Pressemitteilungen

Das Leben kehrt ins VHS-Gebäude zurück (13. August 2020)

Seinen Start hatte sich der neue Leiter der Volkshochschule Attila Horvat anders vorgestellt. Nur wenige Tage im Amt machte die Corona-Pandemie einen Strich durch das 1. Semester 2020. Das Haus in der Pforzheimer Straße, sonst einem Bienenstock gleichend, wenn die vielen Kursteilnehmer im Gebäude sind, war auf einmal gespenstisch still, so Horvat. Doch wir haben die Zeit gut genutzt, um unsere Einrichtung zu zertifizieren. Hintergrund für dieses Qualitätsmanagement ist, dass der Volkshochschulverband Baden-Württemberg die Landesregierung aufgefordert hat, die Zuschüsse für diese Bildungseinrichtungen zu erhöhen, wie in anderen Bundesländern. Dieser Bitte folgte Stuttgart, doch verbunden mit der Vorgabe, ein einheitlicher Qualitätsstandard zu erfüllen. Die Forderung ist nachvollziehbar, so Horvat, der im April und Mai die Stärken und Schwächen der Einrichtung analysierte und einen Fahrplan für die Zukunft entwarf. Das EFQM - European Foundation for Quality Management wird auch von der Industrie sowie von den Kirchen und sozialen Einrichtungen verwendet. In die Analyse fließt die Kundenzufriedenheit ebenso mit ein wie die Befragung der Mitarbeiter und der Dozenten. Eine große Stärke unserer Einrichtung sind die Stammkunden, sie machen gut 90 Prozent der Kursteilnehmenden aus. Zugleich birgt es aber auch die Gefahr, dass gut 80 Prozent unserer Kundschaft älter als 60 Jahre sind. Wir wollen die Frauen und Männer 40plus wieder für uns gewinnen. Ein weiteres Plus ist, dass wir ein eigenes Haus haben mit 16 Räumen, darunter auch Bewegungsräume, gerade der Sektor wird künftig noch mehr wachsen. Hätten wir kein eigenes Gebäude, dann könnten wir wegen der Corona-Auflagen so gut wie kein Semesterprogramm anbieten. Weiter ausbauen möchte Horvat das Angebot in den Stadtteilen, hier möchte ich mehr mit den Vereinen kooperieren. Die wohnortnahe Versorgung ist wichtig auch und gerade für die Stadtteile. Ausruhen auf der Zertifizierung kann sich das Team um Horvat mit Alice Reichert, Monika Humbsch und Sergej Schakimov nicht. Denn in drei Jahren erfolgt die Rezertifierzung, dann wird beleuchtet, was wir erreicht haben, was wir von unserem Fahrplan umsetzt haben. Durch das Zertifikat erhalten wir 85 000 Euro statt 70 000 Euro. Der Haushalt der VHS beläuft sich auf 800 000 Euro, 350 000 Euro sind Kursgebühren, auf gleichfalls 350 000 Euro beläuft sich der städtische Zuschuss. Mit Blick auf das nicht stattgefundene 1. Semester 2020 merkte Horvath an, dass es hier ebenso eine Delle geben wird wie für das 2. Semester, weil keine respektive weniger Kurse stattfinden. Um wenigstens einen Teil der Kosten zu decken, haben wir in Absprache mit der Verwaltungsspitze die Gebühren erhöht teilweise um bis zu 18 Prozent.   Blickt man auf das neue Programm sieht man, dass auch hier Corona mitgeschrieben hat. Denn 100 Kurse musste wir ganz streichen, jene bei der es zu große Nähe gibt, beispielsweise beim Bridge, da müssten die Karten nach jedem Spiel desinfiziert werden, aber auch bei den Kursen, in den Smartphones und Tablets erklärt werden. Schwimmkurse, Aquajogging oder Wasser Gewöhnung wird man im 2. Semester ebenso vergeblich suchen, da sind die Auflagen so hoch, das wollten wir unseren Kunden nicht zumuten. Doch wir haben 30 neue Kurse. So wird es bei den Sprachen wieder Einsteiger-Kurse ohne Vorkenntnisse in Englisch, Italienisch, Spanisch und auch Deutsch geben. Bei den Bewegungs- und Gesundheitskursen wartet die VHS in den Ortsteilen mit BODYART-Ganzkörpertraining auf, eine Mischung aus Yoga und Pilates. Für Einsteiger ohne Vorkenntnisse gibt es Line Dance oder auch Autogenes Training. Yogaunterricht auf Englisch, für Muttersprachler ebenso geeignet wie für all jene, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen, beweglich mit Körper und im Kopf bleiben. Etwas für einen gesunden, starken Rücken kann bei einem Kompaktkurs tun oder Der Weg in die Stille bei einem Meditationskurs. Für alle Wanderfreunde, aber nicht nur für sie bietet die VHS einen Workshop für Orientierung mit Karte und Kompass. Bei der Jungen VHS weist Horvat auf den Workshop „Lernstrategien für Jugendliche“ hin und im Bereich Arbeit & Beruf besonders auf den Kurs „Rhetorische Qualifizierung für Frauen“. „Wir freuen uns alle, dass es ab dem 17. August wieder losgeht. Ein Stück Normalität kehrt zurück“.   Dynamisch habe Herr Horvat mit seinem Team auf die Bedürfnisse reagiert, hob die Leiterin des Amtes für Bildung, Jugend, Familie und Senioren heraus, zu deren Bereich die VHS gehört. Sehr souverän ist mit den großen Veränderungen umgegegangen worden, nun hoffe sie, dass das neue Programm gut angenommen wird. Ein ausgeklügeltes Hygiene- und Abstandskonzept haben wir für das Haus erarbeitet, damit sich die Teilnehmer nicht begegnen. Auch in den Kursräumen war der Zollstock der Dirigent, um die Abstände einzuhalten. Dort wo sonst gut 20 Frauen und Männer sitzen, dürfen es nur noch 12 sein. Das hat aber für die Teilnehmer auch den Vorteil, dass sich der Dozent noch intensiver um seine „Schüler“ kümmern kann.   Anmeldung bei der Geschäftsstelle in der Pforzheimer Straße 14a, geöffnet montags, dienstags, und donnerstags während der Ferienzeit von 8.30 bis 12 Uhr, Telefon 07243 101 484, vhs@ettlingen.de . www.vhsettlingen.de    
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Preisträgerkonzert des internationalen Wettbewerbs für junge Pianisten (13. August 2020)

