FAQ - Corona: Informationen für Unternehmen, Handel, Gastronomie, Selbstständige

Auf dieser Seite finden Sie tagesaktuelle Informationen zu den Hilfs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten des Bundes und des Landes sowie zu Ihren Fachämtern vor Ort. Darüber hinaus steht Ihnen das Team der Wirtschaftsförderung per Mail unter wifoe@ettlingen.de oder telefonisch unter der Rufnummer 07243 101-212 gern zur Verfügung.

Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld für mein Unternehmen?

Kurzarbeitergeld kann beantragt werden:

- bei Arbeitsausfall, Produktionsausfall, geschlossenem Betrieb - nicht bei Liquiditätsproblemen (hier greifen die auf dieser Seite aufgeführten Hilfsmaßnahmen).
- von Unternehmen, nicht für Solo-Selbstständige
- auch nur für einzelne Betriebsabteilungen
- zur Überbrückung von wirtschaftlichen Schäden aufgrund Corona mit dem Ziel danach wieder Vollbeschäftigung zu erreichen

Die maximale Bezugsfrist wurde auf 24 Monate verlängert.

Erleichterte Zugangsvoraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld (rückwirkend gültig ab 01.03.2020):
 
- Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 %
- teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
- Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
 
Wichtig ist, dass betroffene Unternehmen Kurzarbeit direkt bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen.
 
Bei allen Fragen zu Kurzarbeitergeld können Sie sich an Ihre Agentur für Arbeit Vorort wenden oder an den Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit. Sie erreichen ihn von Montag-Freitag von 8.00 – 18.00 Uhr gebührenfrei unter: Tel.: 0800 4555520 bei der Auswahl in der Warteschleife Taste 2 drücken.
Informationen für Arbeitnehmer unter 0800 4555500.

Tilgungszuschuss Corona II

Ab 25.06.2021 können Schausteller und Marktkaufleute, Angehörige der Veranstaltungs- und Eventbranche, des Taxi- und Mietwagengewerbes sowie Dienstleistungsunternehmen des Sports, der Unterhaltung und Erholung den Tilgungszuschuss Corona II beantragen.

Neuerungen beim Tilgungszuschuss Corona II:
- Der Fördersatz auf die Tilgungsraten von Januar 2021 bis Juni 2021 wird von 40 auf 50 Prozent erhöht.
- Die maximale Förderhöhe wird von 150.000 Euro auf 300.000 Euro je Antrag-steller verdoppelt. Für das Taxi- und Mietwagengewerbe wird der Tilgungszuschuss Corona von maximal zwei auf bis zu vier Fahrzeuge ebenfalls verdoppelt.
- Zusätzlich zu den mit dem Vorgängerprogramm unterstützten Branchen Schaustellergewerbe und Marktkaufleute, Veranstaltungs-, Messe- und Eventbranche sowie Taxi- und Mietwagenunternehmen sollen weitere von der Corona-Krise hart betroffene Dienstleistungszweige des Sports, wie zum Beispiel Betreiber von Sportanlagen, Freizeit- und Sportzentren, Wintersportanlagen- und Skiliftbetreiber oder Fitnessstudios, und der Unterhaltung, wie zum Beispiel Vergnügungs- und Erlebnisparks in die Förderung mit dem Tilgungszuschuss einbezogen werden.

Anträge können bis zum 31.08.2021 hier gestellt werden.

Nähere Informationen finden Sie hier

Fiktiver Unternehmerlohn für Selbstständige und kleine Unternehmen Kopie

Seit 18.05.2021 ist die Antragsstellung für den fiktiven Unternehmerlohn des Landes Baden-Württemberg möglich. Die Ergänzungsförderung zur Überbrückungshilfe III des Bundes kommt insbesondere den von der Krise schwer getroffenen Selbständigen und kleinen Unternehmen zugute. Mit dem fiktiven Unternehmerlohn erhalten diese Selbstständigen für die Monate Januar bis Juni 2021 die notwendige Unterstützung.

