Pressemitteilungen

Steigende Corona-Zahlen: Maskenpflicht (20. Oktober 2020)

Wegen der steigenden Corona-Zahlen hat das Land weitere Regeln erlassen. Seit Montag werden private Treffen auf 10 Personen oder 2 Haushalte begrenzt, Veranstaltungen auf 100 Teilnehmer
Außerdem wird seitens der Stadt für den Bereich der Fußgängerzone das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Die Pflicht zum Tragen der Maske besteht auf dem Wochenmarkt mittwochs und samstags von 7 - 13 Uhr sowie auf dem Abendmarkt donnerstags von 16 bis 19 Uhr und auf der Baustelle Neuer Markt, weil hier der Abstand von 1,50 Meter schwerlich eingehalten werden kann. Die Ausschilderung vor Ort ist zu beachten.

Ein Invest in die Zukunft (16. Oktober 2020)

Ab sofort werden im Ettlinger Musikerviertel eine Vielzahl von Gebäuden klimaneutral mit Nahwärme versorgt: Im Westen der Stadt sind jetzt nach einer rund vierjährigen Planungs- und Bauphase alle wichtigen Voraussetzungen geschaffen, um die Gebäude entlang der Wärmeleitungstrasse CO2-frei mit Wärme zu versorgen. Herzstück ist die neue Heizzentrale der Stadtwerke Ettlingen (SWE) auf dem Gelände des Beruflichen Bildungszentrums (BBZ). Nach einem mehrwöchigen erfolgreichen Probebetrieb wurde die Anlage am Donnerstag vergangener Woche eingeweiht – und damit der offizielle Startschuss für die Versorgung des Musikerviertels mit umweltfreundlicher Wärme gegeben. Es handelt sich hierbei um das größte Wärmeprojekt in Ettlingen seit rund 40 Jahren. Rund 1.800 Tonnen CO2 können zukünftig pro Jahr durch das Vorzeigeprojekt „zeozweifrei Nahwärme Musikerviertel Ettlingen“ eingespart werden, das vom Bund mit vier Millionen Euro gefördert wurde. Rund 1,8 Millionen Euro investierten darüber hinaus die Stadtwerke Ettlingen.   „Das Ettlinger Projekt zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Wärmeversorgung für ein gesamtes Stadtviertel umgesetzt werden kann“, betonte Rita Schwarzelühr-Sutter bei der Inbetriebnahme der Heizzentrale. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat von Beginn an das Projekt unterstützt. „Das Musikerviertel in Ettlingen kann beispielgebend für weitere Projekte in ganz Deutschland sein.“ Die Fördergelder kommen aus der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung. Im Mai 2017 hatte die Parlamentarische Staatssekretärin den Förderbescheid in Ettlingen überreicht. „Wir haben einen guten Werkzeugkoffer um auf die klimatischen Herausforderungen zu reagieren. Dieses Wärmenetz ist ein Invest in die Zukunft“.   Die ersten konkreten konzeptionellen Überlegungen für eine Versorgung des gesamten Quartiers mit Nahwärme reichen bis ins Jahr 2013 zurück: Erste Gespräche zwischen dem Landkreis, der Stadt Ettlingen, den Stadtwerken sowie der Umwelt- und Energieagentur im Landkreis Karlsruhe über eine gemeinsame Nahwärmekonzeption wurden geführt, die anschließend zwischen den Beteiligten vertraglich vereinbart wurden. Neben der Versorgung der Schulzentren und der bestehenden Wohngebäude wurde in der Kalkulation auch bereits die zukünftige Neubauentwicklung im Viertel berücksichtigt.   „Mit diesem Quartierskonzept sind beispielhaft übergreifende Strategien für eine zukünftige Energieversorgung umgesetzt worden,“ hob Landrat Dr. Christoph Schnaudigel hervor.“ Der Landrat stellte die rhetorische Frage, ob die Heizzentrale wirtschaftlich sei, volkswirtschaftlich auf jeden Fall sinnvoll, doch seit der CO2 Steuer rechne es sich auch betriebswirtschaftlich. Eine weitere zukunftsweisende Zusammenarbeit hat auch im Rahmen der Tiefbauarbeiten zwischen den Stadtwerke Ettlingen und der Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe stattgefunden. Während der Tiefbaumaßnahmen wurden Glasfaseranschlüsse mitverlegt. Für OB Johanne Arnold ist diese Heizzentrale ein Herzensprojekt gewesen, hob in Vertretung für den erkrankten OB Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker heraus. Es war ein ambitioniertes Projekt, doch alle Vertragspartner haben ihr Wort gehalten. Ohne die großzügige Förderung wäre das Projekt jedoch so nicht möglich gewesen.“   In der Heizzentrale wird über zwei Holzpellet-Heizkessel der größte Teil der benötigten Wärme erzeugt. Darüber hinaus kann – etwa zu Spitzenlastzeiten – zusätzlich Wärme aus einem mit Bioerdgas befeuerten Heizkessel Wärme produziert werden.  Außerdem wird über eine Solarthermieanlage auf dem Dach des BBZ ebenfalls Wärme erzeugt. In einem 100 Kubikmeter fassenden Pufferspeicher wird die Wärme zwischengespeichert, ehe sie in Form von 70 bis 95 Grad heißem Wasser über das Nahwärmenetz direkt in die Häuser gelangt. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass je nach Sonneneinstrahlung, Außentemperaturen und Wärmebedarf stets die ökologisch und ökonomisch günstigste Wärmequelle verwendet wird.   Insgesamt wurden rund 3.200 Meter Wärmeleitungen in der Karl-Friedrich-, Beethoven-, Haydn-, Schleinkoferstraße und Rastatter Straße verlegt. „Dort, wo es sinnvoll war, haben wir die Tiefbauarbeiten genutzt, um auch Gas- und Wasserhauptleitungen mitsamt den Hausanschlüssen zu erneuern sowie Lehrrohre für Strom und Glasfaser zu verlegen“, betonte SWE Geschäftsführer Eberhard Oehler. „Seit dem Bau des Fernwärmenetzes in der Innenstadt ist dies das größte Wärmeprojekt in Ettlingen seit fast vier Jahrzehnten“, betont Oehler und streicht heraus: „Es handelt sich um das erste Wärmenetz, das ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien betrieben wird.“   Nach der Wilhelm-Lorenz-Realschule und dem BBZ sowie drei Privathäusern und drei ALBA-Neubauten werden nächstes Jahr die Mehrfamilienhäuser und der städtische Kindergarten auf dem Festplatzgelände folgen. Mittelfristig wird das Wärmenetz bedarfsgerecht erweitert. Insgesamt können rund 400 Haushalte im Musikerviertel profitieren. Oehler: „wir freuen uns auf die Nachfragen“.   www.swe-ettlingen.de
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Nach 42 Jahren „Ahoi Neuland“ (16. Oktober 2020)

