kvv.nextbike und MyShuttle für die letzte „Meile“

Gute Zahlen für Ausdehnung der Mobilitätsangebote

Es ist oft der letzte Kilometer, der einen manchmal zögern lässt, in die Straßenbahn oder in den Bus einzusteigen. Genau hier setzt kvv.next bike an genau und der on-demand-Service MyShuttle.
Die Statistik von nextbike der zurückliegenden fünf Monate bestätigt genau den Ansatz, für die letzte Meile eine Alternative zum Auto zu schaffen. Von den 906 Ausleihen seit dem Start Ende Juni wurde 775mal das rote Radel für eine Kurzstrecke zwischen den Ettlinger Vermietstationen genutzt, eine Quote von über 88 Prozent. „Ein Spitzenwert“, hob denn Onur Semerci, Projektleiter bei nextbike heraus. Oberbürgermeister Johannes Arnold merkte an, es freue ihn, dass dieses Radverleihsystem als ein weiterer Mosaikstein innerhalb unseres umweltfreundlichen Mobilitätsangebotes so gut angenommen werde. Anlass für ihn, die nextbike Stationen auszudehnen. Bislang gibt es drei Standorte in Ettlingen am Bahnhof Ettlingen-West, am Wasen und am Stadtbahnhof (auch als Holzbahnhof bezeichnet). Künftig sollen es elf Stationen geben und 44 Mieträder, angedacht sind u.a. die Stadtwerke, das nördliche Industriegebiet und die Mühlenstraße.
 
Die stärkste Nutzung von kvv.nextbike ist übrigens donnerstags von 17 bis 18 Uhr. Klimaschutzmanager Dieter Prosik vermutet, dass viele Pendler noch schnell einkaufen fahren. Um das Angebot auf 44 Mieträder zu erhöhen, darunter auch Leihlastenräder, „benötigten wir die Zustimmung des Gemeinderates“, so der OB. Die Kosten würden bei rund 17 000 Euro liegen, die wir mit auf die Nachschubliste des Haushaltes 2020 in den Gemeinderat nehmen. Bislang zahlt die Stadt für die drei Standorte und die zwölf Räder 6 000 Euro. „Mit den Lastenrädern würden wir nicht nur ein attraktives Angebot für Familien mit Kindern schaffen, sondern auch eine Lösung anbieten, wenn jemand einen größeren Einkauf unternehmen möchte.

Und wie funktioniert nun die Ausleihe. Zunächst muss man sich kostenlos registrieren, sei es über www.kvv-nextbike.de, oder über die nextbike-App. Danach sieht man per App die Standorte der Räder. Die nextbike-App gibt es kostenfrei im Google Play Store und bei iTunes. Wenn man sein Radel ausgewählt und gebucht hat, wird es automatisch freigeschaltet. Die Abrechnung erfolgt per Kreditkarte, Paypal oder Bankeinzug.
Abo-Kunden des KVV bezahlen statt eines Jahrestarifs von 48 Euro nur 39 Euro und die ersten 30 Minuten bei jeder Fahrt ist für diese Kunden kostenlos. Alle anderen Radler zahlen für eine halbstündige Ausleihe einen Euro. Bei einer Ausleihe von mehr als viereinhalb Stunden wird ein Tagessatz von neun Euro berechnet.

Genauso erfolgreich wie kvv.nextbike ist der nächste Mobilitätsbaustein das on-demand-Angebot „My Shuttle“. Die Ettlinger haben in der Testphase dieses Bedarfsangebots mit den Füßen abgestimmt, der Startschuss fiel im Juni. Die Statistik zeigt, im Juni und Juli, den beiden kostenlosen Monaten stiegen 768 respektive 2 079 Fahrgäste ein, bei 422 respektive 1 130 Fahrten. Im August mit Beginn der Sommerferien sank die Frequenz auf 871 Fahrgäste bei 564 Fahrten, um im September wieder anzusteigen auf 904 Fahrgäste und 666 Fahrten. Im Oktober sind es bereits 1 332 Menschen, die bei 880 Fahrten, das Angebot nutzten. Diese Zahlen sprechen für sich, so dass nun My Shuttle auf alle Stadtteile ausgeweitet wird. Dafür hat der Kreistag auf seiner letzten Sitzung grünes Licht gegeben. Im ersten Schritt wird in Ettlingenweier und Spessart der schwarze elektrisch betriebene Minibus fahren.
Gerade in den Abendstunden ist MyShuttle die ideale Alternative, weil es den individuellen Bedarf mit seinen flexiblen Start- und Zielpunkten deckt.
 
Und wie funktioniert die Bestellung.
Man kann das schwarze Taxi mit der Aufschrift MyShuttle via Smartphone-App kvv.mobil bestellen. Es fährt nicht nach einem festen Fahrplan, sondern nach Bedarf (on demand) bedient es 250 virtuelle Start- und Zielpunkt in der Kernstadt. Wenn der Kunde das Taxi mit dem Smartphone bestellt, bekommt er den Fußweg zu „seiner“ virtuellen Haltestelle angezeigt, sowie die Abholzeit und das Autokennzeichen. Wer kein Smartphone besitzt, wählt von 19 bis 22 Uhr folgende Nummer 0721 56 888 742 und erhält genau wie die Smartphone-Nutzer dann gesagt, wo er wann hingehen muss, damit ihn das Taxi MyShuttle mitnimmt.
Wer zuvor mit der Straßenbahn gefahren ist und MyShuttle anschließend nutzt, muss für die Fahrt zum nächsten Zielort nichts bezahlen. Alle anderen, die zuvor kein Ticket von der AVG oder KVV genutzt haben, müssen den normalen Wabenpreis von 2,10 Euro zahlen für ihre Fahrt mit MyShuttle.
Es freue ihn, dass die Ettlinger dieses gute Angebot bislang weidlich genutzt haben, so dass nun auch die Bewohner/-innen in den Stadtteilen in den Genuss dieser idealen Ergänzung des bestehenden Nahverkehrssystem kommen, hob Arnold heraus.