Nikolaus im Weltall, am Strand und im Studio

Er kommt zwar auch ganz traditionell mit seinem Schlitten und den Rentieren daher, der gute alte Nikolaus, doch er nutzt auch andere wildere Fortbewegungsmittel. Mit dem fliegenden Teppich geht’s in die Lüfte, bis ins All fliegt der Mann mit dem roten Mantel und dem langen weißen Bart, oder er erholt sich am Strang und macht gar nichts. Die Ideen sind zahlreich und auch herrlich „verrückt“, die sich die Klasse 5c für den Adventskalender in den Fenstern der Schlossfassade ausgedacht haben.

„Wir machen es lustig, das ist klar“, so Ümü, sie ist der Kopf der Gruppe, in der jeder sein Talent ausleben kann. Kiara ist hier die gute Zeichnerin, in wilden Tupf Bewegungen entstehen bei ihr duftig weiche Wolken. Alle sind sie sehr gespannt, wie denn die Bilder wirken werden. Den Stolz, dass der Adventskalender aus ihrer “Feder“ stammt, den verhehlt niemand.

Neun Klassen, von der 5. bis zu 10., sind am Malen, Basteln und Werkeln, ließ Kunstlehrerin Katja Boebel wissen, die von dem Arbeiten ihrer Schüler äußerst begeistert ist.
In Teamarbeit entstehen hier die Werke, gemeinsam ist das Thema erarbeitet worden, vertiefende Recherchen folgten, wie bei der Weltall-Gruppe, hier hätten sich die Schülerinnen überlegt, welche Planeten es gibt, und die Außerirdischen, sie dürfen natürlich nicht fehlen.
Die kleinen grünen Männchen und ihre Ufos  liegen schon auf dem Tisch, die Apollo 13 ist bereit für den Flug gen Mond, nicht zu vergessen die ISS und die Satelliten. 

Einen Tisch weiter, heißt es viermal Meer und viermal Himmel. Liest sich einfach, ist es aber nicht, denn allerlei Getier bewegt und tummelt sich in dem Blau. Alle malen mit einer Akribie und Begeisterung.

Begeistert zeigen sich auch Kulturamtsleiter Christoph Bader und seine Mitarbeiterin Luzie Weber, die von Anfang den Schloss-Adventskalender begleitet. Es ist jedes Jahr eine wunderschöne Überraschung, was sich die Schulklassen einfallen lassen, um die Ettlinger staunend zu machen.

Die Materialkosten übernimmt wieder wie zurückliegend die Kulturstiftung der Sparkasse, ließ Luzie Weber wissen. Rund 500 Euro sind es.

Damit die Kunstwerke am Ende auch in die Fenster passen, hängt ein Modell im Klassenzimmer, an dem wird immer geprobt, ob das Motiv zu klein, ob der Nikolaus zu schmal, der Tannenbaum zu blass wirkt.

Als kleines Bonbon für die Kunstschaffenden gab es von Bader und Weber einen Schokoladenlutscher, der für den richtigen Energieschub sorgte. Denn spätestens Ende dieser Woche müssen die Werke im Schloss und in den Fenstern sein, damit sie jeden Tag die Menschen vor die Fassade locken, wenn das nächste Fenster „enthüllt“ wird.
Wenn es Corona zulässt dann würden wir gerne eine kleine „Midissage“ machen, merkte Bader abschließend an.