Der 17. Internationale Wettbewerb für junge Pianisten in Ettlingen hat seine Preisträger. Nach den online Wertungsspielen in den zurückliegenden Tagen ist die Entscheidung gefallen:
in der Kategorie A (Teilnehmer bis 15 Jahre)
1.Preis: Maria Eydman 2005 Deutschland
2.Preis: Haerim Park 2006 Korea (Republik)
3.Preis: Hanyuan Zhu 2004 China
Förderpreise:
Eva Garet 2006 Rumänien
Seokhyun Seo 2006 Korea (Republik)
Jacky Xiaoyu Zhang 2008 Großbritannien
 
Besondere Anerkennung für junge Talente:
Mariko Hagiwara 2008 Japan
Jacky Xiaoyu Zhang 2008 Großbritannien
EMCY-Preis:
Maria Eydman 2005 Deutschland
 
Kategorie B (Teilnehmer bis 20 Jahre)
1.Preis: Kiron Atom Tellian 2002 Österreich
2.Preis: Elia Cecino 2001 Italien
3.Preis: Ron Maxim Huang 2001 Deutschland
4.Preis: Chun Lam U 2002 China (Hong Kong)
Förderpreis:
Vitalii Petrov 2003 Russland
Haydn-Preise:
Elia Cecino 2001 Italien
Kiron Atom Tellian 2002 Österreich
 
Zum diesjährigen Wettbewerb hatten sich 288 junge Pianisten aus 33 Nationen angemeldet.
Nach einer Vorauswahl anhand von Tonaufnahmen wurden 112 Kandidaten zugelassen. Der Wettbewerb war vom 8. - 16. August geplant. Leider konnten die Wertungsspiele in Ettlingen wegen der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden. Stattdessen wurden die 20 Bestplatzierten jeder Kategorie eingeladen, zum Online Finale 2020 eine Videoaufnahme einzusenden.
Bereits bei der Vorauswahl zeigte sich der Vorsitzende der Jury Professor Wolfgang Manz begeistert über das Spitzenniveau bei den Nachwuchskünstlern.
 
Alle zogen an einem Strang, dass der 17. Wettbewerb stattfinden konnte, wenn auch in einem anderen Format. Den Weg dieses Experiments ging auch der Sponsor, die Sparkasse Karlsruhe mit, die von Anfang an diese Competition unterstützt.
Das Preisträgerkonzert ist am Sonntag, 16. August, im Kultursommer im open air Kino auf dem Dickhäuterplatz in Ettlingen zu „sehen“. Ab 20.30 Uhr sind die Musikvideos über die Website www.klavierwettbewerb.org abrufbar.

Sonntagsführung des Museums: Ettlingens idyllische Altstadt (10. August 2020)


Historische Brunnenfiguren, den römischen Gott Neptun oder weibliche Flügelwesen im Rosengärtchen - es gibt viel zu entdecken in der idyllischen Altstadt Ettlingen. Kommen Sie mit dem Museum am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr mit auf eine spannende Entdeckungstour und lernen Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und die 2000-jährige Geschichte Ettlingens kennen.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung bis spätestens Freitag, 14. August, unter 07243/101-273 oder museum@ettlingen.de zwingend erforderlich. 
Dauer: ca. 60 Minuten
Treffpunkt: Schlosshof
Ticket: 3 €

Preisträgerkonzert am 16. August beim Kultursommer (04. August 2020)

Kreativität ist nicht nur bei den Nachwuchskünstlern gefragt, auch bei Organisatoren des Internationalen Wettbewerbs für junge Pianisten, denn trotz der Corona-Pandemie konnte er in die 17. Runde gehen. Der langjährige Organisationsleiter Frank Reich wollte nicht, wie bei vielen anderen Wettbewerben geschehen, die Flinte gleich ins Korn werfen, sondern suchte nach einer Möglichkeit, dass dennoch der Nachwuchs eine Chance erhält.   Er fand ein neues Format das online-Verfahren. Weshalb ihm Oberbürgermeister Johannes Arnold bei der Pressekonferenz im Rathaus am Mittwoch vergangener Woche seinen Dank aussprach. Mit Blick auf den Vorstand der Sparkasse Michael Huber hob Arnold heraus, es sei nicht selbstverständlich, dass die Sparkasse bei diesem Experiment mitging. „Auch uns war es wichtig, dass dieser Wettbewerb stattfindet“, so Huber und lobte, in welcher Geschwindigkeit dieses neue Format aus dem Boden gestampft worden sei. Die große Resonanz von fast 300 Bewerbern zeigt wieder einmal mehr die Bedeutung dieser Veranstaltung. Mit 40 000 Euro, ansonsten sind es 80 000 Euro, sponsert die Sparkasse heuer den Wettbewerb. Bereits im Januar hätten ihn Teilnehmer darum gebeten, dass doch der Wettbewerb stattfinden möge, merkte Reich an, der eine Professur an Sungshin Women´s University Seoul/Rep Korea hat. Aus 33 Nationen kamen 288 Bewerbungen, wie zurückliegend via digitaler Tonaufnahmen. 112 hatte die Jury - der künstlerische Leiter Wolfgang Manz, sein Vorgänger Robert Benz und Kristin Mescher, ausgewählt. Doch alsbald war uns klar, die jungen Menschen können nicht kommen. Es scheiterte bereits am Visum, das nicht zu bekommen war, erklärte Frank Reich. Viele Ettlinger hätten trotz Corona ihre Unterkünftige wieder zur Verfügung gestellt. Es ist genau diese persönliche Begegnung, die diesem Wettbewerb eine besondere Atmosphäre verleiht. Keine klingende Musikschule, kein Café im Rohrersaal, keine öffentlichen Wertungsspiele, von allen war das Bedauern herauszuhören, doch zugleich auch, dass man glücklich ist, diesen Modus für den Ablauf gefunden zu haben.   „Wir mussten improvisativ den Wettbewerb weiterentwickeln“, so Reich weiter. Wir waren uns einig, dass wir nur 40 junge Adepten zulassen können, sprich die jeweils 20 Bestplazierten der beiden Altersgruppen (Kategorie A bis 15 Jahre und Kategorie B bis 20 Jahre) zu einem online-Finale einzuladen. Das online-Hören ist für die Jury eine Herausforderung. Eine Herausforderung ist auch die Zeitverschiebung, reicht der Bogen doch von Hong Kong über Deutschland bis hin nach Kanada. Da war ein ausgeklügelter Stundenplan gefragt. Auf dem Preisträgerkonzert am Sonntag, 16. August um 20 Uhr beim Kultursommer im Open-air-Kino der Kulisse werden wir, wenn es irgend möglich ist, auch ein paar Interviews der jungen Menschen einspielen.   „Doch ohne die große Unterstützung und ohne die große Kreativität der städtischen Informations- und Kommunikationsabteilung (kurz IUK) wäre dies alles so nicht möglich gewesen“, deshalb dankte Frank Reich diesem Team besonders wie auch den Ehrenamtlichen.   Nun heißt es für die Finalisten üben, sich auf den Punkt vorzubereiten und dann erhält jeder ein Code, damit „wir auch die Gewissheit haben, dass live gespielt wird“. Der Code ergibt im übrigen Schillers Ode „Freude schöner Götterfunken“, zugleich eine Hommage an Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag wir dieses Jahr begehen.   Begeistert und überrascht zugleich zeigte sich der künstlerische Kopf des Wettbewerbs über das Spitzenniveau. Viele wissen, Ettlingen ist ein Sprungbrett in die Karriere. Wir dürfen Staunenswertes erwarten, so Manz, den besonders die hohe Professionalität verblüffte.   Das Publikum kommt im Übrigen nicht um den Genuss des Zuhörens bei den Wertungsspielen. Sie werden vom 7. bis 9. August auf www.klavierwettbewerb.org gestreamt. Und auch die Musikvideos des Preisträgerkonzertes werden dann am Sonntag 16. August über die Website www.klavierwettbewerb.org ab 20.30 Uhr abrufbar sein.   Der Termin für den nächsten Wettbewerb, er steht bereits vom 6. bis 14 August 2022 wird der 18. Internationale Wettbewerb für jungen Pianisten dann hoffentlich normal über die Bühne gehen können. Und im nächsten Frühjahr werden ausgewählte Preisträger zu einem Konzert nach Ettlingen und in andere Städte reisen.
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"Wertvolles Projekt für Klimaschutz und Mobilität“ (30. Juli 2020)