Anträge für den fiktiven Unternehmerlohn können ab dem 18. Mai 2021 im Rahmen der Antragstellung auf Überbrückungshilfe III über die Plattform des Bundes gestellt werden. Wurde die Überbrückungshilfe III bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.

Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen aus dem Beteiligungsfonds Ba-Wü

Der mit einer Milliarde Euro ausgestattete Beteiligungsfonds des Landes geht am 21.12.2020 an den Start. Ziel ist es, das Eigenkapital kleiner und mittlerer Unternehmen während der andauernden Corona-Krise zu stärken. Im Fokus stehen die Stabilisierung von Produktionsketten und die Sicherung von Arbeitsplätzen im Land.

Unternehmen können ab sofort Anträge auf die Gewährung einer Rekapitalisierungsmaßnahme durch den Beteiligungsfonds beim Wirtschaftsministerium einreichen. Er richtet sich gezielt an baden-württembergische Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern. Voraussetzung für die Beantragung des Beteiligungsfonds ist unter anderem ein ausgewiesener Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020, ein Unternehmenssitz oder ein klarer Tätigkeitsschwerpunkt in Baden-Württemberg sowie eine große Bedeutung des antragstellenden Unternehmens für die wirtschaftliche Stabilität des Landes Baden-Württemberg.

Die vertiefte Prüfung der Anträge erfolgt durch die L-Bank. Über den Antrag entscheidet im Anschluss ein Beteiligungsrat, der aus Vertreterinnen und Vertretern des Wirtschafts- und Finanzministeriums besteht. Die Anträge werden bearbeitet, sobald die entsprechende Rechtsverordnung verabschiedet ist.

Näheres dazu hier

Härtefallhilfen für Selbstständige und Unternehmen ab Mai 2021

Ab sofort können die Härtefallhilfen des Landes beantragt werden. Damit kann nun auch Unternehmen und Selbständigen geholfen werden, die in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, aber trotz aller Verbesserungen und Ausweitungen keinen Zugang zu einem bestehenden Hilfsprogramm haben. Härtefallhilfen können gewährt werden, wenn ein Betrieb in Folge der Pandemie in seinem wirtschaftlichen Fortbestand bedroht ist, jedoch nachweislich kein anderes, bestehendes Hilfsangebot von Bund, Ländern und Kommunen greift.

Die Härtefallhilfen orientieren sich in ihrer Höhe grundsätzlich an den förderfähigen Fixkosten der Überbrückungshilfe III des Bundes und sollen im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen. Auch die Unterstützung im Rahmen der Härtefallhilfen ist dabei an beihilferechtliche Grundlagen gebunden.

Anträge können für einen Zeitraum zwischen November 2020 und Juni 2021 gestellt werden. Die Antragsfrist der Härtefallhilfen endet am 31. Oktober 2021.

Nähere Information zu den Härtefallhilfen finden Sie hier

Überbrückungshilfe Corona für Unternehmen und Soloselbstständige

Seit dem 10.07.2020 können Unternehmen und Soloselbstständige die Überbrückungshilfe Corona des Bundes beantragen. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer, die für die Unternehmen die Anträge einreichen müssen, können sich auf einer Antragsplattform registrieren. Die Abwicklung und Auszahlung der Hilfen übernehmen die Bundesländer.

Zugang zur Überbrückungshilfe III wird vereinfacht und erweitert:
- Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Ein darüberhinausgehender Nachweis entfällt. Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021.