Die Kultur hat schon immer lernen müssen, mit Einschränkungen umzugehen, im Iran dürfen sich die Darsteller im Theater nicht berühren, in der Peking Oper wird mit Masken gespielt, machte Schlossfestspielintendantin Solvejg Bauer bei der Vorstellung des Winterspielplans deutlich. Die Corona-Pandemie fordert unsere Kreativität heraus.  Deshalb wird es auch erstmals seit 42 Jahre des Bestehens der Festspiele eine Winterspielzeit geben. Die Kultur musste immer kreativ sein. Das Festspielteam war es auch und hat im Sommer bereits ein Stück Normalität geboten und wird jetzt auch wieder für theatrale Unterhaltung sorgen, „nach der die Menschen lechzen“, wie es Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker in Vertretung für OB Arnold bei der Begrüßung betonte. Das Sommerprogramm habe guten Anklang gefunden, die große Schwester Karlsruhe habe staunend nach Ettlingen geblickt. Staunend blickte auch Heidecker auf das Motiv für das Winterprogramm, das Lust mache. Ettlingen Schloss wächst aus einer imposanten, verschneiten Berglandschaft. Jeder im Team war und ist wichtig in diesen Zeiten, so Bauer. Fatalismus ist der falsche Weg. Neue Formen muss gerade das Theater finden. „Wir fühlen uns getragen von unseren Zuschauern, aber auch vom Gemeinderat, der grünes Licht für diese etwas andere Reise in die Fantasie gab“.     Jeweils 50 Menschen dürfen pro Vorstellung die Kinderoper La Cenerentola von Rossini erleben im Asamsaal und die Nachtoper Herzog Blaubarts Burg im Rittersaal und in den Barockräumen. Die Stücke wurden von zweieinhalb Stunden auf 50 Minuten respektive auf 80 Minuten eingedampft, es gibt keine Pausen. „Mit dem Ordnungsamt sind wir im engen Kontakt“. Auch bei den Proben wird selbstredend auf den Abstand geachtet und der lange Ostflügel des Schlosses bietet sich förmlich als Garderobe und Schminkraum an.   Während die Kinderoper schon fertig inszeniert ist, Regie liegt in den Händen von Frank Wörner, geht es für die Darsteller von Herzog Blaubart Mitte November in die Probenarbeit, hier führt Solvejg Bauer die Regie und die musikalische Leitung hat Stefan Birnhuber. Eine geheimnisvolle-düstere Geschichte steht hinter dieser Oper, dessen Musik Bela Bartok geschrieben hat. Wer hinter das Geheimnis von Blaubart kommen möchte, in dessen Burg Frauen sterben, muss sieben Türen öffnen. Das Besondere ist die Instrumentierung durch Flügel. Harfe und Harmonium, das wir bei den Aufräumarbeiten entdeckt haben. Es war in einem jämmerlichen Zustand, aber wir wollten es erhalten wissen. Dank der Freunde der Schlossfestspiele wird es nun restauriert und hat dann seinen Auftritt. Auftritte mit der Kinderoper in den Stadtteilen werden wieder ermöglicht durch die Bürgerstiftung   Der Vorhang für die Premiere von La Cenerentola geht am Sonntag, 29. November und für Herzog Blaubart am Dienstag, 29. Dezember auf. Wer Karten möchte, sollte sich sputen. Ab heute, 17. Oktober hat der Vorverkauf für die Wintersaison begonnen. Bei dem Vorverkauf für die Saison 2021 ist Frau Bauer noch etwas zurückhaltend. Normalerweise ist hier immer der Start am ersten Adventssamstag, aber wir beobachten die Entwicklung von Corona. Sie baut auf einen Windhauch, der die Pandemie wegfege. Dennoch müsse man realistisch bleiben, denn die Rückabwicklung der zurückliegenden Saison war immens. Deshalb warten wir ab, ob es bei den 500 Zuschauern im Schlosshof bleiben kann. . Wie bei der Festspielsaison 2020 wird das sturmerprobte Team um Frau Bauer ihre Kreativität wieder einmal mehr unter Beweis stellen, ganz dem Motto des Winterprogrammes verpflichtet „Ahoi Neuland“.   Karten für La Cenerentola Erwachsene 11 für Kinder 7 Euro, für Herzog Blaubarts Burg 23 Euro, jeweils freie Platzwahl gibt es bei der Stadtinformation im Schloss Öffnungszeiten montags bis Freitag, 9.30 bis 16 Uhr, samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr. Oder bequem von der heimischen Couch www.schlossfestspiele-ettlingen.de .
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Öffentliche Gemeinderatssitzung, Mittwoch, 21. Oktober, 17.30 Uhr, Stadthalle (15. Oktober 2020)

Am Mittwoch, 21. Oktober, findet um 17.30 Uhr in der Stadthalle, Friedrichstraße, die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Insgesamt stehen neun Tagesordnungspunkte auf der Agenda des öffentlichen Sitzungsteils, drei davon wurden bereits in den Ausschüssen öffentlich vorberaten: die Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030, das weitere Vorgehen hinsichtlich der Grünabfallentsorgung und Co., die Änderung der Parkgebührensatzung für den Wohnmobilstellplatz im Im Ferning. Darüber hinaus werden die Räte über das Ausscheiden von Steffen Neumeister als Ortsvorsteher von Schöllbronn befinden müssen, der dieses Amt zum 30. November gerne aufgeben möchte. Darüber hinaus steht das Raumkonzept für die Verwaltung auf der Tagesordnung sowie Spenden, Bekanntgaben (bereits gefasster Beschlüsse) und Anfragen der Gemeinderäte. Den Link zu den Unterlagen und Vorlagen gibt es wie immer hier.

