardusch professionell gereinigt und aufgearbeitet. Mit den Erlösen der Kostümauktion soll im Sommer ein kleines Gastspiel der Schlossfestspiele in der Kinderkrebsstation Katharinenhöhe ermöglicht werden.   Möchten Sie wunderschöne originelle Kostüme der Schlossfestspiele ersteigern und dabei noch etwas Gutes tun? Dann besuchen Sie die Website der Schlossfestspiele. Unter dem Menüpunkt „Kostümauktion“ können Sie alle angebotenen Kostüme im Vorfeld sichten und sich als Bieter registrieren.   Melden Sie sich einfach formlos mit einer mail an unter mitmachen@schlossfestspiele-ettlingen.de. Von den Organisatoren erhalten Sie einen Bieternamen, mit dem Sie an der Live-Auktion während der Sendung teilnehmen können. Anmeldeschluss ist Freitagabend um 18 Uhr. Selbstverständlich können Sie das ganze Event auch einfach als Zuschauer auf der Website verfolgen. Für beste Unterhaltung ist in jedem Fall gesorgt.   Die Schlossfestspiele mit der Firma Bardusch freuen sich auf zahlreiche Zuschauer! www.schlossfestspiele-ettlingen.de  
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Nächste Gemeinderatssitzung (10. Mai 2021)

Die nächste Gemeinderatssitzung ist am Mittwoch, 12. Mai, um 17.30 Uhr. Sie wird nicht als Präsenz-, sondern als reine Videositzung stattfinden. Zeitgleich erfolgt eine Übertragung in die Stadthalle, Friedrichstraße.
Auf der Tagesordnung stehen neben der Zustimmung des Abteilungskommandanten und seiner beiden Stellvertreter der Feuerwehr Ettlingen, Abteilung Ettlingen-Stadt der Vorhabenbezogene Bebauungsplan Karlsruhe Straße 2-6 - überarbeiteter Entwurf, das Radverkehrskonzept oder auch die Beteiligung der TechnologieRegion Karlsruhe an der Genossenschaft "Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg e.G.".
Die komplette Tagesordnung nebst den Vorlagen finden sich hier. 

15. Jugendgemeinderat ist gewählt - Konstituierende Sitzung am 17. Mai (06. Mai 2021)

Weniger Präsenzunterricht, dafür ständig vor dem Bildschirm sitzen, Corona bedingte Abstinenz von Freunden und fehlende Sozialkontakte überhaupt: die Pandemie hat sich sicherlich dämpfend auf die Wahlbeteiligung zum 15. Jugendgemeinderat ausgewirkt. Mit insgesamt 425 Wählerinnen und Wählern bei 3.520 wahlberechtigten Jugendlichen, davon 909 von außerhalb Ettlingens, haben nur knapp über zwölf Prozent (12,07 %) den online-Link zur Urne genommen. 2019 hatte die Wahlbeteiligung fast 37 Prozent betragen, 2018 wenig über 30 Prozent. 
 
Auch die Anzahl der Kandidaten war überschaubar: sieben junge Männer hatten sich der Wahl gestellt, die vom 19. bis 30. April über die Bühne ging. Das Amt für Bildung, Jugend, Familie und Senioren hatte alle Informationen rund um die Kandidaten gut aufbereitet und ins Netz gestellt, so dass sich jeder ein Bild machen konnte. Im vergangenen Jahr war die Jugendgemeinderatswahl übrigens komplett dem Lockdown zum Opfer gefallen.
 
„Ich hoffe, dass die jungen Leute im nächsten Jahr wieder wie üblich wählen können“, sagte OB Johannes Arnold, der bedauerte, dass nach den stetigen Steigerungen bei der Wahlbeteiligungen in den zurückliegenden Jahren nun die der Pandemie geschuldete Delle zu verzeichnen sei.  Er dankte dem JGR-Team des Amts für Bildung, Jugend, Familie und Senioren mit Amtsleiterin Barbara Baron-Cipold an der Spitze für die Organisation und die Begleitung der Wahl, federführend für den Bereich Jugendgemeinderat sind Christina Leicht und Heike Orlovius. Mit Plakaten und Flyern, Informationen über die Presse und Fernlernprogramme sowie eigens gedrehten Werbespots hatte das Team die Werbetrommel gerührt; Veranstaltungen in den Schulen konnten leider nicht stattfinden.  
 
Gleichwohl konnte der Jugendgemeinderatswahlausschuss am Dienstag vergangener Woche das offizielle Wahlergebnis feststellen. Mit 546 erhielt Kandidat Lukas Seifried (18 Jahre) die meisten Stimmen, gefolgt von Darryl Ruppert (19 Jahre) mit 501 Stimmen, beide von der Wilhelm-Röpke-Schule. Rico Lösel (18 Jahre) auf Platz 3 erhielt 437 Stimmen, er besucht das Albertus-Magnus-Gymnasium. Rettungssanitäter Sinan Weber (19 Jahre) konnte 287 Stimmen auf sich vereinigen, Niklas Schaub 14 Jahre), Heisenberg-Gymnasium, 251 Stimmen. Für Marcel Sven Schröder (18 Jahre) schließlich, er ist an der Merkur Akademie, stimmten 231 Wählerinnen und Wähler. Lukas Seifried, Sinan Weber und Nicklas Schaub gehörten schon einem Vorgängerrat an. Dieses Mal hatten sich ausschließlich junge Männer um die sechs Sitze beworben. Von den insgesamt zwölf Sitzen sind aktuell nur zwei von Frauen belegt.
 
Die konstituierende Sitzung findet am Montag, 17. Mai, um 15 Uhr statt, der Termin für die Verabschiedung der alten und Neubestellung der neuen Jungendgemeinderäte steht noch nicht fest. Die Einführungstage für die „Neuen“ sind für 11. Und 12. Juni geplant.
  