Einheitliches Kriterium bei der Antragsberechtigung: Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Das heisst: Keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.
Erweiterung der monatlichen Förderhöhe: Anhebung der Förderhöchstgrenze auf bis zu 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat (bisher vorgesehen 200.000 bzw. 500.000 Euro) innerhalb der Grenzen des europäischen Beihilferechts. Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.
Abschlagszahlungen: Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unternehmen geben, nicht nur für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen. Sie sind bis zu einer Höhe von 100.000 Euro statt bislang vorgesehenen 50.000 Euro für einen Fördermonat möglich.
Anerkennung weiterer Kostenpositionen:
- Für Einzelhändler werden Wertverluste unverkäuflicher oder saisonaler Ware als erstattungsfähige Fixkosten anerkannt.
- Investitionen für die bauliche Modernisierung und Umsetzung von Hygienekonzepten ebenso wie Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung können als Kostenposition geltend gemacht werden, wie z.B. Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops.

Soloselbständige können im Rahmen der Überbrückungshilfe III eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) ansetzen. Die maximale Höhe beträgt 7.500 Euro; bisher waren 5.000 Euro vorgesehen.
Die Bedingungen der einmaligen Betriebskostenpauschale werden deutlich verbessert. Sie wird auf 50 Prozent des Referenzumsatzes verdoppelt; bisher waren 25 Prozent vorgesehen. Der Referenzumsatz beträgt im Regelfall 50 Prozent des Gesamtumsatzes 2019. Damit beträgt die Betriebskostenpauschale normalerweise 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019. Für Antragstellende, die ihre selbständige Tätigkeit erst ab dem 1. Januar 2019 aufgenommen haben, gelten besondere Regeln.
Beispiel: Bei einem Umsatz von 20.000 Euro (Durchschnittsumsatz in der Künstlersozialkasse) werden also 5.000 Euro Neustarthilfe gezahlt (50 Prozent des Referenzumsatzes für sechs Monate 2019, 10.000 Euro).

Seit 18.05.2021 ist die Antragsstellung für den fiktiven Unternehmerlohn des Landes Baden-Württemberg möglich. Anträge für den fiktiven Unternehmerlohn können ab dem 18. Mai 2021 im Rahmen der Antragstellung auf Überbrückungshilfe III über die Plattform des Bundes gestellt werden. Wurde die Überbrückungshilfe III bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.

Näheres dazu  hier

Gibt es Schnell-Kredite für den Mittelstand?

Die Bundesregierung spannt einen weiteren umfassenden Schutzschirm für den Mittelstand angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise. Auf Basis des am 03.04.2020 von der EU-Kommission veröffentlichten angepassten Beihilfenrahmens (sog. Temporary Framework) führt die Bundesregierung umfassende KfW-Schnellkredite für den Mittelstand ein. Der neue KfW-Schnellkredit richtet sich an Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern.

Das Wichtigste:
- Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
- Für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
- 100 % Risikoübernahme durch die KfW
- keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
- Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  > Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
  > Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
- Zinssatz von aktuell 3,00 % p.a.
- 10 Jahre Laufzeit
- Voraussetzung: Sie haben zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten. Infos unter kfw.de

Wie beantrage ich steuerliche Erleichterungen?

Das Bundesfinanzministerium hat zusammen mit den Landesfinanzministerien steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen beschlossen, die von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen sind. Durch das BMF-Schreiben müssen bei einem Antrag auf Stundung von Steuern keine strengen Voraussetzungen für Nachweise mehr erfüllt werden. Dies gilt für die Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und die Umsatzsteuer.

Wer sich Steuern stunden lässt, zahlt keine Zinsen und muss auch keine Vollstreckung fürchten. Säumniszuschläge werden ebenfalls erlassen.

Für die Anträge steht auf den Webseiten der Finanzämter in Baden-Württemberg ein vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung, um eine schnelle, unbürokratische und praktikable Handhabung für die betroffenen Steuerpflichtigen und die Finanzverwaltung zu gewährleisten: FA-Antragsformular

Ansprechpartner:
Finanzamt Ettlingen Tel. 07243 101-508 0 oder über das Kontaktformular: Finanzamt-BW/Kontaktformular

Die Stadt Ettlingen hat ebenfalls Maßnahmen eingeleitet.  Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, können fällige Gewerbesteuerzahlungen auf Antrag zinslos gestundet werden. Hierzu wenden Sie sich an das Steueramt der Stadt Ettlingen, Tel. 07243 101-282, E-Mail: juergen.huebner@ettlingen.de.