Feier wegen Pandemie auf 2021 verschoben (14. Oktober 2020)

Leider, leider: wie bereits das 30-jährige Jubiläum mit Löbau fällt auch die Feier anlässlich des 40. Jahrestags der Partnerschaft mit dem englischen Clevedon der Pandemie zum Opfer. Ursprünglich war vorgesehen, das runde Partnerschaftsjubiläum im Oktober mit einem Festakt in Ettlingen zu feiern. „Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reisebeschränkungen wurden die Feierlichkeiten in das nächste Jahr verschoben und sollen im Rahmen des Champagnerfestes vom 16. bis 18. April 2021 gefeiert werden“ erklärte Ilka Schmitt; sie ist bei der Stadt für die Städtepartnerschaften zuständig. Seit 1980 pflegt die Stadt Ettlingen eine Städtepartnerschaft mit der englischen Stadt am Bristol Channel. Nach der Verbindung mit Epernay, die bereits 1953 geschlossen wurde, und dem belgischen Middelkerke, 1971 wurde dieser Bund besiegelt, ist die britische Städtepartnerschaft die drittälteste.   Clevedon, in der Grafschaft Somerset in der Region South West im Vereinigten Königreich gelegen, hat rund 20.000 Einwohner. Bekannt ist die viktorianische Stadt unter anderem durch den sehenswerten Pier, der als einer der schönsten des Landes gilt, wegen der St. Andrews-Kirche mit ihrem normannischen Chor oder dem Curzon-Kino, dessen Fassade aus den 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts stammt und das seit 2012 nach aufwändigen Renovierungen wieder Filme zeigt.    In Ettlingen zeugen neben einer der typisch englischen, roten Telefonzellen der Clevedoner Weg und die Clevedon-Brücke von der Städtepartnerschaft. In ‚normalen‘ Jahren sind die Clevedoner beim Marktfest mit von der Partie, reisen häufig in Begleitung einer Tanzgruppe, den Morris Men inklusive ‚Horse‘, an und servieren als typisches Getränk den beliebten „Pimm’s“. Auf schulischer Ebene wird die Freundschaft unter anderem über das Erasmus + Programm und Schulpartnerschaften gelebt.    
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Häckselplätze und Biomüll (09. Oktober 2020)

Die öffentlich-rechtliche Aufgabe des Einsammelns und Beförderns von Abfällen und der Kompostierung pflanzlicher Abfälle ist von den Städten und Gemeinden auf den Landkreis Karlsruhe zurückübertragen worden. Stadtkämmerer Uwe Metzen, der die Vorlage für die Vorberatung im Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner vorherigen Funktion als Leiter des Stadtbauamts noch maßgeblich mit ausgearbeitet hatte, erläuterte die Informationen kurz.
 
2007 hatte der Gemeinderat der Stadt Ettlingen zugestimmt, dass der Landkreis Karlsruhe wiederum die Stadt Ettlingen beauftragt, die Grünabfallsammelplätze, die Grünabfallverwertung und den Wertstoffhof zu betreiben. Dabei wurden auch die Öffnungszeiten festgelegt. Eine entsprechende öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die kommunalen Beistandsleistungen „Betrieb von einem Grünabfallsammelplatz/Grünabfallsammel-plätzen“, Grünabfallverwertung“ und „Betrieb von einem Wertstoffhof/Wertstoffhöfen“ wurde zwischen der Stadt und dem Kreis abgeschlossen. Die Stadtwerke Ettlingen (SWE) als Tochtergesellschaft der Stadt erklärte sich 2008 bereit, die Leistungen für die Stadt zu erbringen, zumal sich der Abfallwirtschaftsbetrieb Karlsruhe nur auf kurze Vertragslaufzeiten einlassen wollte. Denn externe Firmen waren wegen der fehlenden Planungssicherheit nicht bereit, sich darauf einzulassen.

Ab dem 1. Januar 2021 führt der Landkreis Karlsruhe auf Beschluss des Kreistags eine zusätzliche Bioabfallsammlung mit einem Kombi-/Wahlsystem ein, bei dem verschiedene Möglichkeiten geboten werden, unter anderem ein Bringsystem. Bei letzterem bringen die Privatkunden ihren in Biobeuteln verpackten Biomüll auf die Grünabfallsammelstellen.  Deshalb müssen bestehende Vereinbarungen angepasst bzw. neu geschlossen werden. Zudem ist eine Anpassung der für die Stadtwerke nicht mehr auskömmlichen Preise erforderlich.
 
Biomüll
Der Landkreis möchte für die Biomüllsammlung ab 1. Januar 2021 verteilt auf den Ettlinger Grünabfallsammelplätzen insgesamt 18 660-Liter-Vierrad-Bioabfall-sammelbehälter aufstellen, so dass die entsprechend verpackten Bioabfälle dort ordnungsgemäß angenommen werden können. Der Abfallwirtschaftsbetrieb leert die Behälter zweimal wöchentlich und reinigt sie einmal im Monat. Die Anlieferungskontrolle übernimmt das ohnehin auf den Sammelplätzen tätige Stadtwerke-Personal. Die Stadt Ettlingen erhält vom Kreis für die Biomüllannahme eine zusätzliche Aufwandsentschädigung von 25.200 Euro pro Jahr. Da die Vereinbarung zur Änderung der bestehenden öffentlich-rechtlichen Vereinbarung rückwirkend ab dem 1. Oktober 2020 gilt, erhält die Stadt für 2020 noch 6.300 Euro.
Dieser Vorgehensweise schloss sich der Ausschuss an.
 
Abfallberatung
Für die Biomüllregelung wird es eine Abfall- Beratung geben, Landkreis und Kommune teilen sich die vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises ermittelten Leistungen. Während der Kreis sich um Infokampagne, Bedarfsabfrage, Anpassung der EDV-Plattform, Schulung des Beratungspersonals vor Ort, Infoveranstaltungen und Kundenbetreuung im Außendienst kümmert, übernimmt das Bürgerbüro der Stadt Ettlingen im Rahmen der örtlichen Abfallberatung, die seit 1. August dort angesiedelt ist, die allgemeine Abfallberatung zur Biomüllsammlung, die persönliche Kundenberatung vor Ort sowie die Bestellannahme für die Biomüllsammlung. Dafür erhält die Stadt eine Einwohnerpauschale, Ansatz 2020 beläuft sich auf rund 84.000 Euro, zusätzlich gibt es für die Einführungsphase einwohnerabhängig eine Aufwandsentschädigung, die 2020 rund 5.800 Euro betragen wird, ab 2023 wird sie halbiert. Sie wird regelmäßig überprüft und kreiseinheitlich angepasst.
 
