Notbetreuung für schulpflichtige Kinder

Landesweite Schließung der Schulen

Hotline eingerichtet

Bereits Mitte der Woche hat die Stadt vorsorglich zusammen mit dem Geschäftsführenden Rektor der Ettlinger Schulen Helmut Obermann einen Notfallplan erarbeitet, für den Fall, dass die Landesregierung über eine flächendeckende Schließung der Schulen wegen des Corona-Virus´ entscheidet. Ab Dienstag, 17. März bleiben alle Schulen und Kindergärten bis einschließlich Ende der Osterferien geschlossen, dies hat das Kabinett heute beschlossen. „Wir haben entschieden, die Schulen, Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege erst ab kommenden Dienstag komplett zu schließen, um allen Einrichtungen einen einigermaßen geordneten Übergang zu ermöglichen,“ so die baden-württembergischen Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.
 
Ein Notfallplan ist immer ein Kompromiss, doch immer noch besser, als wenn es überhaupt keine Betreuung gebe, so Oberbürgermeister Johannes Arnold. "Wir würden eine Betreuung für schulpflichtige Kinder der Grundschule sowie den 5. und 6. Klassen anbieten und zwar für schulpflichtige Kinder, deren beide Elternteile in systemrelevanten Berufsgruppen tätig sind, das wären u.a. Mitarbeiter/-innen von Apotheken, Labore, Krankenhäuser/Pflegeheimen, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Ämtern und Behörden, Lebensmittelgeschäften und Drogeriemärken sowie Lieferbetriebe für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs sowie von Reinigungsdiensten. Wer keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit hat, kann sein schulpflichtiges Kind in die Notfallbetreuung bringen, jedoch muss es gesund sein, die Familie darf in den zurückliegenden 14 Tagen nicht in einem Risikogebiet gewesen sein und das Essen sowie das Getränk ist von zu Hause mitzubringen. Deutlich machte der OB, dass dies eine temporäre, freiwillige Leistung der Stadt sei.
 
Während der Notfallbetreuung für die schulpflichtigen Kinder wären auch nicht mehr alle acht Horte offen, sondern „wir würden an drei Standorten betreuen“, so Silke Benkert, Sachgebietsleiterin. Mögliche Standorte könnten die Schillerschule, die Hans-Thoma-Schule in Spessart und die Geschwister-Scholl-Schule in Bruchhausen sein. "Öffnungszeiten könnten wir von 7.30 bis 17 Uhr anbieten". Aufgrund der vielen Teilzeitkräfte bedarf es eines gut austarierten Dienstplans.
 
Bereits am Samstag wird es beim Amt für Jugend, Familie und Senioren eine Hotline geben. Unter der 07243 101 832 können sich Eltern von schulpflichtigen Kindern bis zur 6. Klasse, soweit das Kind eine Ettlinger Einrichtung besucht, durchgehend ab Samstag, 14. März von 9 bis 13 Uhr melden. Es können ausschließlich Fragen zur Notfall-Kinderbetreuung beantwortet werden.
 
Am heutigen Freitag haben sich die Träger der Kindergärten mit Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker und städtischen Fachleuten getroffen. Für die Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern wurden die Kindergartenträger und Träger der Tagespflegeeinrichtungen gebeten, ebenso zu verfahren und Notgruppen einzurichten. Hierzu erhalten Eltern Auskunft bei ihrem Kindergarten und dem Tageselternverein Ettlingen.
 
Bei Fragen zum Corona-Virus stehen folgende Telefonnummern zur Verfügung: Gesundheitsamt Karlsruhe 0721-93681940 Mo. - Do., 8 - 12 Uhr u. 13 - 16 Uhr, Fr. 8 - 15 Uhr
 
Hotline Landesgesundheitsamt 0711-90439555 werktags von 9 - 16 Uhr