Mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand verwenden
Es ist das wichtigste Lebensmittel: unser Trinkwasser. Dank der Grundwasservorkommen müssen sich die Ettlinger keine Sorgen um Trinkwasserknappheit machen.
ABER vergeuden sollte man das wichtigste Lebensmittel nicht, aber dennoch für einen guten Durchsatz sorgen, damit das Wasser gerade in der warmen Jahreszeit nicht zu lange in den Rohren steht, sich erwärmt und dadurch der Keimbildung Vorschub geleistet wird. Angesichts der geringen Niederschläge und der anhaltenden Hitze erhielt Oberbürgermeister Johannes Arnold besorgte Anfragen, ob es in Ettlingen zu einer Wasserknappheit kommen könnte. „Wir haben auch während längerer Trockenperioden ausreichend Wasser, da unsere Versorgung sicher und leistungsfähig aufgestellt ist“. „Wir gewinnen unser Wasser aus dem Grundwasservorkommen im Oberrheingraben und nicht aus Quellen wie beispielsweise im Schwarzwald. Deshalb steht ausreichend von dem kühlen Nass zur Verfügung“, merkte Wassermeister Achim Becker an.
Mit Augenmaß und einem gesunden Menschenverstand das Wasser zu verwenden, ist die beste Handlungsdirektive, so OB Arnold. Denn extremes Sparen führt bisweilen dazu, dass die Stadtwerke Wasser via Hydranten auf die Straße ablassen müssen, um die Kanäle zu reinigen. Für die Trinkwasserhygiene ist ein regelmäßiger Wasseraustausch wichtig, unterstrich Becker. Alle vier Wochen ziehen die Stadtwerke an 28 Stellen Proben, darunter die Hochbehälter, um es bakteriologisch untersuchen zu lassen. Interessant sei, dass das Wasser rund 13 Grad kühl sei, wenn es aus dem Hochbehälter Moosalbtal fließt, in Neuwiesenreben sei es dann rund 25 Grad warm, da sich der Boden mittlerweile auch in den tieferen Schichten erwärmt hat. Unsere Sensoren, die gut ein Meter im Boden vergraben sind, zeigen eine Temperatur von rund 22 Grad derzeit an. Wir werden die Entwicklung gespannt verfolgen, wann die Temperaturen wieder sinken. Gerade in den älteren Baugebieten wie Neuwiesenreben habe man mit einem Verbrauch von gut 160 Litern gerechnet, der Zweckverband Wasserversorgung Albgau ZWA sei damals auf 250 Litern ausgelegt gewesen. Heute verbrauchen wir pro Kopf nur noch 125 Liter am Tag, weiter sinkend. Überdies wohnen heute in den ehemals Vier-Personen-Haushalte nur noch ein oder zwei. Das leistet dem stehenden Wasser Vorschub.
Die Wasserwerke und Versorgungsanlagen des Zweckverbands Wasserversorgung Albgau und der Stadtwerke sind so ausgelegt, dass sie einen erhöhten Bedarf während längerer Hitzeperioden sicher abdecken können. Viel Geld nehmen die Stadtwerke für die Versorgungssicherheit in die Hand. Fast drei Millionen Euro waren es 2025 für die Trinkwasserversorgung.

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