Nein, morgen rollen nicht die Bagger an, um mit den Arbeiten für den Radschnellweg zwischen Karlsruhe und Ettlingen zu beginnen. Nichts ist hier in Stein gemeißelt, doch eine wesentliche Grundlage wurde am Donnerstag vergangener Woche mit der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung durch die Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und die beiden Oberbürgermeister Johannes Arnold und Dr. Frank Mentrup für Karlsruhe geschaffen. Sie ist der Startschuss für einen fünf Kilometer langen Radschnellweg zwischen den beiden Städten. Die Federführung für die Planung liegt beim Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe. Ein wertvolles Projekt, so Frau Felder, die gute Kunde aus Berlin zum Termin mitbrachte. Das Bundesverkehrsministerium fördert die Strecke mit 300 000 Euro. Radschnellweg heiße, ein Weg ohne Kreuzungen, mit einer ordentlichen Breite, ohne Stau wie beim Auto und mit einem guten Belag, merkte die Regierungspräsidentin an. Und Oberbürgermeister Johannes Arnold erinnerte an den gebürtigen Durlacher Freiherr von Drais, der mit seiner Draisine einen wichtigen Impuls gesetzt habe, so wie wir mit einer neuen Infrastruktur. Ein extrem hoher Anteil von Radlern pendle zwischen Ettlingen und Karlsruhe. Der Radschnellweg beginne respektive ende in Ettlingen voraussichtlich beim Bahnhof Ettlingen-West ein wichtiger Umsteigeknotenpunkt, zentral gelegen, und als weiteres Stichwort nannte Arnold den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs. Mit Blick auf seinen Kollegen Mentrup machte er deutlich, er freue sich auf einen weiteren engen Schulterschluss der beiden Städte. Karlsruhes OB erklärte, dass im Stadtgebiet der Radverkehr einen Anteil von 30 Prozent habe. Bei den Pendlern liege er hingegen gerade bei 2,5 Prozent. „Hier wollen wir mit einer leistungsfähigen Infrastruktur noch mehr Menschen zum Umstieg bewegen“. Die Hochleistungsverbindung gehe mit Flächenverbrauch einher, verhehlte Mentrup nicht. In die Planungen wird die Öffentlichkeit eingebunden werden, so Felder. An der Weiherfeldbrücke wird es einen Anschluss an die von Karlsruhe in Planung befindliche Radsüdtangente geben, die weit zum Bahnhof Karlsruhe-Durlach führt. Diese neue Tangente ist Teil der Planung „Ringroute Radschnellverbindung“ um Karlsruhe. Baulastträger innerhalb der jeweiligen Ortsdurchfahrten sind die beiden Städte, außerhalb ist es das Land Baden-Württemberg.   Stephanie Schumann vom RP erinnerte daran, dass es für Radschnellwege einen Qualitätsstandard vom Land gebe, der bis zu 80 Prozent erfüllt werden müsse. Gut vier Meter breit wäre der Weg, plus 2,50 Meter für einen Gehweg, es gebe aber auch andere Lösung der Raumaufteilung, gerade wenn der Radschnellweg durch landwirtschaftlich genutzte Flächen führt. Schon heute sind rund 4 000 Radler auf dem Weg zwischen Ettlingen und den Rüppurrer Wiesen unterwegs. Auf 8 000 könnte die Zahl durch den Schnellweg steigen. Frau Schuman machte aber auch deutlich, die vorgestellte Vorzugsvariante bedeute nicht, dass der Weg auch so realisiert wird. Bei dem Pilotprojekt zwischen Mannheim und Heidelberg sei beispielsweise auch ein anderer Weg gefunden worden. 
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Das Schloss in 3D zum Mitnehmen und Verschicken (29. Juli 2020)

Sie begeistern Groß und Klein, die Klapp-Karten, auch Pop-up-Karten genannt. Am Anfang noch ganz flach, doch kaum hat man sie geöffnet, entfalten sie im wahrsten Wortsinn ihre Besonderheit und wachsen dem Betrachter entgegen. Die 3D-Karten erfreuen sich großer Beliebtheit. Und warum nicht auch das Ettlinger Schloss anbieten, dachte sich Thomas Walter vom Geschäft Alb 15. Er klopfte mit der Idee bei Sabine Süß, Chefin des Amtes für Marketing und Kommunikation an, ob man nicht für solch eine Klappkarte mit dem Ettlinger Schloss kooperieren könnte. Gesagt getan.
 