„Ein Signal ins Land für die Kultur“ (05. Mai 2021)

Wann zum letzten Mal Live Musik gehört, wann zum letzten Mal den Worten eines Schriftstellers gelauscht. Die Sehnsucht nach dem unmittelbaren Erleben von Kultur sie war mit den Händen zu greifen bei der Eröffnung der baden-württembergischen Literaturtage gestern im Epernaysaal im Schloss. „Die Literaturtage sind ein Signal ins Land“, unterstrich Oberbürgermeister Johannes Arnold in seiner Begrüßung. „Wir brauche mehr Kultur, wir haben Appetit und wollen viel davon wieder erleben“. Die Literaturtage sind für den OB ein Vorgeschmack auf dem Weg zurück zur Normalität und zugleich merke man dadurch, was fehle. Wie wichtig die Kultur ist, zeige sich in den beiden Ehrengästen, Kunststaatssekretärin Petra Olschowski und Vizepräsidentin des Landtages Sabine Kurtz, hob Arnold heraus. Die Kraft des Wortes präge die Literatur, aber auch den gerade verabschiedeten Koalitionsvertrag. Literatur wolle Neues schaffen, aufhorchen lassen, ganz dem Motto der Literaturtage entsprechend „Hör mal!“ Pandemiebedingt hätten wir absagen können. Ursprünglich sollten die Literarturtage im März stattfinden, als kompakte Veranstaltung. Die Veränderungen des Programms und des zeitlichen Ablaufs stellten ein Höchstmaß an Anforderung an das Organisationsteam, so der Rathauschef. Das Programm ist nun zwiegeteilt, während es im Frühjahr Corona bedingt mehr online sein wird, folgen im Herbst die Präsenzveranstaltungen. Und es wird durch die Veranstaltung Literatur entstehen mit Ettlinger Bezug, der junge Waldbronner Santino Anderer wird seine Begegnungen in einem Blog http://et-cetera.blog/ festhalten, aber auch seine Reflektionen zu zentralen Fragen über Sprache, Literatur und Veränderungen in der Kulturlandschaft. Die aus Malsch stammende Natalie Friedrich wird sich auf die Suche nach den größeren und kleineren Erlebnissen rund um die Literaturtage machen, sie werden anschließend in einem Buch erscheinen. Eine Kostprobe ihres poetryslam-Könnens gab es selbstredend auch auf der Eröffnung.  Mit Blick auf die beiden Gäste aus Stuttgart merkte Arnold an, er hoffe, dass Ettlingen die Chance erhalten, bald wieder Literaturtage ausrichten zu dürfen, dann so wie sie ursprünglich geplant waren. Ihre Freude über die liebevoll gestaltete Eröffnung der 38. Literaturtage des Landes verhehlte Frau Olschowski nicht. Die Literatur liege dem Land, aber auch ihr persönlich am Herzen. Gerade in den Pandemiezeiten seien Stipendien und Unterstützung von Seiten des Landes wichtig für die Schriftsteller, die mit Existenzsorgen kämpfen. Deshalb hat das Kunstministerium einen Fördertopf von 15 Millionen Euro eingerichtet, um die Künstler direkt zu unterstützen. Auch wenn das Buch während der Corona-Krise bislang eine wichtige Rolle innehabe, fehlen die Lesungen und Messen. Unsichere Zeiten, die Autoren/-innen werden sie in Worte fassen und Neues schaffen, ist sich Olschowski sicher. Für Sabine Kurtz ist der Zufluchtsort des Geistes die Bibliothek und die Buchhandlung. Inspirierende Orte. Literatur sei eine stille Kunst, sie entstehe still und werde still rezipiert. Um gut 13 Prozent bei den Erwachsenen und über 23 Prozent bei den Kindern und Jugendliche ist der Lesehunger gestiegen. Für Kurtz sind Bibliotheken Orte der Begegnung, des Austauschs. Sie sind ein dritter Ort zwischen Wohnen und Arbeiten, wo man Anregungen erhält. Ihr Wunsch ist es, dass es keine weißen Flecken gebe, da Bibliotheken ein niederschwelliges Angebot seien. Der Literatur müssen Räume geboten werden, damit die Antworten eine Bühne haben und hier leisten gerade die Kommunen besonders viel, unterstrich Kurtz. Deshalb sei sie dankbar, dass Ettlingen trotz der Pandemie die Literaturtage stattfinden lasse. Die Stadt sei prädestiniert für Kultur und nannte als Beispiel die Festspiele. Kunst und Politik hätten bisweilen ein ambivalentes Verhältnis, aber wir brauchen uns gegenseitig. Kultur dürfe und müsse bisweilen schrill sein, sie müsse uns den Spiegel vorhalten, so Kurtz abschließend. Für ihre Herkulesaufgabe dankte Kulturamtsleiter Christoph Bader seiner Mitarbeiterin Angelika Schroth, er erinnerte aber auch an seinen Vorgänger Dr. Robert Determann, der die Literarturtage nach Ettlingen geholt habe, um dann die rhetorische Frage zu stellen. Ist die Kultur systemrelevant. Ja, für das Seelenwohl der Menschen. In Siegfried Lenz´ Zitat „ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen“, verdeutlichte Bader die Sinnsuche und die Bedeutung der Literatur. Bei uns wird die Literatur ihre Zuhörer mitnehmen auf eine Reise, so der Kulturamtsleiter. Es geht nach Venedig, an den Bodensee, in den Schwarzwald. Das Programmheft ist der Reiseführer für die große Fahrt. Lassen Sie uns Gedankenreisen unternehmen, appellierte er an das Publikum im Saal und an den Bildschirmen.   Mit Joachim Zelter ging es an den Bodensee Mit einer gelungenen Dramaturgie wusste der Schriftsteller aus seinem neuesten Roman „Imperia“ zu lesen, so dass die Zuhörer staunend schmunzelnd gebannt lauschten. Und die musikalische Sehnsucht stillte an diesem Abend die aus Stuttgart kommende Jakob Bänsch collective, eine mehr als vielversprechende Jazz-nachwuchsband. Und weiter geht es mit den Sehnsuchsstillern am 21. Mai mit der „Literatour“ ein Audiowalk durch Ettlingens Altstadt per QR-Code. Ein neuer sprachlicher Blick auf bekannte Orte aus den „Augen „ junger Menschen. www.literaturtage.ettlingen.de .
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Impfangebot für Ettlinger SeniorInnen Ü 70 erweitert - Achtung: Nachrückerliste für Ü 60 eröffnet (03. Mai 2021)

