„Das Geld ist gut angelegt“

Besuch von Staatssekretärin Miellich in Oberweier

Nicht nur der Dorfladen und der Bewegungsparcours auch das künftige Generationenhaus im Neubaugebiet Gässeläcker stand auf der Besichtigungstour von Staatssekretärin Miellich in Oberweier.

„Das Geld ist gut angelegt, es hat Entwicklungen angestoßen und ermöglicht“, über die sich Staatssekretärin Bärbel Miellich vom Sozialministerium Baden-Württemberg bei ihrem Besuch in Oberweier freute. Oberweier hatte beim Landeswettbewerb „Quartier 2020 – gemeinsam.gestalten“ teilgenommen und war erfolgreich. 50 000 Euro flossen in die weitere Quartiersentwicklung. Der Ideenwettbewerb sei ins Leben gerufen worden, erinnerte Miellich, als Anreiz für alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung.

Oberbürgermeister Johannes Arnold unterstrich in seiner Begrüßung, dass viele Einwohner von Oberweier gleichfalls Geld in die Hand genommen hätten, um im Ortskern ihre Häuser zu sanieren dank der Unterstützung durch das Land und die Kommune. Wichtig war für Miellich und auch für die Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin zu sehen, ob unsere Instrumente richtig sind, ob sie greifen.
Und die Staatssekretärin hatte eine mehr als frohe Botschaft für Bruchhausen im Gepäck. 30 000 Euro wird es hier an Fördergelder geben, auch hier hatten Anja Englisch und Petra Klug in die Bewerbung viel Zeit und Mühe investiert.

Ortsvorsteher Wolfgang Matzka skizzierte die Eckdaten des Neubaugebietes Gässelgarten, wo sich 164 Personen um die 67 Grundstücke bewarben. Oberste Priorität genossen Familien, denn „wir wollten, dass unsere Schule und der Kindergarten erhalten bleiben“. Dieses Ziel ist mehr als erreicht. Denn im Kindergarten wird es nun dank des Zuzuges eine dritte Gruppe geben. Es war sicher kein einfacher Prozess, merkte Matzka an, doch „das Ergebnis gibt uns recht“. Doch im Fokus stand auch das seniorengerechte Wohnen, damit die Menschen im Alter nicht nach Ettlingen ziehen müssen.

Im Gässeläcker wird die Stadtbau GmbH ein Mietwohnungsbau mit elf Wohnungen als Generationenhaus errichten nebst mit einem Quartiersplatz als einen weiteren generationsübergreifenden Treffpunkt neben dem Bewegungsparcours bei der Waldsaumhalle. Im Vorfeld wurde dieses Projekt nicht nur im Ortschaftsrat vorgestellt, sondern es gab zwei Bürgerinfos, auf denen „wir von der Bevölkerung viele Anregungen erhielten“, so Steffen Neumeister, Geschäftsführer der Stadtbau. „Für die Wohnungen haben wir Stand heute schon 20 Interessenten“. Einen Bouleplatz, gesäumt von französischen Platanen, wird es auf dem Quartiersplatz geben, der zum ´Place de Jumelage´ werden soll.
Auf die Frage von Miellich, welche Form der Bürgerbeteiligung sich bewährt habe, antwortete Planungsamtsleiter Wassiliy Meyer-Buck, wichtig sei die Sinnhaftigkeit aufzuzeigen.