Für 7,90 Euro kann man sich nun das ganze Schloss mit nach Hause nehmen oder an seine Lieben verschicken, die nicht mehr in der Stadt an der Alb wohnen. Zu haben ist die Karte, die außen in edlem Rot gehalten ist und verziert mit einem Scherenschnitt des Schlosses, in der Alb 15 in der Albstraße sowie bei der Stadtinformation und beim Museumsshop im Schloss.

44 Räder und drei Lastenräder warten auf Kundschaft (27. Juli 2020)

Anmelden, ausleihen und losradeln. Weil immer mehr Personen genau diesem Dreiklang folgen, wurde nun der zwölfte Standort in Ettlingen für KVV.nextbike eingeweiht. Beim Kreisel Herz-/Mörscherstraße wartet nun neben den ´normalen´ Rädern auch ein Lastenrad auf den Einsatz. Mit Blick auf die Märkte in unmittelbarer Nähe dieser Station war es für uns naheliegend, hier ein Lastenrad zu platzieren, merkte Frank Pragel vom KVV an. Ziel: Free-Floating-System „Wir zünden den Turbo“, hob denn Oberbürgbermeister Johannes Arnold heraus. Zwölf Standorte mit 44 Rädern und drei Lastenräder gibt es derzeit in Ettlingen und „wir werden dieses Angebot noch weiterausbauen. Unser Ziel ist ein Free-Floating-System“. (Beim Free-floating-System werden keine festinstallierten Stationen mehr benötigt. Die Ausleih- und Abgabevorgänge werden digital mittels Kreditkarte und Codeeingaben abgewickelt.) Bislang muss man sein Leihrad wieder an einer Station abgeben. Die Zahlen des vergangenen Jahres sind mehr als ermutigend und nach der Corona-Hochphase steigt auch wieder die Nutzung der „roten Flitzer“. Arnold dankte allen Beteiligten vom Planungsamt, das die Standorte auswählt, über den KVV und nextbike bis hin zu den Mitarbeitern Ilyas Avci und Jürgen Baier des Baubetriebshofes, die die Montagearbeiten durchführen.   Für den Planungsamtschef Wassily Meyer-Buck ist next.bike ein Puzzlestein innerhalb der Radförderung. Durch den neuen Standort ist das Industriegebiet besser angebunden. Mit dem regio move wird ein weiterer gewichtiger Baustein innerhalb des Mobilitätsangebotes folgen. Klimaschutzmanager Dieter Prosik sieht noch gute Potenziale für einen Ausbau beim Rad. Wir haben auch die Stadtteile im Blick und nannte den Bahnhof in Bruchhausen, wo man gleichfalls Räder anmieten kann. Mit dem Angebot der Lasteräder wollen wir testen, wie die Ettlinger/-innen diese Alternative zum PKW annehmen. Als „Vorzeigestadat“ bezeichnete Pragel Ettlingen. Für möglich hält der KVV-Projektleiter, dass es ein Free-Floating-System in der Stadt an der Alb geben könnte. Auch Projektleiter bei nexbike Onur Semerci sieht in Ettlingen dafür gute Chancen. Ausleihe Die Ausleihe der nextbike-Räder ist denkbar einfach. Zunächst registriert man sich online über nextbike.de oder über die nextbike-App oder via Kunden-Hotline. Per App kann man sich anschließend die Standorte der Räder anzeigen lassen. Hat man „sein“ Radel ausgewählt und gebucht, wird dieses automatisch freigeschaltet. Die Abrechnung erfolgt per Kreditkarte, Paypal oder Bankeinzug. Die nextbike-App gibt es im Google Play Store und bei iTunes. Abo-Kunden des KVV bezahlen statt eines Jahrestarifs von 48 Euro nur 29 Euro und die ersten 30 Minuten bei jeder Fahrt sind kostenlos. Alle anderen Radler zahlen für eine halbstündige Ausleihe einen Euro. Wer das Radel mehr als viereinhalb Stunden benötigt, dem wird ein Tagessatz von neun Euro berechnet. Die Stadt nimmt pro Jahr für die nextbike-Standorte rund 25 000 Euro in die Hand. www.kvv-nextbike.de KVV-Service-Telefon 0721 61 07 58 85. KVV.nextbike-Standorte in Ettlingen S-Bahn-Haltestelle Stadtbahnhof plus einem Lastenrad S-Bahn-Haltestelle Wasen plus einem Lastenrad S-Bahn-Haltestelle Ettlingen-West Hertz-/Mörscherstraße plus einem Lastenrad Bushaltestelle Rudolf-Plank-Straße Pestalozzischule Mörscher-/Hohewiesenstraße Stadtwerke Ettlingen S-Bahn-Haltestelle Albgaubad S-Bahn-Haltestelle Bahnhof Bruchhausen Kronen-/Seminarstraße Rathaus Albarkaden
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Für Kulturdürstende: Kabarett, Comedy und Konzerte satt (24. Juli 2020)

