Gut investiertes Geld
Die Wasserflecken waren kaum zu übersehen und wurden zurückliegend immer größer in den Klassenräumen des Schulzentrums im Horbachpark. Beim vor Ort Termin am Freitag vergangener Woche mit den Architekten Anke Podack und Justin Vogel von Bauen4, den Architektinnen Ozrenka Gospic und Kristina Dentzel vom Amt für Hochbau sowie Bildungsamtsleiter Sebastian Becker sowie den Schulleitern Claudia Rödiger, Anne-Frank-Realschule und Jochen Bischof, Albertus-Magnus-Gymnasium lenkte Oberbürgermeister Johannes Arnold den Blick zurück aufs Jahr 2024. Damals waren unsere kommunalen Finanzen durch hohe Gewerbesteuereinnahmen so, dass „wir zwei Alternativen hatten. Entweder wir legen das Geld aufs Sparbuch oder wir investieren in das Schulzentrum“. „Was sicherlich keine schlechte Idee war“. Wir haben hier Vorsorge getroffen, damit wir nicht noch ein weiteres Schulgebäude wie beispielsweise das Eichendorff-Gymnasium haben“. Nach den Sanierungsarbeiten ist das Gebäude wieder zukunftsfähig, so dass die Entscheidung für die Investition die richtige war.
Uns standen rund 750 000 Euro für die Sanierung zur Verfügung“, so Architektin Podack. Jene Dächer mit den größten Schäden und an denen zurückliegend immer wieder geflickt worden ist, wurden in Angriff genommen. Das waren zum einen das Dach im Eingangsbereich und zum anderen die beiden Dächer im Südbereich der Schule. „Bei dem innenliegenden Atrium haben wir uns dazu entschlossen, das Glasdach abzubauen, das nicht mehr den Standards entsprochen hat“, ließ Podack wissen. Überdies mußte für eine Entwässerung gesorgt werden, da es keine Anschlüsse gab. Die Folienflachdächer sind rund 47 Jahre alt, ein ´stattliches´ Alters für solch ein Dach. Jetzt haben sie eine Wärmedämmung sowie eine neue Vegetationsschicht. Auf dem vorderen Dach wird auch wieder die Photovoltaikanlage der Bürgerenergiegenossenschaft aufgebaut werden.
Erfreulich sei, so Frau Gospic, dass die Sanierung unter dem angesetzten Budget von 750 000 Euro blieb. Im März war mit den Arbeiten begonnen worden und zum Schuljahresbeginn konnten sie abgeschlossen werden, nur ein paar Kleinigkeiten gibt es noch.
Beide Schulleiter verhehlten nicht, dass es Beeinträchtigungen gab. Neben dem Lärm war es besonders in der Sommerzeit, dass die Fenster nicht geöffnet werden durften. Doch beide sind froh, dass sie nun ein dichtes Dach über dem Kopf haben.