Die gemeinsame Impfaktion von Stadt und Landkreis für die Senioren und Seniorinnen geht weiter: zum Zuge kommen jetzt SeniorInnen Ü 70. Die Impftermine werden am Montag,17. Mai, Mittwoch, 19. Mai, und zusätzlich am Mittwoch, 26. Mai, in der Schlossgartenhalle sein, Impfstoff ist BionTech.
Wer in Ettlingen wohnt und das siebzigste Lebensjahr vollendet hat, sich impfen lassen möchte und bisher noch keinen Impftermin gebucht, erhalten oder noch keinen Impftermin beim Hausarzt in Aussicht hat, melde sich bitte unter folgender städtischer Telefonnummer: 07243/101-454.
 
Neu ist, dass nun auch eine Nachrückerliste gibt, weil immer wieder kurzfristig bereits gebuchte Termine abgesagt werden. Für diese kann sich registrieren lassen, wer in Ettlingen wohnt, das sechzigste Lebensjahr vollendet und ebenfalls noch keinen Impftermin vereinbart oder bekommen hat.
 
Die Hotlinie ist erreichbar: bis Donnerstag, 6. Mai, täglich 9 bis 12 und 13 bis 15.30 Uhr, am Freitag, 7. Mai, 9 bis 13 Uhr. Es sind mehrere Apparate freigeschaltet, dennoch kann es zu Wartezeiten oder belegten Leitungen kommen.
Nach der Erfassung Ihrer persönlichen Daten wie Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer erhalten Sie zeitnah eine schriftliche Mitteilung mit dem Impftermin von der Stadt beziehungsweise als ‚Springer‘ gegebenenfalls kurzfristig einen Anruf.
 

Literatur satt das ganze Jahr (29. April 2021)

Not macht erfinderisch. Denn was geballt für zwei Wochen geplant war, findet nun wegen der Corona-Pandemie ein ganzes Jahr statt. Den Startschuss für die Baden-Württembergischen Literaturtage geben am Dienstag, 4. Mai um 18 Uhr im Schlossinnenhof Oberbürgermeister Johannes Arnold, Kunststaatssekretärin des Landes Baden-Württemberg Petra Olschowski und die Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg Sabine Kurtz sowie Ettlingens Kulturamtsleiter Christoph Bader. Damit Literatur- und Buchbegeisterte daran teilnehmen können, wird es einen Livestream geben über www.literaturtage-ettlingen.de oder auf der Facebook-Seite der Stadt Ettlingen.
 
Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung vom vielversprechenden Jazz-Sextett Nachwuchs: der Jakob Bänsch Collective; gegründet vom 17-jährigen Trompeter Jakob Bänsch. Anschließend kann man Literatur und Vorlesekunst mit Joachim Zelter genießen. Der Thaddäus-Troll-Preisträger aus Tübingen ist ein begnadet guter „Vorleser“. Zu hören sein werden Passagen aus seinem neuen Roman "Imperia".
Eine Frau des schnellen Wortes, der schnellen Reaktion ist Natalie Friedrich, die Poetry-Slam-"Meisterin" des Landes Baden-Württemberg. Sie wird nicht nur die Eröffnung mit einem Beitrag bereichern, sie wird das literarische Jahr begleiten und darüber ein Buch schreiben.
 
Die Literaturtage werden gefördert vom Land Baden-Württemberg, der Volksbank Ettlingen, der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe, der Bürgerstiftung Ettlingen, den Stadtwerken Ettlingen GmbH und der Stadtbau Ettlingen GmbH. Außerdem gilt der Dank dem Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg, dem Börsenverein des Buchhandels Baden-Württemberg, der Literarischen Gesellschaft und dem SWR.
 
Infos: Stadtinfo im Schloss, Tel. 07243/ 101-333, unter www.literaturtage.ettlingen.de.
 

Ettlinger Linien keine Erdverwerfungen (29. April 2021)