Fast überall erhält man dieselbe Antwort, was hat einem in der Hochphase der Corona-Pandemie am meisten gefehlt, neben den Freunden: die Kultur. Und den Künstlern hat das Publikum gefehlt, dem das Kultur- und Sportamt zum Herbst einen üppigen Strauß gebunden hat. Zum letzten Mal hat Kulturamtsleiter Dr. Robert Determann in diesen Strauß Blumen geflochten, denn Ende Juli geht er in den Ruhestand. Auch wenn der Kapitän gehe, die Mannschaft bleibt. Deshalb werde es auch fürderhin ein gutes Programm geben, unterstrich Oberbürgermeister Johannes Arnold bei der Vorstellung des neuen kultur live Programms für die kommende Herbst-/Wintersaison. Die Menschen dürsten nach Kultur. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich kultur live zu einer echten Ettlinger Stil-Marke entwickelt. Die Akzente haben sich immer mal wieder verschoben, doch die Struktur war die Konstante, so Determann. Mit Blick auf seine Mitarbeiterin Angelika Schroth merkte er an, sie hatte immer den Kulturmarkt im Blick. Sie war es auch, die sofort nach dem sich anbahnenden Lock down mit „ihren“ Künstlern telefonierte, um ihre geplanten Veranstaltungen in die nächste Saison zu verschieben.   Durch diese Schnelligkeit konnten wir alle wieder ´verpflichten´, so dass das Programm üppiger ist. Weniger üppig bestückt sind dafür hingegen die Säle. Wo früher im Epernaysaal 210 Menschen das Nachtcafé genossen, werden es künftig nur 39 sein. In der Stadthalle wären es statt 580 nun 120. Wir müssen jeweils einen individuellen Saalplan machen. Wenn Familien kommen, dann können wir auch mehr in den Raum lassen, weil Familien keinen Abstand einhalten müssen. Alle hoffen, dass sich die Verordnung nicht mehr oder wieder verschärfen. Los geht es mit den 22 Veranstaltungen am 3. Oktober mit Gitarre Pur. Eine Kooperation mit Volker Schäfers musikstudio89. Freunde der sechs Saiten werden mit Peter Finger, Claus Boesser-Ferrari und Ahmed El-Salamouny auf ihre Kosten kommen. Im Zuge von Gitarre Pur gibt es auch Workshops und eine open Stage, an der halten wir noch fest, Anmelden muss man sich dennoch dafür bei Volks Schäfer. Am 17, Oktober heißt es bei Martin Herrmann „Keine Frau sucht Bauer“. Ein hochkomisches Salon-Kabarett in Wort und Lied. Polkajazz trifft Kabarett, wenn sich Mia Pittroff, Thomas Schreckenberger und Tante Polly begegnen am 31. Oktober.   Sie vorzustellen, wäre Eulen nach Athen tragen. Nessi Tausendschön, die Trägerin des Deutschen Kabarettpreises hat eine Zunge wie eine Reitpeitsche (14. November). Poetry Slam ist aus dem kultur live Programm nicht mehr wegzudenken. Am 21. November gibt es den 6. Ettlinger Dichter- und Poetenwettstreit. Sie ist ein fester Termin in jedem Kalender von Folkliebhabern: die Ettlinger Folknacht. Zu ihr reisen am 28. November virtuose Bands an, The outside Track aus Irland, Snaarmaarwaar aus Belgien und Petit Piment aus der Gascogne. Falls es erlaubt ist, gibt es auch wieder Tanzkurse. Dasselbe Spiel gibt es bei der Swingnacht am 23. Januar mit Franky Doo & Die Swingbop´ers. Fern ab von Christbaumklischees bewegt sich Almas Weihnachtsprogramm „Cherubim“. Bei jung und intensiv treffen dieses Mal am 30. Januar Liese-Lotte Lübkes frische Lieder auf Micha Marx´ humorvolle KritzelComedy, mit dabei Senkrechtstarter Nikita Miller. Artistisch wird es bei Arthur Senkrechts „Must be love“ am 13. Februar und am 27. Februar darf man sich auf etwas andere alpenländische Musik aus Südtirol mit Opas Diandl freuen. Eine wahre theaterkabarett-Sensation aus Österreich sind BlöZinger (am 17. April) Mit nach Südosteuropa nimmt die Band Foiae Verde ihre Zuhörer am 24. April mit.   Im März wird es in Ettlingen die Landesliteraturtage geben. In diesem Rahmen gibt es eine literarische Schloss-Kulturnacht und ein Nachtcafé mit Heiner Kondschak, der sich über Karlsruhe hinaus mit seiner Bob Dylan Inszenierung einen Namen gemacht. Für die Familie gibt es Theaterzauber mit Peppa Pig, Alice im Wunderland, mit Ritter Rost feiert Weihnachten oder mit dem Schokoladenschiff. Die Bürgerstiftung Ettlingen wird im Übrigen zwei Kinderstück fördern. Weiter geht es auch mit der SWR-Kooperation bei den Schlosskonzerten. Fünf an der Zahl wird es vom 11. Oktober bis zum 11. April geben. Und für die Freunde von Hannes und der Bürgermeister, sie können ab dem 28. September sich ihre Karten nur bei der Stadtinformation kaufen. Gleich zweimal wird das Paar zu sehen sein, am 26. Und 27. April 2021.   Bei kultur live wird es nur eine Preiskategorie geben, wer möchte kann drei Euro aus Solidarität mit den Künstlern spenden. Die Plätze sind frei wählbar. Angelika Schroth erinnerte daran, dass alle Karten für ausgefallene Veranstaltungen zurückgegeben werden müssen, auch wenn die Veranstaltung in der neuen Saison stattfindet, weil die Bestuhlung den Corona-Verordnungen entsprechend angepasst wird. Der Vorverkauf für das Kultur live Programm hat bereits am 23. Juli begonnen. Für die Nachtcafés gibt es ein Abo-Angebot, aus acht kann man fünf Nachtcafés zu einem Preis von vier erwerben. Informationen und Karten gibt es bei der Stadtinformation 07243 101 333 oder unter www.ettlingen.de/kultur sowie bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen www.reservix.de  
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Ettlinger Kinder-Sommerakademie EKSA vom 31. Juli bis 10. September (20. Juli 2020)