Wie beantrage ich Kredite zur Liquiditätssicherung?

Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler die unverschuldet Umsatzrückgänge durch Störungen in der Lieferkette oder durch Nachfragerückgänge erleiden, sollen Kredite mit verbesserten Zugangsbedingungen und Konditionen zur Sicherung der Liquidität erhalten. Folgende Maßnahmen sind aktuell durch die Förderbanken verfügbar:

KfW-Unternehmerkredit (Unternehmen mit mehr als 5 Jahren am Markt)
 
KfW-Kredit für Wachstum (Unternehmen mit mehr als 5 Jahren am Markt)
 
ERP-Gründerkredit (Unternehmen unter 5 Jahren am Markt)
 
Allgemeine Informationen erhalten Sie auch über die gebührenfreie Hotline der KfW unter: 0800-5399 001. Die Beantragung eines KfW-Kredites kann nur über Ihre Hausbank erfolgen.

Neu - Tilgungszuschuss zum Liquiditätskredit Plus verlängert bis 30.06.2021:
Beim „Liquiditätskredit Plus“ ergänzt die L-Bank den bereits bestehenden Liquiditätskredit von bis zu fünf Millionen Euro um einen Tilgungszuschuss mit Eigenkapitalcharakter von zehn Prozent. Der maximale Tilgungszuschuss liegt bei 300.000 Euro. Um den Liquiditätskredit Plus beantragen zu können, müssen Unternehmen unter anderem über ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und einen prognostizierten, krisenbedingten Umsatzrückgang von 15 Prozent im Jahr 2020 bzw. 2021 aufweisen.
Die Ausreichung des Kredits soll über die jeweiligen Hausbahnken erfolgen und kann deshalb mit einer bis zu 90-prozentigen Bürgschaft der Bürgschaftsbank oder der L-Bank kombiniert werden.

Näheres dazu hier

Wie beantrage ich eine Bürgschaft zur Liquiditätssicherung?

Bürgschaften für Betriebsmittel können über Ihre Hausbank zur Verfügung gestellt werden. (Keine Sanierungsfälle oder Unternehmen die vor der Corona-Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren). Die Maßnahmen unterstützen ab sofort branchenübergreifend alle gewerblichen kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Freien Berufe.

Wenn eine Hausbank auf Grund fehlender Sicherheiten nicht in der Lage ist, einem betroffenen Unternehmen einen Liquiditäts-/Betriebsmittelkredit zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, kann die L-Bank im Einzelfall bis zu 80 % des Risikos abnehmen.

Kontakt Bürgschaftsbank: Tel. 0711 1645-6, ermoeglicher@buergschaftsbank.de

Kontakt L-Bank Hotline Bürgschaften: Tel. 0711 122-2999, buergschaften@l-bank.de

Nachtrag:
Ab dem 15.07.2020 können auch Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten Sofortbürgschaften als KfW-Schnellkredit auf zwei Wegen beantragen:
- Über das Portal Ermoeglicher.de kann bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 % für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten
- Über das klassische Hausbankverfahren kann die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 % für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro.

Näheres dazu erfahren Sie hier

Wie beantrage ich einen Überbrückungskredit?

Landesförderinstitute bieten zum ERP- und KfW-Angebot zinsgünstige Betriebsmittelfinanzierungen und Überbrückungsgeld an. Das Überbrückungsgeld der L -Bank können Sie über Ihre Hausbank beantragen, die Hausbank haftet mit 20 %, L-Bank übernimmt 80 % Haftung.

Alle Förderkredite der L-Bank können mit Kombi-Bürgschaften der Bürgschaftsbank flankiert werden.

