100 Millionen Euro in 400 neue Wohnungen in nächsten Jahren

   Viel Geld hat die Stadtbau in neuen Wohnraum investiert. Was in den letzten fünf Dezennien alles durch sie entstanden ist, zeigt die Fotodokumentation aus der Feder der ehemaligen Stadtarchivarin Le Maire im Bild BM Dr. Heidecker und Stadtbaugeschäftsführer Neumeister. Die beiden anderen Bilder zeigen den Berliner Platz in Neuwiesenreben.

Ob die Altstadtsanierung oder die Konversion der Rheinlandkaserne, ob Wohnblocks in Ettlingen-West oder der Berliner Platz, nicht zu vergessen die Stadtteile, überall hat die Stadtbau GmbH in den zurückliegenden fünf Dezennien gebaut, saniert, renoviert, restauriert und so neuen Wohnraum für die Menschen in Ettlingen geschaffen.
 
Auf den Tag genau zum Gründungsdatum konnte Stadtbaugeschäftsführer Steffen Neumeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Moritz Heidecker die druckfrische Fotodokumentation betrachten, eine Arbeit der ehemaligen Stadtarchivarin Dorothee Le Maire.
 
Froh sei sie gewesen, dass die Stadtbau zurückliegend ihre Unterlagen der vergangenen 30 Jahre bereits an das Stadtarchiv übergeben hat, und dennoch blieb ein ganzer Berg an Recherchearbeit für Frau Le Maire, bis sie das optisch und sprachlich gelungene Jubiläumsbuch in den Händen halten konnte. Diese Dokumentation, eines der Projekte, die für das Jubiläumsjahr auf der Agenda stand. Das Geburtstagsfest, das andere Projekt, wird erst nächstes Jahr zusammen mit der IG Ettlingen-West stattfinden, ließ Neumeister wissen. Er sei froh, dass er das geschichtliche Hirn der Stadt für diese Arbeit gewinnen konnte, hob Neumeister mit Blick auf Le Maire heraus.
Was mache ich nur freitags, konterte Le Maire augenzwinkernd, denn nun ist das Projekt abgeschlossen und damit auch die freitäglichen Abstimmungsgespräche. Mit im Boot für das Werk saßen neben dem Ettlinger Fotograf Felix Groß, die Bildhauerin und Grafikerin Renate Koch und der Stadtbaumitarbeiter Martin Reuter. Während Groß das Bildmaterial sichtete und auch Neuaufnahmen machte, sorgte Frau Koch für die richtige Form und das ansprechende Layout des Buches. Der Einband, gleichfalls aus ihrer Feder stammend, zeigt auf einem schematischen Stadtplan, wo die Stadtbau Wohnungen hat.
 
Sehr lebendig habe das „wandelnde Ettlinger Gedächtnis das Material aufbereitet“, unterstrich Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Moritz Heidecker. Ich habe den Leser respektive die Mieter der Stadtbau im Blick gehabt bei der Arbeit für die Dokumentation, erläuterte die ehemalige Stadtarchivarin. Sie erinnerte auch daran, dass die Stadtsanierung der Auslöser für die Gründung der Stadtbau war, bald folgten weitere Aufgaben und damit auch der soziale Aspekt der 100 prozentigen Tochter, die nach Jahren des Verwaltens des Bestands 2013 wieder mit Bauaktivitäten in Ettlingen-West begann.
 
In den nächsten Jahren werden wir rund 100 Millionen Euro in knapp 400 Wohnungen investiert, ließ Neumeister wissen. Allein am Festplatz sind es 70, die Mitte Dezember bezugsfertig sein werden. Auf dem ehemaligen Feuerwehrareal fällt der Startschuss nächsten Samstag. Auf dem ELBA-Gelände wird die Stadtbau ebenso tätig sein wie Im Ferning auf dem ehemaligen AVG Areal. Auch wenn manch einer glaubt, es passiere nichts beispielsweise auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände, im Hintergrund laufen die Probebohrungen oder die Lärmgutachten. Doch am 16. Oktober wird mit Aplomb der Spatenstich gefeiert, sprich die Historische Bürgerwehr wird Salut schießen mit der Sibylla.
Rund 20 Monate später werden dann die Wohnungen in der Pforzheimer Straße bezugsfertig sein.
 
Wer in Erinnerungen schwelgen und zugleich die Entwicklung des Wohnungsbaus in Ettlingen in Augenschwein möchte, dem sei die Fotodokumentation empfohlen. Auf zwei Doppelseiten kann man sich den frühere Zustand der Häuser anschauen und die erfolgte Renovierung respektive Bebauung, begleitet von knappen Textpassagen, die das wichtigste skizzieren. Gerade die Luftbilder geben reizvolle Einblicke in die Veränderung der Altstadt.
 
Jeder Mieter wird das Fotobuch erhalten, Interessierte können es im Buchhandel und bei der Stadtinformation für 12,90 Euro erwerben. Es hat eine Auflage von 1 500 Stück und wurde vom Bruchsaler Stork-Verlag verlegt.