„Viele Ferienangebote für Kinder können in diesem von der Pandemie geprägten Ausnahmejahr nicht oder nur eingeschränkt stattfinden“, merkte Oberbürgermeister Johannes Arnold an. „Mit der EKSA bringen wir ein beliebtes Sommerangebot auf den Weg“, wenn auch unter den gebotenen besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
So finden die zehn Vorlesungen nicht wie in den vergangenen Jahren im Bürgersaal des Rathauses statt, sondern wieder in der Aula des Eichendorff-Gymnasiums. Auch wenn die Organisation, die in den bewährten Händen von Iamse Wipfler vom Amt für Bildung, Jugend, Familie und Senioren (kurz ABJFS) liegt, dort nicht weniger aufwändig zu bewerkstelligen ist, kann man doch einfacher einen getrennten Zu- und Ausgang einrichten und für bis zu 40 Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren (wenn nicht anders angegeben bei den einzelnen Veranstaltungen) Plätze mit genügend Abstand markieren. „Geschwisterkinder dürfen natürlich nebeneinander sitzen“, sagte Anja Englisch, stellvertretende Amtsleiterin des ABJFS. Es gilt Maskenpflicht bis zum Sitzplatz und vor allem müssen die Kinder dieses Jahr angemeldet werden, um zu planen und um die Adressen vorschriftsgemäß zu dokumentieren. Deshalb ist auch das EKSA-Programm bereits online, eine gedruckte Version gibt es nicht. Wer jedoch keine Möglichkeit hat, das Programm über die Homepage der Stadt einzusehen, kann sich telefonisch an das Bildungsamt wenden, 07243 101-148. Im Falle technischer Probleme kann auf diesem Weg ausnahmsweise auch die Anmeldung erledigt werden. Die Veranstaltungen beginnen immer um 10 Uhr und dauern mit wenigen Ausnahmen eine Stunde.
 
Doch genug der Vorschriften und Vorgaben, was erwartet die EKSA-Studentinnen und –studenten in diesem Jahr?
Bekannte Gesichter, ein neuer Dozent und ein Wiedereinsteiger, Tierisches, Zaubereien, Themen rund ums Auto, die Physik und die Hydraulik.
Zwei der zehn Vorlesungen hält Professor Dieter Fehler, am Freitag, 31. Juli, öffnet er sein Arbeitszimmer mit viel physikalischem „Spielzeug“. Worauf kann man eher verzichten, Salz oder Zucker? Dies und was beides mit uns macht, erklärt Professor Walter Spiess am Montag, 3. August. Den mathematischen Zauberstab zückt am Donnerstag, 6. August, Ernestina Dittrich, während Professor Klemens Gintner am Donnerstag, 13. August, der Hawaiigans ein Sensor-Ei unterschiebt. Wer zuhört, erfährt wieso. Welcher Autoantrieb hat Zukunft? Das fragt Professor Wolfgang Bremer, der Wiedereinsteiger bei der EKSA. Am Dienstag, 18. August vergleicht er Vor- und Nachteile verschiedener Motoren. Am Donnerstag, 20. August, dreht sich bei Dr. Mario Ludwig alles um „Tierische Jobs“: Tiere als Kaffeeproduzenten, Minensucher, Fußpfleger, Spione oder Kunstexperten…Professor Peter Knoll geht am 1. September der Frage nach, wann es wohl Roboterautos geben wird und am Freitag, 4. September, tritt ein neuer Dozent auf den Plan: Professor Andreas Dittrich begibt sich auf Tullas Spuren: „Die Umgestaltung des Oberrheins“ heißt seine Antrittsvorlesung.
Fast ist die EKSA dann schon zu Ende, doch halt; da fehlt doch noch was, die zweite Vorlesung von Professor Fehler, wie immer unter dem Motto „Was Ihr wollt“. Unter www.fehlerco.de/vorlesungen_2020 steht die Vorschläge-Liste, daraus kann man wählen und das Thema der Vorlesung am Montag, 7. September, mitbestimmen. Den Wunsch einfach per Mail an eksa@fehlerco.de schicken. Achtung: Fehlers Vorlesungen dauern immer (mindestens) 1,5 Stunden!
Auch die allerletzte EKSA-Veranstaltung in diesem Jahr dauert länger: von 10 bis 12.30 Uhr geht am Donnerstag, 10. September, der Biologie- und Chemieworkshop von Dr. Ines Lind, dazu muss man sich ohnehin anmelden, da es nur zehn Plätze gibt. Wer gärtnern will ohne sich die Hände mit Erde zu beschmutzen, ist dort richtig…
 
Zum 17. Mal findet die EKSA statt, von Anfang an dabei ist Professor Gerold Niemetz, denn er ist einer der Initiatoren der Ettlinger Kinder-Sommer-Akademie. Ihm, aber auch allen anderen, die alljährlich die EKSA organisieren, den Dozenten und Helfern, galt ein besonderer Dank von OB Arnold. Barbara Baron-Cipold, die neue Leiterin des Amts für Bildung, Jugend, Familie und Senioren zeigte sich begeistert von diesem besonderen Ferienangebot: „Ich werde dieses schöne Engagement für Kinder immer unterstützen!“ betonte sie.

Über diesen Link kommt man auf das Programm und das Anmeldeformular.

 

Öffentliche Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 22. Juli, 17.30 Uhr mit Nachtragshaushaltsverabschiedung (15. Juli 2020)

er Gemeinderat tagt: am Mittwoch, 22. Juli, 17.30 Uhr, findet die nächste öffentliche Sitzung statt, aufgrund der pandemiebedingten Abstands- und Hygieneregeln in der Stadthalle, Friedrichstraße.

An erster Stelle steht die Verabschiedung des Nachtragshaushaltsplans 2020, gefolgt von der Fortschreibung der Feuerwehrkonzeption für die Jahre 2020-2025.
Die Tagesordnungspunkte 3 bis 8 sind allesamt vorberaten: Ettlingens Teilnahme am Pilotprojekt Regiomove, Fortschreibung des Integrierten Klimaschutzkonzepts für Ettlingen, die beiden Einleitungsbeschlüsse für die vorhabenbezogenen Bebauungspläne "Karlsruher Straße 2-6/Pforzheimer Str. 1-3" und "Erweiterung Heisenberg-Gymnasium, Am Dickhäuterplatz 2", die Fortschreibung der Bedarfsplanung der Kinderbetreuungsplätze, der Sonderrabatt für städtische Räume und Hallen aufgrund des Corona-Virus'. Den Schluss bilden die vier üblichen TOPs: Spendenannahme, Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse, sonstige Bekanntgaben und Anfragen der Gemeinderäte.
Alle Unterlagen sind wie üblich im Bürgerportal oder direkt über diesen Link erhältlich.  

