Lesen bleibt „die“ Schlüsselkompetenz

2018 ein erfolgreiches Jahr für die Stadtbibliothek

Ob WhatsApp-Nachrichten oder Bedienungsanleitung, ob Supermarktangebote oder Zeitschriften, Lesen ist die Grundlage, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, um sich auszutauschen und um Wissen sich anzueignen. "Deshalb ist Lesen ist „die“ Schlüsselkompetenz", unterstrich die Leiterin der Stadtbibliothek Siglinde Taller, die zusammen mit ihrer Stellvertreterin Christine Kratschmann die Statistik für das vergangene Jahr vorstellte. 2018 konnte der Büchertempel sein 30-Jähriges in der ehemaligen Exerzierhalle feiern, die in den kommenden Jahren technisch Stichwort Brandschutz, aber auch räumlich Stichwort Energiekosten saniert werden wird. Im kommenden Jahr steht bereits eine Planungsrate von einer halben Million, und in den folgenden Jahren sind jeweils zwei Millionen eingestellt, ließ Oberbürgermeister Johannes Arnold bei dem Pressetermin wissen. Dann wäre die Bibliothek wieder gut für die Zukunft aufgestellt. Er erinnerte daran, dass in vielen Städten neue Bibliotheken gebaut werden, ein eindeutiges Signal. Sie sind für unsere Gesellschaft ganz wichtige Orte der Bildung und Kultur, hob Arnold heraus.
Die gesellschaftlichen Veränderungen führen auch zu inhaltlichen Veränderungen einer Bibliothek. "Doch zentral bleibt die Sprach- und Leseförderung und die Medienkompetenz", betonten die beiden Bibliothekarinnen.
Auch wenn die Ausleihe bei den Print-und Nonbook-Medien leicht rückläufig ist (um rund 10 000 auf 268 283 Ausleihen), ein Trend, den auch andere Bibliotheken haben, sind die Zahlen bei der Ausleihe von e-Medien hoch. "Wir haben bei der Onleihe, dem Verbund von Bibliotheken Mittlerer Oberrhein, dem rund 20 Bibliotheken angehören, mit die höchste Ausleihe". 2017 lag sie bei 26 596 ist sie 2018 auf 29 164 gestiegen. Rund 26 000 E-Medien stehen den Benutzern zur Verfügung dank des Verbundes. Die Zeiten, in der Waschkörbeweise die Bücher nach Hause getragen wurden, sind vorüber.
 
Beim Ankauf, der Etat liegt bei 57 000 Euro, richten wir uns nach der Nachfrage, ließ Taller wissen. Bei den Sachbüchern sind Werke über Gesundheit, Ernährung, Reisen und Basteln gefragt.
Musik-CDs sind im Bestand ebenso zurückgegangen CD-ROMs gibt es gar keine mehr, als Stichwort führte Kratschmann Spotify und Netflix an.
Die Bibliothek ist aber auch ein Ort, in den viele zum Arbeiten oder zum Lernen kommen, sie ist ein Treffpunkt und ein Ort der Begegnung, was durch die unterschiedlichen Veranstaltungen noch verstärkt wird. "Wir bieten für die Kleinsten und ihre Eltern ebenso Angebote wie für Schulklassen und die Erwachsenen". Begehrt sind die Führungen, die Autorenbegegnungen oder der Vorlesesommer, den wir ausdehnen möchten, um ihn noch attraktiver zu gestalten. Der Familiensonntag ist der Publikumsmagnet aber auch die Samstagsvorlese-Aktionen kommen gut an. Die Literatur am Vormittag lockt die Senioren/-innen in das Gebäude am Rosengarten.
 
Zugenommen haben auch die Besuchszahlen um 1000 auf 83 642. Aktive Leser hat die Bibliothek über 5 145, davon 2 458 Kinder und Jugendlichen. Gleichfalls gestiegen sind die Neuanmeldungen, aber auch die Nutzung der Internet- und PC-Plätze.
Auch 2019 wird die Bibliothek wieder ein mehr als lebendiger Treffpunkt sein, sei es mit der  Wildblütensommer am kommenden Freitag, 22. MÄrz oder dem Krimifrühling mit Wolfgang Burger oder mit Aktionen rund um den Geburtstag der berühmtesten Raupe Nimmersatt. Und im Juni dürfen sich die jüngeren Leser über Tonies im Bestand der Bibliothek freuen. Es handelt es sich um kleine Spielfiguren aus Kinderbüchern, deren Geschichten via einer Box abspielbar sind. „Wir werden rund 50 Figuren anschaffen und wahrscheinlich auch zwei Boxen“. Vom Grüffelo bis zum Drachen Kokosnuss reicht hier die Bandbreite der Figuren, die die Kinder mitnehmen in die Welt der Literatur.
 
Veranstaltungen für Kinder
Neben den Veranstaltungen, die Kinder und Jugendliche fürs Lesen begeistern, gibt es in den kommenden Wochen in der Stadtbibliothek zahlreiche Autorenbegegnungen, ob am 14. März mit Bärbel Oftring „Tatort Natur!“ oder am 21. März Krimilesungen mit Henriette Ich Die drei !!!
Um vierbeinige Spürnasen geht es bei Benedikt Weber am 2. April und bei Jan Birck dreht sich alles um König Fußball.
Für die Kindergartengruppen gibt es das Theater „Mensch, Puppe: Die kleine Raupe am 21. Mai.
… für Erwachsene
Um Frauenmärchen aus aller Welt geht es am 8. März mit Annette Volz. Drei Wochen später wird es spannend mit Wolfgang Burgers und Hilde Artmeiers „Gleißender Tod“, einem Thriller mit internationalem Setting, bei dem die Fetzen fliegen. Am 11. April gibt es Literaturtipps der besonderen Art. Das Publikum ist die Jury und entscheidet in einem unterhaltsamen Wettbewerb über die Favoriten. Literarisch geht es weiter am 16. Mai mit Brigitte Riebes „Die Schwestern vom Ku´ damm. Jahre des Aufbaus. Im Mittelpunkt steht die Geschichte starker Frauen im Nachkriegsdeutschland, die Riebe grandios mit der Geschichte der jungen Bundesrepublik zu verweben weiß. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stadtbibliothek und Bruchhandlung Abraxas.
Unter der Rubrik „Stadtbibliothek“ im Amtsblatt sind alle Veranstaltungen zu finden.
www.stadtbibliothek-ettlingen.de.