Grünabfallverwertung und –sammelplätze sowie Wertstoffhof
Für die Grünabfallverwertung, den betrieb der Sammelplätze und des Wertstoffhofs wurden 2009 die Stadtwerke beauftragt, zunächst für einen Jahrespreis von rund 283.000 Euro, der 2017 erstmals angepasst wurde auf 377.500 Euro. Zusätzlich wurde den Stadtwerken 2010 bis 2016 jährlich ein Betrag von rund 28.000 Euro ausgezahlt für zusätzliche Öffnungszeiten.
Zwischen 2017 und 2019 flossen vom Kreis Beträge zwischen 321.000 und 443.000 Euro, 2020 wird ein Betrag in Höhe von rund 436.000 Euro erwartet, darin sind die 6.300 Euro für den Biomüll bereits enthalten. 2021 wird mit Einnahmen von rund 455.000 Euro gerechnet. Diese Aufwandsentschädigung wird nicht nur für die Begleichung der Kosten verwendet, die bei den Stadtwerken anfallen, sondern auch für Leistungen des Baubetriebshofs, interne Leistungsverrechnungen, Abschreibungen und Verzinsungen des Anlagekapitals.
Die SWE hat nun darauf hingewiesen, dass die aktuell geltenden Preise nicht mehr auskömmlich sind. Die Bitte an die Stadt lautet daher, rückwirkend zum 1.1.2020 eine Preisanpassung anzuerkennen.
Die Verwaltung kann diese Bitte nachvollziehen, denn mittlerweile sind die Mengen an Grünabfall bei gleichbleibenden Fixkosten zurückgegangen, von rund 8096 Tonnen im Jahr 2016 auf 6600 Tonnen 2018, 2019 sorgte der Sturm für einen leichten Anstieg der abgelieferten Menge. Hingegen stiegen die Kosten der beteiligten Dienstleister ebenso wie die Personalkosten. Auch der Landkreis hat die Veränderungen registriert und die Aufwandsentschädigung für die Grünabfallverwertung um über 52 Prozent erhöht. Auch beim Grünabfallsammelstellenbetrieb und für den Wertstoffhof wurden die Entschädigungssummen erhöht. Das aktualisierte Angebot der Stadtwerk4e legt eine Grünabfallmenge von insgesamt 6.500 Tonnen/Jahr zugrunde und kalkuliert eine Gesamtangebotssumme von rund 524.000 Euro/Jahr. Eine Steigerung von rund 39 Prozent, verursacht in erster Linie durch den Betrieb der Grünabfallsammelstellen.
Vergaberechtlich steht einem entsprechenden Beschluss nichts im Wege, denn der Gesamtcharakter des Auftrags wird nicht verändert. Die Stadtwerke haben über die Jahre investiert, vom Radlader bis zur Überdachung des Kompostlagers. Mitarbeiter wurden fest eingestellt, es gibt zahlreiche Hilfskräfte. Bei einer Vergabe an externe Unternehmen wäre mit einer weitaus höheren Kostensteigerung zu rechnen, zumal die Absicht der Stadtw4rke nicht darin liegt Gewinne zu erzielen. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Bioabfallsammlung auf die Grünabfallmenge auswirkt.
Den Nachfinanzierungsbedarf für 2020 in Höhe von rund 132.000 Euro übernimmt die Stadt ebenso wie den Fehlbetrag von 66.000 Euro für 2019 und rund 12.000 Euro für 2018 (wegen geringeren Grünabfallmengen).
Für den Betrieb der Insgesamt sechs Grünabfallsammelplätze (inkl. Der Eiswiese), der sich über Jahrzehnte bewährt hat und wo künftig auch die Bioabfälle abgegeben werden können, fallen ab 2021 jährlich Kosten in Höhe von rund 193.000 Euro an. Die Aufwandsentschädigung des Landes beläuft sich auf rund 114.400 Euro. Es bleiben etwa 78.900 Euro für eine an sich über den Landkreis gebührenfinanzierte Leistung, ohne die ohnehin anfallenden Fixkosten bleibt ein Defizit von rund 49.000 Euro. Eine Kostenreduzierung kann nur über die Verringerung der personalintensiven Öffnungszeiten erreicht werden. Man könnte die Zahl der Sammelplätze reduzieren oder die Öffnungszeiten eindampfen.
 
Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, kostendeckende Modelle zu entwickeln, die dem Gemeinderat vorgestellt werden sollten. Bis dahin würden alle Plätze weiterbetrieben wie bisher. Bei der Alternative, die Aufgabe an den Abfallwirtschaftsbetrieb zurückzugeben, würde der Landkreis bestimmen, wie und ob die Sammelstellen weiter betrieben werden. Der vorberatende Ausschuss konnte sich jedoch nicht darauf einigen, die Verwaltung Vorschläge zur Kostenreduzierung erarbeiten zu lassen, und lehnte diesen Teilbereich der Empfehlung an den Gemeinderat mit knapper Mehrheit ab.   
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Änderung der Verordnung über den Naturpark „Schwarzwald Mitte/Nord“ (08. Oktober 2020)

Änderung der Verordnung über den Naturpark „Schwarzwald Mitte/Nord“ vom 16. Dezember 2003, zuletzt geändert mit Datum vom 16. Dezember 2014 auf den Gebieten der Landkreise Calw, Enzkreis, Freudenstadt, Karlsruhe, Ortenaukreis, Rastatt, Rottweil sowie der Stadtkreise Karlsruhe, Baden-Baden und Pforzheim.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe – Höhere Naturschutzbehörde – beabsichtigt die Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über den Naturpark „Schwarzwald Mitte/Nord“ zu ändern: Der Geltungsbereich der Verordnung des Naturparks wird geändert und erweitert. Anlass hierfür ist der Wunsch einer Anzahl von Gemeinden auf Aufnahme in den Naturpark. 
In dem geplanten Naturpark sind ab dem heutigen Datum bis zum Inkrafttreten der Verordnung, längstens jedoch zwei Jahre, alle Veränderungen verboten, die den Schutzzweck der Verordnung gefährden können. Die bis heute rechtmäßig ausgeübte Bodennutzung bleibt unberührt.

Der Entwurf der Änderungsverordnung sowie die dazugehörigen Karten liegen in der Zeit vom 19. Oktober bis einschließlich 30. November zur kostenlosen Einsicht durch jedermann beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Karl-Friedrich-Str. 17, 76133 Karlsruhe, 2. OG, während der Sprechzeiten (Montag bis Donnerstag von 9 bis 15:30 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr) in Papierform aus.

Ergänzend wird der Entwurf der Änderungsverordnung einschließlich der dazugehörigen Karten für die Dauer der öffentlichen Auslegung auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter  https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt5/Ref55/Seiten/naturpark_schwarzwald_mn.aspx veröffentlicht. 