Ein lauschiges Wegle für uns heute. Doch vor 300 Jahren waren die Ettlinger Linien nicht nur für die Soldaten ein Ort des Grauens und Schreckens, auch für die Bevölkerung. Sie hatte die harte Fron zu leisten, indem sie die Wälle „baute“. Stadtarchivarin Pechwitz, Stadtinfoleiterin Gäßler und Historiker Stöcklin (v.r.n.l.) auf den Spuren der Linie.   Nein keine Erdverwerfungen sind die Hügel und Wälle, die besonders im Spessarter Tann oder auch unten im Hardtwald zu finden sind. Auch die riesigen Mulden und wasserführenden „Kanäle sind keine Laune der Natur. Sie sind unter härtesten Bedingungen entstanden. Die Bevölkerung des gesamten Albtals von Ettlingen bis hoch auf den Dobel waren von ihrem „Landesfürsten“ gezwungen, zur Verteidigung gegen die vorrückenden Franzosen während des pfälzischen Erbfolgekrieges die Ettlinger Linien zu bauen. Echte Fronarbeit im doppelten Wortsinn, denn die einfache Bevölkerung musste während dieser Kriegszeiten darben und hatte kaum Kraft, um diese Bodenverschiebungen vorzunehmen. Sie sind ein Zeugnis unserer europäischen Geschichte, so Dieter Stöcklin bei einem vor Ort Termin mit Stadtarchivarin Christiane Pechwitz und Stadtinformationsleiterin Verena Gäßler. Und damit diese Linien nicht zunehmend zu einem Mountainbike-Parcours werden, will man mit Führungen das Bewusstsein für dieses „natürliche“ Erbe wecken. Der Anstoß für diese Führungen kam aus dem deutsch-französischen Arbeitskreis, der sich zur Aufgabe gemacht hat, durch die Vernetzung der deutschen und französischen Festungsanlagen, der historischen Verteidigungslinien und militärischen Museen am Oberrhein ein neues grenzüberschreitendes Freizeitangebot im Pamina-Gebiet zu schaffen. (Pamina steht für Pa latina – der lateinische Name für die Pfalz, Mi ttlerer Oberrhein und N ord A lsace). Schon seit Jahren forscht und beschäftigt sich der ehemalige Geschichts- und Französischlehrer Stöcklin mit der Historie der Linie. Er wird künftig Interessierte für rund eineinhalb Stunden über die Linien führen und dabei erklären und skizzieren, was eine Redoute ist, wo sie stand und, wie schlimm die Bevölkerung unter den dynastischen Kriegen und der damit verbundenen Fronarbeit gelitten hat. Ein Wegkreuz zwischen Spessart und Schöllbronn aus dem Jahr 1707 ist ein mehr als beredtes Zeugnis über die Schwere der Zeit, die Inschrift stammt aus Jeremias Klageliedern und lautet "O ihr alle den Weg über geht merket ob auch ein Schmer sey wie mein Schmerz".   Die Verteidigungslinie zog sich im Übrigen von Philippsburg über Bruchsal, Daxlanden weiter über die Spessarter Berge hinauf nach Neurod und ins Eyachtal, wo sie dann auf die Eppinger Linien traf. Um die Franzosen am Vorrücken zu hindern, konnte man die Linien bei Bruchhausen und Bruchsal fluten. Dennoch schafften es die Franzosen, im Mai 1734 die Linie bei Spessart zu durchbrechen. Wie groß dieses Bauwerk ist und wie es sich durch unsere Landschaft zieht, das werden die Drohnenaufnahmen durch die Studenten des Institutes für Geographie und Geoökologie am KIT zeigen. „Wir waren selbst überrascht, wie gut man die Wälle und Anlagen auch 300 Jahre später noch erkennen kann“, so Frau Pechwitz. Von Juni bis September wird es die Führungen geben, wenn das Verbot der Kontaktbeschränkung nicht mehr besteht. Tickets gibt es dann bei der Stadtinformation im Schloss, dort ist auch der Stempelpass und die Festungskarte erhältlich. Ein europäisches Festungsjahr Was vor zwei Jahren als Idee im Arbeitskreis Vernetzung der deutsch-französischen Festungsanlagen und historischen Linien“ geboren wurde, mündet 2021 in ein Festungsjahr, an dessen Programm neben Vis-à-Vis Touristik-Gemeinschaft Baden-Elsass-Pfalz, auch Eurodistrikt Pamina sowie FORTE CULTURA – Netzwerk der Kulturroute Festungsmomente mitgearbeitet haben. Über 30 Festungs- und Verteidigungsbauwerke und wehrgeschichtliche Museen auf beiden Rheinseiten sind mit von der Partie. Der Germersheimer Bürgermeister Marcus Schlaile machte auf der Livestream-Pressekonferenz deutlich, dass Festungen sowohl Gedenkorte, als auch Erlebnisorte sein können. Und es seien Orte des Tourismus und des Nachdenkens und Erinnerns, hob Dr. Gerd Hager Geschäftsführer von Vis-à-Vis heraus. Er sieht in dem Arbeitskreis auch ein Friedensprojekt, das mit dazu beitrage, die Kulturgeschichte Mitteleuropas näher zu bringen. Und zugleich lerne man dadurch, das vereinte Europa noch mehr zu schätzen.   Damit der Interessierte überhaupt weiß, wo welche Anlagen und Museen sind, wurde für dieses Festungsjahr zum einen eine Karte erarbeitet und zum anderen ein Stempelpass, den fleißigsten Besuchern winken zahlreiche Preise am Jahresende. Darüber hinaus gibt es eine Wanderausstellung, die in Wissembourg, Landau, Rastatt und Ettlingen gezeigt werden wird. Vorträge stehen auf dem Programm, Handwerker, Historiker, Denkmalschützers werden aus ihrer Perspektive über die Festungsanlagen sprechen. Mit auf eine Reise in die Vergangenheit wird in Ettlingen der Geschichtslehrer Dieter Stöcklin mitnehmen.  Den Schlusspunkt hinter das Festungsjahr wird ein großes Bürgerfest am 10. Oktober in Rastatt setzen.   Der Tourismus ist ein wichtiger Baustein bei der Begegnung von Menschen, er trägt zur Völkerverständigung bei, die allen Beteiligten am Herzen liegt, besonders die deutsch-französische Freundschaft, für sie müssen wir uns immer wieder einsetzen, unterstrich Hager. Was die Menschen und Völker früher trennte, soll nun gemeinsam „bespielt“ werden, erklärte der Leiter von forte cultura Franck Riesbeck, der den Arbeitskreis als ein Paradebeispiel für Netzwerk bezeichnete. Er erinnerte auch daran, dass das Pamina-Festungsjahr in den „European Fortress Summer eingebettet ist. Mit rund 16 000 Euro fördert die EU dieses Festungsjahr rechts und links des Rheins. Den Stempelpass sowie die Festungskarte gibt es bei allen teilnehmenden Städten, in Ettlingen in der Stadtinformation und im Museumsshop. Während den click&collect Zeiten  einfach anrufen bei der Stadtinfo  Mo bis Fr von 9:30 –16 Uhr und Sa von 9:30 –12:30 Uhr unter 07243 101-380 und Termin vereinbaren und anschließend in der Stadtinfo abholen.  
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Ein entzückender Rücken?! (28. April 2021)

