Eine risikoreiche Strecke liegt vor den Fahrern

Die hintere Tür eines großen LKWs wird vom Fahrer geöffnet und man sieht im Innern das Feuerwehrfahrzeug.

Am Dienstag dieser Woche starten die beiden Fahrer Mayak und Hnidech mit ihrer gefährlichen Mission, zwei alte Fahrzeuge der Stadt nebst Materialien ins ukrainische Chmilnyk zu bringen.

Bei der Verabschiedung der beiden Fahrer des Hilfstransportes u.a. mit OB

Das Räumfahrzeug und das ehemalige Feuerwehrauto der Stadt werden im ukrainischen Chmilnyk mehr als willkommen sein. Doch bis sie dort zum Einsatz kommen können, liegt eine riskante Fahrt von rund drei Tagen vor den Fahrern Andriy Mayak und Igor Hnidech, auch wenn sie diesen Weg nicht zum ersten Mal unternehmen. Es bleibt gefährlich in ein Kriegsgebiet zu fahren.

Ein ganz besonderer Dank geht aber auch an die Rosinen-Initiative des Ehepaar Olga nd Wladimir Skripnik, die in zurückliegenden Jahren eine sehr große Hilfsmaßnahme für die Ukraine aufgebaut haben. Sie hatten vor dem Angriffskrieg berufliche Beziehungen zu einer Firma in der Region Ruda, die Euro-Paletten produziert. Nun liefert das Ehepaar humanitäre Güter in die Ukraine, dank ihres guten Netzwerkes. Arnold erinnerte an die Welle der Solidarität und an die Vielzahl der gespendeten Güter der Ettlingerinnen und Ettlingern mit Beginn des Krieges. „Die Fahrzeuge, die wir heute übergeben, sind ein Symbol der Freundschaft und des Zusammenhalts über Ländergrenzen hinweg“. In diesem Zusammenhang erwähnte Arnold auch, dass wir zusammen mit Epernay zum 70-jährigen Jubiläum unserer Partnerschaft beschlossen haben, auf Geschenke zu verzichten, um ein Projekt in der Ukraine zu unterstützen.

Die beiden Fahrzeuge wurden auf zwei LKWs der Rosinen-Initiative verladen, eine Millimeter-Angelegenheit, ließen die beiden Mitarbeiter Dennis Steinbrunn und Carsten Hoppe vom Abschleppdienst wissen. Die Fahrer werden einen Zwischenstopp in der Nähe von Augsburg einlegen, um Baumaterialen aufzuladen, die dringend benötigt werden. Viele Gebäude sind zerstört oder haben keine Infrastruktur, die Menschen können alles gebrauchen, um die beschädigten Häuser so abzudichten, dass sie nicht mehr so frieren müssen. Überdies spendet noch die Stadt 5 000 FFP2-Masken.
Alle hoffen nun, dass der Hilfstransport in dem 1 800 Kilometer entfernten Chmilnyk gut ankommt, das rund 43 000 Einwohner hat und 250 Kilometer südwestlich von Kiew in der Oblast Winnyzja liegt. Viele Menschen aus den Frontstädten sind in den Süden geflohen, so auch nach Chmilnyk, wo Unterkünfte geschaffen werden mussten.

Beim Verabschieden zugegen waren Ilka Schmitt im Amt für Marketing und Kommunikation zuständig für die Partnerschaften, bei ihr liefen die Fäden für den Transport zusammen, Bernd Geiger von der Feuerwehr Abteilung Stadt-Ettlingen, Arthur Schneider vom Baubetriebshof sowie die beiden Gemeinderäte Beate Hoeft und René Asché.