Werkstatt „Wohnen“ – den Architekten über die Schulter blicken

Symposium mit Stadtspaziergang und Podiumsdiskussion

Work in progress ist aus der Kunst bekannt, doch bei der Entstehung einer Wohnanlage den Architekten über die Schulter blicken zu können, ist nicht alltäglich. Beim Symposium „Werkstatt Wohnen“ haben die Ettlinger, aber nicht nur sie, die Möglichkeit zu sehen, wie drei Architektenteams für drei beispielhaft ausgewählte Standorte: dem AVG Gelände, dem Baubetriebshof und dem Kindergarten Bruchhausen neue Ideen entwickeln, die sich durch gestalterische räumliche und städtebauliche Qualität und innovative Ansätze im Wohnungsbau auszeichnen.

„Wichtig war uns die hohe Lebensqualität zu erhalten, aber auch den je spezifischen Charakter des Stadt- und Ortsbildes zu stärken“, hob OB Johannes Arnold bei der Vorstellung des Projektes im Beisein der Architektenteams heraus. Die Spanne von historischer Tradition und notwendiger Moderne, wie kann sie gelingen. Ettlingens Ehrenbürger Dr. Erwin Vetter gab den Impuls zu solch einer kreativen Werkstatt, „zu solch einem kooperativen Verfahren“, wie es Professor Neppl vom KIT bezeichnete, der gemeinsam Dr. Fischer das Symposium moderiert. „Das offene Nachdenken ist wichtig, um die Bevölkerung mitzunehmen.
Ettlingen ist nicht nur die historische Altstadt sondern wesentlich größer, als Beispiel nannte Planungsamtschef Wassili Meyer-Buck Neuwiesenreben oder den Steinbuckel. In den kommenden Jahren wird die Stadt Wohnraum für 3000 Einwohner schaffen, dies bedeutet, hochwertige und identitätsstiftende Quartiersplanung. Das Tübinger Architekturbüro Hähnig & Gemmeke wird das AVG-Gelände Im Ferning im Fokus haben, während bayer & uhrig aus Kaiserlautern sich Gedanken über die Symbiose von Neubau und Erhalt historischer Bausubstanz beim Baubetriebshof machen werden. Bruchhausen ist besonders in den 60er und 70er Jahren gewachsen, hier steht als Standort der ehemalige Kindergarten im Mittelpunkt, von dem aus sich eine neue Identität generieren ließe.

„Wichtig ist eine öffentliche Diskussion anzustoßen, ein Experiment zu wagen, von dem wir einen immateriellen Gewinn haben“. Der OB hofft, dass sich die Bürgerschaft einbringt.
Startschuss für die „Werkstatt Wohnen“ fällt am Sonntag, 25. Juni um 17 Uhr mit einem Stadtspaziergang zusammen mit Dr. Vetter und Professor Johannes Jakubeit. Am nächsten Tag folgt um 14 Uhr die Eröffnung der Planungswerkstatt, die Vorstellung der Planungsteams und Podiumsdiskussion mit einem Begleitgremium.
Am Dienstag 27. Juni kann die Öffentlichkeit von 10 bis 12 Uhr im Casino den Teams über die Schulter blicken, gleichfalls eine offene Werkstatt gibt es am Donnerstag, 29. Juni von 14 bis 17 Uhr. Am Mittwoch 27. Juni, um 17 Uhr werden die Teams Projekte und Gebautes ihrer Planungsbüros vorstellen und am Freitag 30. Juni gibt es ab 13.30 Uhr eine Abschlusspräsentation mit öffentlicher Diskussion. Das Ganze im Casino in der ehemaligen Rheinlandkaserne.

  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 24
  • 25
  • 26
  • 27
  • 28
  • 29
  • 30
  • 31