Für bestehende Förderkredite, deren Tilgungsbelastungen aufgrund der Corona -Krise vorübergehend nicht mehr leistbar sind, bietet die L-Bank eine bis zu 12-monatige Tilgungsaussetzung unter Anpassung der restlichen Tilgungsraten unter Beibehaltung der vertraglichen Zinsvereinbarung sowie der Gesamtlaufzeit an. Anträge können ab sofort formlos an die L-Bank gerichtet werden.

Kontakt L-Bank Hotline Wirtschaftsförderung: Tel. 0711 122-2345, wirtschaftsfoerderung@l-bank.de

Gibt es Hilfe für Selbstständige in Quarantäne?

Wer auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über das örtlich zuständige Gesundheitsamt eine Entschädigung beantragen. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler*innen den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Neben dem Verdienstausfall können Selbstständige auch für Betriebsausgaben „in angemessenem Umfang“ entschädigt werden (Paragraf 56 Absatz 4 Infektionsschutzgesetz).

Zuständige Behörde ist das Gesundheitsamt des Landratsamtes Karlsruhe, Tel. 0721 936-99 250, gesundheitsamt@landratsamt-karlsruhe.de.

Hinweis: Der Antrag ist innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit zu stellen (§ 56 Absatz 11 IfSG).

Gibt es Hilfen für Startups?

„Start-up BW Pro-Tect“ wurde bis 30.09.2021 verlängert und aufgestockt
"Start-up BW Pro-Tect"ist eine Ausweitung der bundesweit einmaligen Frühphasenförderung „Start-up BW Pre-Seed“ auf krisengeschüttelte Start-ups, die die erste Finanzierungsrunde schon erfolgreich beendet haben. Sie wird wie ein Wandeldarlehen gewährt und kann einen ersten Kapitalbedarf von bis zu 200.000 Euro abdecken, wovon 80 Prozent vom Land finanziert werden und 20 Prozent von privaten Ko-Investoren stammen müssen. In begründeten Ausnahmefällen kann der Zuschuss auch bis zu 400.000 Euro betragen.

Die Voraussetzungen für eine Förderung sind:

- Der zusätzliche Liquiditätsbedarf muss aufgrund negativer Effekte bedingt durch die Corona-Pandemie entstanden sein.
- Die Gründung des Start-ups darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.
- Es wurden noch keine Gewinne ausgeschüttet (Gemäß Artikel 22 AGVO).
- Grundsätzlich darf noch nicht mehr als 2 Millionen Euro Eigenkapital aufgenommen worden sein.
- Es handelt sich um ein wachstumsorientiertes Geschäftsmodell, welches im Kern von innovativen Produktentwicklungen oder Anwendungen getragen
  wird (beispielsweise KI-Anwendungen, Plattformtechnologien, E-Commerce, Smart-Green-  Technologien, Industrie 4.0 oder Life Sciences).
- Die Empfehlung sowie die Begleitung des Start-ups erfolgt durch einen Partner.
- Private Ko-Investoren übernehmen mindestens 20 Prozent der Start-up-Finanzierung zu gleichen Konditionen wie das Land Baden-Württemberg.
- Die Berechnungsgrundlage für den Finanzierungsbedarf ist der „Cashburn“, also die fortlaufenden zahlungswirksamen Kosten abzüglich etwaiger Umsätze der nächsten sechs Monate.

Nähere Infos zur Antragstellung hier

Der Bundesverband der Deutsche Startups e. V. schlägt einen Schutzschirm als Vier-Stufen-Plan vor, da bisher vorgeschlagene Fördermaßnahmen an den Bedürfnissen von Startups vorbeigehen: Startups haben – insbesondere in einer frühen Phase – weder eine kreditgebende Hausbank noch erfüllen sie die herkömmlichen Kriterien, um einen Kredit zu erhalten. Den kompletten Schutzschirm und nähere Infos finden Sie unter: deutschestartups.org.

Ausbildung während der Corona-Krise?

