Schildhalterin-Brunnen - Ettlingen-Innenstadt - Albstraße

Bild 1 Schildhalterin Brunnen
Bild 2 Schildhalterin-Brunnen

Erstellt:

Mitte 16. Jahrhundert

Material:

Sandstein

Historie / Beschreibung:

Bis 1871 stand der Brunnen an der Ecke Kronen-/Seminarstraße, wurde dann aber im Rathausflur aufbewahrt. 1934 ist der Brunnen in der Albstraße wieder aufgestellt worden. Die Freude hielt nur kurz an, denn 1938 wurde die Brunnenplastik zerstört. Die vorhandenen Einzelstücke sind eingesammelt und wieder sorgfältig zusammengesetzt worden. Ein Karlsruher Bildhauer wurde mit der Herstellung einer Nachbildung beauftragt. Seit Juni 1941 thront eine neue Schildhalterin auf dem Brunnensockel. Die Originalfigur steht im Museum. Das Haar wird von einem geflochtenen Reif gehalten, Hals und Brust sind mit goldenen Kettchen und die Finger mit Ringen geschmückt. Der Rock ist schräg gerafft und lässt das linke Bein sehen. In der rechten Hand hält sie das badische Landeswappen und in ihrer linken das Ettlinger Stadtwappen. Ursprünglich hieß der Brunnen "Metzenbrunnen", womit es sich bei der Brunnenfigur um eine Metze, also Dirne handeln könnte. Möglicherweise ist sie aber auch eine reiche Bürgerstochter, denn Metze ist auch die Koseform von Mechthilde. Laut einer Sage heißt der Metzenbrunnen eigentlich Märzenbrünnele, weil er in dem Monat März im Wald gefunden worden sein soll. Er könnte aber auch nach der Quelle, welche Märzenbrünnele genannt wird, genannt worden sein.

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