Soudron
Dorfpartnerschaft seit 1961
Eine der frühen Dorfpartnerschaften in Baden-Württemberg ist die zwischen Schluttenbach und Soudron 1961 begründete Freundschaft. Sie fusst auf dem Kontakt zwischen den französischen Abbés Boudot und Galichet Präses Hans Eichhorn. Schnell begann man, einen Schüler- und Jugendaustausch aufzubauen und durch wechselweise Besuche zu entwickeln.
Die französische Gemeinde hat etwa 300 Einwohner und liegt im Département Marne in der Region Grand Est. Eine historische Sehenswürdigkeit stellt die Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul aus dem 12./13. Jahrhundert dar.
Im Jahr 2026 wird das 65-jährige Partnerschaftsjubiläum gemeinsam in Soudron gefeiert!
Zeitstrahl der Städtepartnerschaft zwischen Soudron und Schluttenbach
1961
Im Jahr 1961 wurde die Freundschaft zwischen den Gemeinden Schluttenbach und Soudron aus der Champagne geschlossen. Den ersten Schritt zu dieser Entwicklung machten Abbés Boudot und Michel Galichet und der Präses Hans Eichhorn. Abbé Boudot und Hans Eichhorn hatten sich bei den Internationalen Werkwochen des Klosters Maria Laach kennengelernt und brannten beide für die Idee einer besseren Völkersverständigung in Europa. Abbé Michel Galichet, der damals in Soudron wirkte, ließ sich sofort für die Idee einer Partnerschaft begeistern. Auch auf Schluttenbachs Seite waren die Lehrer Karl König und der Bürgermeister Karl Blödt von der Idee angetan, wodurch die ersten Kontakte zwischen den Gemeinden geknüpft wurden.
1981
Zu Pfingsten des Jahres 1981 finden die Feierlichkeiten zum 20 jährigen bestehen der Partnerschaft zwischen Soudron und Schluttenbach in der Waldfesthalle statt. Bei dieser wird immer wieder das herzliche Miteinander zwischen den Gemeinden und die verschiedenen Schüler- und Jugendaustausche, die seit 1961 stattgefunden hatten, hervorgehoben.
1996
Zu ehren von 35 Jahren Partnerschaft zwischen Soudron und Schluttenbach wurde eine Hinweistafel in Soudron mit der Aufschrift „35 Jahre Freundschaft – Soudron und Schluttenbach" enthüllt.
2001
Anlässlich des 40. Partnerschaftsjubiläums besuchte eine Delegation aus Frankreich die Gemeinde Schluttenbach. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurde ein Bouleplatz in Schluttenbach eingeweiht. Ein besonderer Anlass zur Freude war dabei auch die Verleihung der Europamedaille an die beiden Gemeinden für ihr großes Engagement für die Völkersverständigung.
2014
Der Gemeinde Schluttenbach kam eine große Ehre zu teil, als sie im Jahr 2014 zu der Gedenkfeier zum Waffenstillstandsabkommen am 11.11.1918, dem Ende des Ersten Weltkrieges, teilnehmen durfte. Eine Delegation aus Schluttenbach hatte hierzu eine Einladung erhalten und reiste für die Feierlichkeiten in die Champagne. Bei dieser wurden zuerst die Gefallenen Soldaten aus Soudron verlesen und im Anschluss die französische Nationalhymne gespielt. Die Delegation erhielt danach die einmalige Ehre entgegen dem strikten französischen Protokoll zu diesem Anlass einen Kranz zu Ehren der gefallenen Soldaten aus Soudron und Schluttenbach niederzulegen, sowie die Namen der gefallenen Soldaten aus Schluttenbach zu verlesen. Als Abschluss wurde die deutsche Nationalhymne gespielt. Dieser besondere Akt der Völkerverständigung und Freundschaft sorgte für einen emotionalen und bewegenden Moment des Austauschs zwischen den Gemeinden.
2018
Zum 100. Jahrestag anlässlich des Ende des Ersten Weltkrieges fand im Jahr 2018 eine Gedenkzeremonie in Soudron statt. Bei dieser wurden symbolisch gegenseitig Bäume als Zeichen des Friedens ausgetauscht. Der Baum wurde ein Jahr später im September 2019 vor der Turnhalle in Schluttenbach eingepflanzt.
2022
Durch die Corona-Pandemie konnten die Feierlichkeiten zu 60 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Soudron und Schluttenbach erst im Jahr 2022 stattfinden. Auf Initiative der Bürgerschaft wurde eine Stele beim Friedensbaum mit der Inschrift "Friedensbaum gestiftet von der Partnergemeinde Soudron/Frankreich zum Gedenken an den 100. Jahrestag Ende des 1. Weltkriegs 11. November 1918" aufgestellt.