Ausbildungsprämie- Stellen Sie ab dem 1. Juni 2021 einen neuen Auszubildenden ein, können Sie 4.000 Euro als Ausbildungsprämie erhalten. Bislang waren es 2.000 Euro.
- Werden Sie ab dem 1. Juni 2021 sogar noch mehr Ausbildungsplätze schaffen als vorher, erhalten Sie pro Auszubildenden sogar 6.000 Euro (bis 31. Mai 2021 sind es 3.000 Euro).
- Bisher konnten nur Betriebe mit höchstens 249 Mitarbeitern die Prämie beantragen. Ab 1. Juni 2021 dürfen Sie bis zu 499 Arbeitnehmer beschäftigen.
Die Prämie wurde bis 31. Dezember 2021 verlängert.

Die Übernahmeprämie läuft ebenfalls nicht aus, sondern gilt bis 31.12.2021. Außerdem wird sie erhöht. Wenn Sie einen Auszubildenden aus einem Betrieb übernehmen, der Insolvenz anmelden musste, können Sie 6.000 Euro Prämie erhalten. Gleiches gilt, wenn der ursprünglich ausbildende Betrieb aufgrund der Corona-Pandemie dem Auszubildenden kündigte oder kündigen wird.

Näheres dazu hier

Welche Hilfen gibt es für Landwirte?

Landwirte haben einen Anspruch auf das Corona-Soforthilfe-Programm des Landes: Wirtschaftsministerium Baden-Wuerttemberg/soforthilfe-corona

Zeitgrenzen für die geringfügige Beschäftigung in Form der kurzfristigen Beschäftigung sollen befristet auf eine Höchstdauer von fünf Monate oder 115 Tage ausgeweitet werden. Dies kann die Problematik mit ausländischen Saisonarbeitern entschärfen und zusätzliche Verdienstmöglichkeiten für die inländische Bevölkerung sichern.
*Quelle: Deutscher Städtetag

Die Reisebeschränkungen, die sich durch die Corona-Krise ergeben, haben zur Folge, dass den Landwirtschafts-Betrieben dringend benötigte Saisonarbeitskräfte nicht im gewohnten Umfang zur Verfügung stehen werden. Die Plattform und die Aktion "Das Land hilft" bringt Arbeitssuchende, Freiwillige und hilfsbereite Menschen und Landwirte zusammen und hat das Ziel diesen Mangel mit Menschen aus der Region abzumildern. Freiwerdende Arbeitskapazitäten, beispielsweise aus der Gastronomie, könnten so die Arbeit der Erntehelfer aus Osteuropa wenigstens zum Teil kompensieren.

Landwirtschaftliche Betriebe können sich unter:

https://www.daslandhilft.de/

eintragen, die Solidarität nutzen und sich an der Aktion beteiligen und die Angebote nach Möglichkeit annehmen.

Die Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg finden Sie unter: Baden-Wuerttemberg Pressemitteilung

Hilfe für gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen

Die Landesregierung hat ihr Corona-Hilfsprogramm für gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen bis 30. Dezember 2021 verlängert. Diese können sechs weitere Monate lang Anträge auf finanzielle Unterstützung in Form des Liquiditätskredits Li GO stellen.

Das Land unterstützt gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind, durch eine Förderung, die nicht zurückbezahlt werden muss. Die Mittel sollen zur Deckung zwangsläufiger Fixkosten bei gleichzeitig seit dem 11. März 2020 coronabedingt entgangenen Einnahmen wie Eintrittsgelder, Spenden oder Einnahmen aus Veranstaltungen dienen.
Bevorzugt werden gemeinnützige Vereine und gemeinnützige Organisationen aus den Zuständigkeitsbereichen des Ministeriums für Soziales und Integration berücksichtigt, etwa Nachbarschaftshilfen, Offene Hilfen, Tafelvereine, Selbsthilfevereine, Betreuungsvereine, Mehrgenerationenhäuser, Vereine und freie Träger in der Kinder- und Jugendarbeit, Familien- und Mütterzentren, Migrantenvereine und -organisationen, Vereine und Organisationen im Bereich Demokratieförderung. Das Programm steht aber grundsätzlich auch ehrenamtlich getragenen gemeinnützigen Vereinen offen, sofern die Finanzmittel auskömmlich sind. Bestehende Hilfsangebote haben Vorrang beziehungsweise werden angerechnet.