Städtebauliche Entwicklung „Karlsruher Straße 2-6 / Pforzheimer Straße 1-3“ (08. Juli 2020)

Das Plangebiet „Karlsruher Straße 2-6 / Pforzheimer Straße 1-3“ liegt unmittelbar nördlich des Ettlinger Altstadtkerns an einer der wichtigsten Zufahrtsstraßen Ettlingens. Die prominente Lage am „Lauerturmkreisel“ mit direkten Sichtbeziehungen zur historischen Altstadt und zur gründerzeitlichen Schillerschule stellt hohe Anforderungen an eine bauliche Entwicklung und es bedarf damit einhergehend einer intensiven Auseinandersetzung mit der Örtlichkeit.   Aufbauend auf einem Rahmenplan, der vom Büro Astoc Architects and Planers GmbH, Karlsruhe erstellt und am 2.10.2019 vom Gemeinderat beschlossen wurde, wurde ein konkurrierendes Entwurfsverfahren (Mehrfachbeauftragung) für die Grundstücke der Privateigentümer durchgeführt. Ziel der Mehrfachbeauftragung war es, Entwurfslösungen für eine Neubebauung mit signifikantem Erscheinungsbild zu erhalten. Insgesamt fünf Architekturbüros wurden zur Teilnahme am Verfahren der Mehrfachbeauftragung aufgefordert.   Die Jury, in der neben den Grundstückseigentümern und Fachplanern auch Mitglieder des Gemeinderates vertreten waren, sprach sich einstimmig für den Entwurf des Büros Fabrinsky, Karlsruhe aus. Dieser wurde mit dem ersten Rang versehen. Die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung sind vom 8. Juli bis 7. August im Foyer des Rathauses (1. OG) zu sehen.   Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die ausgearbeitete städtebauliche Entwicklung ist die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans erforderlich. Der entsprechende Einleitungsbeschluss wird dem Gemeinderat am 22. Juli vorgelegt.
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Öffentliche Ausschuss-Sitzungen am Dienstag und Mittwoch, 7. und 8. Juli 2020, jeweils 17.30 Uhr (06. Juli 2020)

Der Gemeinderat geht in die nächste Vorberatungs-Runde: am Dienstag, 7. Juli, 17.30 Uhr tagt in der Stadthalle (Friedrichstraße) der Verwaltungsausschuss (VA), am Mittwoch, 8. Juli, diskutiert der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) über verschiedene Themen, ebenfalls ab 17.30 Uhr.

Am Dienstag im VA sind drei Tagesordnungspunkte anberaumt: neben den Bekanntgaben und Anfragen der Gemeinderäte steht die Fortschreibung der örtlichen Bedarfsplanung 2020/2021 für Kindergartenkinder auf dem Programm. Vorberaten wird dabei auch der Erlass der regulären Elternbeiträge sowie die Übernahme des Defizits der Kindergartenträger.

Sieben Punkte umfasst die Tagesordnung für den AUT. Auch hier gibt es wieder die Bekanntgaben und die Fragerunde der Gemeinderäte. Zurvor steht die Weiterentwicklung zweier vorhabenbezogener Bebauungsplanverfahren zur Vorberatung an, die Erweiterung des Heisenberg-Gymnasiums einerseits und "Karlsruher Straße 2-6/Pforzheimer Straße 1-3" andererseits. 
Die Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzepts steht ebenso zur Vorberatungs-Debatte wie die Installation eines künftigen Mobilitätsknotenpunkts für "Regiomove" am Stadtbahnhof. Der Ausschuss wird auch eine Entscheidung fällen: es geht um die Erhöhung des Kostenrahmens für die Neugestaltung des Dorfplatzes Schöllbronn im Zusammenhang mit dem Bau des Wohn- und Geschäftshauses "Engel".
Die Unterlagen für die beiden Sitzungen gibt es wie immer im Bürgerportal unter diesem Link

Hilfe und Unterstützung für Eltern in der Corona-Zeit (03. Juli 2020)

Durch die Corona-Pandemie hat sich vieles verändert und so stellt selbst der Besuch des Freibades in den Sommermonaten oder die Anschaffung technischer Geräte für das Homeschooling aktuell viele Familien finanziell vor große Herausforderungen.
Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, wie Eltern in dieser Zeit Unterstützung erfahren können. Prüfen Sie doch einmal, ob Sie die nachfolgenden Angebote bereits kennen und ob diese für Sie möglicherweise in Frage kommen können.
 
1. Ettlinger Kinder- und Familienpass und Kinder- und Familienpass PLUS
Der Ettlinger Kinder- und Familienpass unterstützt Kinder aus Familien mit mindestens drei Kindern sowie Kinder aus Familien mit alleinerziehenden Eltern mit Wertgutscheinen, die für verschiedene Leistungen oder in diversen Ettlinger Einrichtungen angerechnet werden können.
 
Den Ettlinger Kinder- und Familienpass PLUS können Kinder aus Familien im sozialen Leistungsbezug (Wohngeld, SGB II und XII, Kinderzuschlag, Asylbewerberleistungen) sowie Kinder aus Familien mit einem mindestens 50 % schwerbehinderten Kind beantragen.
Die beiden Pässe gelten jeweils für das Kalenderjahr und können im Amt für Ordnung- und Soziales beantragt werden.
 
Da es aktuell nur einheitliche Eintrittskarten für die Ettlinger Bäder zu kaufen gibt, besteht die Möglichkeit, die in den Ettlinger Bäder eingelösten Eintrittskarten zu sammeln und diese mit den Wertgutscheinen beim Ordnungs- und Sozialamt zur Anrechnung einzureichen. Erstattet werden allerdings nur die Eintrittskarten pro Tag, die die Anzahl der gemeldeten Haushaltsmit-glieder nicht übersteigt.
Weitere Informationen zum Kinder- und Familienpass finden Sie unter: https://www.ettlingen.de/startseite/BildungSoziales/kinder-familienpass.html .
Fragen zum Kinder- und Familienpass und den daran beteiligten Kooperationspartnern beantwortet Ihnen Petra Leibhammer gerne unter 07243 101- 8250
ordnungsamt@ettlingen.de
 
2. Ein Herz für Ettlingen
Schnelle und unbürokratische Hilfe in Einzelfällen in der Corona-Not bietet Privatpersonen möglicherweise auch ein „Herz für Ettlingen“ der Bürgerstiftung Ettlingen. Wer Hilfe benötigt, weil sich aufgrund der Corona-Situation finanzielle Engpässe ergeben haben, kann sich mit einem formlosen Antrag direkt per Mail an ein-herz-fuer-ettlingen@ettlingen.de wenden und wird durch ein Schreiben über die Regularien informiert. Stadt und Bürgerstiftung ent-scheiden binnen dreier Arbeitstage über die Zuteilung. Hierzu müssen die Betroffenen ihre Bedürftigkeit nachweisen. Dies sollte nach Möglichkeit mit einem schriftlichen Nachweis zur finanziellen Situation des Hilfesuchenden geschehen. Ein Schreiben der Bank, Kontoauszüge, eine Auskunft einer caritativen Einrichtung etc. sind hierbei denkbar.
Die Bürgerstiftung hilft beispielsweise auch, wenn es daheim an der notwendigen technischen Ausstattung für den digitalen Unterricht (Laptop, Drucker, etc.) hapert und der dringende Bedarf bei gleichzeitig fehlenden Mitteln nachgewiesen werden kann.
 
