Frühstücksempfang für die europäischen Freunde

Nicht nur für die ehemaligen Ettlinger ist das Marktfest ein Fixpunkt in ihrem Kalender. Auch für die Freunde aus Ettlingens Partnerstädte. Aus allen Himmelsrichtungen kamen sie angereist, um im Schlosshof für europäischen Flair zu sorgen, sei es mit Champagner oder Kwak-Bier, sei es mit Wodka oder Rotwein, sei es mit Schwarzbier oder Pimm´ s. Und wie es sich gehört, wenn Freunde zu Besuch kommen, gab es nach der ersten Arbeitseinheit am Freitagabend am nächsten Morgen ein zünftiges Frühstück, damit die Frauen und Männer aus Epernay und Middelkerke, aus Clevedon und Gatschina, aus Menfi und Löbau gestärkt in den zweiten Marktfesttag starten können.
Erstmals dabei sind in diesem Jahr nicht nur Mitglieder der russisch-deutschen Freundschaftsgesellschaft, die gemeinsam mit der deutsch-russischen Gesellschaft in einer Doppelhütte typische russische Spezereien anbieten, sondern auch ein Orchester der volkstümlichen Instrumente aus Gatschina. Sie gaben auf unterschiedlichen Plätzen Kostproben ihrer Musik.
 
Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker hob in seiner Begrüßung in Vertretung für den im Urlaub weilenden OB Johannes Arnold die Bedeutsamkeit der Partnerschaften heraus, die auf vielen persönlichen Kontakten und Freundschaftsbeziehungen ruhen. Mit Blick auf Karin Herder-Gysser, die an diesem Vormittag wieder für einen reibungslosen Sprachfluss sorgte, merkte Heidecker an, „sie ist eine große Kraft und wir haben ihr viel zu verdanken“. Stehende Ovationen erhielt denn auch Frau Herder-Gysser, die sich seit 34 Jahren für die Partnerstädte engagiert. Doch nächstes Jahr ist damit vorbei. Deshalb gab sie allen mit auf den Weg, dass jeder eine Fremdsprache lernen müsse und man weiterhin in Vertrauen miteinander arbeite.
Rémi Grand, Stellvertreter für Epernays Maire Le Roi erinnerte an den Tandem-Bus, der sowohl in der Region Epernay wie auch rund um Ettlingen über Klimaschutz informiert. Ein wirklich herausragendes Projekt, für das einige Hürden genommen werden mussten. Viel niedriger waren jene für die Europäische Meile auf dem Marktfest, die seit 14 Jahren die Freunde aus Europa mit Leben füllen.
Im kommenden Jahr wird es weitere Begegnungen zwischen den Partnerstädten geben neben den traditionellen Schüleraustauschen. Denn 2020 wird das 40-Jährige mit Clevedon und das 30-Jährige mit Löbau gefeiert.
Den Empfang, ein Dankeschön für all jene, die die weite Anreise auf sich nehmen, um das Marktfest zu bereichern, wurde wieder weidlich genutzt, um neue Knoten in das Netzwerk zu knüpfen, um bilaterale Gespräche zu führen und neue Projekte zu planen.