Wer kennt sie nicht, die leicht geschürzte Frau auf dem Brunnen in der Albstraße. Doch ihre entzückende Rückansicht, die ist wohl nienamdem bekannt, nur dem Team des Museuns. Beim Umzug vom Depot in das neue Skulpturen-Depot im Museum fiel sie auf und es wurde gleich begonnen, Überlegungen anzustrengen. Die Figur war wohl ursprünglich nicht für einen Wandbrunnen gedacht, sie ist vollplastisch ausgebildet und besitzt eine sehr schöne Rückansicht.  
Die Kleidung, der Schmuck und die sogenannten Kuhmaulschuhe lassen die Datierung der Figur in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zu. Der insgesamt sehr repräsentative, prächtig ausgeführte Brunnen mit der Figur, die sowohl das badische Landeswappen als auch das Ettlinger Stadtwappen hält, gibt bis heute Rätsel auf. Für welchen Brunnen an welcher Stelle der Stadt war die Figur ursprünglich hergestellt worden? War die Figur überhaupt für einen Brunnen vorgesehen?
 
Die Schildhalterin hat ihr Kleid keck gerafft, so dass viel Bein zu sehen ist. Mehr als es damals schicklich war für eine reiche Bürgerstochter. Eine weitere Bezeichnung des Brunnens als "Metzenbrunnen" könnte ein Hinweis darauf sein, dass es sich bei der Brunnenfigur um eine Metze, also eine Dirne, handeln könnte, bei der man eher eine freizügige Bekleidung erwarten würde.
 
Aber würde man einer Dirne das markgräfliche und städtische Wappen zuordnen? Wohl kaum. Andererseits ist Metze auch eine Koseform für Mechtilde. War Mechtilde etwa die unverheiratete Tochter des Bildhauers? Wer weiß?
 
Es bleibt noch viel zu enträtseln in Ettlingens Geschichte.
Und wer das Museum besuchen möchte, kann dies derzeit digital unter www.museum-ettlingen.de

Öffentliche Bekanntmachung des Regierungspräsidiums Freiburg über den Wegfall eines Erörterungstermins (27. April 2021)

Immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren für die Errichtung und den Probebetrieb einer Gasverdichteranlage an der Nordschwarzwaldleitung (1. Teilgenehmigung) der terranets bw GmbH, Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart. Der vorgesehene Anlagenstandort befindet sich im östlichen Randbereich des Hardtwalds, Gemeinde Rheinstetten, Gmk. Mörsch, Flst. 3819.
Für das oben genannte Vorhaben wird ein förmliches Genehmigungsverfahren durchgeführt. Die öffentliche Bekanntmachung des Vorhabens erfolgte am 29.01.2021. Die Auslegung der Antragsunterlagen wurde vom 05.02.2021 bis 04.03.3021 durchgeführt.
Der in der o.g. öffentlichen Bekanntmachung des Vorhabens anberaumte öffentliche Erörterungstermin am 10.05.2021 ab 10 Uhr in der Keltenhalle, Am Tummelplatz 6, 76287 Rheinstetten wird abgesagt.
Bei der Ermessensentscheidung wurden gemäß § 5 Absatz 1 Planungssicherstellungsgesetz (PlanSiG) auch geltende Beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie und das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus berücksichtigt.
Anstelle des Erörterungstermins wird eine
Online-Konsultation ab Dienstag, den 25.05.2021 bis Dienstag, den 15.06.2021 (je einschließlich)
nach § 5 PlanSiG durchgeführt. Im Rahmen dieser Online-Konsultation werden die rechtzeitig erhobenen Einwendungen den Antworten der Vorhabenträgerin gegenübergestellt und ab dem 25.05.2021 auf der Homepage des Regierungspräsidiums Freiburg unter www.rp-freiburg.de unter „Bekanntmachungen“ zugänglich gemacht. Denjenigen, die Einwendungen erhoben haben, wird die Möglichkeit gegeben, schriftlich oder elektronisch zu der Antwort der Vorhabenträgerin Stellung zu nehmen.
Die Behörden, der Träger des Vorhabens und diejenigen, die Einwendungen erhoben oder Stellungnahmen abgegeben haben, werden über die Durchführung der Online-Konsultation schriftlich benachrichtigt (§ 5 Absatz 3 PlanSiG). Bei Unterschriftenlisten oder gleichlautenden Schreiben, auf denen ein Vertreter benannt wurde, wird nur dieser benachrichtigt.
Der Wegfall des Erörterungstermins wird hiermit gemäß § 12 Absatz 1 Satz 5 der Neunten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes – 9. BImSchV öffentlich bekannt gemacht.

