Landkreis unterstützt Erhalt der Klosterruine Frauenalb

Die Klosterruine Frauenalb mit dem Bauzaun und einem Schild Betreten verboten

Die Klosterruine Frauenalb ist ein mehr als beliebtes Ausflugsziel. Leider ist sie in kritischem baulichen Zustand. Der Landkreis Karlsruhe will den dauerhaften Erhalt sichern, die Kosten liegen bei rund 260 000 Euro. Gelder kommen zwar vom Landesamt für Denkmalpflege, von Ettlingen und Marxzell sowie vom Landkreis, aber dennoch klafft eine Lücke. Deshalb hat die Stiftung einen Spendenaufruf mit dem Titel "Baudenkmal in Not" gestartet. Spendenkonto: Stiftung Frauenalb Sparkasse Karlsruhe DE10 6605 0101 0001 0208 17

Der Kreistag befasste sich mit dem weiteren Vorgehen. Vorgesehen ist, die Stiftung Frauenalb mit bis zu 150.000 Euro aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) zu unterstützen. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Gesamtkonzept unter Beteiligung aller Stifter zu erarbeiten. Die Klosterruine ist ein kulturgeschichtlich bedeutendes Denkmal im Albtal. Seit der Gründung der Stiftung Frauenalb im Jahr 1959 engagieren sich Karlsruhe und Ettlingen, der Landkreis sowie Marxzell gemeinsam für den Erhalt der Anlage. In den vergangenen Jahrzehnten wurden bereits rund zwei Millionen Euro in Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen investiert.

Im Rahmen routinemäßiger Kontrollen wurden 2025 erhebliche Auffälligkeiten im Mauerwerk festgestellt. Zur Wahrung der Verkehrssicherungspflicht wurde das Areal vollständig abgesperrt und ein Zutrittsverbot ausgesprochen. Im Frühjahr sind Notsicherungsmaßnahmen vorgesehen. Die Kosten für alle Maßnahmen von Gutachten bis Sicherungsarbeiten belaufen sich auf rund 260.000 Euro. Ein Teil der Kosten kann durch Fördermittel gedeckt werden, vom Landesamt für Denkmalpflege kommen rund 22.500 Euro. Weitere Förderanträge laufen. Die Stiftung Frauenalb verfügt nur über sehr geringe finanzielle Spielräume, überdies darf das Stiftungsvermögen nicht für Sanierungsmaßnahmen eingesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund haben die Stifter sowie weitere Beteiligte ihre Bereitschaft signalisiert, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Auch für Spenden wird geworben. Ettlingen und Marxzell haben jeweils eine Unterstützung von 15.000 Euro in Aussicht gestellt.