Schulterschluss für eine digitale Zusammenarbeit in der Region

Auftakttreffen des Städtenetzwerks „Regional.Digital“

An dem Thema digitale Transformation auf allen Ebenen kommt derzeit niemand vorbei oder kann sich der Thematik ganz verschließen. Auch die Kommunen stellen sich aktiv dieser Herausforderung. Derzeit wird ein Arbeitspapier für eine Digitalisierungsstrategie von der Ettlinger Verwaltung erstellt, es laufen Workshops, um die Dienststellen und die Führungskräfte in diesen Prozess einzubinden. Ein erster Workshop hat auch schon mit Vertretern des Gemeinderats stattgefunden. Die Fäden dafür laufen bei Hauptamtsleiter Andreas Kraut zusammen, der auch Digitalisierungsbeauftragter der Stadt ist. Im März will man mit der Strategie in den Gemeinderat gehen.
Nicht alleine digitale Herausforderungen bewältigen
Für Oberbürgermeister Johannes Arnold ist es nicht zielführend, wenn jede Große Kreisstadt ihre digitalen Herausforderungen allein zu bewältigen versucht. Bereits in früheren Jahren gab es einen sehr effizienten Schulterschluss zwischen den Großen Kreisstädten im Landkreis Karlsruhe und darüber hinaus. Deshalb wurde bei den Großen Kreisstädten sowohl im Landkreis als auch bei Rastatt, Gaggenau und Bühl angefragt, die ein ähnliches Aufgabenportfolio haben wie Ettlingen. Das erste Treffen hat nun in Ettlingen stattgefunden. Neben den OBs nahmen daran auch Hauptamtsleiter/innen sowie IT-Leiter/innen und Digitalisierungsverantwortliche teil. „Die sehr positiven Rückmeldungen der anderen Städte auf unsere Idee eines Netzwerkes bestätigen uns", merkte Andreas Kraut an.
Auf der Agenda standen u.a. Fragen welche Herausforderungen durch den digitalen Wandel anstehen, der Austausch über den jeweiligen Stand im Themenfeld Digitalisierung und in welchem Bereich die Städte jeweils gerne zeitnah einen Schwerpunkt setzen wollen.
Effiziente kommunale Arbeitsteilung
Es geht dabei um eine effiziente kommunale Arbeitsteilung, die zu schnelleren Ergebnissen, aber auch zu Kostenminimierungen führen soll. Sprich jede Kommune konzentriert sich zum Beispiel auf ein bestimmtes Digitalprojekt, um dann ihre gewonnenen Erfahrungen im Sinne von best pratice an die anderen Städte weiterzugeben. Während sich eine Stadt beispielsweise um die e-Akte kümmert oder den e-Posteingang, richtet eine andere Stadt ihren Fokus auf das Thema e-Mobilität oder Parkraummanagement und die nächste Stadt beschäftigt sich mit e-Payment.
Ein nicht unwichtiger Aspekt bei der Zusammenarbeit, es könnten Förderprogramm gemeinsam erschlossen werden, die man allein nicht erschließen könnte.
Zusammenarbeit bleibt regional begrenzt
Wichtiger Mosaikstein der interkommunalen Zusammenarbeit ist für die teilnehmenden Städte, dass es auf die Region begrenzt bleibt, der Wissens- und Technologietransfer im Mittelpunkt steht und dennoch jede Kommune weiterhin autonom darüber entscheiden kann, welche digitale Strategie und welche Digitalprojekte sie umsetzt. Ende April Anfang Mai werden sich die acht teilnehmenden Großen Kreisstädten und die Stadt Baden-Baden erneut in Ettlingen treffen.