Hinweise:
1. Für die Online-Konsultation werden den zur Teilnahme Berechtigten die sonst im Erörterungstermin zu behandelnden Informationen vom 25.05.2021 bis 15.06.2021 zugänglich gemacht. Ihnen wird Gelegenheit gegeben, sich bis einschließlich 15.06.2021 schriftlich oder elektronisch dazu zu äußern (§ 5 Absatz 4 Satz 1 und 2 PlanSiG). Sollten Sie Fragen zur Online-Konsultation haben, können Sie sich schriftlich an das Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung 9, Referat 97, Sautierstraße 26, 79104 Freiburg oder per E-Mail an
abteilung9@rpf.bwl.de wenden.
2. Die Regelungen über die Online-Konsultation lassen den bereits eingetretenen Ausschluss von Einwendungen unberührt (§ 5 Abs. 4 Satz 4 PlanSiG).
3. Die Teilnahme an der Online-Konsultation ist nicht verpflichtend. Es kann ohne die Mitwirkung eines oder einer Beteiligten entschieden werden. Unabhängig davon wird die Immissionsschutzbehörde die im Einwendungsschreiben vorgebrachten Einwendungen prüfen und über diese entscheiden.
4. Die Vertretung durch eine*n Vertreter*in ist möglich. In diesem Fall muss eine Vollmacht innerhalb des Konsultationszeitraums an die Behörde nach Ziffer 1 der Hinweise gesendet werden; auf Unterschriftenlisten oder gleichlautenden Schreiben benannte Vertreter*innen benötigen keine Vollmacht.
5. Einwendungen werden der Vorhabenträgerin zur Verfügung gestellt, um eine Erwiderung zu ermöglichen. Auf Verlangen werden Name und Anschrift der/des Einwendenden vor Weitergabe der Einwendung unkenntlich gemacht, wenn diese Angaben zur ordnungsgemäßen Durchführung des Verfahrens nicht erforderlich sind.
6. Zur Verarbeitung personenbezogener Daten, insbesondere deren Weitergabe an die Vorhabenträgerin im Rahmen des Verfahrens unter Berücksichtigung des bereits in Ziffer 5 am Ende gegebenen Hinweises, wird auf die Datenschutzerklärung der Regierungspräsidien verwiesen. Diese kann unter
https://rp.baden-wuerttemberg.de/Documents/Datenschutzerklaerung_RPen.pdf abgerufen werden. Auf Wunsch werden diese Informationen vom Regierungspräsidium Freiburg in Papierform versandt.
Freiburg, den 23.04.2021
Regierungspräsidium Freiburg

Schulungen für Pool-Lolli-Tests in Kindergärten (26. April 2021)

Wie einen Lolli müssen die Kindergartenkinder das Wattestäbchen belutschen, das weiche Teil, der Tupfer, ist dabei im Mund. 30 Sekunden lang wird er befeuchtet, auch in die Backentaschen geschoben, eben so, wie man einen Lutscher im Mund bewegen würde. Anschließend werden die „Lollis“ von den Erzieherinnen und Erziehern der Gruppen eingesammelt und in ein Probenröhrchen gesteckt, das dann ein Fahrer abholt und zum Labor Volkmann nach Karlsruhe bringt. Dort wird ein PCR Test gemacht, der auf alle Speichelproben der Kinder gleichzeitig angewandt wird. Ist dieser Test, der zweimal die Woche gemacht werden sollte, negativ, ist alles gut. Wenn die Probe positiv ausfällt, müssen die Kinder alle einzeln getestet werden. Diese Art der Testung spart vor allem Zeit, was elementar ist bei einer Pandemie mit steigenden Inzidenzwerten. Insgesamt sind in Ettlingen 30 Kindergärten bzw. Kindertagesstätten betroffen mit rund 1.500 Kindern, erklärte Schulungsorganisatorin Sabine Weinmann, beim Amt für Bildung, Jugend, Familie und Senioren für die Kleinkinderbetreuung in den Kigas zuständig. Um für die Tests der Kleinen gerüstet zu sein, hatte die Stadt auf Initiative von Stadtrat und AWO-Vorsitzendem René Asché in zwei AWO-Kindergärten und im städtischen Kindergarten in Schluttenbach geprüft, auf welche Weise man Kindern und Eltern ein wenig Sicherheit zurückgeben könnte. „Wir alle wollen gerne wieder ein gewisses Maß an Normalität in unserem Leben haben“, merkte Oberbürgermeister Johannes Arnold an. Er dankte den Kindergartenleiterinnen Schätzle und Kohlbecker sowie Stadtrat Asché für die Impulse und die Bereitschaft, die Pooltestung auszuprobieren. „Wenn man das ein zwei Mal gemacht hat, ist das Prozedere ganz einfach“, betonte Kristina Schätzle vom AWO-Kindergarten Regenbogen 1, Tabea Kohlbecker vom Kindergarten Schluttenbach bestätigte dies. Die Routine stellt sich schnell ein und für die Kinder ist das Befeuchten der Teststäbchen auch kein Problem. „Ob Sie das im Stuhlkreis machen oder auf andere Weise spielerisch durchführen, bleibt Ihnen überlassen“, sagte Andrea Walter; möglich wäre auch, das Testen zu einem Forscherspiel umzumünzen.   „Für die Schulen gibt es mittlerweile die Testpflicht, nicht aber für die Kindertagesstätten“, sagte OB Arnold. Er verwies auf die über 20.000 Tests, bei denen in der Stadt eine Quote von ein bis zwei Promille an Infizierten gefunden wurden. „Die meisten wussten gar nicht, dass sie das Virus in sich trugen“, sie konnten sich auf diese Weise zurückziehen und das Virus nicht weiterverbreiten, darauf komme es an, gerade bei den Mutationen. Ob auch für die Kindergärten eine Testpflicht komme, bleibe abzuwarten, dies sei eine Entscheidung des Kultusministeriums. Als wenig praktikabel hätten sich die Lolli Tests mit den Testkassetten erwiesen, abgesehen vom hohen Preis, Spucktests seien für kleine Kinder gleichfalls nicht ratsam. Die Pooltests hingegen seien kostengünstiger, denn die Stadt trete hier in Vorkasse, verursachten zudem weniger Müll und seien bei weitem hygienischer. Die Kosten für die Abholfahrten der Proberöhrchen übernehme die Stadt, einen Dank richtete der OB an dieser Stelle an private Unterstützer, die Mittel zur Verfügung gestellt hatten für die Kindergartentests. Wie die Teströhrchen mit einem Aufkleber versehen werden, wie die Auftragsscheine zu beschriften sind, damit die Testergebnisse abgerufen werden und die Proben Kindergarten und Kindergartengruppe wieder zugeordnet werden können, wie viele Proben in ein Röhrchen dürfen und wie lange es dauert, bis das Testergebnis vorliegt, wie und wo man des Ergebnis abrufen kann und was zu tun ist, sollte doch ein positives Ergebnis vorliegen, all dies bekamen die Erzieherinnen und Erzieher der Ettlinger Kindergärten und Kindertagesstätten am Mittwoch vergangener Woche in zwei Schulungsrunden erläutert. Andrea Walter und Tabea Konrad vom Labor Volkmann waren dazu ins Ettlinger Rathaus gekommen, erklärten die Vorgehensweise und beantworteten Fragen. Wer sein Kind nicht beim Pooltest mitmachen lassen möchte, dies machte OB Arnold deutlich, muss selbst die gewünschten Tests besorgen und diese dann im Kindergarten durchführen, bevor das Kind in seine Gruppe geht. Einen anderen Weg gebe es nicht. „Die Pragmatik muss hier im Vordergrund stehen und wir müssen handeln“, betonte Arnold, der von einer Testpflicht über die Kindergartenhausordnung noch absehen möchte. „Appellieren Sie an den gesunden Menschenverstand“, riet er den Frauen und Männern bei der Schulung. Spätestens fünf Stunden nach der Probenentnahme hat man hoffentlich die Gewissheit: alle sind sicher, es darf gespielt und getobt werden!
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Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am Mittwoch, 28. April , 17.30 Uhr (26. April 2021)

