Zensusbefragungen beginnen - Basis für die Herausforderungen von morgen

Die Grafik zeigt Lebenslagen, die der Zensus betrifft, z.B. Job, Wohnen, Verkehr
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder

Die Stadtverwaltung sorgt für das gute Zusammenleben der Menschen in Ettlingen. Dazu muss sie wissen, wie viele Menschen in der Stadt wohnen. Nur dann kann sie für Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Versorgungseinrichtungen, Sportanlagen, Kläranlagen, Bauplätze und vieles andere mehr in der richtigen Größe sorgen. „Die Ergebnisse des Zensus sind Grundlage für die Herausforderungen der Zukunft“, machte Oberbürgermeister Johannes Arnold deutlich. „Auch Ettlingen profitiert davon“, denn nur aufgrund einer korrekten Einwohnerzahl erhält die Stadt von Bund und Land Geld in vorgesehener Höhe für die Erfüllung ihrer Aufgaben. 
 
Alle zehn Jahre wird deshalb überprüft, ob die fortgeschriebenen Einwohnerzahlen jeder Stadt in Deutschland noch richtig sind, und nach einer pandemiebedingten Verschiebung um ein Jahr ist es jetzt wieder soweit: der „Zensus 2022“ findet statt. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Wer zur Stichprobe gehört, zählt für alle.  Für die ausgewählten zu befragenden Personen besteht beim Zensus eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Diese ausgewählten Personen erhalten in den nächsten Tagen Post von der Stadt, mit der sich eine Erhebungsbeauftragte oder ein Erhebungsbeauftragter für ein kurzes Gespräch ankündigt, in dem folgende Angaben geklärt werden: Vorname und Nachname, Geschlecht, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Wohnstatus (Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz). Die Zensus-Interviewerin oder der Interviewer wurden für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit von der Zensus-Erhebungsstelle umfassend geschult sowie auf Verschwiegenheit verpflichtet. Sie können ihren ehrenamtlichen Einsatz bei den Auskunftspersonen mit einem offiziellen Ausweis belegen.
 
Die Befragung vor Ort wird nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Bei einem Teil der Bevölkerung werden im Anschluss an dieses Gespräch persönliche Zugangsdaten für einen Online-Fragebogen übergeben, mit dem weitere Fragen unter anderem zur Bildung und Erwerbstätigkeit sowie zum Beruf beantwortet werden sollen.

Zu Gebäuden mit Wohnraum und Wohnungen werden deren Eigentümerinnen und Eigentümer im Rahmen des Zensus 2022 durch das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf postalischem Weg befragt. Vollständige Angaben zur Gebäude- und Wohnungszählung sind für wohnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen ebenso wichtig.
Die Zensusdaten unterliegen der statistischen Geheimhaltung und werden ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Durch das sogenannte Rückspielverbot ist es gesetzlich untersagt, dass die gewonnenen Zensus-Befragungsdaten an andere Verwaltungseinheiten, wie die Bürgerdienste oder das Jobcenter, weitergegeben werden.
Informationen zum Zensus gibt es auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes unter diesem Link oder auf Twitter oder bei der städtischen Zensus-Beauftragten Judith Reiser, Tel.: 07243/101-8398, E-Mail: judith.reiser@ettlingen.de