3. Notfall-KiZ (Kinderzuschlag)  
Der Kinderzuschlag unterstützt grundsätzlich Alleinerziehende und Familien mit wenig Einkommen.
Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen eine Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld. Ob ein Einkommen klein ist beziehungsweise für die Familie ausreicht, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel: Wie viele Eltern und Kinder leben in der Familie, wie alt sind die Kinder, wie hoch sind die Wohnkosten?
Im Rahmen der Corona-Krise wird der Kinderzuschlag nun zu einem Notfall-KiZ angepasst. Er soll zügig helfen, wenn Familien jetzt Einkommenseinbrüche erleiden und plötzlich nur noch ein kleines Einkommen erzielen.
 
Mit dem Notfall-Kinderzuschlag regelt das Bundesfamilienministerium von April bis September 2020 den Zugang zum Kinderzuschlag neu. Maßgeblich ist dabei nicht das Einkommen der letzten sechs Monate, sondern nur das Einkommen im letzten Monat vor Antragstellung.
 
Weitere Informationen zum Notfall-KIZ finden Sie unter: https://www.bmfsfj.de/kiz
Vorab kann mit dem KiZ-Lotsen der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit einfach geprüft werden, ob der KiZ beziehungsweise der Notfall-KiZ in Betracht kommt. Ebenso wie der KiZ kann der Notfall-KiZ digital bei der Familienkasse beantragt werden. Infos gibt es unter:
https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse
 
Mit der interaktiven Video-Anwendung KiZ-Lotse bei der Bundesagentur für Arbeit können Sie ermitteln, ob Sie Anspruch auf Kinderzuschlag haben. 4 kurze Videos informieren Sie darüber, welche Informationen von Ihnen benötigt werden, damit Ihr Anspruch auf Kinderzuschlag geprüft werden kann.

Ettlinger Bahnabschnitt im Lärmsanierungsprogramm (30. Juni 2020)

Anfang dieser Woche erhielt Oberbürgermeister Johannes Arnold von Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur eine erfreuliche Nachricht. Im Zweiten Halbjahr 2020 kann mit der Bearbeitung des Lärmsanierungsabschnittes im Bereich der Deutschen Bahn AG begonnen werden.
Viermal war Arnold u.a. mit Axel E. Fischer MdB und dem Planungsamtsleiter Wassily Meyer-Buck und zuletzt auch mit dem Ortsvorsteher von Bruchhausen Wolfgang Noller wegen des Lärmschutzes nach Berlin gereist. „Unser eingeschlagener Verwaltungskurs war der richtige“, so Arnold rückblickend. Das Schreiben von Herrn Bilger ist ein großer Erfolg für Ettlingen-West, Bruchhausen, Ettlingenweier und Oberweier. Ein Erfolg, der durch die Zusammenarbeit von Bahn, Herrn Bilger vom Verkehrsministerium, Herrn Fischer und der Ortspolitik zustande kam.

Auslöser für das grüne Licht für die Lärmschutzmaßnahme war der städtische Impuls, den das Ministerium aufgriff, dass „die Umsetzung der geplanten Lärmsanierungsmaßnahmen mit dem Bau eines Brückenbauwerks in Beierbach auf dem gleichen Streckenabschnitt verbunden werden kann und dies somit das Vorziehen des Lärmsanierungsabschnittes in Ettlingen in der Prioritätenliste begründet“, heißt es in dem Schreiben des Koordinators der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik.

Ein Blick in die Akten zeigt, dass vor 17 Jahren eine Lärmsanierung durchgeführt worden war, jedoch verebbten auch danach nicht die Diskussionen. Als dann die gesetzlichen Auslösewerte abgesenkt worden war und der sogenannte Schienenbonus bei der Lärmberechnung wegfiel, wandte sich die Stadt erneut an das Ministerium, allerdings kam von dort zunächst die Antwort, dass einmal sanierte Streckenabschnitt nicht erneut saniert werden. Doch um dem Petitum der Stadt Nachdruck zu verleihen, ließ die Stadt via Modus Consult eine schalltechnische Untersuchung erstellen und weiß nach, dass immer noch Lärmüberschreitungen vorliegen. Ende des Jahres 2016 teilte das Bundesverkehrsministerium mit, dass wegen der veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen der Ettlinger Streckenabschnitt in die Fortschreibung der Lärmsanierung aufgenommen werde.

Als jedoch 2019 die Prioritätenliste erschien und Ettlingens Kennzahl zur Priorisierung der Vorhaben niedrig war, wurden die Anstrengungen erhöht und die Argumentation verfeinert: So schlug Arnold vor, ob man nicht die Sperrung der Rheintalstrecke nutzen könnte, um die Erneuerung der Bahnüberführung "Beierbach" im Jahr 2023 mit der Lärmsanierung zu koppeln. Auf Basis dieser Strategie vereinbarte MdB Axel Fischer einen weiteren Termin im Verkehrsministerium in Berlin. Dort wurde gemeinsam diese Linie vorgetragen und begründet.
 
Nach einem weiteren Vor-Ort Termin mit Bahn-Vertretern folgte nun das vielversprechende Schreiben aus Berlin mit der Zusage, die beiden Maßnahmen parallel laufen zu lassen. Jedoch müssten umfangreichen Vorarbeiten geleistet werden, als Stichwort seien zum einen der Artenschutz und zum anderen die Aktualisierung des Lärmgutachtens. „Wir werden bei dem Lärmgutachten die Bahn unterstützen“, so Arnold.