Die nächste öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik ist am Mittwoch, 28. April, um 17:30 Uhr. Die Sitzung findet als Videositzung statt. Für die interessierte Öffentlichkeit findet eine zeitgleiche Übertragung in die Stadthalle, Friedrichstraße, statt. Bitte die Corona-Regeln beachten, entsprechend der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg gilt für Besucherinnen und Besucher der Sitzung Maskenpflicht.
Auf der Tagesordnung steht die Vorberatung über das weitere Vorgehen in Sachen "Vorhabenbezogener Bebauungsplan Karlsruher Straße 2-6". Der Siegerentwurf ist nochmals überarbeitet worden. Gleichfalls in Vorberatung wird der Ausschuss die Stellungnahme der egsvariante zur Aufwertung der Ost-West-Achsesowie die Kanalsanierung in Bruchhausen. Eine Entscheidung hat der Ausschuss zu treffen: es geht dabei um die Beschaffung von Leihgeräten für Lehrkräfte im Rahmen eines Bundesförderprogramms, Notebooks und Tablets sowie weitere computerspezifische Geräte sind damit gemeint. Bekanntgaben und Anfragen der Gemeinderäte runden die Sitzung ab. Hier der Link zu den Unter- und Vorlagen, die im Bürgerportal auf der Homepage der Stadt zu finden sind.

Akkordeon-Musik-Preis  als Video-Wettbewerb (23. April 2021)

Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Akkordeon-Musik-Preis in diesem Jahr als Video-Wettbewerb ausgetragen. Die Jury-Wertung der Video-Einsendungen wird am Veranstaltungsdatum vom 3. bis 6. Juni 2021 ohne Publikum vorgenommen. Angemeldete Teilnehmer/-innen sind aufgerufen, ihre Beiträge auf Video einzureichen. Der Jugend-Wettbewerb des Deutschen Harmonika-Verband Landesverband Baden-Württemberg e.V. hätte in diesem Jahr erstmals in Schloss und Schlossgartenhalle   stattfinden sollen. Das Organisationsgremium hat wegen des aktuellen Infektionsgeschehens und der damit einhergehenden Ungewissheit bzgl. der Durchführbarkeit der Veranstaltung jedoch entschieden, den Akkordeon Musik Preis in diesem Jahr ausnahmsweise als Video-Wettbewerb durchzuführen.
 
»Das Bedürfnis nach musikalischen Veranstaltungen und dem inhaltlichen Austausch untereinander ist nach der langen Zeit des Stillstands enorm groß. Das aktuelle Infektionsgeschehen macht hinreichende Lockerungen bis Anfang Juni jedoch sehr unwahrscheinlich. Auch wenn wir es äußerst bedauern, dass der Wettbewerb nicht in Ettlingen durchgeführt werden kann, so können wir mit dem Video-Wettbewerb eine zeitgemäße Alternative anbieten«, fasst Verbands-Präsident Manfred Kappler zusammen. Bis zuletzt wurde die Live-Veranstaltung vorbereitet und parallel Plan B angedacht. Gemeinsam mit der Gastgeberstadt Ettlingen wurden die Räumlichkeiten an die Corona-Bedingungen angepasst und auch Test-Möglichkeiten im örtlichen Corona-Testzentrum eruiert. »Oberbürgermeister und Kulturamt haben uns von Beginn an mit vollem Einsatz unterstützt. Gemeinsam konnten wir ein stimmiges Festivalprogramm konzipieren. Neben den Wertungsspielen waren Konzerte, eine offene Bühne und Straßenmusik sowie eine Klanginstallation geplant. Für das Engagement und das Verständnis für unsere Entscheidung danken wir der Stadt Ettlingen sehr«, lobt DHV-Geschäftsführer Johannes Wollasch die Zusammenarbeit. Die Wertung wird nun unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
 
»Wir finden es sehr wichtig, dass die Wertung stattfindet, wenn auch nur über den Umweg der Video-Einsendung. Dies motiviert die Musikerinnen und Musiker am Ball zu bleiben. Wettbewerbe fördern die musikalische Weiterentwicklung der jungen Musikerin/-innen, was in Zeiten von Online-Unterricht und Corona-Verdruss unverzichtbar ist«, bekräftigt DHV-Bundesdirigentin. Da auch auf eine offizielle Preisverleihung verzichtet werden muss, werden die Ergebnisse des Wettbewerbs Anfang Juni unter www.dhv-ev.de/wettbewerbe veröffentlicht.
 