Des Weiteren wird der Entwurf der Änderungsverordnung einschließlich der dazugehörigen Karten für die Dauer der öffentlichen Auslegung bei den folgenden räumlich betroffenen Naturschutzbehörden bei den Stadtkreisen und Landratsämtern zur kostenlosen Einsicht während der Sprechzeiten elektronisch bereitgestellt:
beim Landratsamt Calw, Abteilung Landwirtschaft und Naturschutz, Haus C, Abteilungszentrale, Zimmer C 507, Vogteistraße 42-46, 75365 Calw, während folgender Zeiten: Montag bis Mittwoch und Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr, zusätzlich Montag von 14 bis 16:30 Uhr und Donnerstag 8 bis 18:30 Uhr;beim Landratsamt Enzkreis, 1. Stock, Zimmer 130, Östliche Karl-Friedrich-Straße 58, 75175 Pforzheim, während folgender Zeiten: Montag von 8bis 12:30 Uhr und von 13:30 Uhr bis 16 Uhr, Dienstag von 8 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 18 Uhr, Mittwoch von 8 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 16 Uhr, Donnerstag von 08 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr;beim Landratsamt Freudenstadt, Amt für Bau, Umwelt und Wasserwirtschaft, Zimmer 245, Herrenfelder Straße 14, 72250 Freudenstadt, während folgender Zeiten: Dienstag und Donnerstag von 8 Uhr bis 12 Uhr, Donnerstag von 14 bis 17:30 Uhr, Freitag von 8 bis 12:30 Uhr;
beim Landratsamt Karlsruhe, Amt für Umwelt und Arbeitsschutz, Zimmer 05 31 (Hochhaus), Beiertheimer Allee 2, 76137 Karlsruhe, während folgender Zeiten: Montag bis Donnerstag von 07:30 Uhr bis 17 Uhr, Freitag von 07:30 Uhr bis 13 Uhr;beim Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg, Bau A, Zimmer 218 A, Badstraße 20, 77652 Offenburg, während folgender Zeiten: Montag bis Mittwoch von 8:30 bis 12 Uhr, Donnerstag von 13 bis 18 Uhr;beim Landratsamt Rastatt, Kundenservice-Center, Am Schlossplatz 5, 76437 Rastatt, während folgender Zeiten: Montag bis Donnerstag von 7:30 bis 17 Uhr, Freitag von 7:30 bis 13 Uhr;beim Landratsamt Rottweil, Zimmer 802 (Hochhaus), Königstraße 36, 78628 Rottweil, während folgender Zeiten: Montag bis Mittwoch von 08:30 bis 11:30 Uhr und von 14  bis 16 Uhr, Donnerstag von 8:30 bis 11:30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, Freitag von 08:30 bis 11:30 Uhr;bei der Stadt Baden-Baden, 1. OG, Zimmer D 117, Briegelackerstr. 8, 76532 Baden-Baden, während folgender Zeiten: Montag bis Freitag von 8:30 bis 15:30 Uhr;bei der Stadt Karlsruhe, Stadtplanungsamt, Zimmer D 117, Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe, während folgender Zeiten: Montag bis Freitag von 08:30 bis 15:30 Uhr;bei der Stadt Pforzheim, Amt für Umweltschutz, 3. OG, Luisenstraße 29, 75172 Pforzheim, während folgender Zeiten: Montag bis Freitag von 08 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr.

Rechtsverbindlich ist nur das bei dem Regierungspräsidium Karlsruhe durchgeführte Verfahren und die dort öffentlich ausgelegten Unterlagen in Papierform.
Bedenken und Anregungen zu dem Verordnungsentwurf und den dazugehörigen Karten können während der genannten Auslegungsfrist beim Regierungspräsidium Karlsruhe schriftlich (Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 55 Naturschutz Recht, 76247 Karlsruhe), zur Niederschrift (Regierungspräsidium Karlsruhe, Karl-Friedrich-Str. 17, 2. OG, Raum 311/ 312, 76133 Karlsruhe) oder elektronisch (Naturschutzgebiete@rpk.bwl.de) vorgebracht werden.
Bitte beachten Sie, dass sich die jeweiligen Bedingungen zur Einsichtnahme der Unterlagen bei den Landratsämtern und Stadtkreisen aufgrund der COVID-19-Pandemie geändert haben könnten. 
Karlsruhe, den 16.09.2020
Regierungspräsidium Karlsruhe
 

„Karl Hofer – Bilder spröder Schönheit“ (08. Oktober 2020)

Das Museum Ettlingen zeigt ab 9. Oktober zwei neue Sammlungsausstellungen mit einer Auswahl repräsentativer Werke und Selbstzeugnisse des Künstlers Karl Hofer, einem eigenständigen Vertreter der klassischen Moderne. Im Schloss beherbergt das Museum die größte Dauerausstellung mit Werken des Künstlers Karl Hofer (1878-1955). Die meisten Werke der Ettlinger Sammlung sind Dauerleihgaben der Stiftung Menschenbild in Winterthur, welche aus dem Berliner Nachlass von Karl Hofer hervorgegangen ist. Bereits im Dezember 2019 startete das Museum im Ettlinger Schloss mit dem ersten Ausstellungsteil, der noch bis 28. Februar 2021 zu sehen sein wird, einer umfangreichen Werkschau. Mit über 50 Werken ermöglicht die erste Ausstellung „ Lebenslinien “ eine Begegnung mit dem Künstler und dem Menschen Karl Hofer. Persönliche Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen, wie sie durch zahllose Briefe und der Autobiographie Hofers überliefert sind, begleiten die ausgestellten Gemälde und Grafiken in chronologischer Folge und setzen diese in einen ganz persönlichen Kontext. Der zweite Ausstellungsteil „ Bilder spröder Schönheit “, die ab dem 9. Oktober und gleichfalls bis 28. Februar 2021 gezeigt wird, widmet sich mit mehr als 50 Werken den Variationen und Wiederholungen von Bildmotiven als Prinzip bildnerischer Gestaltung innerhalb von Hofers Oeuvre. Eine konzentrierte Auswahl von sieben Themenfeldern zeigen in Ergänzung zum ersten Ausstellungsteil „Lebenslinien“ wesentliche Aspekte der Sammlung im Museum Ettlingen: „Stillleben, Badende, Der nach innen gerichtete Blick, Masken, Mahnung und Bedrohung, Mädchen und biblische Szenen“. Der Schwerpunkt der Gesamtschau liegt entsprechend der Ausrichtung des Nachlasses auf Werken, die nach 1930 entstanden sind. Wertvolle Leihgaben aus den Beständen der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe und aus Privatbesitz ergänzen die Schau im Schloss. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wird Hofer beurlaubt und 1938 aus der Preußischen Akademie der Künste in Berlin ausgeschlossen. Mehr als 300 seiner Werke werden beschlagnahmt. Er arbeitet trotz der Bedrohung weiter. Die Bilder dieser Jahre zeigen verloren wirkende Gestalten, die in der Umarmung Schutz suchen. Die in Erstarrung eingefrorene Idyllen sind dabei von überraschend leuchtenden Farben durchflutet.   Öffentliche Führungen durch die Ausstellung Mittwoch, 21., und Freitag, 30. Oktober, Mittwoch, 18., und Freitag, 27. November, Mittwoch, 18., und Mittwoch, 30. Dezember, jeweils um 15 Uhr. Die Teilnehmerzahl bei den Führungen ist gemäß den Hygieneschutz-Auflagen begrenzt. Anmeldungen unter 07243/101-273 oder museum@ettlingen.de an. Die Teilnahme ist nur mit bestätigter Anmeldung möglich. Die Tickets für Führungen kosten 3 € zzgl. Eintritt. Führungen für Gruppen und Schulklassen können individuell vereinbart werden. Museum Schloss, Öffnungszeiten Sept.-April Mi-So 11-18 Uhr, Schlossplatz 3, 07243/101-273, museum@ettlingen.de www.museum-ettlingen.de
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Einheitsfeier (05. Oktober 2020)

„Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit Kerzen“, so Professor Wolfgang Bergsdorf die Formulierung eines ehemaligen Stasi-Mitarbeiters zitierend. Die Kerzen brannten in den Kirchen und auf den Straßen und wurden so zum Symbol für die in Freiheit leben wollenden Menschen. In seinem Festvortrag erinnerte der einstige Leiter der Abteilung Inland im Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung und enger Vertraute des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl an die bewegten Zeiten um die Jahre 1989 und 1990. Wie eng das Zeitfenster damals war, sei ihm durch den historischen Exkurs von Professor Bergsdorf bewußt geworden, so Oberbürgermeister Johannes Arnold. In seiner Begrüßung auf der Feierstunde zum 3. Oktober in der Schlossgartenhalle, die per Livestream auch in die Wohnzimmer übertragen wurde, unterstrich Arnold einmal mehr, dass die Einheit ein „Geschenk der Demokratie“ sei, das wir nicht als etwas Selbstverständliches betrachten sollten.
 
Er bedauerte, dass die ursprünglich geplante Doppelfeier, 30 Jahre Einheit und 30 Jahre Partnerschaft mit Löbau nicht in der sächsischen Stadt gefeiert werden konnte wegen Corona. Er bedauerte aber auch, dass sein Löbauer Amtskollege Buchholz meinte, jetzt sei man so lange zusammen, „jetzt brauchen wir die Partnerschaft nicht mehr“. Viel Herzblut fließe zwischen den Vereinen, der Feuerwehr bei den Begegnungen, die durch den Austausch der Auszubildenden der Städte Ettlingen und Löbau bereichert werden. Mit Blick auf Bergsdorf kündigte der Rathauschef einen Zeitzeugen an, der sein Erinnerungsbuch öffne.
Und das tat der Festredner denn auch und schlug Seite für Seite zurück in den Annalen und gab dadurch einen detailreichen Abriss über die Ereignisse auf dem Weg zu Einheit, auf dem kein Schluss fiel, mit ein Verdienst der Kirchen. Bergsdorf spannte den Bogen von den nachweislich manipulierten Kommunalwahlen in der DDR über die intensiven Telefongespräche zwischen Kanzler Kohl, dem Generalsekretär der UdSSR Michail Gorbatschow, dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Egon Krenz und dem US-Präsident George Bush.
Er vergaß aber auch nicht, daran zu erinnern, dass die BRD 40 Jahre Vertrauen aufgebaut hatte, so dass auch die europäischen Nachbaren der Einheit zustimmen konnten. Die anfänglichen Ressentiments waren nur zu verständlich. Als Stichwort nannte Bergsdorf die Reichsgründung 1871 und deren Folgen. Erfreulich zu werten sei, dass über 80 Prozent der Deutschen die Einheit als ein Glücksfall für die deutsche Geschichte betrachten. Auch für den OB und Bergsdorf ist die Einheit geglückt.
 
Für den richtigen Ton sorgte das Gesangsensemble der Ettlinger Musikschule mit der Sopranistin Marlene Riemann, dem Tenor Dominik Stütz und dem Bassisten Julian Steppe.

Öffentliche Ausschuss-Sitzungen am 6. und 7. Oktober 2020 (05. Oktober 2020)

Die nächste Sitzungsrunde des städtischen Gremiums steht bereits an: am Dienstag, 6. Oktober, tagt um 17.30 Uhr in der Stadthalle, Friedrichstraße, der Verwaltungsausschuss. Auf der Tagesordnung stehen insgesamt vier Punkte, davon zwei die Üblichen, nämlich Bekanntgaben und Anfrage der Gemeinderäte. Zunächst jedoch steht der Ettlinger Mietspiegel zur Vorberatung an. Es geht dabei um einen qualifizierten Mietspiegel im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs nebst einer Mietspiegelbroschüre, beides erarbeitet vom ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung. im zweiten Tagesordnungspunkt beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss vorberatend mit der Erhebung von Parkgebühren für Wohnmobile auf dem Wohnmobilstellplatz Wattkopfweg/Im Ferning.
Mit insgesamt sieben Themen wird sich am Folgetag, am Mittwoch, 7. Oktober, gleichfalls um 17.30 Uhr in der Stadthalle, der Ausschuss für Umwelt und Technik überwiegend vorberatend auseinandersetzen. Beschlossen wird die Sitzung von den beiden üblichen TOPs, Bekanntgaben und Anfragen. An erster Stelle steht die Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 bzw. das Votum, das die Stadt Ettlingen bei der Verbandsversammlung des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe am 2. November abgeben wird, zur Vorberatung an. Im zweiten Tagesordnungspunkt geht es um die Abfallentsorgung, gleichfalls in Vorberatung: Bioabfallsammlung, Abfallberatung, Grünabfallentsorgung und Wertstoffhof. Es geht dabei zum einen um die öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die kommunale Beistandsleistung in Sachen Bioabfallsammlung zwischen Ettlingen und Karlsruhe, auch bezüglich der Abfallberatung, sowie um die Anpassung der Preise und Kosten für die Grünabfallsammlung und Grünabfallsammelplätze, die von den Stadtwerken Ettlingen betrieben werden. Nächste Vorberatung: Photovoltaik in Ettlingen. Hierzu wurde ein Strategiekonzept erstellt, das bereits realisierte und mögliche Photovoltaikanlagen nebst Potenzial aufzeigt und auch die Dachflächen städtischer Liegenschaften sowie Neubauquartiere hinsichtlich der Realisierung weiterer stromerzeugender Anlagen betrachtet. Rein informativ und daher auch ohne Vorlage ist der Tagesordnungspunkt Straßenzustand. Danach wird er Ausschuss eine Entscheidung über die Ausschreibung des Jahresvertrags für die Kanalreinigung und die Kanalinspektion fällen, Kostenpunkt rund 437.000 Euro.
Alle Unterlagen und Vorlagen für die beiden Sitzungen sind im Bürgerinformationsportal verfügbar oder über diesen Link.  

