Teile des Ettlinger Straßennetzes werden erneut digital analysiert

Voraussichtlich im Juli werden ausgewählte Straßen (ca. 45 km) in den Höhenstadtteilen Ettlingens durch das Ingenieurbüro LEHMANN + PARTNER GmbH aus Erfurt erneut befahren. Die Befahrung kann nur bei trockenem Wetter erfolgen, daher kann der Zeitpunkt der Befahrung derzeit nur ungefähr angegeben werden.

Vorrangiges Ziel ist es, die bereits vorhandenen Erkenntnisse aus der Straßenbefahrung 2018 auszubauen und zu aktualisieren und eine fundierte Unterhaltungsplanung für 
die kommenden Jahre zu erarbeiten. Bei der zukünftigen Planung werden weitere Akteure aus dem Bereich Straße, z.B. die Versorgungsträger und auch die Kanalplanung 
berücksichtigt. So können durch gemeinsam koordinierte Baumaßnahmen Synergieeffekte erzielt und, nicht unwichtig, Kosten eingespart werden.

Zum Einsatz kommt ein Messfahrzeug mit zertifizierter Technik, welches mit hochauflösenden Kameras und Scannern ausgestattet ist. „Die fünf Kameras sind auf den gesamten Straßenraum ausgerichtet", erklärte Projektleiter Steve Szatmári-Zink die technische Verfahrensweise. „Die eingesetzten Scanner erstellen ein 3D-Modell des Verkehrsraums und ein virtuelles Bild der Fahrbahnoberflächen, um so Unebenheiten im Millimeterbereich zu erfassen“. Mit Hilfe der Kameras werden zudem alle Oberflächenschäden dokumentiert und auch detailliert ausgewertet“.

Zudem hat sich gezeigt, dass die Befahrungsbilder innerhalb der Stadtverwaltung vielfältig genutzt werden können und eine spürbare Erleichterung der täglichen Arbeit darstellen. Die Bestimmungen des Datenschutzes werden selbstverständlich strikt eingehalten, Fassaden, Kennzeichen und Personen sollen nicht aufgenommen werden bzw. werden unkenntlich gemacht. "Natürlich können wir das nicht ganz 
ausschließen, obwohl die Kameras nur auf den Straßenraum ausgerichtet sind", erklärt Szatmári-Zink. Allerdings werden die erhobenen Daten ausschließlich zu internen Zwecken in der Verwaltung genutzt und nicht an Dritte weitergegeben.