Näheres dazu hier

Soforthilfeprogramm für Sportvereine und -verbände

Das Land unterstützt mit einem Soforthilfeprogramm von rund 12 Millionen Euro Sportvereine und -verbände, die unverschuldet in einen existenzgefährdeten Liquiditätsengpass geraten sind.
Die Inanspruchnahme der Mittel setzt dabei voraus, dass die bestehenden Hilfsmöglichkeiten ausgeschöpft worden sind (insbesondere die Soforthilfe Corona des Wirtschaftsministeriums für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld) und aufgrund der Corona-Pandemie ein existenzgefährdender Liquiditätsengpass besteht. Sollte der Jahresabschluss wider Erwarten doch positiv ausfallen, ist die Soforthilfe bis zur Höhe des Überschusses entsprechend zurückzuzahlen. Die Beantragung erfolgt über die regionalen Sportbünde.
Um Sportvereine zusätzlich zu unterstützen und ihre Liquidität sicherzustellen, können die Übungsleiterzuschüsse für die Monate März bis Ende Juni 2020 auf der Basis der Vorjahreszahlen ausgezahlt werden. Das bedeutet, dass die während dieser Zeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattgefundenen Übungs- und Trainingsstunden trotzdem vergütet werden. Sollte weiterer Bedarf bestehen, kann die Verfahrensweise auch für das zweite Halbjahr 2020 Anwendung finden.
Update 09.07.2021:
Die Soforthilfe für Sportvereine und -verbände wurde bis zum 31.12.2021 verlängert.

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Krisenberatung - Beratungsförderung für von Corona betroffene Unternehmen

Das Bundesprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur "Förderung unternehmerischen Know-hows" wurde auf Grund der aktuellen Corona-Krise um ein weiteres Modul ergänzt, nämlich um die "Krisenberatung Corona" die bis zum 30.09.2021 verlängert und aufgestockt wurde. Damit sollen kleine und mittlere Unternehmen, die betriebswirtschaftliches Beratungs-Know-how im Zuge der Corona-Krise benötigen, gefördert werden.

Umfang der Beratung:
- 4 Tage
- Tagessatz 1.000 Euro netto
- Der Bundeszuschuss liegt bei 100 Prozent (Vollfinanzierung)
- Die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer wird nicht bezuschusst und ist vom Unternehmen zu tragen

- Maximal möglich sind 4 Beratungstage.

Gefördert werden eigenständige Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro bzw. mit einer Vorjahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.

Die "Krisenberatung Corona" startete am 11.05.2020 und wird mit rund zwei Millionen Euro aus Landesmitteln finanziert. Die Beratung soll durch das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), DEHOGA Baden-Württemberg und den Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH) erfolgen.
Weitere Infos erhalten Sie hier, hier und hier

Livestream der IHK: Ratgeber-Serie "Schnelles Wissen" für Unternehmen

Neben dem Thema Soforthilfe wirft die Corona-Krise bei den Unternehmen eine Vielzahl weiterer Fragen auf. Die IHK Karlsruhe antwortet jetzt mit der neuen Ratgeber-Serie "Schnelles Wissen". Die Reihe beginnt mit dem Thema "Geld - Durchblick im Förderdschungel". In 30 Minuten erfahren die Unternehmen von Fachberatern der IHK, welche Möglichkeiten es neben Soforthilfe und Kurzarbeit derzeit gibt.
 
Nähere Informationen finden hier.

Aktuelle Corona-Verordnung von Baden-Württemberg

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg findes Sie hier.