Schonwald Kirchberg steht exemplarisch für Ettlinger Wald (30. September 2020)

Blickt man auf die vergangenen Monate zurück, dann hat sich jeder an den sonnigen Tagen erfreut, nur einer nicht, der Wald. Den grünen Lungen fehlte es am wichtigsten, am Regen und dies nun schon das zweite Jahr hintereinander. Ein Blick auf die Bergflanken von Kreuzel- oder Edelberg, von Wattkopf oder Hardtwald zeigt die Trockenheitsschäden und die Spuren des Borkenkäferbefalls.   Beides stand bei der Waldbegehung des Gemeinderates am Freitag vergangener Woche ganz oben auf der Tagesordnung. Der Schonwald Kirchberg, oberhalb von  Oberweier und Bruchhausen gelegen, steht exemplarisch für den Ettlinger Wald. Auf der rund 50 Hektar großen Waldfläche konnte der Forst auf einer 2,5 Kilometer langen Strecke nicht nur die Schadensbilanz und Bekämpfungsmaßnahmen bei den Fichten durch den Borkenkäfer zeigen, sondern auch die Dürreschäden an den Altbuchen und die erschwerte und aufwendige Aufforstung im Sturmfolgebestand.   Weitere Themen waren die Ausweisung von Waldrefugien und der Anbau seltener und klimaresistenter Baumarten wie die Walnuss.   „Einen wertvollen Grundbesitz hat die Stadt Ettlingen mit ihrem Wald“, unterstrich Martin Moosmayer, er leitet das Forstamt beim Landratsamt Karlsruhe. Mit Blick auf die Förster Joachim Lauinger, Ralph Göbel und Nico Jakob, der Ettlinger Forstabteilung hob Moosmayer die gute Zusammenarbeit heraus. Forstabteilungsleiter Lauinger verhehlte nicht, dass der Zustand besonders bei der Fichte besorgniserregend sei. Sieben Prozent der Fichten haben einen Schädlingsbefall. „Im März und April sind wir mit Mann und Maus unterwegs, um die befallenen Bäume zu entdecken“. „Würden wir das nicht machen, steigt der Befall exponentiell an“. Anschließend werden die betroffenen Bäume aus dem Wald geholt und zwischengelagert, wie beim Grillplatz Oberweier. Dort holt sich dann die Industrie ihr geordertes Holz. Deutlich machte Moosmayer mit seiner Antwort auf die Frage, wo geht die Reise des Ettlinger Waldes wegen der Erwärmung hin. Die Buche wird nur noch eine Mischbaumart sein und nicht wie bislang die „Mutter des Waldes“. Hinter dem Hardtwald stehen hingegen sehr viele Fragezeichen. 2050 sieht Lauinger dort wie auch an den Südhängen der Bergwälder keine Buchen mehr, hingegen an den Nordhängen. Schon jetzt zeigen die Buchen gelb-braune Blätter, ein Zeichen, dass die Wassersäule gerissen ist und die Bäume Hitzestress hatten. Direkt daneben steht eine abgestorbene Buche, zu deren „Füßen“ der Nachwuchs auf Licht wartet, damit er in die Höhe wachsen kann. Gerade die abgestorbenen Bäume machen uns Sorge, wenn sie in der Nähe von Waldwegen stehen. Stichwort Verkehrssicherungspflicht. Doch im Tann gibt es waldtypische Gefahren, darüber muss sich der Spaziergänger bewußt sein, hoben die Förster heraus. „Präventiv müssen wir uns auch um das Thema Waldbrand“, hier sei eine andere Ausrüstung bei den Feuerwehrleuten gefragt als die bisherige, die zu schwer ist“, merkte Moosmayer an. „Wir sind bereits dran an diesem Thema“, ließ Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker wissen.   Und weiter ging es nach Hollywood. Ja, Sie lesen richtig. Bruchhausen hat eine Gemeinsamkeit mit Hollywood, nämlich den Ilex, die Stechpalme, der am Wegesrand ziemlich stark wächst. Das Holz ist sehr wertvoll und hart, manche Exemplare können einen Durchmesser von 1,50 Meter haben, so Ralph Göbel. In diesem Abschnitt hat eine Windschneise gegeben, die Natur hat sich zwar „selbst geholfen“. Doch manche Abschnitte waren so extrem verkrautet, dass wir nachhelfen mußten, damit die Samen bis auf den Waldboden fallen können beziehungsweise Pionierpflanzen eine Chance haben, erklärte Göbel. Rund 36 Hektar im Ettlinger Wald überlässt der Forst sich selbst. Diese 14 Waldrefugien sind verteilt und für den Spaziergänger nicht sichtbar, dafür sind sie für die Tier- und Pflanzenwelt ein kleines Paradies.   Ein Paradies für Eichhörnchen, Siebenschläfer und Co ist auch jenes Waldstück, auf dem der Forst vor rund 25 Jahren Walnüsse angepflanzt hat, nachdem es das Eschentriebsterben gab, informierte Jakob. Weitsichtig, war aus den Reihen der Räte zu hören, denn die Walnuss verträgt die Hitze besser. Das Walnussholz ist gleichfalls gut gefragt von der Holz- und Möbelwirtschaft.  Jakob merkte denn auch an, „wir werden künftig mutig Freiflächen bestocken“. Der Forst hat schon immer in großen Zeitdimensionen denken müssen, doch jetzt gilt es weitreichenderer Entscheidungen zu treffen, welche Bäume mit dem veränderten Klima besser zurechtkommen, damit auch die nächste Generation noch einen Wald sieht. Neben der Walnuss kommt auch die Winterlinde, der Spitzahorn und die Roteiche mit der Wärme gut zurecht. Zurückhaltender werden wir zu Setzlingen der Schwarznuss, der Douglasie oder der Platane greifen, so Lauinger. Auf einem Hektar Wald werden künftig mindestens drei unterschiedliche Baumarten stehen. Applaus spendeten die Gemeinderäte den vier Förstern, denen Oberbürgermeister Johannes Arnold gleichfalls seinen Dank aussprach für den äußerst informativen Rundgang   
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Öffentliche Gemeinderatssitzung am 30. September, 18 Uhr (28. September 2020)