Beweg etwas mit deiner Stimme - Jugendgemeinderatswahl 2021 läuft noch bis 30. April! (22. April 2021)

Jetzt die Kandidaten sichten, Favoriten auswählen, deine Stimme bequem online abgeben und etwas in und für Ettlingen bewegen!Vom 19. bis 30. April, Wahlende: 18 Uhr, kannst du auf https://voting.polyas.com/jgr2021/ wählen gehen. Deine Zugangsdaten zur Online -Wahl hast Du als wahlberechtigte/r Jugendliche/r per Post bekommen. Geh` jetzt wählen und nutze dein Stimmrecht!Falls du Fragen zum Wahlverfahren hast, kannst du dir die Anleitung zur Stimmabgabe *Anleitung zur Stimmabgabe am Beispiel einer Vorstandswahl*, häufig gestellte Fragen *FAQ* ansehen unter www.jgr-ettlingen.de oder bei der Geschäftsstelle des Jugendgemeinderats Heike Orlovius 07243/ 101 302 oder Christina Leicht-Rehberger 07243/ 101 509 anrufen.

Bruker investiert 30 Millionen Euro in Standort Ettlingen (22. April 2021)

Klar und licht ist die Formensprache des neuen Gebäudekomplexes an der Rudolf-Plank-Straße, in dem in wenigen Monaten knapp 400 Mitarbeiter/-innen von Bruker arbeiten werden. Noch sind jedoch die Handwerker im Haus tätig, bis der Startschuss für den Umzug von Rheinstetten nach Ettlingen über die Bühne gehen kann. Bei einem Besichtigungstermin erläuterten  Geschäftsführer Patrick Minhorst und Alexander Schmalz, Projektleiter Oberbürgermeister Johannes Arnold den entstehenden Bruker Campus Ettlingen. Über das neue Hauptgebäude, das sich entlang der Rudolf-Plank-Straße erstreckt, erschießt sich der Campus. In ihm sind neben Büros und Besprechungsräumen in den oberen Geschossen, die Labore, die Showrooms und die Vertikalmagnete im Erdgeschoss untergebracht. Hier dominiert der Werkstoff Glas und macht so die Messgeräte und damit die Produktpalette des Unternehmens transparent und für die Besucher sichtbar. Doch die gläsernen Systemkabinen haben eine grundlegende Funktion, die Magnete benötigen eine konstante Raumtemperatur, Schwankungen darf es keine geben. Eingesetzt werden die Messgeräte von Bruker beim Zoll, bei Flug- und Frachthäfen, aber auch bei der Sprengstofferkennung und im Food Bereich. Durch unsere Geräte lässt sich „sichtbar machen, ob der Wein auch tatsächlich die angegebene Qualität hat, oder das Olivenöl. Die Reihe ließe sich unendlich fortführen. Selbstredend sind in Corona-Zeiten die Analysegeräte von der pharmazeutischen Industrie mehr als gefragt. Unser Knowhow ist das Referenzspektrum, hob Minhorst heraus. Dass es dieses know how gibt, dafür sorgen Physiker und Chemiker sowie Softwarespezialisten.   Nachhaltigkeit wird selbstredend bei Bruker großgeschrieben. Auf dem Dach gibt es eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 98 Kilowatt Peak und die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Büros und Labore werden durch eine Heiz- und Kühldecke temperiert. Stichstoff und Helium sind für die Kühlung der Magnete wichtig, doch da der Rohstoff Helium endlich ist, so Schmalz, wird es in Ettlingen eine Heliumrückgewinnungsanlage geben. Die Quote wird bei rund 70 Prozent liegen, so Schmalz.   Im kleineren Neubau sind die Produktion von Steuerelektronik, Analyse- und Auswerteeketronik sowie Detektoreinheiten untergebracht. Wie bisher auch, bleiben Vertrieb, Verwaltung, Personalabteilung und Marketing im höchsten Gebäude Brukers, dem „Turm“, das auf ihm drehende blaue Bruker-Logo ist weithin sichtbar von der Autobahn aus. Dieser „Turm“ wurde ebenso wie die beiden Pagoden, in denen die Kernspintomographen sind, saniert. Hinter diesen beiden auffälligen Gebäuden schließt sich in einem Flachbau die Bruker Optik an. In ihrem Umfeld ist noch eine Flächenreserve von 3 000 Quadratmeter, die in naher Zukunft bebaut werden wird, um den Standort Ettlingen zu stärken.   Für die Neubauten hat das Unternehmen rund 27,7 Millionen Euro in die Hand genommen plus 2,7 Millionen Euro für die Sanierung des Turms mit dem drehenden Brukeremblem sowie 3,1 Millionen Euro für die Pagoden. Und für die Energiezentrale sind es 2,8 Millionen Euro. Mit Videos würde im übrigen Dr. Frank Laukien, CEO und Präsident der Bruker Corportion und Sohn des Firmengründers, über den Baufortschritt informiert, merkte Schmalz an. Die Plaza des neuen Exzellenzzentrums wird nach Abschluss der Bauarbeiten begrünt werden, Bäume werden dort für Schatten sorgen. In absehbarer Zeit wird auch der Kreuzungsbereich Grashof-/Rudolf-Plankstraße umgebaut werden, dafür hatte der Gemeinderat grünes Licht gegeben. Die Umgestaltung brauchen wir einerseits für unser Gewerbegebiet Heiligenfeld und andererseits erlaubt sie den Bruker-Mitarbeitern ein sicheres Queren der Landesstraße vom Firmenparkplatz zu ihrem Arbeitsplatz. Bei rund 700 000 Euro liegen die Kosten, 250 000 Euro kommen als Förderung vom Land.   Ein wichtiges Signal für den Standort Ettlingen ist der Neubau, so OB Arnold. Bruker sei mit das größte und wichtigste Unternehmen in Ettlingen.
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