Der Gemeinderat tagt in einer öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 30. September, doch Obacht: der Beginn ist nicht um 17.30 Uhr wie gewöhnlich, sondern erst um 18 Uhr. Auch der Ort ist dieses Mal aus logistischen Gründen ein anderer: das Gremium tagt in der Schlossgartenhalle. 
Auf der Tagesordnung stehen insgesamt 21 Punkte, viele davon wurden bereits in den Ausschüssen öffentlich vorberaten: Spielplan Schlossfestspiele 2021, der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Pforzheimer- und Ludwig-Albert-Straße (ehem. Feuerwehrareal) sowie der städtebauliche Vertrag mit der katholischen Kirchenfonds Herz-Jesu, das weitere Vorgehen in Sachen vorhabenbezogener Bebauungsplan ehem. Hotel Holder, Ettlingen-West, das Einzelhandelskonzept, das durchgängige Radverkehrsangebot Schiller-/Rastatter Straße, der Lärmaktionsplan, sowie vier coronabedingte Themen (Reinigung, Kosten, Vereinsbeteiligung). Darüber hinaus entscheidet der Gemeinderat darüber, ob ein Aufstockungs- oder Verlängerungsantrag, alternativ ein Neuantrag für das Sanierungsgebiet Schloss Ettlingen bzw. das geplante neue Sanierungsgebiet Pforzheimer Straße/Schillerstraße gestellt wird. Ferner steht eine Reihe von Jahresabschlüssen an, von der Stadtbau GmbH über die SWE Netz GmbH und die Gasversorgung Malsch-Durmersheim GmbH bis zur BIOtherm Straubenhardt GmbH und schließlich die Stadtwerke Ettlingen GmbH. Spendenannahmen, Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse und Bekanntgaben sowie Anfragen aus dem Gremium beschließen die öffentliche Sitzung. Die Unterlagen und Vorlagen zur Sitzung sind im Bürgerinfoportal unter www.ettlingen.de oder unter diesem Link zu finden.

Feuertaufe für Hans-Bretz-Stadion (23. September 2020)

Wenige Tage nach seiner Eröffnung erlebte das Hans-Bretz-Stadion seine Feuertaufe beim Landesfest der Special Olympics Baden-Württemberg (kurz SOBW). Die Anspannung und Nervosität, aber auch die Vorfreude, dass es endlich losgeht, war bei den Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap zum Greifen. Die rund 60 Athleten, darunter sieben Delegationen aus Baden-Württemberg, eine aus Nordrheinwestfalen sowie eine Delegation aus Brandburg treten in 15 Leichtathletik-Disziplinen gegeneinander an. 30 Kampfrichter und Helfer des Sportclubs 88 Bruchhausen sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Der SC 88 ist auch der ausrichtende Verein, der mit Argusaugen auf die Hygieneauflagen achtet.   Spannende Wettkämpfe sind zu erwarten, da die Mädchen und Jungen dieses Landesfest nutzen, um die Qualifikationsnormen für größere Sportereignisse in den nächsten beiden Jahren zu erreichen, seien es die World Games in Berlin oder die Landesspiele in Mannheim. Teilnahmeberechtigt sind Sportler mit geistiger und mehrfach Behinderung ab dem achten Lebensjahr. Es gibt unterschiedliche Kategorien und damit unterschiedliche Wettbewerbe.   Darüber hinaus wird in Ettlingen das Landesfinale von Leichtathletik in der Schulart SBBZ mit Förderschwerpunkt G ausgetragen. Mit dabei zum ersten Mal Teilnehmer der Ettlinger Gartenschule. Beim Hissen der Fahnen und dem Entzünden des Feuers, ganz dem olympischen Zeremoniell entsprechend, gab es bei allen eine Gänsehaut, die spätestens dann wieder verschwand, als der Startschuss für den 100 Meter Lauf fiel. Doch zuvor begrüßte Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker die Gäste. Das Stadion biete einen tollen Rahmen für das Fest, das für ihn unter dem Motto stehe, „vereint für einander“. Er selbst sei früher Leichtathlet gewesen, eine der ältesten und abwechslungsreichsten Sportarten.   Er dankte allen Beteiligten, dem schloss sich Harald Dennecken, Präsident der SOBW an. Gerne habe sie die Schirmherrschaft übernommen, so Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin, war doch der SC 88 einst ihr Verein, der wie die vielen anderen Sportvereine im Land hervorragende Arbeit leiste. Sport verbinde die Menschen und mit ihm werden Hürden überwunden, die durch Corona ziemlich hoch waren. Und dann ging es los. Während auf der Tartanbahn die ersten Läufer warteten, ging es auf der gegenüberliegenden Bahn um Weiten.   Florian schaffte beim Weitsprung aus dem Stand 1,42 Meter und war mehr als glücklich. Auch Basti war mit seinem Ergebnis beim 100 Meter zufrieden, ganz dem Motto folgend, „ich will gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben“. Morgen gehen die Wettkämpfe weiter. Jeder Sportler freut sich über Zuschauer. Einfach ins Baggerloch und die jungen Athleten anfeuern.
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Sitzungspause ist zu Ende: öffentliche Sitzungen der Gemeinderats-Ausschüsse am 15. und 16. September 2020 (14. September 2020)

Die Sitzungs-Sommer-Pause ist zu Ende, die nächste Sitzungsrunde des Gemeinderats steht unmittelbar bevor: bereits morgen, Dienstag, 15. September, tagt offentlich der Verwaltungsausschuss, nach wie vor finden die Sitzungen in der Stadthalle (Friedrichstraße) statt, Beginn ist um 17.30 Uhr.
Die öffentliche Tagesordnung umfasst insgesamt sieben Punkte. Den Auftakt machen die Schlossfestspiele, die den Spielplan 2020/2021 nebst Kalkulation in der Vorberatung vorstellen. Erstmals wird es einen kleinen Winterspielplan geben.... Danach berät der Ausschuss darüber, ob den Vereinen die Raumkostenzahlungen für dieses Jahr erlassen werden. Das letzte Wort hat dann allerdings der Gemeinderat. Weiter gehts mit Vorberatungen, alles steht irgendwie im Zusammenhang mit Corona. Zusätzliche Reinigungen in den Sporthallen verursachen Kosten, auch bei TOP 4 geht es um pandemiebedingte Kosten, ebenso bei Punkt 5, der sich mit außerplanmäßigen Aufwendungen im Zusammenhang mit Hygienevorsorge an den Schulen befasst. Sonstige Bekanntgaben und Anfragen der Gemeinderäte beschließen die Sitzung.

Am Mittwoch, 16. September, folgt die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik, kurz AUT genannt, gleichfalls in der Stadthalle und um 17.30 Uhr beginnend. Sechs Tagesordnungspunkte sind Vorberatungen, angefangen vom Einzelhandelskonzept über die Aufstellung eines Lärmaktionsplans für die Stadt, das durchgängige Radverkehrskonzept für die Schiller- und Rastatter Straße bis zum weiteren Vorgehen in Sachen Bebauungsplan Lindenweg 16 (ehemaliges Hotel Holder).
Der Bebauungsplan "Pforzheimer- und Ludwig-Albert-Straße (ehemaliges Feuerwehrareal)" geht die nächsten Schritte auf dem Weg zur Rechtskraft, zwei Tagesordnungspunkte drehen sich um das künftige neue Quartier. Sonstige Bekanntgaben und Anfragen der Gemeinderäte runden auch diese Sitzung ab. 
Vorlagen und weitere Unterlagen sind im Bürgerportal oder unter diesem Link zu finden.